Bonus, Carlis Lieblinge, Seriengesichter

Han Ji Min

Südkorea * 5. November 1982

©️Asian Wiki

Serien

2020 Here

2019 One Spring Night

2019 The Light In Your Eyes

2018 Familiar Wife

2016 Jealous Incarnate

2016 Dramaworld

2015 Hyde, Jekyll, Me

2020 Rooftop Prince

2011 Padam, Padam

2009 Cain and Abel

2007 Yi San

2007 Capital Scandal

2006 Invincible Parachute Agent

2006 Great Inheritance

2006 Wolf

2005 Resurrection

2003 Jewel in the Palace

2003 Good Person

2003 All In

Bonus, Serienmittwoch

Serienmittwoch #211: Neu entdeckte Schauspieler, die zu Favoriten aufgestiegen sind

Das Jahr 2019 brachte einige Neuentdeckungen mit sich. Aus diesem Grund kann ich mich wirklich nicht beklagen über die Auswahl. 😊

©️My Dramalist

Sechs neue Schauspieler haben es dieses Jahr meine Liste von Favoriten zu ergänzen. Doch mit welchen Projekten?

Han Ji Min hat mich eindeutig durch ihre Darstellung in One Spring Night überzeugt. Ich mochte ihr Spiel unheimlich und möchte in jedem Fall mehr mit ihr sehen.

Greg Hsu hatte ich zwar bereits in Meet Me @ 1006 gesehen, doch erst seine Leistung in Someday Or One Day katapultierte ihn auf meine Liste. Nebenbei bemerkt: das ist eine Serie, die man gesehen haben muss!

Lee Seung Gi war so fantastisch und charismatisch in Vagabond und Love Forecast, dass man allein wegen seines unheimlich natürlichen Spiels mehr von ihm sehen möchte.

Namtan Tipnaree Weerawatnodom besitzt ebenfalls diese unheimliche Natürlichkeit und macht jedes ihrer Projekte zu einem wahren Vergnügen. Überzeugt hat sie mich dieses Jahr in Love Beyond Frontier und A Gift Shop For The People You Hate.

Li Xian war der Held bei Go, Go, Squid! Und konnte damit sogar gegen Hu Yi Tian perfekt bestehen. Durch sein Charisma hat er mich neugierig gemacht.

Park Sung Hoon war für mich die beste Neuentdeckung des Jahres. Seine Verkörperung des kaltblütigen Psychopathen in Psychopath Diary war unheimlich gelungen und ließ mich neugierig werden. Von ihm möchte ich auf jeden Fall mehr sehen!

China

Another Me 七月与安生

Another Me ist eine chinesische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 53 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Film und Buch von Bai Yi Cong. In Deutschland ist die Serie auch unter dem Namen Mein zweites Ich bekannt.

Thema: Zwei beste Freundinnen verlieben sich in den gleichen Mann

©️Hunan TV

Ich habe diese Serien nur wegen meinen Lieblingen aus Meteor Garden, Shen Yue und Connor Leong, gesichtet. Normalerweise schrecken mich die Längen von chinesischen Serien gerne ab, doch für die beiden habe ich gerne eine Ausnahme ausgemacht.

Worum geht es in Another Me?

Während der Schulzeit freunden sich die lebenslustige An Sheng und die introvertierte Qi Yue an und werden schnell beste Freundinnen, die alles miteinander teilen. Als sich Qi Yue eines Tages in den Klassenbesten Su Jia Ming verliebt, bemüht sich An Sheng mit allen Mitteln um ihrer Freundin zu helfen. Dabei stößt die Freundschaft der Mädels an ihre Grenzen als sich auf einmal beide in den selben Mann verliebt sind.

Official Trailer

Lohnt sich die Serie?

Um es einmal vorweg zu nehmen: Ich kann diese Rezension nicht ohne Spoiler schreiben. Für jeden, der nicht vorgewarnt werden möchte: Bitte lies nur den nächsten Absatz!

Die Serie ist ordentlich und mit schönen Bildern inszeniert. Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen und bringen einem das typisch chinesische Alltagsleben mit allen Problemen und Widrigkeiten glaubhaft näher. Dabei wird natürlich nicht auf die üblichen Klischees verzichtet. Wie erwartet, liefert Shen Yue in der Rolle der An Sheng eine überzeugende Leistung ab und wird schnell zum nicht ganz perfekten Hauptcharakter. Auch wenn Chen Du Ling in ihrer Verkörperung der Qi Yue durchaus glaubhaft rüberkommt, störte mich die Zeichnung ihrer Figur insgesamt.

SPOILER:

Obwohl das Drama mit seinen 53 Episoden nicht wenig Handlung erzählt, wirkt es nicht langatmig und unterhält sehr. Wer aufgrund der Beschreibung und des Titelbildes eine Komödie erwartet, wird bitter enttäuscht. Tatsächlich habe ich lange nicht mehr ein so ernsthaftes und wirklich dramatisches Serienformat gesehen. Dabei wird ordentlich die Strapazierfähigkeit der Zuschauer ausgetestet.

Mal angesehen von An Sheng und Qi Yues jüngerem Bruder Jiu Yue fanden sich für mich kaum sympathische Charaktere. Dabei hat auch An Sheng manchmal Phasen, die man nicht wirklich nachvollziehen kann.

An sich kann man das Drama kurz und knackig zusammenfassen. Wir erleben die Geschichte beider Freundinnen über einen größeren Zeitraum, die in dieser Zeit mehr als einmal zu Todfeinden mutieren. Dabei haben wir auf der einen Seite die verwöhnte Qi Yue, die ein wundervolles Leben führt und sich immer als Opfer darstellt, wenn etwas passiert. Obwohl sie ihrer Freundin An Sheng gleich zweimal ihre großen Lieben vor der Nase wegschnappt, stehen doch immer alle aus ihrem Umfeld hinter hier und unterstützen sie, weil sie sich gerne mal als das arme Mädchen aufführt. Das geschieht, obwohl sie mehr als einmal berechnend und selbstsüchtig agiert.

Dem gegenübergestellt haben wir An Sheng. Trotz ihres harten Lebens in Einsamkeit bemüht sie sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten das Beste daraus zu machen. Dabei geht sie ihren Weg und wird stetig von ihrem Umfeld dafür kritisiert. Als wenn das noch nicht reichen würde, geschieht ihr in diesen 53 Episoden beinahe nur Schlechtes. Dabei muss sie mit sämtlichen Schicksalsschlägen ständig alleine fertig werden und wird zahlreiche Male ohne Empathie von ihren Vertrauenspersonen verstossen. Wenn ich auch nur in Gedanken aufzuzählen versuche, was An Sheng alles an Schlechtem in dieser Serie geschehen ist, wird mir beinahe schwindelig. Dennoch opfert sie sich immer wieder und wieder für ihre beste Freundin auf und nimmt dabei das Einbüßen ihres eigenen Glückes stetig in Kauf. Ab einem gewissen Grad konnte ich das nicht mehr nachvollziehen.

Tatsächlich mochte ich Qi Yues Charakter überhaupt nicht und war genervt von ihrem Verhalten. Wenn man bedenkt, dass sie ihrer besten Freundin immer alles bewusst weggenommen hat und diese ihr trotzdem immer wieder geholfen hat, wird sehr schnell klar, was die beiden für ein toxisches Verhältnis haben.

Während des Schauens bekommt man wirklich den Eindruck als hätte der Autor seine eigene Figur nicht gemocht. An Shengs Charakter verbringt ihre Jugend komplett alleine. Ihre Mutter ist ständig in einer anderen Stadt und ihr Vater ist ihr unbekannt. Zweimal verliebt sie sich und zweimal gehen die Männer an Qi Yue. Selbst ihrer Universitätslaufbahn setzt sie für diese aufs Spiel. Dafür kämpft sie sich durchs Leben und hat endlich Glück im Job. Was passiert? Qi Yue kommt und nimmt ihr die Karriere weg. Ihre Mutter stirbt. Ihr Vater ist der Erzfeind der Paten. Diese verstoßen sie immer wieder. Dann lernt sie endlich die wahre Liebe kennen und es wird ihr von Qi Yues Eltern verboten mit ihm Kontakt zu haben. Endlich ist die Hürde überwunden und man lässt den Charakter sterben. Dann hat sie nur noch ihre Bar, die natürlich gleich abbrennen muss. Muss ich mehr sagen? Jedes Mal denkt man sich: Das kann doch nicht wahr sein!

Qi Yues Familie wird am Anfang als äußerst herzlich und selbstlos eingeführt. Das zeigt sich vor allem daran wie sie An Sheng aufnehmen. Doch im Laufe des Dramas konnte ich nichts mehr mit den Eltern anfangen. Vor allem zum Ende hin hatte ich jegliche Sympathie verloren, da ich sie nur noch als heuchlerisch und egoistisch wahrgenommen habe. Insbesondere der Umgang mit An Sheng gab mir immer wieder den Rest. Ich konnte wahrlich nicht verstehen, warum ihnen An Sheng immer wieder vergeben hat. Die wären für mich abgeschrieben gewesen.

Der einzige sympathische und tolle Charakter ist der jüngere Bruder, der von Leon Leong verkörpert wird. Diese geht zwar am Anfang sehr stark unter, doch bekommt im letzten Drittel der Serie endlich eine tolle Handlung. Die Beziehung zwischen An Sheng und Jiu Yue ist wundervoll und entschädigt lange für die harten Phasen des Leidens. Umso unverständlicher ist für mich der Tod seines Charakters. Da fühlte ich mich wahrlich veräppelt.

Ähnliches gilt für die Dreiecksbeziehung zwischen Qi Yue, Jia Ming und Han Dong. Während die ersten beiden nicht einmal in der Zeit ihrer langjährigen Beziehung auch nur den Hauch einer Chemie hatten, war die Darstellung zwischen Qi Yue und Han Dong einfach nur unglaubhaft. Insbesondere da ihr Charakter über weite Flächen nur langweilig und profillos wirkte, war es mich nicht nachvollziehbar warum er seine Haltung für sie auf einmal ändern sollte. Da wäre es mir lieber gewesen, er hätte sie wirklich nur ausgenutzt.

Apropos lieber gewesen. Wenn schon einer aus der Familie Jin sterben muss, wäre es nur passender gewesen diese Ehre Qi Yue zukommen zu lassen, da sie die ganze Zeit nur Glück hatte und sich dennoch stetig in Selbstmitleid gebadet hat. Zudem hätte man An Sheng auch in den ersten 35 Episoden einfach einmal eine positive Sache erleben lassen können und sie nicht nur permanent von einer Tragödie in die Nächste spazieren lassen müssen. Unverständlich dieser Serienaufbau!

Fazit

Diese Serie hat mich im wahrsten Sinne des Wortes an meine Grenzen gebracht. Diese permanente Tragik und das lediglich einseitige Unglück waren für meinen Gerechtigkeitssinn nur schwer fassbar. Zudem konnte ich oftmals nicht das Handeln der Figuren auch nur ansatzweise nachvollziehen. Die Musik und die Inszenierung gestalten sich ordentlich. Dennoch war ich am Ende froh als ich mit der Serie endlich durch war. Insgesamt gebe ich solide 7/10 Punkte.

Another Me eignet sich wunderbar für Freunde ernsthafter Melodramen wie auch bei Just Between Lovers oder Love And Fortune.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki streamen.

Darsteller: Shen Yue (A Love So Beautiful, Meteor Garden) als An Sheng, Chen Du Ling (Invisible Life, Myth of Sword) als Qi Yue, Dylan Xiong (Love Is Always Online, Legend of Awakening) als Jia Ming, Zhou Ting Wei (And The Winner Is Love, Eighteen Springs) als Han Dong, Leon Leong (Run For Young, Meteor Garden) als Jiu Yue

Drehbuch: Bai Yi Cong

Regie: Cui Liang

Bonus, Seriengesichter

Lee Dong Wook

Südkorea *6. November 1981

©️Pump Up Net

Serien

2020 The Story of Gumiho

2019 Strangers From Hell

2019 Search: WWW

2019 Touch Your Heart

2018 Life

2016 Goblin

2015 Bubblegum

2014 Blade Man

2014 Hotel King

2013 Heaven‘s Order

2012 Wild Romance

2011 Scent of a Woman

2009 Partner

2008 La Dolce Vita

2005 My Girl

2005 Hanoi Bride

2004 Precious Family

2004 Island Village Teacher

2003 Merry Go Round

2003 Land of Wine

2002 Honest Living

2002 Loving You

2002 Cheongukbeoda Gippeun

2001 That‘s Perfect

2001 This Is Love

2001 Pure Heart

2001 Four Sisters

2000 School 3

1999 School 2

Filmkritik

Kurzrezensionen: Kinofilme 2020

Dieser Beitrag wird bis zum 31.12.2020 regelmäßig aktualisiert.

11. Guns Akimbo Neuseeland

Einzelgänger muss mit angeschraubten Händen ein Spiel bestreiten

Im ersten Moment überwältigt einen der Film mit Kampf- und Actionsequenzen en masse. Daniel Radcliffe überzeugt komplett in der Rolle des feigen Bürgers, der um sein Leben rennt und sorgt für unzählige witzige Momente. Der Film erscheint zum Großteil wie eine erwachsene Variante von Nerve, obwohl er sich gut davon abheben kann. Sehr unterhaltsames Popcorn-Kino! 7,5/10

10. Rettet den Zoo Südkorea

Um einen Zoo ohne Tiere wieder zum Laufen zu bringen, schlüpfen die Mitarbeiter in Tierkostüme

Ein unterhaltsamer, lustiger Film ohne große Überraschungen. Trotz der Witze bietet er leider an einigen Stellen auch unnötige Längen. Wer jedoch ohne groß nachzudenken viel Lachen möchte, sollte dem Film eine Chance geben! 7/10

9. Fantasy Island USA

(Alb-)Träume werden auf fantastischer Insel wahr

Interessante Idee mit einem löcherigen Skript, dass immer unsinniger wird, umso länger man darüber nachdenkt. Die Schauspieler sind passabel. Doch der Film lädt wirklich zum vergessen ein. 4/10

8. Enkel für Anfänger D

Wenn man zum Paten-Opi/Omi wird…

Ein recht unterhaltsamer Film mit viel Humor und Herz. Heiner Lauterbach spielt die Rolle fantastisch und ist das Beste vom Film. Der Humor weiß zu überzeugen und natürlich ist die Handlung wenig überraschend. 7/10

7. Nightlife D

Zwei Barkeeper auf der Flucht vor Drogendealern

Überraschend witzige Komödie mit Elyas M’Barek und Frederik Lau. Der Film ist von Anfang bis Ende gelungen und kann zum größten Teil mit gelungenen Witzen punkten. Wer lachen möchte, sollte dem Film eine Chance geben. 8/10

6. Countdown USA

Das Grauen einer App, die den Tod voraussagt

Die Idee des Filmes ist originell und passt sehr gut in die heutige Zeit. Deswegen ist es schade, dass das Potential nicht völlig ausgenutzt wurde. Neben der alt bekannten Reihenfolge überrascht der trockene Humor dank Priester und Verkäufer äußerst gut. 7/10

5. The Divine Fury KOR 2019

Ein MMA-Star im Kampf gegen Dämonen

Das Casting ist wunderbar und passt gut zum Film. Neben dem nötigen Ernst hat der Film auch einigen Humor zu bieten, manchmal gewollt und manchmal ungewollt. Obwohl er zu unterhalten weiß, fehlt ihm der nötige Spannungsaufbau. 7/10

4. 1917 GB/USA

Aus dem Leben eines Boten im 1. Weltkrieg

Der Film hat wunderbare Kamerafahrten und interessante Ideen. Die Schauspieler überzeugen, doch insgesamt bleibt das Drehbuch etwas flach. Es liegt weniger an fehlender Action als an einer abwechslungsreicheren Gestaltung. Deswegen 7/10 Punkte.

3. The Grudge USA

Wenn man den Fluch in die Vereinigten Staaten mitbringt

Der Charme des japanischen Originalstoffs ist auf dem Weg zum Drehbuch komplett verloren gegangen. Die ganze Inszenierung erinnert eher an die typischen amerikanischen Horrorfilme, die monatlich herausgebracht werden. Die Geister gleichen in ihrer Aufmachung den Zombies in Walking Dead. Mal abgesehen von John Cho enttäuscht der Film auf ganzer Linie. 3/10

2. Shadow OmU CHN

Der Kampf um eine Stadt zwischen König und General

Eine wunderbare unterhaltsame Verfilmung eines Wuxias mit ordentlichen Intrigen und Ränkespielen. Neben den überzeugenden visuellen Effekte gibt es auch viel moderne Kampfszenen und kreative Ideen. Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie. 8/10

1. Knives Out – Mord ist Familiensache USA

Cluedo mit vielen Popkulturanspielungen

Lustiges Katz-und-Mausspiel mit erstklassiger Star-Besetzung und viel gelungenem Humor. Interessante Wendungen und lustige Konstellationen mit unterschwelliger Gesellschaftskritik. Beim Ende habe ich tatsächlich ein wenig mehr erwartet. Deswegen gebe ich 7,5/10 Punkte.

Bonus, Serienmittwoch

Serienmittwoch #210: Welche Serie ist im Remake besser als das Original?

Darüber habe ich mir echt verzweifelt den Kopf zerbrochen und bin zu keinem Resultat gekommen. Das liegt einfach daran, dass ich mit Ausnahme von einer Serie davon überzeugt bin immer nur das Original oder das Remake gesehen zu haben und nicht beides im Vergleich.

Die einzige Serie, die ich in verschiedenen Verfilmungen gesehen habe ist die Realverfilmung vom Manga Hana Yori Dango. Neben dem gleichnamigen japanischen Original habe ich noch die südkoreanische Ausgabe Boys Over Flowers und die chinesische Interpretation Meteor Garden geschaut. Die Taiwanesische Interpretation ist noch offen zum Sichten. Ich kann nur sagen, dass ich alle Verfilmungen gleichwertig mochte.

Ansonsten fallen mir nicht wirklich Serienverfilmungen von Originalen ein. Sabrina – Total Verhext und The Chilling Adventures of Sabrina sind für mich nicht vergleichbar, da sie unterschiedlich mit dem Basiscomic umgehen und deswegen kann ich sie hier nicht nennen. MacGyver habe ich nur mit Richard Dean Anderson gesehen. Charmed kenne ich ebenfalls nur im Original. Also, mir fällt wirklich nichts mehr ein. Ich bin gespannt auf die Antworten der Anderen. 😇

Südkorea

Cheese In The Trap 치즈인더트랩

Cheese In The Trap ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Webtoon.

Thema: Eine junge Frau verliebt sich in ihren unnahbaren Erzfeind

Link zum Podcast ▶️

©️TvN

Obwohl das die erfolgreichste Serie mit meinem Lieblingsschauspieler Park Hae Jin ist, habe ich mich lange nicht getraut das Drama zu sichten. Das lag vor allem an den äußerst negativen Kommentaren von meinen gleichgesinnten KDrama-Freunden, die mir immer wieder davon abgeraten haben. Durch Kates Zuspruch bekam ich dann aber doch Lust auf die Serie und schaute sie einfach in einem Rutsch durch.

Worum geht es in Cheese In The Trap?

Eine strebsame Studentin kehrt an die Uni zurück und findet sich sogleich in einem Kleinkrieg mit dem beliebtesten Studenten wieder. Dieser scheint in ihren Augen berechnend und falsch zu sein, weswegen sie nach Leibeskräften bemüht ist ihn zu meiden.

Eines Tages beginnt jedoch eben dieser junge Mann ihr den Hof zu machen und sie versteht die Welt nicht mehr. Als wäre das nicht genug findet sie sich auch noch im Visier eines übergriffigen Stalkers wieder. Hängen diese beiden Begebenheiten zusammen oder ist es doch nur Zufall?

Official Teaser Collection

Lohnt sich die Serie?

Da wir die Serie ausführlich in unserem Podcast besprochen haben, werde ich mich heute kurz fassen. Die Serie bietet viele interessante Handlungsstränge, die mehr oder weniger alle miteinander verknüpft sind. Die Charaktere sind sehr vielseitig geschrieben und konstruiert.

Mit hat Hae Jin sehr gut gefallen, da ich es mag, wenn er unnahbare Figuren mimt. Jedoch fand ich die Tragik seiner Rolle zu oberflächlich behandelt. Insbesondere in der zweiten Hälfte der Sendung fällt seine Figur immer wieder unter das Radar, was ich zum einen sehr schade für die Entwicklung der Hauptrolle finde als auch als äußerst schlechtes Drehbuch schreiben empfinde. Auf Grund von Problemen hinter den Kulissen konzentrierte sich die Schreiberin am Ende immer stärker auf die zweite männliche Figur, weswegen viele weibliche Zuschauer ein Second Lead Syndrome entwickelt haben. Ich fand dessen Figur zwar auch unheimlich sympathisch, aber nur als einfachen Freund und nicht als eventuellen Partner.

Die weibliche Hauptrolle ist sehr loyal und klug angelegt. Das hat mir äußerst gut gefallen. Insbesondere die Tatsache, dass sie Probleme direkt angeht und nicht vor sich her schleppt wie man es gerne bei anderen Serien öfter sieht.

Die Figur der In Ha war super überdreht und egoistisch dargestellt. Die Schauspielerin hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Aus diesem Grund mochte ich die Figur bis zum Ende nicht und war wirklich überrascht, dass sie noch extremer werden kann als am Anfang.

Obwohl sich die Serie unter dem Mantel einer Liebesgeschichte präsentiert, finden sich durch die Machtkämpfe und Stalker sehr viele Thriller- und Melodramelemente wieder. Durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Schreiberin wird das Drama leider immer schwächer und das sehe ich nicht als Schuld der Darsteller. Aufgrund meiner Enttäuschung habe ich für mich entschieden ihre zukünftigen Projekte zu meiden. Das Ende ist wirklich die Krönung. Wer die Serie nicht sehen mag, aber jetzt neugierig geworden ist, der sollte unseren Podcast anhören. Dort erzählen wir auch noch einmal ausführlich viele Geschichten vom Dreh.

Fazit

Die Serie weiss wunderbar zu unterhalten und bietet eine erstklassig konstruierte Dynamik zwischen den Charakteren untereinander. Da die Serie so gut losgeht, ist das Ende umso enttäuschender. Das liegt vor allem daran, dass die Sendung gefühlt ihren roten Pfaden verliert. Deswegen gebe ich insgesamt 8/10 Punkte. Die Schauspieler sind einfach zu gut, um die Serie schlechter zu bewerten. Jedoch wäre wirklich mehr drin gewesen. Tatsächlich hat mir der Film von 2018 besser gefallen.

Cheese In The Trap ist perfekt für Freunde dramatischer zwischenmenschlicher Beziehungen mit einer Prise Humor wie auch bei Romance Is A Bonus Book und Le Coup de Foudre.

Interessierte können die Serie auf Viki und Netflix streamen.

Darsteller: Kim Go Eun (The King: The Eternal Monarch, Goblin) als Hong Seol, Park Hae Jin (Secret, Man to Man) als Yoo Jung, Seo Kang Joon (Something About Us, If The Weather Is Nice, I Will Come Find You) als Baek In Ho, Lee Sung Kyung (About Time, Weightlifting Fairy Kim Bok Joo) als Baek In Ha

Drehbuch: Kim Nam Hee

Regie: Lee Yoon Jung

Südkorea

Go Ho’s Starry Night 고호의 별이 빛나는 밤에

Go Ho‘s Starry Night ist eine südkoreanische Webserie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 20 Folgen a 15 Minuten. Im deutschen Fernsehen wird die Serie unter dem Titel Gogh‘s Starry Night vermarktet.

Thema: Ex-Freund wird neuer Chef und das Leben wird chaotisch

©️SBS Sohu TV

Ich bin durch die Empfehlungen von anderen Fans auf die Serie aufmerksam geworden. Vorher hatte ich einige Ausschnitte gesehen, die mir gut gefallen haben. Deswegen hoffte ich auf das Beste.

Worum geht es in Go Ho’s Starry Night?

Die Welt einer jungen Werbetexterin gerät aus den Fugen als ihr Ex-Freund ihr neuer Chef wird. Von ihren alten Gefühlen übermannt, gerät sie in eine unangenehme Situation nach der anderen. Ihr Leben wird auch nicht leichter, da sie immer wieder in Streit mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten gerät. Dieser ist zwar sehr streng, doch auch in überraschenden Situationen äußerst hilfsbereit. Als ihr neuer Azubi Interessen an ihr entwickelt, scheint das auf die anderen Männer auf Arbeit ebenfalls umzuschlagen. Während sie vorher eher unscheinbar auf Arbeit war, findet sie sich nun mehr in fünf Liebesgeflechten wieder, die sie garnicht haben mag.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie ist mir ihrer kurzen Laufzeit wirklich ein kleiner Schmaus für Zwischendurch. Die romantischen Situationen und das witzige Buhlen der Kollegen um ihre Gunst sind ein Geschenk für jede Träumerin. Dabei wird auch sehr schnell deutlich, dass die Serie wirklich für das weibliche Publikum konstruiert ist. Zudem kann die Serie nicht allzu sehr in die Tiefe gehen, da sie als ein kurzes Webdrama produziert worden ist.

Der weibliche Hauptcharakter ist wirklich sympathisch und süß. Auch wenn sie manchmal auf dem Schlauch steht, ist sie nicht so naiv und dümmlich dargestellt wie man es aus anderen asiatischen Liebeskomödien gewohnt ist. Gerade ihr enttäuschter Umgang mit ihrem Ex und die Streitigkeiten mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten begeistern ungemein. Beide Thematiken fand ich überzeugend dargestellt. Zwar hätte ich mir noch mehr Tiefe bei der Geschichte um ihre gescheiterte Beziehung gewünscht, doch in Anbetracht der Tatsache, dass die anderen Liebesanwärter in die Handlung aufgenommen worden sind, kann ich verstehen, dass dafür einfach kein Raum mehr war.

Die Beziehung mit ihrem Ex schien wirklich harmonisch und schön gewesen zu sein. Da man aus ihrer Perspektive die ganze Geschichte erfährt, bleibt man ebenso wie sie lange ratlos warum das Ganze gescheitert ist. Umso spannender war es für mich den Grund dafür zu erfahren. Das Verhalten ihres Ex-Freundes war am Anfang für mich weniger überzeugend und überraschte mich in seiner späteren Intensität sehr. Den Schauspieler hatte ich bereits als mäßig sympathischen Bruder in The Legend Of The Blue Sea gesehen und dort hatte er mir bereits sehr gefallen.

Der Grund für das Sichten der Serie war für mich auf jeden Fall Kim Young Kwang. Da er dank The Secret Life Of My Secretary zu einem meiner Lieblingsschauspieler aus der südkoreanischen Serienwelt aufgestiegen ist, war ich sehr neugierig auf seine älteren Projekte. Dank Empfehlungen anderer Fans bin ich auf diese Serie aufmerksam geworden. Ihn als strengen Chef zu erleben, war äußerst herrlich. Neben seinen fies erscheinenden Handlungen wird schnell sein weicher Kern deutlich. Aus diesem Grund habe ich auch für dieses Pärchen am stärksten die Daumen gedrückt und wurden oftmals durch sehr schöne Momente wie im französischen Städtchen oder beim Spaziergang auf den Gleisen belohnt.

Die Verliebtheit der anderen Kollegen bietet ebenfalls viel Humor und Witz. Dabei stellt sich dennoch die Frage, ob man wirklich alle Personen benötigt hätte. Der junge Aufreißer überzeugt und bietet durch sein Flirten auf allen Ebenen immer wieder Lacher. Vor allem wenn man bedenkt wie konservativ die Gesellschaft sonst immer dargestellt wird. Ihr dicker Kollege ist zwar sympathisch, aber nach ihren gemeinsamen Erlebnisse fand ich sein Interesse ein wenig weit hergeholt. Das Gleiche gilt für ihren hilfsbereiten Boss. Ich fand es schön ihn einfach als hilfsbereiten Vorgesetzten zu sehen und fand sein Interesse deswegen ein Wenig enttäuschend.

Die besten Momente der Serie bieten die Kollegen, die untereinander darum kämpfen wer sich ihr nähern darf. Die Strichlisten und Wettkämpfe, insbesondere im Café, haben mir ungemein gut gefallen.

Weiterhin habe ich mich sehr über die kleinen Gastauftritte von Lee Jong Suk und Gyun Jong Soon gefreut, die ebenfalls zu meinen Lieblingen zählen.

Fazit

Wer leichte Unterhaltung haben möchte und einfach eine süße Romanze zwischendurch sucht, ist mit dieser Serie gut aufgehoben. Die Charaktere sind die klassischen Stereotypen und funktionieren sehr gut. Trotz der Kürze der Serie bekommt man einige Handlungsbögen präsentiert und kann für sich selber entscheiden für welchen Typ Mann sein Herz schlägt. Insgesamt gebe ich der Serie deswegen 8/10 Punkte.

Go Ho’s Starry Night ist eine lustige Romanze wie auch Dear My Name oder Boyfri3nds.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki sichten.

Darsteller: Kwon Yoo Ri (The Sound Of Your Heart, Kill Me Heal Me) als Go Ho, Kim Young Kwang (Room No. 9, D-Day) als Kang Tae Ho/Park Kwang Soo, Lee Ji Hoon (The Legend Of The Blue Sea, Woman of 9.9 Billion) als Hwang Ji Hoon, Shin Jae Ha (Welcome 2 Life, While You Were Sleeping) als Oh Jung Min

Regie: Jo Soo Won

Bonus, Serienmittwoch

Serienmittwoch #209: Meinung zu Realverfilmungen von Disney

Tatsächlich finde ich die Idee sehr reizvoll und das mag wirklich daran liegen, dass ich kein Fan von Animationsfilmen und dafür eine Vorliebe für Musicals habe.

Cinderella und Aladdin haben mir sehr gut gefallen. Da fühlte ich mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten und in eine andere Welt entführt.

Der König der Löwen war beeindruckend inszeniert, doch ich habe einfach das Thema über. Da ich den Zeichentrickfilm schon so oft gesehen habe, konnte der neue Film nicht bei mir landen.

Dumbo war nicht so deprimierend wie erwartet und hatte wunderschöne Bilder zu bieten. Jedoch fand ich die Geschichte unnötig in die Länge gezogen und teilweise wirklich langweilig.

Das Dschungelbuch war überzeugend und schön gemacht. Jedoch ist das nicht wirklich meine Geschichte. Ich mochte auch nie den Zeichentrick. Außerdem war die Szene mit dem Orangutan so überzeugend, dass ich mich beinahe tot geekelt hätte.

Ich freue mich in jedem Fall auf Mulan und Arielle. Mal schauen, wie das wird. Ich bin positiv.

Südkorea

I’m Not A Robot 로봇이 아니야

I‘m Not A Robot ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 32 Folgen a 30 Minuten.

Thema: Junger Chaebol bekommt einen Robot als Ausgleich zu seiner Menschenallergie

©️MBC

Nach der herben Enttäuschung durch My Absolute Boyfriend war ich davon überzeugt, dass Serien über Roboter nichts für mich sind. Um meine Meinung zu ändern, wurde ich von einigen Mädels dazu überredet I‘m Not A Robot zu sichten.

Worum geht es in I‘m Not A Robot?

Kim Min Kyu ist ein gut aussehender und erfolgreicher Firmenerbe, der durch seinen Ehrgeiz viel erreicht hat. Durch tragische Erlebnisse in seiner Kindheit hat er jedoch eine Menschenallergie entwickelt. Jegliche Berührung kann tödlich für ihn sein. Um der Einsamkeit zu entkommen, lässt er sich auf das Angebot ein einen menschlich aussehenden Roboter bei sich aufzunehmen. Was er jedoch nicht weiß ist, dass durch einen kurzfristigen Defekt nicht die Maschine am vereinbarten Termin vor ihm steht, sondern dessen menschliche Vorlage. Damit nehmen die Probleme ihren Lauf.

Teaser

Lohnt sich die Serie?

Obwohl ich in der Regel wenig mit Serien über Roboter wenig anfangen kann, hat mir die Serie durchaus sehr gut gefallen. Das liegt einfach daran, dass – mal abgesehen von dem männlichen Hauptcharakter – die Geschichte um die Maschine wenig präsent ist. Diesen interessanten Kniff fand ich durchaus originell und witzig.

Die Beziehung der beiden Hauptfiguren bietet viele schöne und zugleich tragische Momente. Zwar funktionieren die beiden zusammen sehr gut und haben einige legendäre Szenen wie beispielsweise das erste Date oder die aufkeimenden Gefühle in ihrer unorthodoxen Situation. Andererseits fürchtet man auch stetig um den männlichen Lead. Auch wenn er am Anfang sehr unsympathisch ist, wird sehr schnell seine tragische Geschichte deutlich. Diese ist wirklich unglaublich hart und wahrscheinlich garnicht mehr so weit hergeholt. Das Chaebol-System in Südkorea ist wirklich interessant und bietet immer wieder einige knallharte Personen und Geschäftsmänner. Auch wenn ich nicht weiß, wie es im wirklichen Leben ausschaut, kann ich mir immer gut vorstellen, dass es genau so ist. Dabei fand ich es wenig glaubhaft, dass der Staat ihn von Kind auf an ohne Bezugsperson aufwachsen ließ.

Die Idee mit der Menschenallergie aufgrund von einschlägigem Verrat war sehr originell und bot einiges. Dabei waren zum einen die Effekte sehr überzeugend dargestellt und zum anderen die Beziehung zu seinem ehemals besten Freund interessant gezeichnet. Zwar bot letztere wenig Überraschungen, doch dennoch gefiel mir die Interaktion der beiden Schauspieler sehr gut.

Die große Liebe des männlichen Hauptdarstellers war wirklich nicht mein Fall. Doch durch ihre Darstellung kann man auch davon ausgehen, dass es auch so sein sollte. Wenn man einmal davon absieht, wie unnötig dramatisch seine Gefühle für sie sind, wirkt sie doch zu oberflächlich für meinen Geschmack bis zum Ende. Insbesondere das erste Aufeinandertreffen machte sie mir wenig sympathisch. Doch das fulminante Ende ließ mich unseren „Roboter“ wirklich lieben.

Das ist genau der Punkt. Egal, wie irrational unsere Hauptdarstellerin handelt, bleibt sie dabei doch immer äußerst sympathisch und ungemein niedlich. Ihr trockener Humor und ihre dezenten Gesten überzeugen auf ganzer Linie und lassen einen die Geschichte richtig geniessen.

Die tragische Wende am Ende spricht viele Elemente an, die man sich als Zuschauer selber vorher gefragt hat. Vor allem die Naivität des Millionärs wird noch einmal aufgegriffen. Das sorgt für starke emotionale Achterbahnfahrten und ein wahres Hin und Her an Sympathien. Vor allem in Bezug auf seine neu gefundenen Freundschaften.

Fazit

Die Darstellung und Inszenierung der Serie ist äußerst hochwertig und glaubhaft. Die Musik begeistert und das Drehbuch bleibt wirklich über weite Teile sehr stark. Die Schauspieler machen ihre Arbeit sehr gut und machen das Sichten zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Deswegen gebe ich insgesamt 8/10 Punkte und kann die Serie nur weiterempfehlen.

I’m Not A Robot ist eine romantische Dramaserie mit vielen Höhen und Tiefen wie auch bei Perfect Crime oder The Secret Life Of My Secretary.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki sichten.

Darsteller: Yoo Seung Ho (Memorist, My Strange Hero) als Kim Min Kyu, Chae Soo Bin (Half of a Half, Where Stars Land) als Jo Ji Ah/Aji-3, Uhm Ki Joon (Defendant, Heart Surgeons) als Hong Baek Gyun, Kang Ki Young (Moments of 18, What‘s Wrong With Secretary Kim?) als Hwang Yoo Cheol

Drehbuch: Kim Sun Mi

Regie: Jung Dae Yoon

Südkorea

Fight For My Way 쌈, 마이웨이

Fight For My Way ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Vier 30jährige Freunde versuchen ihre Jugendträume zu verwirklichen

©️KBS 2TV

Dank Park Seo Joon wurde mir die Serie bereits öfter ans Herz gelegt. Jedoch hatte ich anfänglich einige Vorbehalte und traute mich nicht so sehr daran. Dank Netflix steter Empfehlung gab ich schließlich nach und ließ mich überraschen.

Worum geht es in Fight For My Way?

Ok Dong Man und Choi Ae Ra sind seit Kindertagen enge Freunde und immer füreinander da. Seit ihrer Jugend haben beide ihren jeweils ganz eigenen Traum. Kurz vor ihrem 30. Lebensjahr müssen sie jedoch feststellen, dass beide bei dem Erreichen ihrer Ziele gescheitert sind. Nach einigen Tiefs kämpfen beide wieder an der Erfüllung.

Teaser

Lohnt sich die Serie?

Ich weiss nicht was ich mir vorgestellt hatte, aber die Serie war ganz anders als ich es erwartet hatte. Auf dem Weg zur Erfüllung der eigenen Träume gestaltet sich die Serie manchmal ein wenig holprig. Zwar sind alle Figuren äußerst liebenswert, doch manchmal ergeben sich wirklich unglaubwürdige Momente, die so weit hergeholt sind, dass sie selbst für ein Drama viel Fantasie erfordern.

Der Kampf der vier Freunde ist unterhaltsam und bieten ebenso wie das Leben viele Höhen und Tiefen. So unangebracht es auch klingen mag, ist es doch schön zu sehen, dass auch in einer Serie nicht immer als glatt läuft. Dabei sind die Ausgangssituationen wirklich unterschiedlich.

Unsere weibliche Hauptfigur ist sehr stark und teilweise wirklich naiv. Diese Kombination passt nicht immer. Ihr Traum mit einem Mikro zu arbeiten, ist wirklich ungewöhnlich. Insbesondere der Fakt, dass sie sich wenig darum kümmert in welcher Situation es ist. Im Gegensatz dazu ist die Rolle von Park Seo Joon deutlich transparenter. Seine Geschichte bietet zwar auch einen tragischen Rückblick, doch gerade dieser macht das Handeln seiner Figur durchaus nachvollziehbar. Die gebotenen Kampfszenen überzeugen und bieten einen wahren Augenschmaus. Insbesondere wenn man ein Fan von Kampfsportarten im Allgemeinen ist. Die Dynamik der beiden ist wirklich süß und bietet einige Lacher. Dabei fand hatte ich jedoch an einigen Stellen meine Probleme den Sprung zu schaffen. Die Veränderung der Beziehung von Kindertagen über Schulzeit bis ins Erwachsenenalter wirkte meiner Ansicht nach nicht immer nachvollziehbar. Ich konnte mir nicht erklären, warum sie in den Darstellungen aus der Schulzeit so fremd erscheinen. Das passte für mich nicht. Ein ähnliches Problem hatte ich mit der Verliebtheit der weiblichen Hauptfigur. Einerseits wirkte sie immer souverän und auf der anderen Seite wurde ihr ab der zweiten Hälfte eine jahrelange einseitige Liebe zugeschrieben. Auch das passte für mich nicht so gut wie man es in anderen Serien geliefert bekommt.

Das befreundete Pärchen hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Während ich sie immer süß und überzeugend empfand, blieb er für mich lange intransparent und schwer zu deuten. Insbesondere die „Liebesgeschichte“ um seine verliebte Kollegin wurde mir streckenweise Zuviel und das sorgte immer wieder dafür, dass ich mit seiner Freundin Mitleid hatte. Das Mitleid streckte sich auf alle Ebenen aus. Arbeit, Freunde, Kollegen und vor allem seine Familie.

Die Inszenierung der Serie ist sehr schön und bietet auch einen gelungenen Soundtrack. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz und ähnliches gilt am Ende für die Tragik. Obwohl die Serie durchaus zu unterhalten weiß, wirken manche Elemente aus dem Drehbuch zu sehr gekünstelt. Ich kann nicht sagen, ob es an meiner Stimmung lag oder die Serie wirklich so stockend manchmal ist. In jedem Fall hatte ich das größte Problem mit der Figur der neuen Vermieterin. Zwar war sie sympathisch, doch ihr Handeln war mir irgendwann zu perfekt.

Fazit

Wer eine nette Serie über das Erfüllen von Träumen sehen möchte, ist mit dieser Produktion sehr gut beraten. Der Mix aus Liebe, Freundschaft und Misserfolgen ist gelungen und bietet einiges an Dramatik. Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen mit interessanten Ideen aufwartet, bliebt sie dennoch für mich weit hinter What’s Wrong With Secretary Kim? zurück. Deswegen gebe ich ihr insgesamt 7,5/10 Punkte.

Fight For My Way ist eine abwechslungsreiche Dramaserie mit vielen unterhaltsamen Elementen wie auch Just Between Lovers und Baby.

Interessierte können die Serie auf Netflix oder Viki streamen.

Darsteller: Park Seo Joon (She Was Pretty, Hwarang) als Ko Dong Man, Kim Ji Won (Arthdal Chonicles, Descendants of the Sun) als Choi Ae Ra, Ahn Jae Hong (Be Melodramatic, The Legend of The Blue Sea) als Kim Joo Man, Song Ha Yoon (Devilish Joy, Touching You) als Baek Seol Hee

Drehbuch: Im Sang Choon

Regie: Lee Na Jung, Kim Dong Hwi

Südkorea

Faith 신의

Faith ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2012 mit insgesamt 24 Episoden a 60 Minuten. Sie ist auch bekannt unter dem Titel The Great Doctor.

Thema: Plastische Chirurgin wird in die Goryeo Ära entführt

©️SBS

Da ich mich noch nicht so häufig an historische Dramen herangetraut habe, sah ich es als guten Einstieg Faith zu nutzen, da es die Grenze zwischen dem Jetzt und der Goryeo-Ära darstellt.

Worum geht es in Faith?

Auf dem Weg in sein Königreich wird der König überfallen und die Königin schwer verletzt. Da bei ihrem Tod Krieg ausbrechen würde, nutzt der oberste Feldherr ein übersinnliches Portal. Dieses führt in die aktuelle Zeit. Vor Ort angekommen trifft er auf eine Plastische Chirurgin, die die Fähigkeiten eines Heilers aufweist. Kurzerhand entführt er diese zurück in seine Zeit, in die Ära der Goryeo-Dynastie. Zwar schafft sie es die Königin zu retten, jedoch ist das Portal in die Heimat plötzlich verschlossen und sie muss ihr Leben im Mittelalter neu ordnen.

Teaser mit philippinischer Synchronisation

Lohnt sich die Serie?

Wie man es von den Südkoreanern gewohnt ist, bietet auch diese Serie einen einzigartigen Genremix. Obwohl die Serie am Anfang den Anschein einer reinen Fantasy-Serie macht, finden sich nach und nach immer mehr Einflüsse aus anderen Genres. Dabei sind vor allem Sageuk, Militärdrama, Politthriller, Romanze und Action zu nennen.

Wie man es bereits bei City Hunter erleben konnte, überzeugt Lee Min Ho auch hier wunderbar in den Kampfszenen. Diese sind von Anfang bis Ende perfekt und glaubhaft inszeniert. Durch die Ergänzung der fantastischen Elemente bietet sich hier ein sehenswertes Spektakel an Choreographien. Zudem überzeugt Min Ho glaubhaft mit seinem ernsten und unnahbaren Spiel als überlegener Kriegsgeneral.

Die Hauptdarstellerin hat ein sehr vielseitiges Spiel aufzuweisen. Einerseits ist sie die souveräne Ärztin und andererseits die verunsicherte junge Frau, die einfach nicht glauben kann, dass sie wirklich durch die Zeit gereist ist. Insbesondere letzteres bietet einige Lacher. Außerdem hat mir die Freundschaft zum königlichen Arzt äußerst gut gefallen. Da der Schauspieler zum Ende des Drehs sich einer Operation unterziehen musste, ist seine Rolle leider rausgefallen.

Wenn man bedenkt, dass die Serie mit einigen Finanzproblemen zu kämpfen hat, ist ihre Inszenierung dennoch bis zum Ende sehr gelungen. Die Ausstattung, die Kostüme und die Kulissen sind bis ins Detail mit Liebe gestaltet und bringen einen ins Mittelalter zurück. Die Musik passt wie man es gewohnt ist auch hier und schlägt oftmals den Bogen zur Moderne.

Mir hat das politische Ränkespiel äußerst gut gefallen. Der Bösewicht hatte ein sehr eloquentes und teilweise sehr trockenes Spiel, dass mich öfter zum Lachen gebracht hat. Ich fand seine Pläne immer wunderbar ausgearbeitet. In Anbetracht seiner mit übersinnlichen Kräften ausgestatteten Verbündeten war es für mich immer wieder verwunderlich warum er nicht einfach die Macht an sich gerissen hat. Doch diese Tatsache wurde extra für Zuschauer wie mich explizit erklärt.

Die Liebesgeschichte war dezent und romantisch ausgestaltet. Da die Serie jedoch den Kampf um das Königreich im Fokus hatte, ist sie auch dem männlichen Publikum sehr zu empfehlen.

Fazit

Faith bietet einen wunderbaren Genremix und einen dezenten Einstieg in das Sageuk-Genre. Trotz seiner ungewohnten Länge von 24 Episoden gestaltet sich die Produktion als äußerst kurzweilig und weist keine Längen auf. Anders als in chinesischen Serien behält sie ohne Längen ihr Zielvorgabe Augen. Amüsanterweise war das Ende für mich tatsächlich überraschend. Insgesamt gebe ich 8,5/10 Punkte, da mich die Serie in jedem Fall überzeugt und die Angst vor historischen Dramen genommen hat.

Faith eignet sich wunderbar für Freunde von Dramen, in denen das Jetzt auf historische Epochen trifft, wie auch bei The Legend Of The Blue Sea oder The King: The Eternal Monarch.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki streamen oder auf YouTube sichten.

Darsteller: Lee Min Ho (Boys Over Flowers, City Hunter) als General Choi Yeong, Kim Hee Sun (Room No. 9, Ice Fantasy) als Doktor Yoo Eun Soo, Ryu Deok Hwan (Nobody Knows, Special Labor Inspector Jo) als König Gong Min, Park Se Young (Money Flower, Whisper) als Prinzessin Noh Gong, Yoo Oh Sung (Are You Human Too?, SPY) als Ki Cheol, Lee Philip (Secret Garden, A Man‘s Story) als Jang Bin, Yoon Gyun Sang (Clean With Passion For Now, Class of Lies) als Deok Man

Drehbuch: Song Ji Na

Regie: Kim Jong Hak, Shin Yong Hwi

Bonus, Serienmittwoch

Serienmittwoch #208: Welchen Serien wurde zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht?

Heute fragt Corly: Welchen Serien wurde zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht?

Das könnte ich ganz plump mit „allen asiatischen Produktionen“ beantworten… 😇

Doch ich bin mal nicht so und schaue ich einmal in meinem Gedächtnispalast nach. Wer sagt es denn? Spontan fallen mir ganze sieben Serien ein. Hier sind sie:

1. Ringer

Die Serie mit Sarah Michelle Gellar war von Anfang an sehr spannend und ich fand es schade, dass so schnell das Ende beschlossen worden ist.

2. Firefly

Jeder, der die Serie gesehen hat, liebt sie danach und das nicht mit Unrecht. So bizarr das Konzept „Western meets Sci-Fi“ auch klingt, geht das Konzept durch das überzeugende Skript komplett auf.

3. Skins UK

Ein Hit in Großbritannien und ein Flop in Deutschland. Ich kann es mir nur mit der unheimlich schlechten Synchronisation erklären, die aus einem Drama eine merkwürdige Komödie machte.

4. Verdammt verliebt

Eine unheimlich süße deutsche Vorabendserie mit einem jungen Florian David Fitz, der ich immer wieder eine zweite Staffel gewünscht hätte, da ich unheimlich neugierig auf die Fortsetzung war (und ehrlicherweise nich bin).

5. Class of Lies

Natürlich haben OCN-Serien durch ihre Härte ein geringeres Publikum, aber diese Serie war so spannend und unterhaltsam von Anfang bis Ende, dass ich es echt schade fand, dass so wenige Zuschauer sie nur entdeckt haben.

6. Some Day or One Day

Das ist die beste Taiwanesische Serie, die ich je gesehen habe und das ganze Konzept geht für mich perfekt auf. Tragische Liebe, abenteuerliche Zeitreise und spannende Mörderjagd.

7. Love/Hate

Ein enormer Hit in Großbritannien und das mit recht! Selbst Krimimüde Zuschauer wie ich wurden dadurch wieder ins Genre zurückgeholt. Für mich ein Meilenstein und eine nahezu perfekte Serie.

Bonus

Media Monday #445

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen tollen Start ins Neue Jahr! ☀️

  1. Gute Vorsätze schön und gut, aber was meinen Medienkonsum im neuen Jahr betrifft, möchte ich ihn garnicht runterschrauben. Doch vom realistischen Aspekt her werde ich nicht soviel schaffen.
  2. Noch sind erst wenige Tage rum, aber ich ärgere mich schon jetzt, dass ich nicht soviel geschafft habe wie ich es mir vorgenommen habe.
  3. Mulan solltet ihr euch meines Erachtens schon einmal im Kalender anstreichen, denn der Trailer sah einfach fantastisch aus.
  4. Blicke ich sehnsüchtig auf die Zeit „zwischen den Jahren“ zurück dann habe ich tolle Erinnerungen an die Zeit mit meiner Familie.
  5. Klassische Musical-Verfilmungen könnte man ja vielleicht auch mal wieder ins Auge fassen, da ich mir zwar eine ordentliche Sammlung aufgebaut habe, aber noch vieles zur Sichtung offen ist.
  6. Top oder Flop – Life of Pi wird mir auf alle Fälle lange in Erinnerung bleiben, schließlich musste der Film damals viel Kritik einstecken, obwohl die Version wirklich gelungen war und mir das einzige Mal einen sinnvollen 3D-Kinobesuch verschafft hat.
  7. Zuletzt habe ich Knives Out und das war recht unterhaltsam, weil viele Witze sehr gelungen sind und das Star-Aufgebot wirklich überzeugt.
Südkorea

Doctor Stranger 닥터 이방인

Doctor Stranger ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2014 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Junger Arzt kann aus Nordkorea fliehen und beginnt an einer Seouler Uniklinik als Herzchirurg, um seine große Liebe zu finden

©️SBS

Obwohl das Cast meine Lieblingsschauspieler vereint, habe ich lange gezögert diese Serie zu sichten. Das liegt einfach daran, dass mir so oft von ihr angeraten worden ist. Jetzt, wo ich sie gesehen habe, kann ich nur sagen, dass das unbegründet ist. Das Drama ist wirklich sehenswert.

Worum geht es in Doctor Stranger?

Park Hoon ist ein talentierter Herzchirurg, dem die Flucht aus Nordkorea gelingt. Als Kind wurden er und sein Vater dort gewaltsam festgehalten, um Experimente an Menschen zu machen. Dabei machte die Regierung auch vor seiner großen Liebe nicht halt.

Um das Geld zusammen zubekommen, um sie nach Südkorea zu schmuggeln, fängt er an der Uniklinik an und findet sich schnell in einem politischen Machtspiel wieder.

Teaser

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich wartet die Serie mit einem erstmal überraschend bizarren Plot auf. Die Beschreibung der nordkoreanischen Regierung fällt dabei nicht sehr positiv aus, da vor allem die aktuell noch existierenden Konzentrationslager einen starken Fokus einnehmen und damit verbunden die Experimente an Menschen. Darauf muss man sich einlassen können, da einige Fakten davon leider nicht weit hergeholt sind.

Die Geschichte um den Hauptcharakter Park Hoon ist äußerst spannend und sehenswert. Obwohl er selber ein äußerst tragisches Schicksal hat, begegnet er der Welt sehr positiv und versucht für seine Sünden durch gute Taten zu büßen. Dabei besinnt er sich immer daran, dass er zu allererst ein Doktor ist, dessen Funktion es ist Menschen zu heilen.

Gefangen in dem politisch gesteuerten Krankenhausgefüge trifft er dabei immer wieder an seine Grenzen und muss sich entscheiden, was richtig ist und wie er seine Ziele erreichen kann. Das ganze wird nicht leichter als er eine junge Ärztin kennengelernt, die seiner großen Liebe bis aufs letzte Haar gleicht.

Sein Konkurrent in der Serie ist der Chefarzt Han Jae Joon. Mit ihm muss er nicht nur um die Operation am Vizepräsidenten kämpfen, sondern findet sich auch schnell in einem Liebesdreieck um dessen Verlobte wieder. Jae Joon hat ebenfalls eine tragische Geschichte vorzuweisen, die seine ganze Handlungen antreibt. Sein Handeln ist spannend und hält genauso wie der Plot um den Hauptcharakter.

Neben den beiden Herren finden sich auch die dazugehörigen weiblichen Charaktere wieder. Während Dr. Han streckenweise sehr kühl und berechnend erscheint, ist sie doch sehr durchschaubar und forcierte schnell zu einem meiner Lieblingscharaktere. Auch wenn sie ihre Agenda stellenweise zu vertuschen sucht, ist immer wieder klar, warum sie es tut. Zumindest wenn man genau hinschaut. Ich verstehe den Hass für ihre Figur nicht, da sie tatsächlich die Vielschichtigste der ganzen Serie ist.

Weiterhin haben wir noch Dr. Oh, die in ihrem Liebeschaos und Familiendrama trotz ihrer nervigen Handlungen immer sympathisch bleibt. Auch wenn mir ihr Verhalten zeitweise sehr aufgestoßen ist, konnte ich mich dennoch in sie herein versetzen und sie verstehen.

Die Geschichte um die vier Hauptcharaktere unterhält wunderbar und bietet viel Tragik und Spannung. Die Inszenierung der Operationen allein war immer wieder zum Luft anhalten. Obwohl ich nie ein wirklicher Freund von Arztserien war, hat mich diese Serie so sehr überzeugt, dass ich in Zukunft noch mehr aus dem Genre sichten werden. Deswegen steht als Nächstes D-Day auf meiner Schauliste, dass einen komplett anderen Grund legt.

Fazit

Insgesamt betrachtet hat mich die Serie wunderbar unterhalten. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und dargestellt. Zudem ist die Geschichte spannend und der Antagonist von der ersten Minute einfach nur widerwärtig. Die Inszenierung und die Musik leisten ihren Beitrag, um aus der Serie ein unterhaltsames Vergnügen zu machen. Natürlich hat das Drama einige Schwächen und stellt vor allem in Bezug auf Nordkorea viele interessante Theorien auf. Jedoch sind einige Andeutungen leider nicht so weit hergeholt wie einige Zuschauer es gewertet haben. Insgesamt gebe ich der Serie deswegen 9/10 Punkte.

Doctor Stranger eignet sich wunderbar für Freunde von politischen Intrigen wie auch bei Designated Survivor: 60 Days und Vagabond.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki streamen oder YouTube sichten.

Darsteller: Lee Jong Suk (W: Two Worlds, While You Were Sleeping) als Park Hoon, Jin Se Yeon (Inspiring Generation, Item) als Song Jae Hee/Han Seung Hee, Kang So Ra (Revolutionary Love, Incomplete Life) als Oh Soo Hyun, Park Hae Jin (Man to Man, Bad Guys) als Han Jae Joon

Drehbuch: Park Jin Woo

Regie: Hong Jong Chan, Jin Hyeok

Bonus, Serienmittwoch

Serienmittwoch #207: Lernfaktor aus Filmen und Serien

Lieber spät als nie beantworte ich Corlys erste Frage im Jahr 2020: „Was habt ihr aus Filmen und Serien im Allgemeinen gelernt?“

Diese Frage lässt sich bei mir recht kurz und knapp beantworten.

1. Reisen ist das beste Mittel, um der Welt näher zu kommen.

2. Akzeptanz und Neugier gegenüber anderen Kulturen machen das eigene Leben interessanter.

3. Die Verbindung von Sprache, Kultur und Geschichte ist ein wichtiger Part mit dem man sich beschäftigen sollte, um die Hintergründe zu verstehen.

4. Romanzen regen zum träumen an und sind unabdingbar für das weibliche Herz. Jedoch ist doch die eigene Liebe am schönsten.

5. Patriotismus ist nur zu einem gewissen Grad gesund. Immerhin ist der Stolz auf seine Nationalität ein irrationaler, da man ihn nicht beeinflussen konnte.

Carlis Lieblinge, Seriengesichter

Ji Chang Wook

Südkorea * 5. Juli 1987

©️GQ

Serien

2020 Mr. Right

2019 City of Stars

2019 Melting Me Softly

2017 Suspicious Partner

2016 7 First Kisses

2016 The K2

2016 The Whirlwind Girl 2

2014 Healer

2014 Secret Love

2013 Empress Ki

2012 Five Fingers

2011 Bachelor‘s Vegetable Store

2011 Warrior Baek Dong Soo

2010 Smile, Dong Hae

2009 Hero

2009 My Too Perfect Sons

2008 You Stole My Heart

2005 Nonstop 6

Japan

My Husband Won’t Fit 夫のちんぽが入らない/

My Husband Won‘t Fit ist eine japanische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Eine Ehekrise ergibt sich aus der Unfähigkeit miteinander zu schlafen

©️ Fuji TV

Obwohl mich die Serie am Anfang nicht angesprochen hat, überzeugte mich die permanente Werbung von Netflix dann doch. Für jeden Leser sei gesagt, dass es heute einige wenige Spoiler gibt.

Worum geht es in My Husband Won‘t Fit?

Kumiko ist eine junge Studienanfängerin, die zum Studium vom Dorf in die Großstadt zieht. Kaum angekommen, lernt sie ihren lebenslustigen Mitbewohner Kenichi kennen. Beide verstehen sich auf Anhieb und beginnen eine glückliche Beziehung. Trotz des Problems, dass sie nicht miteinander schlafen können, heiraten sie. Da sie ihre sexuellen Probleme nicht gelöst bekommen, geraten sie nach und nach in eine Ehekrise.

Offizieller Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie bedient sich dem klassischen japanischen Stil. Nüchtern und schonungslos ehrlich wird die ganze Situation betrachtet. Dabei erscheinen die beiden Hauptcharaktere von Beginn an ungemein sympathisch und harmonisch. Ihr lockerer Umgang überzeugt und schildert ihre Beziehung glaubhaft.

Das Drama fokussiert sich mehr auf die Figuren als auf die Kulissen. Man erlebt zum Großteil die weibliche Sicht der Dinge. Auch wenn ihr Handeln an einigen Stelle menschlich erscheint, erbittet man sich oftmals eine stärkere Kommunikation mit ihrem Ehemann. Wenn man sich jedoch mit der japanischen Gesellschaft auseinandersetzt, stellt man schnell fest, dass es untypisch ist Probleme direkt zu besprechen. Lieber werden diese mit einem selbst ausgemacht oder über zehn Ecken angesprochen. Dieses Problem zeigt die Serie wunderbar auf.

Ein weiterer Punkt ist ihre undankbare Arbeit als Lehrerin. Im Laufe der Serie empfand ich es als schade, dass sie sich von ihrem Beruf abwendet. Immerhin hatte sie eine wirklich schlimme Klasse, die kaum einer bewältigt bekommen hätte.

Kenichi wirkt in vielen Momenten wie der absolute Traummann. Das einzige Problem ist sein Umgang mit den sexuellen Problemen in der Ehe. Auch er meidet das Gespräch und sucht sich Alternativen. Das ist äußerst tragisch mit anzusehen und wirkt beinahe lächerlich, wenn er sie verlässt, weil sie auf ähnliche Gedanken gekommen ist.

Die Darstellung des Ganzen ist aber durchaus gelungen und sehenswert. Beim Lesen des Inhaltes wirkt die Serie erst komisch, doch mutet sie durchgängig ernst an und setzt sich mit einem ernsthaften Problem auseinander. Die Musik ist wunderbar eingesetzt, um die Stimmung noch weiter zu verstärken. Übrigens waren die Nebencharaktere der Serie wenig interessant für mich.

Fazit

Insgesamt betrachtet gestaltet sich die Serie als äußerst kurzweilig und sehenswert. Das Thema ist originell und die Erzählung dessen weiß zu überzeugen. Die Darsteller machen ihre Arbeit gut und vermitteln eine starke bestehende Chemie. Deswegen gebe ich insgesamt 7/10 Punkte.

My Husband Won‘t Fit eignet sich wunderbar für Freunde gesellschaftskritischer Dramen wie auch Love and Fortune und Love Affairs in the Afternoon.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Nakamura Aoi (Diary, Bookshelf Restaurant) als Kenichi, Ishibashi Natsumi (Voice 110 Emergency Control Room, Tourist) als Kumiko