Südkorea

I’m Not A Robot 로봇이 아니야

I‘m Not A Robot ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 32 Folgen a 30 Minuten.

Thema: Junger Chaebol bekommt einen Robot als Ausgleich zu seiner Menschenallergie

©️MBC

Nach der herben Enttäuschung durch My Absolute Boyfriend war ich davon überzeugt, dass Serien über Roboter nichts für mich sind. Um meine Meinung zu ändern, wurde ich von einigen Mädels dazu überredet I‘m Not A Robot zu sichten.

Worum geht es in I‘m Not A Robot?

Kim Min Kyu ist ein gut aussehender und erfolgreicher Firmenerbe, der durch seinen Ehrgeiz viel erreicht hat. Durch tragische Erlebnisse in seiner Kindheit hat er jedoch eine Menschenallergie entwickelt. Jegliche Berührung kann tödlich für ihn sein. Um der Einsamkeit zu entkommen, lässt er sich auf das Angebot ein einen menschlich aussehenden Roboter bei sich aufzunehmen. Was er jedoch nicht weiß ist, dass durch einen kurzfristigen Defekt nicht die Maschine am vereinbarten Termin vor ihm steht, sondern dessen menschliche Vorlage. Damit nehmen die Probleme ihren Lauf.

Teaser

Lohnt sich die Serie?

Obwohl ich in der Regel wenig mit Serien über Roboter wenig anfangen kann, hat mir die Serie durchaus sehr gut gefallen. Das liegt einfach daran, dass – mal abgesehen von dem männlichen Hauptcharakter – die Geschichte um die Maschine wenig präsent ist. Diesen interessanten Kniff fand ich durchaus originell und witzig.

Die Beziehung der beiden Hauptfiguren bietet viele schöne und zugleich tragische Momente. Zwar funktionieren die beiden zusammen sehr gut und haben einige legendäre Szenen wie beispielsweise das erste Date oder die aufkeimenden Gefühle in ihrer unorthodoxen Situation. Andererseits fürchtet man auch stetig um den männlichen Lead. Auch wenn er am Anfang sehr unsympathisch ist, wird sehr schnell seine tragische Geschichte deutlich. Diese ist wirklich unglaublich hart und wahrscheinlich garnicht mehr so weit hergeholt. Das Chaebol-System in Südkorea ist wirklich interessant und bietet immer wieder einige knallharte Personen und Geschäftsmänner. Auch wenn ich nicht weiß, wie es im wirklichen Leben ausschaut, kann ich mir immer gut vorstellen, dass es genau so ist. Dabei fand ich es wenig glaubhaft, dass der Staat ihn von Kind auf an ohne Bezugsperson aufwachsen ließ.

Die Idee mit der Menschenallergie aufgrund von einschlägigem Verrat war sehr originell und bot einiges. Dabei waren zum einen die Effekte sehr überzeugend dargestellt und zum anderen die Beziehung zu seinem ehemals besten Freund interessant gezeichnet. Zwar bot letztere wenig Überraschungen, doch dennoch gefiel mir die Interaktion der beiden Schauspieler sehr gut.

Die große Liebe des männlichen Hauptdarstellers war wirklich nicht mein Fall. Doch durch ihre Darstellung kann man auch davon ausgehen, dass es auch so sein sollte. Wenn man einmal davon absieht, wie unnötig dramatisch seine Gefühle für sie sind, wirkt sie doch zu oberflächlich für meinen Geschmack bis zum Ende. Insbesondere das erste Aufeinandertreffen machte sie mir wenig sympathisch. Doch das fulminante Ende ließ mich unseren „Roboter“ wirklich lieben.

Das ist genau der Punkt. Egal, wie irrational unsere Hauptdarstellerin handelt, bleibt sie dabei doch immer äußerst sympathisch und ungemein niedlich. Ihr trockener Humor und ihre dezenten Gesten überzeugen auf ganzer Linie und lassen einen die Geschichte richtig geniessen.

Die tragische Wende am Ende spricht viele Elemente an, die man sich als Zuschauer selber vorher gefragt hat. Vor allem die Naivität des Millionärs wird noch einmal aufgegriffen. Das sorgt für starke emotionale Achterbahnfahrten und ein wahres Hin und Her an Sympathien. Vor allem in Bezug auf seine neu gefundenen Freundschaften.

Fazit

Die Darstellung und Inszenierung der Serie ist äußerst hochwertig und glaubhaft. Die Musik begeistert und das Drehbuch bleibt wirklich über weite Teile sehr stark. Die Schauspieler machen ihre Arbeit sehr gut und machen das Sichten zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Deswegen gebe ich insgesamt 8/10 Punkte und kann die Serie nur weiterempfehlen.

I’m Not A Robot ist eine romantische Dramaserie mit vielen Höhen und Tiefen wie auch bei Perfect Crime oder The Secret Life Of My Secretary.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki sichten.

Darsteller: Yoo Seung Ho (Memorist, My Strange Hero) als Kim Min Kyu, Chae Soo Bin (Half of a Half, Where Stars Land) als Jo Ji Ah/Aji-3, Uhm Ki Joon (Defendant, Heart Surgeons) als Hong Baek Gyun, Kang Ki Young (Moments of 18, What‘s Wrong With Secretary Kim?) als Hwang Yoo Cheol

Drehbuch: Kim Sun Mi

Regie: Jung Dae Yoon