Filmkritik

Kurzrezensionen: Kinofilme 2020

Dieser Beitrag wird bis zum 31.12.2020 regelmäßig aktualisiert.

11. Guns Akimbo Neuseeland

Einzelgänger muss mit angeschraubten Händen ein Spiel bestreiten

Im ersten Moment überwältigt einen der Film mit Kampf- und Actionsequenzen en masse. Daniel Radcliffe überzeugt komplett in der Rolle des feigen Bürgers, der um sein Leben rennt und sorgt für unzählige witzige Momente. Der Film erscheint zum Großteil wie eine erwachsene Variante von Nerve, obwohl er sich gut davon abheben kann. Sehr unterhaltsames Popcorn-Kino! 7,5/10

10. Rettet den Zoo Südkorea

Um einen Zoo ohne Tiere wieder zum Laufen zu bringen, schlüpfen die Mitarbeiter in Tierkostüme

Ein unterhaltsamer, lustiger Film ohne große Überraschungen. Trotz der Witze bietet er leider an einigen Stellen auch unnötige Längen. Wer jedoch ohne groß nachzudenken viel Lachen möchte, sollte dem Film eine Chance geben! 7/10

9. Fantasy Island USA

(Alb-)Träume werden auf fantastischer Insel wahr

Interessante Idee mit einem löcherigen Skript, dass immer unsinniger wird, umso länger man darüber nachdenkt. Die Schauspieler sind passabel. Doch der Film lädt wirklich zum vergessen ein. 4/10

8. Enkel für Anfänger D

Wenn man zum Paten-Opi/Omi wird…

Ein recht unterhaltsamer Film mit viel Humor und Herz. Heiner Lauterbach spielt die Rolle fantastisch und ist das Beste vom Film. Der Humor weiß zu überzeugen und natürlich ist die Handlung wenig überraschend. 7/10

7. Nightlife D

Zwei Barkeeper auf der Flucht vor Drogendealern

Überraschend witzige Komödie mit Elyas M’Barek und Frederik Lau. Der Film ist von Anfang bis Ende gelungen und kann zum größten Teil mit gelungenen Witzen punkten. Wer lachen möchte, sollte dem Film eine Chance geben. 8/10

6. Countdown USA

Das Grauen einer App, die den Tod voraussagt

Die Idee des Filmes ist originell und passt sehr gut in die heutige Zeit. Deswegen ist es schade, dass das Potential nicht völlig ausgenutzt wurde. Neben der alt bekannten Reihenfolge überrascht der trockene Humor dank Priester und Verkäufer äußerst gut. 7/10

5. The Divine Fury KOR 2019

Ein MMA-Star im Kampf gegen Dämonen

Das Casting ist wunderbar und passt gut zum Film. Neben dem nötigen Ernst hat der Film auch einigen Humor zu bieten, manchmal gewollt und manchmal ungewollt. Obwohl er zu unterhalten weiß, fehlt ihm der nötige Spannungsaufbau. 7/10

4. 1917 GB/USA

Aus dem Leben eines Boten im 1. Weltkrieg

Der Film hat wunderbare Kamerafahrten und interessante Ideen. Die Schauspieler überzeugen, doch insgesamt bleibt das Drehbuch etwas flach. Es liegt weniger an fehlender Action als an einer abwechslungsreicheren Gestaltung. Deswegen 7/10 Punkte.

3. The Grudge USA

Wenn man den Fluch in die Vereinigten Staaten mitbringt

Der Charme des japanischen Originalstoffs ist auf dem Weg zum Drehbuch komplett verloren gegangen. Die ganze Inszenierung erinnert eher an die typischen amerikanischen Horrorfilme, die monatlich herausgebracht werden. Die Geister gleichen in ihrer Aufmachung den Zombies in Walking Dead. Mal abgesehen von John Cho enttäuscht der Film auf ganzer Linie. 3/10

2. Shadow OmU CHN

Der Kampf um eine Stadt zwischen König und General

Eine wunderbare unterhaltsame Verfilmung eines Wuxias mit ordentlichen Intrigen und Ränkespielen. Neben den überzeugenden visuellen Effekte gibt es auch viel moderne Kampfszenen und kreative Ideen. Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie. 8/10

1. Knives Out – Mord ist Familiensache USA

Cluedo mit vielen Popkulturanspielungen

Lustiges Katz-und-Mausspiel mit erstklassiger Star-Besetzung und viel gelungenem Humor. Interessante Wendungen und lustige Konstellationen mit unterschwelliger Gesellschaftskritik. Beim Ende habe ich tatsächlich ein wenig mehr erwartet. Deswegen gebe ich 7,5/10 Punkte.

Carlis Kolumne, Filmkritik

Kurzrezensionen: Kinobesuche 2019 ✅

Dieser Beitrag wird bis zum 31.12.2019 regelmäßig aktualisiert.

28. The Kindness Of Strangers USA

Auf der Flucht vor der Vergangenheit

Der Film war deutlich ernster als ich es erwartet hatte und ging sehr interessant mit einem dramatischem Thema um. Die Charaktere waren dabei unterschiedlich sympathisch und glaubhaft. Es wäre wirklich schön, wenn alle Menschen tatsächlich so wären. 7/10

27. Jumanji 2: The Next Level (OV) USA

Das Abenteuer geht weiter

Wie bereits beim ersten Teil gibt es einige schöne Einfälle und gelungene Witze. Dadurch unterhält der Film recht gut, obwohl er durch einige kleine unbedeutende Geschichten ein wenig länger wirkt. An den ersten Teil kommt er leider nicht heran. 7/10

26. Bis dann, mein Sohn (OmU) China

Jahrzehnte umspannendes Familiendrama

Ein wundervoll inszenierter Film mit ganz viel Gefühl und Einblick in die chinesische Geschichte. Die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie und bringen die Tragik ihrer Situation gekonnt herüber. 8/10

25. Gott sei gelobt (OmU) Frankreich

Mißbrauch in der katholischen Kirche

Der Film widmet sich sehr ruhig und direkt diesem Tabu-Thema und zeigt verschiedene Perspektiven und Auswirkungen der Betroffenen. Sehr kurzweilig inszeniert und definitiv sehenswert. 7/10

24. Ready or Not USA

Ein Spieleabend anderen Geschmacks

Der Film bietet ordentlich Blut und einen gelungenen schwarzen Humor. Die Darstellung ist durchaus gelungen und unterhält abends wunderbar. Mir hat er gefallen. 7/10

23. Once Upon A Time… in Hollywood (OmU) USA

Das harte Leben als Schauspieler in den 60ern

Der Inhalt und die Inszenierung sind sehr interessant und die Darsteller liefern Höchstleistungen ab. Trotz des interessanten Motivs erscheint er stellenweise sehr lang und hätte mir dezent kürzer besser gefallen. 7/10

22. Golden Twenties Deutschland

Seinen Weg nach dem Studium finden

Typischer deutscher Genrefilm. Die Geschichte ist interessant dargestellt und arbeitet nicht zu häufig mit Klischees. Jedoch lässt er einen ohne Antwort zurück. 6/10

21. Crawl USA

Im Hurrikan mit Alligatoren gefangen

Wie man es erwarten kann, unterhält der Film sehr gut. Insbesondere Freunde von Tierhorrorfilmen kommen hier komplett auf ihre Kosten. Mir hat er Spaß gemacht und deswegen gibt es von mir 7/10.

20. BTS – Bring the Soul (OmU) Südkorea

Auf Welttournee mit dem stärksten KPOP-Export Südkoreas

Meine erste Begegnung mit der Band, die sich als sehr kurzweilig herausgestellt hat. Es war toll koreanisch im deutschen Mainstream-Kino hören zu können. 8/10

19. Midsommar (OmU) USA

Der Horror im Tageslicht

Der ruhige Stil baut langsam und erfolgreich den Horror im Tageslicht auf. Die Schauspieler überzeugen und Schrecken auch nicht vor direkten Szenen zurück. 8/10

18. Yesterday Großbritannien

Eine Welt ohne die Beatles

Eine kurzweilige Erzählung der Geschichte mit unglaublich sympathischen Figuren. Die Interpretation der Lieder ist durchaus gelungen und macht Spaß. 8/10

17. Drei Schritte zu Dir USA

Liebe zwischen zwei schwer kranken Jugendlichen

Überraschend gelungene Liebesgeschichte mit interessanten Einblicken in eine schwere Krankheit. Humor und Tragik liegen nah beieinander. 7/10

16. Der König der Löwen USA

Die Realverfilmung des Disney-Klassikers

Wirklich hochwertig Inszenierung der gewohnten Geschichte. Die Erzählung bleibt sehr nah beim Original. Leider habe ich das Thema mittlerweile über. 7/10

15. Godzilla 2 USA

Die Welt wird von Ur-Monstern überrannt

Obwohl ich den vorherigen Film nicht mochte, hatte ich überraschend viel Spaß und fand die neuen Monster spannend und toll. Dennoch gibt die Geschichte nicht viel her. Deswegen gibt es 6/10.

14. Ramen Shop (OmU) Japan/Singapur

Ein junger Japaner auf der Suche nach kulinarischen Familienwurzeln

Sehr ruhig inszeniertes Familiendrama mit vielen historischen Rückblicken in die japanische Besetzungsgeschichte von Singapur. Beim Sichten gibt es ordentlich Appetit. 7/10

13. Burning (OmU) Südkorea

Die Suche nach einer verschwunden geglaubten Freundin

Ein junger Einzelgänger verliebt sich in eine Jugendfreundin und sieht sich auf einmal mit einem Konkurrenten konfrontiert. Die Darstellung ist voller Gefühl und Geheimnisse. Hat mir gut gefallen. 7/10

12. Ma USA

Eine coole ältere Frau verfolgt eigene Motive

Der Horrorfilm folgt klassischen Mustern und enttäuscht am Ende dennoch. Das Schauspiel ist überzeugend, kann aber nicht das schwache Drehbuch retten. 5/10

11. Aladdin USA

Die Realverfilmung des Disney-Klassikers

Der Film macht noch einige neue Handlungsbögen auf und überzeugt auf ganzer Linie. Wundervolle Kulissen, Kostüme und Musikeinlagen. Das Cast passt perfekt. 8/10

10. Dumbo USA

Die Realverfilmung des Disney-Klassikers

Da der Trickfilm recht kurz war, wurde noch eine neue Haupthandlung hinzugefügt. Das rettet den Film jedoch nicht. Trotz toller Kulissen wirkt unnötig in die Länge gezogen. 6/10

9. Detective Pikachu USA/Japan

Auf den Spuren einer Verschwörung mit Hilfe von Pokémons

Obwohl ich in meinem Leben nicht viel mit Pokémon am Hut hatte, hat mir der Film unheimlich gut gefallen. Mit viel Action und Humor gestaltet er das Kinovergnügen äußerst kurzweilig. 8/10

8. Greta (OmU) USA

Ältere Freundin entpuppt sich als Stalkerin

Der Film geht ungemein spannend los und verliert das in der der zweiten Hälfte leider wieder. Die Darsteller spielen unheimlich gut, doch können das schwache Ende nicht retten. 6/10

7. After Passion (OmU) USA

Unschuldiges Mädchen verliebt sich in Draufgänger

Ich habe nicht viel erwartet und dennoch etwas unterhaltsames bekommen. Der Film fesselt von Anfang an und macht im Gegensatz zu Fifty Shades of Gray auch Spaß beim Sichten. 7/10

6. Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile USA

Die Geschichte von Ted Bundy aus Sicht seiner Ex

Toll gespielt und interessant gestaltet. Wer sich mit der Geschichte auskennt, stellt schnell fest, dass viele Personen zusammengefügt worden sind und sich der Film allgemein viele Freiheiten nimmt. Dennoch sehenswert mit 7/10.

5. Escape Room USA

Das Spiel wird zu purem Ernst

Hier kann man ohne Lügen behaupten, dass alle interessanten Szenen bereits im Trailer zu sehen waren. Der Film selbst gibt nicht viel Neues und enttäuscht dennoch mit einem unnötigen Ende. 4/10

4. Happy Death Day 2 U USA

Die Heldin wird erneut von einem Killer gejagt

Auch wenn der zweite Teil an den Ersten nicht rankommt, bietet er doch überraschende und kuriose Wendungen, die definitiv Lust auf den angekündigten dritten Teil machen. Der Humor überzeugt mit 7/10.

3. Aquaman USA

Superheld im Ozean

Obwohl ich das Superhelden-Universum komplett meide, hat mich der Trailer angesprochen. Die Schauspieler überzeugen, doch diese ewig langen Kampfszenen voller Computereffekte waren mir Zuviel und haben eher gelangweilt. 6/10

2. Polaroid USA

Besessene Kamera bringt den Tod

Obwohl der Film klassischen Horrorelementen folgt, bleibt er dennoch eher ein schwacher Schatten. Die Auflösung ist nicht besonders interessant gestaltet. Man kann den Film schnell wieder vergessen. 4/10

1. Robin Hood USA

Die bekannte Sage im neuen Gewand

Tolles Cast und merkwürdiges Drehbuch. Die Geschichte wird frei erzählt. Man konnte sich nicht entscheiden, ob er im Mittelalter oder im Jetzt spielen sollte. Der daraus entstandene Mix war nicht mein Geschmack und leitete das neue Kinojahr mit einer Niete ein. 3/10

Carlis Kolumne, Filmkritik

Kurzrezensionen: Japanische Filme ✅

Dieser Beitrag wird regelmäßig erweitert.

Battle Royale | By Chance | Die Sieben Samurai | Ramen Shop

Battle Royale (2000)

Genre: Horror, Action, Dystopie, Drama

Inhalt: 15jährige müssen sich auf einer Insel gegenseitig umbringen bis einer übrig ist.

Meinung: Der Film bietet neben gewalttätigen Szenen auch viel Tiefe und Gesellschaftskritik. Wenn man die tatsächliche gesellschaftliche Situation damit vergleicht, fällt einem viel Systemkritik ins Auge und das verleiht dem Film ungeahnte Tiefe. Insgesamt,t ist er sehr kurzweilig und in jedem Fall sehenswert. 8/10

By Chance (2018)

Genre: Melodram, Romanze

Inhalt: Japanischer Geschäftsmann engagiert chinesische Doppelgängerin seiner verstorbenen Verlobten um Erinnerungsfotos zu machen

Meinung: Wunderschöner Film. 4x gesehen wegen der Detailarbeit. Ruhiges Drama. Spiel mit Sprachbarrieren überzeugend. Traumatische Aufarbeitung gelungen. Perfekt und ruhig inszeniert. 9/10

Die Sieben Samurai (1954)

Genre: Abenteuer, Historie

Inhalt: Armes Bauerndorf heuert 7 Samurais zum Schutz vor gewalttätigen Banditen an

Meinung: Fantastisch inszeniert. Ruhige Erzählung. Humor und Tragik nah beieinander. Kinematographisch sehr gut. Perfekte Inszenierung! 9/10

Ramen Shop (2018)

Genre: Familiendrama, Küche

Inhalt: Japaner reist nach dem Tod seines Vaters nach Singapur, um die Herkunft seiner Mutter und die hiesige Küche kennenzulernen

Meinung: Tolle Drehorte. Einfühlsames Drama. Spannende Geschichtsaufarbeitung. Ruhiger Stil. Wenig Dialog. 7/10

Carlis Kolumne, Filmkritik

Kurzrezensionen: Koreanische Filme ✅

A | Along With The Gods: The Two Worlds | Along With The Gods: The Last 49 Days | B | Burning | C | Cheese in the Trap | G |Gangnam Blues | M | Memories of Murder | P | Pandora | Parasite | T | The Public Cemetery Under The Moon | The Soul Mate | Tune In For Love

Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert. Die Bilder stammen von My Dramalist.

A

Along With The Gods: The Two Worlds (2017)

Genre: Fantasy, Action

Inhalt: Nachdem heroischen Tod eines Feuerwehrmannes findet er sich im Nachleben an der Seite von drei Wächtern wieder. Diese sollen ihn sicher durch 7 Prüfungen geleitet, die entweder in seiner Reinkarnation oder der Verbannung in die Hölle münden.

Meinung: Kurzweiliger und interessant gestalteter Fantasy-Film. Viele tolle Schauspieler und witzige Dialoge. Zu Herzen gehende Verwicklungen und eine Verschwörung. Spannend inszeniert und kreativ gestaltet. 8/10

Along With The Gods: The Last 49 Days (2018)

Genre: Fantasy, Action

Inhalt: Die drei Wächter treten ihren letzten Auftrag an, in dem sie versuchen den Bruder des Feuerwehrmanns eine Reinkarnation zu beschaffen.

Meinung: Obwohl der zweite Teil mehr Längen als der Erste aufweist, hat er mir besser gefallen. Die Hintergrundgeschichten der Wächter sind unterhaltsam inszeniert und stellen das anfängliche Gefüge auf den Kopf. Die Effekte überzeugen und lassen einige Inspiration von Hollywood erkennen. Insbesondere im der “Jurassic Park”-Szene. Das erweiterte Cast überzeugt und macht das Sichten zum Vergnügen. Deswegen 8,5/10 Punkte.

B

Burning (2018)

Genre: Mystery, Thriller

Inhalt: Junger Mann beginnt eine Affäre mit seiner ehemaligen Nachbarin. Nach einer längeren Reise kehrt sie mit einem anderen Mann zurück und verschwindet danach spurlos. Was ist geschehen?

Meinung: Die ruhige Stimmung des Films unterstützt perfekt die Handlungen des Hauptcharakters. Sein Ausbruch aus der Einsamkeit durch seine Affäre verändert seinen Fokus stark. Die immer währende Suche nach ihr und die starken Verdachtsmomente, die sich in ihm breitmachen, werden perfekt in Szene gesetzt und durch eine stetige Spannung aufrechterhalten. Zudem gibt der Film nicht Zuviel preis und der Zuschauer kann sich sein Urteil selber machen. Sehenswert! 7,5/10

C

Cheese in the Trap (2018)

Genre: Thriller, Romanze

Inhalt: Eine eigenwillige, aber lebensfrohe Studentin aus armen Haus wird mißtrauisch als ihr Erzfeind, ein beliebter Sunbae aus reichem Elternhaus, ihr unvermittelt den Hof macht. Welche Absicht steckt dahinter?

Meinung: Der Film rattert den Inhalt der Webtoon-Vorlage sehr schnell runter. Die Schauspieler sind klasse, aber können nichts gegen das Drehbuch ausrichten. Die Idee ist sehr unterhaltsam. PHJ rettet den Film. Darum von mir: 7/10.

G

Gangnam Blues (2015)

Genre: Gangster, Thriller, Drama

Inhalt: Zwei Jugendfreunde verlieren such aus den Augen und werden Mitglieder in verfeindeten Gangs. Gemeinsam beschließen sie die Führung zu stürzen und planen einen Coup.

Meinung: Der Film hat mir überraschend gut gefallen. Die ganze Cinematography liefert erinnerungswürdige Sequenzen. Lee Min Ho hat wieder mit seinem Talent für tiefe Charaktere und Kampfszenen überzeugt. Überraschend viel nackte Haut für einen koreanischen Film. Die Handlung war spannend bis zum Ende und komplett überzeugend. 9/10

M

Memories of Murder (2003)

Genre: Krimi, Thriller

Inhalt: Ermittlerteam aus der Provinz jagt den ersten Serienmörder Südkoreas und stößt dabei immer wieder an die eigenen Grenzen.

Meinung: Der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Er zeigt den Arbeitsalltag der koreanischen Polizei in den 80er Jahren und wirft einen interessanten Blick auf die Gesellschaft. Der Fall ist spannend und man fiebert richtig mit. Eine absolute Schauempfehlung! 8,5/10

P

Pandora (2016)

Genre: Katastrophe, Drama

Inhalt: In einer Kleinstadt im Süden Koreas explodiert ein Atomkraftwerk. Alle Helfer arbeiten verzweifelt daran den Schaden einzudämmen. Werden sie das Problem rechtzeitig lösen können?

Meinung: Für eine Netflix-Produktion ist der Film ungemein unterhaltsam. Die ruhige Erzählstruktur schafft es die Charaktere und ihre Motivationen wunderbar einzufangen. Der Hauptdarsteller überzeugt sowohl im lebendigen als auch emotionalem Spiel auffallend gut. Neben Action, Politthriller und Familiendrama gibt es auch einige rührselige Momente. 7,5/10

Parasite (2019)

Genre: Drama, Komödie, Thriller, Familie

Inhalt: Junger Mann schmuggelt sich als Nachhilfelehrer bei einer reichen Familie ein und holt durch Tricks auch seine anderen Familienmitglieder nach.

Meinung: Der Film ist kurzweilig und unterhaltsam. Er bietet viele unerwartete Wendungen und bewegt sich auf der Grenze zwischen Humor und Tragik. Erstklassiges Ensemble! Der Film regt sehr zum Denken an. 8/10

T

The Public Cemetery Under The Moon (1967)

Thema: Drama, Fantasy, Horror

Inhalt: Geist kehrt als Rächerin zurück, nachdem die neue Frau ihres Mannes versucht ihr Kind zu töten

Meinung: Das Drama war sehr überzeugend. Der Geisteraspekt fällt sehr kurz aus und bildet nur den Rahmen der Geschichte. Sehr schöne Verfilmung, die ein zeitgenössisches Rollenbild transportiert. 7/10

The Soul Mate (2018)

Genre: Krimi, Fantasy, Melodram

Inhalt: Ambitionierter Polizist wird im Einsatz schwer verletzt und wird zum Geist. Schnell stellt er fest, dass ihn nur ein unhilfsbereiter Judo-Trainer sehen kann. Obwohl der sich gegen ihn wehrt, braucht er seine Hilfe, um die Mörder hinter Gitter zu bringen.

Meinung: Die Schauspieler waren wie immer erstklassig. Jedoch war das Drehbuch von Anfang bis Ende komplett vorhersehbar und ohne Überraschungen. Die Inszenierung bewegte sich auch nur auf einem durchschnittlichem Niveau. 5/10

Tune In For Love (2018)

Genre: Drama, Romanze

Inhalt: Eine junge Waise lernt durch Zufall einen schicksalsgeplagten Häftling kennen und lieben. Doch das Schicksal trennt ihre Wege immer wieder.

Meinung: Der Film ist ernster als erwartet und erzählt in ruhiger Art die Probleme beider und porträtiert eine wunderschöne Liebesgeschichte. Der letzte Konflikt wirkt zu erzwungen. Das gefiel mir weniger. 7/10

Carlis Kolumne, Filmkritik

Pressevorführung: „Midsommar“ in Hamburg ✅

Ihr Lieben,

am 30.07.2019 fand im Hamburger Abaton-Kino die Pressevorführung für „Midsommar“ statt. Ich war live dabei und habe eine Rezension für euch!

MIDSOMMAR

Kinostart: 26. September 2019

Mit Hereditary – Das Vermächtnis (2018) wurde Ari Aster einem größeren Publikum bekannt und konnte mit seiner Idee überzeugen. Auch dieses Mal ließ er es sich nicht nehmen selber das Drehbuch zu verfassen und Regie zu führen.

Worum geht es in Midsommar?

Dani (Florence Pugh) und Christian (Jack Reynor) führen eine Beziehung, die stetig durch die komplizierte Familiensituation von ihr belastet wird. Bereits seit längerem spielt Christian mit dem Gedanken einer Trennung. Doch nachdem sich ein tragischer Zwischenfall in Danis Familie ereignet, bleibt das Paar zusammen.

Monate später beschließt Christian auf Einladung seines Kumpels Pelle mit seinen Freunden nach Schweden zu fahren, um die Feierlichkeiten des Mittsommerfestes in dessen Dorf mitzuerleben. Dani beschließt kurzerhand mitzukommen, um sich abzulenken. Vor Ort angekommen, werden sie freundlich von der eigenwilligen Gemeinschaft empfangen und deren Bräuchen näher gebracht. Doch nach und nach zeigt sich, dass diese nicht so unschuldig sind wie gedacht.

Lohnt sich der Film?

Während in Hereditary vor allem die Dunkelheit das Grauen hervorruft, wird in Midsommar die stete Helligkeit zum Schreckenssymbol.

Man wird sofort in die Handlung in die Handlung hereingeworfen, in dem man eine beunruhigte Dani erlebt, die sich Sorgen um ihre Familie macht. Dabei ist stilistisch alles sehr düster und ruhig gehalten. Neben ihren Familienproblemen erfahren wir auch ihre Sorgen in Bezug auf ihre Beziehung und ihre Ängste. Das ganze geschieht in eine winterliche Landschaft eingebettet und ist unheimlich schön inszeniert. Ohne zu wissen wo die Reise hingeht, ahnt man das das Grauen bald auf einen wartet.

Im Fokus der Handlung steht ganz eindeutig die Beziehung zwischen Christian und Dani. Ihr fragiles Verhältnis scheint immer präsent und spürbar. Während Christian nicht weiß, wie er sich richtig verhalten soll, obwohl er innerlich bereits mit Dani abgeschlossen hat, hängt sie sehr an ihm. Durch die vorangegangenen Ereignisse fühlt sie sich isoliert und findet keinen rechten Zugang zum Leben.

Zudem spielt sein Freundeskreis eine große Rolle. In ihm finden wir die klassischen stereotypen Charaktere. Josh ist der strebsame Student, dessen Gedanken nur um seine Abschlussarbeit kreisen. Mark ist der Sprücheklopfer, der sich eher für die Frauenwelt interessiert. Pelle ist der lebenserfahrene Schwede, der für jeden ein offenes Ohr hat.

Während in den USA alle Aufnahmen sehr düster gehalten sind, klärt sich der Eindruck mit der Reise schnell auf. Wir erleben ein beruhigendes, wunderschönes Schweden mit einer Vielzahl von verspielten Kamerafahrten. Man bekommt sehr schnell den Eindruck mit dieser Reise alle Sorgen vergessen zu können. Mit dem Eintritt in diese unbekümmert erscheinende Landschaft setzt sich der Fokus komplett anders.

Spannend ist vor allem das Betreten des Dorfes, welches voller Harmonie und Unschuld inszeniert ist. Alle Bewohner begrüßen die Gäste mit offenen Armen und singen einheitlich gekleidet ihre Lieder oder inszenieren Spiele. Es wird schnell deutlich wie wichtig ihnen das Mittsommerfest ist und wieviel Freude sie daran haben.

Trotz der freundlichen Aufnahme in die Gemeinschaft wirkt alles zu perfekt und befremdlich. Schnell bekommt man den Eindruck in einer Art Sekte gelandet zu sein und wundert sich warum die Amerikaner nicht den gleichen Eindruck gewinnen. Während die Sonne stetig auf die gepflegten Wiesen und Häuser scheint, macht sich eine dunkle Vorahnung breit. Diese wird einem anteilig genommen durch die offenen Erklärung von Pelle und anderer Gemeinschaftsmitglieder.

Es ist spannend zu sehen wieviel foreshadowing Aster bereits mit den ersten Szenen betreibt. Allein die Einrichtung von Danis Wohnung greift viele Elemente auf, die später relevant für die Handlung werden. Die erzählten Geschichten oder Wandbilder weisen dem Zuschauer langsam aber direkt den Weg. Immer wieder wird einem ein Krümel der nahenden Zukunft hingeworfen. Jedoch möchte man sie zu gegebenen Zeiten selber nicht wahrnehmen.

Neben dem dargestellten Folklore-Charakter erinnern viele harmonische Momente auch an die Zeit der 1970er Jahre dank des regulären Konsums von Drogen, die den Einklang mit der Natur weiter unterstützen sollen. Es gibt schon ein verspieltes Bild ab, wenn die einheitlich gekleideten Frauen zu ihren eigenen Gesängen Hand in Hand in der Gruppe tanzen und lachen, während ihre Häupter mit selbst gemachten Blumenkronen geschmückt sind.

Eingebettet in diese perfekte Balance zeigt sich immer wieder der wahre Charakter der Dorfgemeinschaft und erklärt das alltägliche Grauen zu normalen Riten ihres Alltags. Spätestens ab der ersten großen Mittsommer-Veranstaltung zur Feier der Ältesten wird deutlich, wie sehr alle von ihrem Glauben überzeugt sind. Das fehlende Handeln der Hauptcharaktere und ihr lässiger Umgang damit sind schwer zu akzeptieren und lassen wenig Sympathie für sie aufkommen.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und vor allem sehenswert inszeniert. Die Kulissen sind mit Bedacht gewählt und vermitteln glaubhaft das Bild der skandinavischen Natur. Jegliche Kostüme und Ausstattung bestechen vor allem durch ihre Liebe zum Detail. Untermalt wird das ganze von perfekten und gerne auch verspielten Kameraaufnahmen, die immer etwas zu bedeuten haben.

Das Grauen geht einem unter die Haut und lässt einen bis zum Ende mitfiebern. Neben den Geheimnissen des Dorfes ist Dani und ihre psychische Entwicklung der Meilenstein des Films. Es ist spannend zu sehen, wie sie eingebettet in dieses Grauen ihren Lebensmut wiederfindet und sich neu kennenlernt.

Fazit

Insgesamt betrachtet weiß der Film sehr gut zu unterhalten und erzählt trotz der Länge kurzweilig seine Geschichte. Dabei ist die Handlung weniger überraschend als ihre gelungene Umsetzung. Die gelieferten Bilder überzeugen auf ganzer Linie und erinnern oftmals an Wicker Man oder Hereditary. Diesen Eindruck wird man auch bis zum Ende nicht los. Als psychischer Horrorfilm, der unter die Haut geht, überzeugt er stetig und regt zum Grübeln an.

8/10 Punkte