Netflix und seine Staffelpolitik ✅

Ihr Lieben,

Wie man es an meinen Beiträgen unschwer erkennen kann, gehört Netflix zu einem von meinen genutzten Streamingportalen. Das liegt daran, dass ich die ungemeine Vielfalt an internationalen Serien-Produktionen ungemein schätze. Wo sonst kann man auch einmal arabische oder bolivianische Serien sichten? Insbesondere die interkulturelle Vielseitigkeit ist für mich ein starker Punkt Netflix die Treue zu halten.

Natürlich ist jedoch nicht die ganze Welt perfekt! Aus diesem Grund kommt dieser Beitrag auch unter den Punkt Meckerstunde.

Natürlich kann ich den marktwirtschaftlichen Faktor verstehen in Bezug auf Kundenbindung. Jedoch finde ich die gegenwärtig betriebene Staffelpolitik weniger berauschend. Wenn Netflix investiert, werden stets nur halbe Staffeln produziert. Dabei enden diese nicht immer in einer Art von Midseason-Finale wie bei Kingdom, sondern auch gerne einmal unvermittelt und nervend wie bei Dschinn oder My First First Love. Tatsächlich weckt diese Unterteilung weniger meine Neugier als meinen Zorn.

Insbesondere die Aufsplittung von koreanischen Serien ohne ersichtlichen Grund nimmt mir gerne den Spaß am Sichten. Nachdem ich bereits mehrmals auf diese Masche hereingefallen war, beschloß ich halbe Serien, trotz erheblichen Interesses, garnicht zu starten. Das jüngste Beispiel ist Love Alarm.

Der Reiz asiatischer Serien besteht für mich unter anderem darin, dass eine komplette Geschichte binnen einer Staffel auserwählt wird. Dabei wird vor allem auf ein durchgängig logisches Prinzip geachtet. Netflix jedoch teilt die Serie einfach entzwei ohne auf den Inhalt zu achten. Insbesondere beim Sichten von My First First Love kam ich mir ungemein veräppelt vor. Nicht nur, dass der Cut keinerlei Sinn machte, sondern auch das man ein Jahr darum bangen muss einen einfachen Abschluss zu erhalten. Das stößt mir auf! Im Sommer kam die lang erwartete zweite Staffel endlich heraus und was ist das Ende vom Lied: ich bin so aus der Serie heraus, dass ich keine Lust verspüre sie zu Ende zu sehen.

Bei westlichen Produktionen sehe ich diese Staffel-Politik weniger tragisch an, weil diese einen dazu passenden Aufbau haben. Es ist normal, dass bei der Hälfte ein kleines Finale vorbereitet wird, um den Zuschauer neugierig zu machen. Dabei schließt sich meist ein kleiner Sinnabschnitt.

Jedoch kann man das westliche Prinzip nicht eins zu eins auf asiatische Produktionen übertragen, da der Aufbau komplett anders ist. Hier hat man kein kleines Finale, sondern nur einen Stopp in der klassischen Handlung. Das mindert das Sehvergnügen.

Aus diesem Grund werde ich das System nicht mehr unterstützen. Was asiatische Serien angeht, schaue ich nur noch Produktionen, die einheitlich eingekauft wurden oder einfach nicht von Netflix mitfinanziert. So schaue ich die Serie in einem Zug und habe Spaß ohne unnötigen Ärger aufkommen zu lassen.

Wie ist das bei euch? ☀️

Eure Carli

5 Kommentare

  1. Kann ich jetzt nicht so mitreden, da ich keine asiatischen Produktionen gesehen habe.
    Ich freue mich aber auch über das weit gefächerte Angebot aus anderen Ländern. Im Moment habe ich dann eher die spanischen und französischen Serien und da wird, wie du das ja schon erwähnt hast, nicht gemacht.
    Aber ich kann mich voll hineinversetzen in deinen Ärger. Midseason regen mich generell auf, aber da weiss man wenigstens, dass es weiter geht, wenn es aber bei deinen Serien da schon ungewiss ist….das ist wirklich eine Saublöde Konstruktion.

    Gefällt 1 Person

  2. Kingdom ist doch kein Midseasonfinale… sondern eine „fertige“ erste Staffel. Oder habe ich da irgendwas verpasst?
    Bei Arthdal wurde eine Sommerpause gemacht aber das war ja auch Standard bei Walking Dead… Da es beim Start eine gute Review der ersten Folgen gab, war das ok.
    Ansonsten habe ich noch keine weiteren Serien geschaut. die mich interessieren würde, hat mal eben 18 Folgen… das lasse ich dann erstmal liegen 😉

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