China

Handsome Siblings 绝代双骄

Handsome Siblings ist eine chinesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2020 mit insgesamt 44 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gu Long.

Thema: Zwei Brüder werden zu Erzfeinden erzogen

@ iQiyi

Worum geht es in Handsome Siblings?

Nachdem die Eltern von zwei Brüdern direkt nach deren Geburt ermordet werden, wachsen diese, ohne voneinander zu wissen, getrennt auf. Während der pfiffige Xiao Yu‘er von den 10 Bösewichten aufgezogen wird, erlebt der naive Hua Wu Que absoluten Luxus im Yi Hua Palast. Ohne den Grund zu kennen, wissen sie nur eines: Sie müssen den anderen töten.

Kurzrezension

Kurzweilige und sehr unterhaltsame Serie! Die Übersetzung des chinesischen Titels ist wieder einmal gründlich daneben gegangen, weswegen man deutlich mehr Kitsch erwartet als man bekommt. Tatsächlich bietet die Serie viel Herz, Humor, Detektivspiel und tolle Martial Arts-Choreographien. Absolute Sichtungsempfehlung!

Teaser

Fazit

Die Ausstattung ist liebevoll gestaltet. Kostüme, Schmuck und Frisuren sind wunderschön. Das gleiche gilt für die Kulissen und die Musik. Obwohl Hu Yi Tian ein fantastisches Spiel abliefert, stiehlt ihm doch Chen Zhe Yuan durch seine natürliche Art die Show. Der Spaß lädt zum erneuten Sichten ein und deswegen gibt es 9,5/10 Punkte.

Handsome Siblings eignet sich wunderbar für Freunde von Wuxia wie auch Noble Aspirations oder Ever Night.

Interessierte können die Serie unter anderem auf Netflix streamen.

Darsteller: Chen Zhen Yuan (Renascence, Chinese Paladin 4) als Xiao Yu‘er, Hu Yi Tian (A Love So Beautiful, Unrequited Love) als Hua Wu Que, Vicky Liang (The Promise of Chang‘an, Autumn Cicada) als Tie Xin Lan

China

Please Love Me 拜托,请你爱我

Please Love Me ist eine chinesische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 24 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Eine Fingernagelkünstlerin und ein Top-Star gehen eine Scheinehe ein

©️Mango TV

Worum geht es in Please Love Me?

Pei You You ist eine junge Frau, die begeistert in einem Nagelstudio arbeitet. Da sie keine Familie mehr hat, kämpft sie finanziell jeden Tag ums Überleben. Durch Zufall lernt sie den angesagtesten Star der Musik- und Filmindustrie, Yi Han, kennen. Durch bizarre Verwicklungen sind sie gezwungen eine Scheinehe einzugehen. Aus anfänglicher Abscheu wird allmählich Zuneigung.

Chinesischer Trailer

Kurzrezension

Wie man es sich vorstellen kann, bietet die Serie wenig Überraschungen und liefert eine romantische Komödie. Die Charaktere funktionieren nach den üblichen Stereotypen und bieten mal mehr und mal weniger gelungenen Humor. Die Nebencharakter bleiben bis zum Ende sehr blass und wenig interessant.

Fazit

Die Serie bietet nette Unterhaltung für Zwischendurch, jedoch nicht mehr. Zhang Yu Jian brilliert auch hier wieder als unnahbarer Lead. Diese Rolle passt immer wieder gut zu ihm. Seine Partnerin ist niedlich, aber hat keine Möglichkeit Tiefe zu zeigen. Deswegen nur gut gemeinte 7/10 Punkte.

Please Love Me eignet sich wunderbar für Freunde romantischer Komödien wie auch bei A Love So Beautiful oder Put Your. Head On My Shoulder.

Interessierte können die Serie auf Viki streamen.

Darsteller: Zhang Yu Jian (Flower Detective, Le Coup de Foudre) als Yi Han, Xu Xiao Nuo (The Rhapsody of a Summer Dream, Yanxi Palace: Princess Adventures) als Pei You You

China

Ever Night 将夜

Ever Night ist eine chinesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 60 Folgen a 45 Minuten. Die Sendung basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Mao Ni. Im Januar 2020 erschien die zweite Staffel mit Dylan Wang aka Wang Hedi in der Hauptrolle.

Thema: Einziger Überlebender eines Massakers nimmt Rache an den Schuldigen

@Tencent Video

Worum geht es in Ever Night?

Ning Que kann als Kind nur knapp einem Massaker entkommen und findet auf seiner Flucht ein Baby, dass er Sang Sang nennt und liebevoll aufzieht. Nachdem er es geschafft hat sich als Grenzsoldat einen Namen als Holzfäller von Shubi zu machen, erhält er die Chance in der Hauptstadt des Königreichs Tang unter dem Allmächtigen Lehrer Fu Ze magische Fähigkeiten zu entwickeln. Ohne das Wissen seiner Lehrer beginnt er einen blutigen Rachefeldzug gegen die Peiniger seiner Vergangenheit und wird immer wieder in Intrigen des Königshauses verwickelt.

Official Trailer

Kurzrezension

Die Grundidee der Serie weiß durchaus zu unterhalten. Insbesondere Arthur Chen als Ning Que überzeugt durch seine natürliche und neckische Art und wird schnell zum Liebling der Serie, da er zum Großteil des Humors beiträgt. Die überzeugend choreografierten Kämpfe und Schlachten überzeugen neben den Kulissen auf ganzer Linie. Jedoch verwirren die unzähligen Handlungsstränge und lassen die Intrigen schnell langatmig wirken. Zudem bekommen viele uninteressante Charaktere Zuviel Raum.

Fazit

Ever Night ist ein abwechslungsreicher Fantasy-Epos mit unzähligen Charakteren, die mal mehr und mal weniger interessant sind. Insbesondere die Epsioden ab Folge 30 sind sehr spannend, doch es dauert eine Weile bis die Handlung in Gang kommt. Deswegen gibt es von mir 7,5/10 Punkte.

Ever Night ist perfekt für Freunde von Fantasy-Serien, die viel Action Lieben wie auch bei The Arthdal Chronicles und Moon Lovers: Scarlet Heart Ryeo.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki Sichten.

Darsteller: Arthur Chen (Legend of Awakening, Immortality) als Ning Que, Ireine Song (Ever Night 2, Professional Single) als Sang Sang

Drehbuch: Xu Run

Regie: Yang Yang

China

Dreaming Back To The Qing Dynasty 梦回大凊

Dreaming Back To The Qing Dynasty ist eine chinesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 40 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Jin Zi.

Thema: Durch einen meteorologischen Vorfall überschneidet sich die Gegenwart mit der Qing Dynasty

©️Tencent Video

Worum geht es in Dreaming Back To The Qing Dynasty?

Die junge Praktikantin Xu Qiang Wei geht bei ihrer Arbeit in einem Architekturbüro ihrer Leidenschaft nach moderne Technik mit Stilmitteln der historischen Bauten zu verbinden. Deswegen verbringt sie einen großen Teil ihrer Freizeit in der Palastanlage Die verbotene Stadt. Dort wird ihr eines Tages von einer ominösen Dame eine Laterne überreicht, die zur Folge hat, dass der 13. Königssohn aus der Qing Dynasty vor ihr erscheint. Doch dabei bleibt es nicht. Qiang Wei findet sich bald selber in dieser Zeit wieder und verfängt sich in einem Netz aus Intrigen.

Official Trailer

Kurzrezension

Wie man es gewohnt ist, bieten die Chinesen viele detailgetreue Kulissen und Kleider, die einem sofort in die Zeit zurückversetzen. Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie, wenn man einmal den Kronprinz übersieht. Die Handlung geht sehr spannend und romantisch los, doch kann ihr anfängliches Tempo nicht halten. Stattdessen verfängt sie sich in ewig währenden und sich wiederholenden Intrigen, die irgendwann nur noch lästig werden. Insbesondere zum Ende rückt der Fokus von den Hauptdarstellern zu den ehemals bösen Nebenrollen. Das schadet einem guten Ende und kostet der Serie einige Punkte.

Fazit

Die Serie weiß zu unterhalten, aber offenbart auch immer wieder kleine Schwächen. Da es sich manchmal unnötig in die Länge zieht, gebe ich 7/10.

Dreaming Back To The Qing Dynasty eignet sich wunderbar für Freunde historischer Zeitreisen wie auch bei Moon Lovers: Scarlet Heart Ryeo oder Faith.

Interessierte können die Serie kostenlos auf YouTube oder Viki streamen.

Darsteller: Landy Li (Daxi Make a Wish, My Huckleberry Friends) als Xu Qiang Wei/Yalaerta Ming Wei, Wang An Yu (Forever Love, Our Shiny Days) als Aisin Gioro Yin Xiang, Xin Yun Lai (Don’t Lie To Your Lover, Ling Long) als Aisin Gioro Yin Ti, Sun An Ke (Humans, Fairyland Lovers) als Ming Hui

Drehbuch: Wong Lei Chi

Regie: Lee Kwok Lap, Wai Hong Chui

China

Another Me 七月与安生

Another Me ist eine chinesische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 53 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Film und Buch von Bai Yi Cong. In Deutschland ist die Serie auch unter dem Namen Mein zweites Ich bekannt.

Thema: Zwei beste Freundinnen verlieben sich in den gleichen Mann

©️Hunan TV

Ich habe diese Serien nur wegen meinen Lieblingen aus Meteor Garden, Shen Yue und Connor Leong, gesichtet. Normalerweise schrecken mich die Längen von chinesischen Serien gerne ab, doch für die beiden habe ich gerne eine Ausnahme ausgemacht.

Worum geht es in Another Me?

Während der Schulzeit freunden sich die lebenslustige An Sheng und die introvertierte Qi Yue an und werden schnell beste Freundinnen, die alles miteinander teilen. Als sich Qi Yue eines Tages in den Klassenbesten Su Jia Ming verliebt, bemüht sich An Sheng mit allen Mitteln um ihrer Freundin zu helfen. Dabei stößt die Freundschaft der Mädels an ihre Grenzen als sich auf einmal beide in den selben Mann verliebt sind.

Official Trailer

Lohnt sich die Serie?

Um es einmal vorweg zu nehmen: Ich kann diese Rezension nicht ohne Spoiler schreiben. Für jeden, der nicht vorgewarnt werden möchte: Bitte lies nur den nächsten Absatz!

Die Serie ist ordentlich und mit schönen Bildern inszeniert. Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen und bringen einem das typisch chinesische Alltagsleben mit allen Problemen und Widrigkeiten glaubhaft näher. Dabei wird natürlich nicht auf die üblichen Klischees verzichtet. Wie erwartet, liefert Shen Yue in der Rolle der An Sheng eine überzeugende Leistung ab und wird schnell zum nicht ganz perfekten Hauptcharakter. Auch wenn Chen Du Ling in ihrer Verkörperung der Qi Yue durchaus glaubhaft rüberkommt, störte mich die Zeichnung ihrer Figur insgesamt.

SPOILER:

Obwohl das Drama mit seinen 53 Episoden nicht wenig Handlung erzählt, wirkt es nicht langatmig und unterhält sehr. Wer aufgrund der Beschreibung und des Titelbildes eine Komödie erwartet, wird bitter enttäuscht. Tatsächlich habe ich lange nicht mehr ein so ernsthaftes und wirklich dramatisches Serienformat gesehen. Dabei wird ordentlich die Strapazierfähigkeit der Zuschauer ausgetestet.

Mal angesehen von An Sheng und Qi Yues jüngerem Bruder Jiu Yue fanden sich für mich kaum sympathische Charaktere. Dabei hat auch An Sheng manchmal Phasen, die man nicht wirklich nachvollziehen kann.

An sich kann man das Drama kurz und knackig zusammenfassen. Wir erleben die Geschichte beider Freundinnen über einen größeren Zeitraum, die in dieser Zeit mehr als einmal zu Todfeinden mutieren. Dabei haben wir auf der einen Seite die verwöhnte Qi Yue, die ein wundervolles Leben führt und sich immer als Opfer darstellt, wenn etwas passiert. Obwohl sie ihrer Freundin An Sheng gleich zweimal ihre großen Lieben vor der Nase wegschnappt, stehen doch immer alle aus ihrem Umfeld hinter hier und unterstützen sie, weil sie sich gerne mal als das arme Mädchen aufführt. Das geschieht, obwohl sie mehr als einmal berechnend und selbstsüchtig agiert.

Dem gegenübergestellt haben wir An Sheng. Trotz ihres harten Lebens in Einsamkeit bemüht sie sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten das Beste daraus zu machen. Dabei geht sie ihren Weg und wird stetig von ihrem Umfeld dafür kritisiert. Als wenn das noch nicht reichen würde, geschieht ihr in diesen 53 Episoden beinahe nur Schlechtes. Dabei muss sie mit sämtlichen Schicksalsschlägen ständig alleine fertig werden und wird zahlreiche Male ohne Empathie von ihren Vertrauenspersonen verstossen. Wenn ich auch nur in Gedanken aufzuzählen versuche, was An Sheng alles an Schlechtem in dieser Serie geschehen ist, wird mir beinahe schwindelig. Dennoch opfert sie sich immer wieder und wieder für ihre beste Freundin auf und nimmt dabei das Einbüßen ihres eigenen Glückes stetig in Kauf. Ab einem gewissen Grad konnte ich das nicht mehr nachvollziehen.

Tatsächlich mochte ich Qi Yues Charakter überhaupt nicht und war genervt von ihrem Verhalten. Wenn man bedenkt, dass sie ihrer besten Freundin immer alles bewusst weggenommen hat und diese ihr trotzdem immer wieder geholfen hat, wird sehr schnell klar, was die beiden für ein toxisches Verhältnis haben.

Während des Schauens bekommt man wirklich den Eindruck als hätte der Autor seine eigene Figur nicht gemocht. An Shengs Charakter verbringt ihre Jugend komplett alleine. Ihre Mutter ist ständig in einer anderen Stadt und ihr Vater ist ihr unbekannt. Zweimal verliebt sie sich und zweimal gehen die Männer an Qi Yue. Selbst ihrer Universitätslaufbahn setzt sie für diese aufs Spiel. Dafür kämpft sie sich durchs Leben und hat endlich Glück im Job. Was passiert? Qi Yue kommt und nimmt ihr die Karriere weg. Ihre Mutter stirbt. Ihr Vater ist der Erzfeind der Paten. Diese verstoßen sie immer wieder. Dann lernt sie endlich die wahre Liebe kennen und es wird ihr von Qi Yues Eltern verboten mit ihm Kontakt zu haben. Endlich ist die Hürde überwunden und man lässt den Charakter sterben. Dann hat sie nur noch ihre Bar, die natürlich gleich abbrennen muss. Muss ich mehr sagen? Jedes Mal denkt man sich: Das kann doch nicht wahr sein!

Qi Yues Familie wird am Anfang als äußerst herzlich und selbstlos eingeführt. Das zeigt sich vor allem daran wie sie An Sheng aufnehmen. Doch im Laufe des Dramas konnte ich nichts mehr mit den Eltern anfangen. Vor allem zum Ende hin hatte ich jegliche Sympathie verloren, da ich sie nur noch als heuchlerisch und egoistisch wahrgenommen habe. Insbesondere der Umgang mit An Sheng gab mir immer wieder den Rest. Ich konnte wahrlich nicht verstehen, warum ihnen An Sheng immer wieder vergeben hat. Die wären für mich abgeschrieben gewesen.

Der einzige sympathische und tolle Charakter ist der jüngere Bruder, der von Leon Leong verkörpert wird. Diese geht zwar am Anfang sehr stark unter, doch bekommt im letzten Drittel der Serie endlich eine tolle Handlung. Die Beziehung zwischen An Sheng und Jiu Yue ist wundervoll und entschädigt lange für die harten Phasen des Leidens. Umso unverständlicher ist für mich der Tod seines Charakters. Da fühlte ich mich wahrlich veräppelt.

Ähnliches gilt für die Dreiecksbeziehung zwischen Qi Yue, Jia Ming und Han Dong. Während die ersten beiden nicht einmal in der Zeit ihrer langjährigen Beziehung auch nur den Hauch einer Chemie hatten, war die Darstellung zwischen Qi Yue und Han Dong einfach nur unglaubhaft. Insbesondere da ihr Charakter über weite Flächen nur langweilig und profillos wirkte, war es mich nicht nachvollziehbar warum er seine Haltung für sie auf einmal ändern sollte. Da wäre es mir lieber gewesen, er hätte sie wirklich nur ausgenutzt.

Apropos lieber gewesen. Wenn schon einer aus der Familie Jin sterben muss, wäre es nur passender gewesen diese Ehre Qi Yue zukommen zu lassen, da sie die ganze Zeit nur Glück hatte und sich dennoch stetig in Selbstmitleid gebadet hat. Zudem hätte man An Sheng auch in den ersten 35 Episoden einfach einmal eine positive Sache erleben lassen können und sie nicht nur permanent von einer Tragödie in die Nächste spazieren lassen müssen. Unverständlich dieser Serienaufbau!

Fazit

Diese Serie hat mich im wahrsten Sinne des Wortes an meine Grenzen gebracht. Diese permanente Tragik und das lediglich einseitige Unglück waren für meinen Gerechtigkeitssinn nur schwer fassbar. Zudem konnte ich oftmals nicht das Handeln der Figuren auch nur ansatzweise nachvollziehen. Die Musik und die Inszenierung gestalten sich ordentlich. Dennoch war ich am Ende froh als ich mit der Serie endlich durch war. Insgesamt gebe ich solide 7/10 Punkte.

Another Me eignet sich wunderbar für Freunde ernsthafter Melodramen wie auch bei Just Between Lovers oder Love And Fortune.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki streamen.

Darsteller: Shen Yue (A Love So Beautiful, Meteor Garden) als An Sheng, Chen Du Ling (Invisible Life, Myth of Sword) als Qi Yue, Dylan Xiong (Love Is Always Online, Legend of Awakening) als Jia Ming, Zhou Ting Wei (And The Winner Is Love, Eighteen Springs) als Han Dong, Leon Leong (Run For Young, Meteor Garden) als Jiu Yue

Drehbuch: Bai Yi Cong

Regie: Cui Liang

China

Unexpected 来到你的世界

Unexpected ist eine chinesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 23 Episoden a 30 Minuten.

Thema: Autor wird in eigenen Manga verfrachtet und muss einiges kitten

©️Viki

Ich bin durch Zufall auf diese Serie gestoßen und habe das Sichten im April auf YouTube begonnen. Nach 8 Episoden wurde die Serie jedoch entfernt. Dank Viki konnte ich das Drama im August beenden. Der Plot klang spannend und erinnerte mich ein wenig an W: Two Worlds. Aus diesem Grund freute ich mich sehr auf das CDrama.

Worum geht es in Unexpected?

He Jie ist ein ehemals erfolgreicher Manga-Autor, der von den Früchten seiner früheren Erfolge lebt. Nach einem Unfall wird er in die Welt seines eigenen Comics transportiert. Um in die Realität zurückkehren zu können, muss er das Schicksal des tragischen weiblichen Nebencharakters ins Glückliche umkehren. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Lohnt sich die Serie?

Schnell war klar, dass ich mir Vergleiche zu W: Two Worlds sparen konnte. Diese Serien ähneln sich in keiner Art und Weise.

Unexpected geht sehr schnell seinen eigenen Weg. Dabei wird deutlich, dass die Handlung seichter und für ein jüngeres Publikum ausgelegt ist. Der Großteil der Handlung geschieht in der örtlichen Schule. Dort mischt sich unser Autor recht schnell unter die Schüler und beginnt mit seinen Charakteren zu interagieren.

Die Kulissen sind relativ einfach gehalten und schließen anteilig auf ein geringeres Budget. Das schadet der Serie jedoch wenig.

Die Schauspieler machen ihre Arbeit sehr gut und überzeugen auf ganzer Linie. Die Chemie der einzelnen Pärchen könnte besser sein. Jedoch bewegen sich die Interaktionen auf einem sehr unschuldigen Niveau, weswegen Berührungsängste sehr gut kaschiert werden.

Das Drehbuch eröffnet eine interessante Idee, die leider nur mäßig gelungen umgesetzt wurde. Anteilig wirken die Figuren sehr flach und wenig interessant. Mal abgesehen von den beiden Hauptcharakteren erfahren wir nur oberflächliche Informationen über die Figuren. Das sorgt schnell dafür, dass man das Interesse an ihnen verliert. Zudem hat man stellenweise den Eindruck, dass das Potential der Serie nicht wirklich ausgenutzt wurde.

Meine größten Probleme hatte ich mit dem Humor. Dieser funktioniert nur bedingt. Insbesondere die Inszenierung des Autors in der Welt der Schüler bietet unzählige peinliche Momente, die weniger zum lachen als vielmehr zum fremd schämen einladen. Das gefiel mir überhaupt nicht.

Fazit

Die Serie bietet eine interessante Idee, aber gibt sich nicht allen Möglichkeiten der Umsetzung hin. Einige Stränge wirken unnötig und aufgesetzt. Die Schauspieler haben durch das mäßige Drehbuch nur wenige Möglichkeiten aus ihren Rollen etwas zu machen. Aus diesem Grund gebe ich insgesamt 5/10 Punkte.

Unexpected eignet sich wunderbar für Freunde unschuldiger Jugenddramen wie auch „Your Highness“ Class Monitor oder Good Morning Call.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki streamen.

Darsteller: Austin Lin (The Mirror, YOLK MAN) als He Jie, Li Hao Fei (49 Days Sacrifice) als Lu Zi Xing, Huang Jun Jie (Dr. Cutie, The Lost Tomb 3) als Gong Cheng, U.Lin Huang (Marry Me, No Secrets) als Pei En Cai

China

Go Go Squid! 亲爱的热爱的

Go Go Squid! ist eine chinesische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 41 Folgen a 45 Minuten. Das Drama basiert auf dem Roman Stewed Squid with Honey von Mo Bao Fei Bao.

Thema: Junge Sängerin verliebt sich auf den ersten Blick in einen unnahbaren E-Gamer

©️Dragon TV ZJTV

Ich bin auf diese Serie durch Hu Yi Tian bereits vor Monaten gestoßen. Da Gaming nicht meine Welt ist, war ich weniger begeistert. Immerhin hatte ich bereits Love O2O gesehen und dort sehr viele Spielelemente erleben dürfen. Als die Serie jetzt erschien, gefiel mir sofort der Trailer und ich beschloss mich erneut auf das Gaming-Drama einzulassen.

Worum geht es in Go Go Squid!?

Nian ist eine intelligente, junge Frau. Trotz ihrer 19 Jahre steht sie kurz vor ihrer Doktorarbeit und widmet sich in ihrer Freizeit ihrem Gesang. Als sie eines Tages ihrem Cousin in dessen Internetcafé aushilft, lernt sie den unnahbaren Gun kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Doch wie schafft sie es seine Aufmerksamkeit zu erregen?

Lohnt sich die Serie?

Die Serie ist eine perfekte Mischung zwischen Romanze und Komödie. Dabei weiss sie voller Charme wunderbar zu unterhalten ohne ins unnötig kitschige abzugleiten. Zudem bietet sich ein fantastischer Soundtrack, der von der Hauptdarstellerin selbst eingesungene worden ist.

Wo die Reise hingeht, ist relativ schnell klar. Doch der Weg dahin bietet einige schöne und unerwartete Momente. Dabei lebt die Serie von der stimmenden Chemie der Protagonisten.

Wir haben mit Gun einen strengen Eigenbrötler, der sich dem Kummer vergangener Tage komplett ergeben hat. Ihm gegenüber ist die junge , quirlige Nian, die immer wie ein Sonnenschein durchs Bild gleitet. Diese Kombination macht Spaß und lädt zu einigen Lachern ein. Zudem funktioniert die Paarung sehr gut mit den weiteren Figuren. Nians Freundinnen sind alle aufgeweckt und voller Leben. Guns Zöglinge sorgen für die Witze in dieser Serie. Zudem haben wir mit Mädchenschwarm Hu Yi Tian auch einen unnahbar erscheinenden Intelligenzbolzen.

Obwohl die Serie bereits in den Anfängen sehr viel Spaß macht, fällt die weibliche Hauptfigur stark durch peinliche Situationen auf. Das hat mir garnicht gefallen, da ich es weniger genieße mich fremd schämen zu müssen. Gott sei Dank legte sich dieser Aspekt nach den ersten Folgen vollkommen.

Die Serie transportiert wunderbar das klassische Familiengefüge in China und die Rolle der Eltern. Diese Funktion wird zwar häufig in Serien gezeigt, aber hier war das überzeichnete Resultat durchaus positiv und macht die Show zum perfekten Material für Romantiker.

Fazit

Insgesamt betrachtet, weiß die Serie sehr gut zu unterhalten und lässt auch trotz ihrer Laufzeit keine Langeweile aufkommen. Die Handlung ist durchgängig und bietet einfache, schöne Unterhaltung. Zudem lernt man ein wenig mehr über die Computerspielindustrie. Insgesamt gebe ich der Serie deswegen 8/10 Punkte.

Go Go Squid! eignet sich wunderbar für Träumer wie auch Love O2O und The King‘s Avatar.

Interessierte können die Serie auf Viki streamen.

Darsteller: Yang Zi (Mirror Twin Cities, Ashes of Love) als Tong Nian, Li Xian (Sword Dynasty, Only Side by Side with You) als Han Shang Yan/Gun, Hu Yi Tian (A Love So Beautiful, Youth Should Be Early) als Wu Bai, Lee Hong Chi als Mi Shao Fei

Drehbuch: Mo Bao Fei Bao

China

„Your Highness“ The Class Monitor 班长“殿下“

„Your Highness“ Class Monitor ist eine chinesische Comedyserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 36 Folgen a 45 Minuten. Die Serie basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage.

Thema: Zwei Erzfeinde raufen sich an der Universität zusammen

©️QQLive

Obwohl ich ein Faible für Teen-Romanzen hege, sprach mich diese Serie nicht gleich an. Der Plot schien mir zu durchsichtig und albern. Jedoch überzeugten mich die beiden Hauptdarsteller vom Sichten. Ihn liebte ich in seiner Rolle als bester Freund in Love O2O und sie als weibliche Hauptrolle in Put Your Head On My Shoulder.

Worum geht es in „Your Highness“ Class Monitor?

Nian Nian ist eine Musterschülerin wie sie im Buch steht. Auf dem Weg zur Aufnahmeprüfung für die Universität hat sie einen Unfall und fällt durch. Um nicht ohne etwas dazustehen, überredet ihr Vater sie an seine alte Uni zu gehen. Die ist jedoch dafür bekannt die Endstation für gescheiterte Schüler zu sein. Vor Ort angekommen, trifft sie auf viele skurrile Charaktere und den Verursacher des Unfalls.

Lohnt sich die Serie?

Um ehrlich zu sein, nein. Die Laufzeit hätte man deutlich ein kürzen können und trotzdem den gleichen Inhalt erzählt. Das Skript ist für ein jüngeres Publikum zugeschnitten und macht an einigen Stellen wenig Sinn.

Die einzigen interessanten Charaktere sind wirklich die beiden Hauptfiguren Gu Zi Chen und Su Nian Nian. Neben ihnen bleiben die anderen Figuren äußerst blass. Auch wenn man sich bemüht hat ihnen einen Hintergrund zu geben, war der meist wenig interessant. Ye Xing Yu und der merkwürdige Klassenlehrer sind die einzigen weiteren Figuren, die wirklich Spaß machen und leider zu wenig Zeit eingeräumt bekommen haben. Alle anderen, und damit meine ich beinahe die ganze Klasse, interessieren bis zum Ende wenig und nerven sogar stellenweise.

Der Inhalt ist schnell erzählt und nimmt insbesondere zum Ende hin unnötige dramatische Züge, die die Serie garnicht gebraucht hätte. Teilweise nehmen diese trotz Tragik komische Züge an. Vor allem die Figur der eifersüchtigen reichen Erbin war von Anfang durchschaubar und wenig unterhaltsam mit ihren Intrigen.

Die Serie ist scheinbar mit einem niedrigen Budget gedreht. Allein die Bildqualität und der unpassende Farbfilter mildern das Sehvergnügen. Zudem sind die Kulissen meist wenig einfallsreich und bewegen sich auf einem einfachen Niveau. Hätte ich die Serie nicht wegen der beiden Hauptdarsteller geschaut, hätte ich sie wahrscheinlich abgebrochen.

Fazit

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Arbeit sehr gut und wissen zu überzeugen. Jedoch kann das das Drehbuch leider nicht retten und bringt die Serie auf ein Niveau für Jugendliche, die ohne zu hinterfragen einfach unterhalten werden wollen. Selbst mit Augen zudrücken, kann ich leider nur 5,5/10 Punkte geben. Ich hoffe, dass die nächsten Dramen der beiden besser sind.

„Your Highness“ Class Monitor eignet sich wunderbar für Freunde einfacher Teenie-Romanzen wie Accidentally in Love oder Boy for Rent.

Interessierte können die Serie auf YouTube sichten.

Darsteller: Niu Jun Feng (Love O2O, The Legend of the Jade Sword) als Gu Zi Chen, Fair Xing (Put Your Head On My Shoulder, The Faded Light Years) als Su Nian Nian, Liu Yu Hang (My Weird Boyfriend, Princess Agents) als Ye Xing Yu

China

Le Coup de Foudre 我只喜欢你

Le Coup de Foudre ist eine chinesische Drama-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 35 Episoden a 45 Minuten.

Thema: Vier Schulfreunde werden erwachsen

Via Dramalist

Als die Serie neu erschien, wurde sie mit viel Lob überschüttet. Sie widmet sich erfolgreich dem klassischen Motiv einer Liebesgeschichte während der Schulzeit. Langsam erzählt die Serie die Umstände von zwei konträren Klassenkameraden und geht dabei der „Liebe auf den ersten Blick“ auf den Grund. Obwohl der Plot äußerst einladend klang, begann ich erst mit dem Sichten als vermehrt deutliche Parallelen zu A Love So Beautiful in den Rezensionen laut wurden.

Worum geht es in Le Coup de Foudre?

Zhao Qiao Yi gehört zu den schlechtesten Schülern ihrer Klasse. Durch Zufall wird sie die neue Tischnachbarin von Yan Mo. Er ist der Klassenbeste und ein ernster Einzelgänger. Nach anfänglichen Spannungen hilft Mo ihr beim Lernen und die beiden kommen sich näher. Gemeinsam planen sie ein Studium in England. Als Qiao Yi jedoch spontan absagen muss, verlieren sie den Kontakt. Jahre später treffen sie wieder aufeinander und versuchen gemeinsam die Vergangenheit aufzuarbeiten.

Lohnt sich die Serie?

Obwohl man bei dem Thema eine leichte Romanze erwartet, bietet diese Serie deutlich mehr. Alle Figuren haben einen realistischen Hintergrund und eine intensive Charakterisierung. Tatsächlich werden hier Geschichten erzählt, die nur das Leben schreiben kann. Dementsprechend ist nicht alles gut oder schlecht. Zudem kommt es im Leben nicht immer so wie man es sich vorstellt. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Der Drehbuchautor hat mit dieser Serie seine eigenen Erfahrungen erzählt und die lassen tief blicken. Oftmals liegen Humor und Tragik nah beieinander.

Die Figuren sind individuell gehalten und bestechen durch ihre Eigenarten. Im Fokus stehen die Zwillinge Zhao Qiao Yi und Zhao Guan Chao. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Qiao Yi eine liebe ruhige Seele, die Probleme in der Schule hat und immer erst an andere denkt. Guan Chao gehört zu den Klassenbesten, ist selbstbewusst und ein Aufreißer. Qiao Yis beste Freundin ist die flippige Hao Wu Yi. Obwohl das die erste Rolle für die Schauspielerin Ma Li ist, überzeugt sie auf ganzer Linie und war mein persönlicher Favorit dieser Sendung. Der letzte Hauptcharakter ist der gefühlskarge Yan Mo. Er ist intelligent, direkt und nicht an anderen Menschen interessiert.

Insgesamt betrachtet ist es äußerst unterhaltsam alle Figuren beim Heranwachsen zu betrachten. Die Probleme in Schul- und Arbeitsleben unterscheiden sich nur geringfügig. Gemeinsam erleben sie Liebe, Schwangerschaft, Selbständigkeit, Krankheit und Tod. Die gebotenen Konflikte sind unterhaltsam, da die Figuren ihre eigenen Wege finden damit umzugehen.

Fazit

Mir hat die Serie recht gut gefallen. Ich war immer neugierig auf die nächste Folge und empfand die Sendung insgesamt als äußerst kurzweilig. Zum Ende hin war mir die Tragik ein wenig Zuviel. Das hätte man auch ein wenig minimieren können. Das Ende ist auf jeden Fall zufriedenstellend und verdient sich seine 7,5/10 Punkte.

Le Coup de Foudre eignet sich wunderbar für Romantiker, die auch My Sunshine und A Love So Beautiful gerne mochten.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki oder YouTube streamen.

Darsteller: Zhang Yu Jian (An Oriental Odyssey, I’m not a Monster) als Yan Mo, Janice Wu (Black Lighthouse, My Amazing Boyfriend) als Zhao Qiao Yi, Zhao Zhi Wei (Walk into your Memory, Take your Mark) als Zhao Guan Chao, Ma Li als Hao Wu Yi

China

Put Your Head On My Shoulder 致我们暖暖的小时光

Put Your Head On Your Shoulder ist eine chinesische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 24 Folgen a 45 Minuten. Zusätzlich wurde eine Bonusepisode veröffentlicht. Sie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Zhao Gangan.

Thema: Zwei Mitbewohner verlieben sich ineinander

Via Dramalist

Ursprünglich hat mich das Drama weniger interessiert, da die Handlung äußerst simpel klang. Jedoch wurden immer stärkere Vergleiche zu A Love So Beautiful laut, dass ich irgendwann neugierig wurde. Als ich dann auch noch erfuhr, dass es der Schwesternroman ist, begann ich die Serie zu schauen.

Worum geht es in Put Your Head On My Shoulder?

Kurz vor ihrem Universitätsabschluss trifft die lebensfrohe Si Tu Mo bei einem Unfall auf den intelligenten Physiker Gu Wei Yi. Trotz der Tatsache, dass sie sich nicht ausstehen können, treffen sie beide immer wieder aufeinander. Als wäre das nicht schlimm genug landen sie durch Zufall in einer gemeinsamen Wohngemeinschaft.

Lohnt sich die Serie?

Wenn man sich nach einer unschuldigen Jugendromanze sehnt, ist man hier genau richtig. Die ganze Geschichte entwickelt sich langsam aber stetig. Sie zeigt wie zwei junge Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, sich ineinander verlieben. Dabei geht alles in ruhigem positiven Ton von statten. Die Harmonie wird lediglich von kleinen Streitereien unterbrochen, die sich immer wieder zügig auflösen.

Si Tu Mo ist eine junge Studentin, die beruflich ihren eigenen Weg gehen möchte und bemüht sich sehr darum ihr Ziel zu erreichen. Seit der Schulzeit pflegte sie eine enge Beziehung zu Fu Pei, der sie jedoch immer wieder unabsichtlich verletzte. Sie ist lebensfroh, flippig, witzig und gesellig.

Ihr gegenüber ist der intelligente Gu Wei Yi. Durch seinen Mitbewohner Fu Pei lernt er Momo kennen und wird immer wieder in Situationen mit ihr verstrickt. Während sie der Welt offen gegenüber steht, ist er ein pedantischer Einzelgänger. Er interessiert sich nur für wissenschaftliche Belege und ist zwischenmenschlich äußerst unbeholfen.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten verlieben sich beide ineinander. Das ist schön mit anzusehen und unschuldig verklärt. Das ganze Ränkespiel bietet viele witzige Situationen und weiß zu unterhalten. Dadurch kann man die Charaktere nur ins Herz schließen.

Die Musik zur Serie ist fantastisch und bietet einige Ohrwürmer. Mein größter Störfaktor war Momos beste Freundin, die keine Empathie hatte.

Fazit

Die Serie zeigt ein interessantes Bild der chinesischen Gesellschaft und konzentriert sich vorrangig auf die positiven Aspekte. Dabei weiß die Sendung wunderbar zu unterhalten und regt auch an der einen oder anderen Stelle zum träumen an. Obwohl ich die Serie nur weiterempfehlen kann, kommt sie für mich nicht an A Love So Beautiful heran. Deswegen vergebe ich 8/10 Punkte.

Put Your Head On My Shoulder eignet sich wunderbar für Freunde unschuldiger Jugendromanzen wie bei A Love So Beautiful oder Le Coup de Foudre.

Interessierte können die Serie auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal ansehen.

Darsteller: Fei Xing (Your Highness, Class Monitor) als Si Tu Mo, Lin Yi (Daxi Make a Wish) als Gu Wei Yi, Xiao Tian Tang als Fu Pei

China

Love Me If You Dare 他来了,请闭眼

Love Me If You Dare ist eine chinesische Krimi-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 24 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Kühler Analytiker jagt mit seiner Assistentin einen bestialischen Serienmörder

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Via Dramalist


Ich kann garnicht mehr genau sagen wie ich auf Love Me If You Dare gestoßen bin. Sicher ist nur, dass ich die Serie schon länger auf meiner Watchlist hatte. Während die anfänglichen Rezensionen zu ihr deutlich positiv waren, veränderte sich das Bild über die Zeit. Tatsächlich bekommt man recht schnell den Eindruck, dass die Serie das Publikum in zwei Lager spaltet. Die Liebhaber und die Hasser.

Worum geht es in Love Me If You Dare?

Die junge Jian Yao ist frisch mit dem Studium fertig und bereit sich ins Berufsleben zu stürzen. In ihren letzten Ferien bewirbt sie sich als Übersetzerin beim exzentrischen Psychoanalytiker Bo Jinyan. Dieser ist zwar menschenscheu, aber sehr von ihrem Intellekt angetan. Als er als Berater für einen Entführungsfall von der Polizei hinzugezogen wird, befördert er sie zu seiner Assistentin. Als der Fall immer größere Züge annimmt, befinden sich die beiden auf einmal im Visier eines Serienkillers.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie arbeitet auf einem technisch hohen Niveau und lässt enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten vermuten. Tatsächlich ist die Sendung ähnlich konstruiert wie amerikanische Krimiserien im Stil von Criminal Minds oder entfernt CSI. Die Hauptprotagonisten müssen sich um Geld keine Sorgen machen und sind immer auf dem neuesten Stand der Technik. Dementsprechend sind auch die Kulissen detailgetreu und geräumig ausgestattet. Die Darsteller sind stets perfekt gestylt und edel gekleidet.

Die Serie arbeitet mit düsteren Farben. Mit dem Anstieg der Bedrohung über die Folgen wächst der Blaufilter der Kamera. Wo wir schon bei dem Thema sind, ist die Kameraarbeit sehr bewegt und vielfältig. Tatsächlich empfand ich diesen Aspekt an einigen Stellen verwirrend. Durch die jahrelange Prägung durch westliche Klischees erwartete ich auch hier, dass die Elemente gleich eingesetzt werden würden. Das war nicht der Fall. Mein Fehler. Ein Beispiel wäre das Herausfahren der Kamera in einer bewegten Umgebung. Während in westlichen Produktionen dadurch gerne signalisiert wird, dass das jeweilige Paar gerade heimlich beobachtet oder gefilmt wird, wurde das Element in der chinesischen Produktion einfach als modernes Stilmittel eingesetzt. Ich habe die halbe Serie gebraucht, um mich daran zu gewöhnen und war erstaunt wie stark meine Prägung doch ist.

Die Darsteller machen einen guten Job. Wallace Huo hat ein wunderbar ruhiges Spiel und kann sowohl in überlegenen als auch in extrovertierten Momenten sehr gut überzeugen. Seine Stimmenarbeit ist grandios und einprägsam. Zudem versprüht er eine natürliche Eleganz und Sympathie. Seine Assistentin wird verkörpert von Sichun Ma. Diese zeichnet sich durch ihre Schönheit und ihre sanfte Art aus. Lediglich ihre sensiblen Momenten waren mir teilweise zu stark ausgeprägt. Ich habe sie dennoch sehr gerne gesehen und fand ihr Zusammenspiel mit Huo sehr gelungen.

Der beste Freund wird von Zheng Yu verkörpert, der die Lockerheit durch sein lebensfrohes Wesen in die Serie bringt. Das ist sehr angenehm und teilweise auch von Nöten.

Die Geschichte um die Polizei, allen voran mit Kai Wang als Lead, war ermüdend und für mich recht schnell nicht mehr interessant. Ich war froh, dass sie am Ende ein wenig davon abgelassen haben. Die amerikanischen Darsteller sind sehr mäßig talentiert. Tatsächlich ist die Intonation von Marc Philip Goodman und Emilie Ohana Gold wert. Alle anderen Schauspieler sind teilweise wirklich so steif und schlecht, dass es fast peinlich ist die Serie zu schauen.

Passend dazu ist es auch unheimlich verwirrend, dass sie nicht in einer einheitlichen Sprache kommunizieren. Die Chinesen reden immer Chinesisch, die Amerikaner immer englisch. Das die Chinesen die Amis verstehen, glaube ich. Doch umgekehrt, wirkte es ziemlich unglaubhaft. Wenn man bedenkt, dass beinahe die ganze zweite Hälfte in New York spielt, war es krass zu sehen, dass jeder Streifenpolizist Chinesisch kann. Spätestens da war klar, dass man die Serie nicht zu ernst nehmen sollte.

Das Katz- und Mausspiel fand ich schön gemacht und hat bis zum Ende gut funktioniert. Zwar fand ich es vorhersehbar, aber das geht mir meist so. Das ist unter anderem auch ein Grund warum ich ungern Krimis schaue. Doch das laste ich der Serie nicht an.

Die ersten 14 Episoden der Serie haben mir recht gut gefallen. Vor allem das knisternde Zusammenspiel von Bo und Jian. Es war eine süße Liebesgeschichte, die aber nicht zu sehr im Fokus stand. Doch nachdem sie sich endlich gekriegt hatten, war bei den Schreibern auf einmal die Luft raus. Die zweite Staffelhälfte hatte viele Längen und unnötige Füllelemente. Langatmige Situationen haben sich aufgebaut und den Eindruck vermittelt, dass die klassischen 16 Folgen auch hier komplett ausgereicht hätten.

[Hinweis] Für Zuschauer, die im chinesischen Bereich nicht erfahren sind, möchte ich nochmal den Hinweis auf die Namen geben. In China ist es normal den Kindern auch englische Namen zu geben. Geschieht das nicht wählen die Chinesischen ihren englischen Namen im Alter selbst. Das wird hier wunderbar demonstriert. Während in Hong Kong noch Bo und Jian mit ihren Namen angesprochen werden, heißen sie in den USA Simon und Jenny. Das ist normal und wird nicht nochmal erklärt.

Fazit

Love Me If You Dare ist eine interessante Krimi-Serie. Die Hauptdarsteller machen ihren Job sehr gut, während die Nebenrollen des Öfteren versagen. Die Inszenierung ist gut und macht Spaß. Die Dialoge erklären in allen Einzelheiten den Stand des Falls und vermitteln manchmal den Eindruck, dass entweder Jian oder die Zuschauer für dumm gehalten werden. Die Sequenzen, in denen Bo sich in den Ablauf der Fälle einfühlt, sind sehr gut und spannend gemacht. Die Fälle sind allgemein sehr sehenswert und unterhaltsam.

Insgesamt betrachtet, startete das Drama sehr stark und konnte sein Niveau leider nicht halten. Die unnötigen Längen am Ende hätte man vermeiden müssen. Deswegen gebe ich gut gemeinte 6/10 Punkte und drücke dabei wirklich ein Auge zu.

Love Me If You Dare eignet sich gut für Freunde der vielseitigen Mörderjagd wie bei Criminal Minds oder Profiler.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Wallace Huo (The Imperial Doctress, Perfect Couple) als Bo Jinyan/Simon, Sichun Ma (Oh My General, Science and Sensibility) als Jian Yao/Jenny, Zheng Yin (Original Sin, Give Seven Days) als Fu Ziyu, Kai Wang (Stay With Me, When a Snail Falls in Love) als Li Xunran, Luyi Zhang (Die Mystischen Neun, Sparrow)als Xie Han

Drehbuch: Hai Yan, Ding Mo

Regie: Zhang Kai Zhou

Vergleich

Playful Kiss 2010 vs. A Love So Beautiful 2017

Kleine Info: Achtung, Spoiler!

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©️Viki

 

Wie erfolgreich waren Playful Kiss und A Love So Beautiful?

Playful Kiss ist die dritte Serienadaption des japanischen Mangas Itazura Na Kiss von Tada Kaoru. Erst erschien 2005 eine Taiwanesische Serie namens It Started with a Kiss und drei Jahre später ihr Sequel They Kiss Again. Trotz des populären Mangas erreichte die Serie in Korea nur schwache Einschaltquoten. Die Sendung wurde an zwölf weitere asiatische Länder verkauft und wurde über die Landesgrenzen hinweg sehr erfolgreich. Die Serie wurde zum Kult erhoben und auch auf anderen Kontinenten bei Streamingdiensten angeboten. Bis heute wird Playful Kiss konstant erfolgreich gestreamt.

Auf Grund der hohen Nachfrage wurde Ende 2010 Playful Kiss: Special Edition als Sequel herausgebracht. Die Sendung wurde auf YouTube veröffentlicht und besteht aus 7 Episoden a 10 Minuten. Sie zeigt einige Episoden aus dem Eheleben von Ha-Ni und Seung-Jo. Dieses Projekt wurde zu einem internationalem Erfolg.

A Love So Beautiful erschien erstmals vor zwei Jahren als Webserie. Bereits bei ihrer Veröffentlichung erreichte sie ein großes Publikum und entwickelte eine starke Fangemeinde. Die Serie erhielt viele positive Kritiken für die Figurenentwicklung und ihre Geschichte. Mittlerweile ist sie auf allen Kontinenten verfügbar für den Stream und erfreut sich einer hohen Beliebtheit.

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Was verbindet die beiden Serien?

Ein lebensfrohes, durchschnittliches Mädchen verliebt sich über beide Ohren in ihren Mitschüler. Er ist Klassenbester, ein Schönling und ein Einzelgänger. Doch am wichtigsten ist, dass er überhaupt nicht an ihr interessiert ist.

Das fasst die Handlungen beider Serien perfekt zusammen. Die Ausgangslage unterscheidet sich nur minimal. Beide Serien beginnen in der Schulzeit und gehen in die Unijahre über.

Die Kulissen beider Shows spielen sich im kleinen Spektrum ab. Schule. Uni. Zuhause. Arbeit. Aus diesem Schema wird nur bei den Ausflügen ausgebrochen.

Dank des Sequels Playful Kiss: Special Edition erleben wir einen verliebten Seung-Jo, der zwar seine trockenen Sprüche nicht lassen kann, aber endlich einmal Gefühle zeigt. Ähnlich offen zeigt sich Jiang Chen zum Finale von A Love So Beautiful.

Was unterscheidet die beiden Serien?

Wenn man die Serien genauer betrachtet, gleichen sich die Charaktere nicht so stark wie es im ersten Moment scheint.

Ha-Ni ist ein aufgewecktes Mädchen, dass sich durch seine Hartnäckigkeit auszeichnet. Sie ist einfältig und faul. Zudem interessiert sie sich nur dafür wie es anderen geht und vernachlässigt sich selbst dabei regelmäßig.

Xiaoxi ist ebenfalls ein Sonnenschein. Sie zeichnet sich durch mittelmäßige Schulleistungen aus und ist verträumt. Dennoch empfand ich sie nie als dumm. Sie ist immer für ihre Freunde da und bereit Risiken einzugehen.

Seung-Jo ist ein intelligenter junger Mann mit einem fotografischen Gedächtnis. Deswegen fliegt ihm vieles zu und er bildet sich auch einiges auf seine Erfolge ein. Seine Arroganz wird allgemein akzeptiert. Er behandelt Menschen in seinem Umfeld nicht gut und nimmt sie als selbstverständlich hin.

Jiang Chen ist ein fleißiger, hübscher Junge, der seine Freizeit komplett dem Lernen widmet. Er legt nicht viel wert auf soziale Kontakte und ist mit sich selbst zufrieden. Durch seine Stellung bitten ihn die Mitschüler oft um Hilfe. Diese gibt er oft bereitwillig und ist bei allen beliebt.

Die Nebencharaktere beider Serien haben unterschiedliche Tragkraft. Bei Playful Kiss dreht sich die Serie um ihre Familien, die beiden Freundinnen und eventuelle Partner. Alle Charaktere sind mittelmäßig sympathisch. Bei A Love So Beautiful liegt der Fokus auf dem Freundeskreis, der sehr sympathisch angelegt ist und weniger auf der Familie.

Was gefiel mir bei Playful Kiss besser?

So oberflächlich das auch klingen mag, aber mir hat das Betrachten von Hyun-Joong Kim am besten gefallen. Dieser Schauspieler hat eine unglaubliche Präsenz und ein unverschämt gutes Aussehen. Ich sehe ihn wahnsinnig gerne. Umso enttäuschter war ich von seiner Rolle.

Der Charakter von Yoon Hae-ra war recht spannend. Allein die Verwicklung mit ihrem Großvater und der Firma hat mir sehr gut gefallen. Dennoch bin ich froh, dass sie nicht zur Ehefrau auserkoren wurde.

Mir gefiel auch die Idee mit der Wette. Lernen gegen Huckepack. Das war ein witziger Einfall.

Das ungewollte Zusammenleben bot ebenfalls Potential, dass mehr hätte ausgenutzt werden können.

Was fand ich schlechter bei Playful Kiss?

Das beginnt schon mit dem zweiten Verehrer. Während Bosong sehr sympathisch und bemüht erscheint, haben wir mit Bong Joon-Gu einen Charakter, der völlig überzeichnet ist. Er ist der ignorierte Liebessklave, der alles für Ha-Ni tut, obwohl es sie nicht interessiert. Er wirkt wie ein Ghetto-Elvis und nervt in manchen Episoden recht schnell. Erst am Ende bekommt er etwas Tiefe, doch die rettet nicht den Gesamteindruck.

Ha-Nis beste Freundinnen sind grenzwertig. Während die Dicke viel zu laut und dumm ist, bekommt die Künstlerin zu wenig Handlung. Das ist schade, da sie wirklich Potential hatte. Alle drei zusammen wirken wie einfältige Hühner.

Seong-Jo ist für meinen Geschmack viel zu lange fies und unnahbar. Das Happy End kommt mir zu unvermittelt und nicht durchdacht rüber.

Was gefiel mir bei A Love So Beautiful besser?

Ich liebe einfach alle Figuren in dieser Serie. Selbst die bemühten Störenfriede wie Li Wei haben ihre interessanten Seiten. Das Drehbuch hat die Charaktere wirklich liebevoll umrissen und mit einer Menge verspielter Details ausgestattet. Das erzeugt auch in der Gesamtwirkung einen harmonischen Eindruck.

Ich liebe Xiaoxi. Sie ist das nette Mädchen von nebenan und agiert wunderbar mit ihrem Umfeld. Dabei ist es egal mit welchem Charakter sie eine Szene hat, weil die Chemie bei allen Funken sprüht.

Jiang Chen ist einfach klasse. Sowohl die Szenen in denen er unnahbar wirkte als auch die in denen er Zuneigung durch kleine Gesten ausdrückte, waren zum dahinschmelzen. Die Mischung ist wirklich ausgewogen. Es macht Spaß zu sehen wie er sie neckt, aber dann doch für sie einsteht.

Das Liebesdreieck von Xiaoxi, Chen und Bosong ist köstlich mitansehen und sorgt für viele Lacher. Insbesondere die Eifersuchtsszenen sind stark inszeniert. Das beste Beispiel war für mich „Achtung! Ein Auto,“ – „Hä? Da ist doch gar kein Auto.“ Danach der Blick von Jiang Chen. Herrlich.

Die Nebenhandlungen sind interessant. Die Beziehung von Jingxiao und Yang ist so süß inszeniert und ich finde es toll, dass die beiden ihre verdiente Hochzeit bekommen.

Das Drama steckt im Detail. Momente wie das Feuerwerk und die Flucht danach oder das Schluß machen, der Versöhnungskuss und der Antrag sind bewegend gestaltet, aber nicht zu verkitscht.

Episode 23! Ich liebe Episode 23! Da stimmt einfach alles. Endlich taut Chen auf und zeigt seine Zuneigung. Man merkt, dass die beiden zusammen gehören. Die Interaktion in Alltagssituationen war schön mit anzusehen.

Der Nachklapp von Episode 23 zeigt Jiang Chens Perspektive von Anfang an und erleuchtet den treuen Zuschauer. Spätestens an dieser Stelle war ich absolut von der Serie überzeugt.

Was fand ich schlechter bei A Love So Beautiful?

Ich bin mit der Serie so zufrieden wie sie ist. Aus diesem Grund fallen mir keine wirklichen Kritikpunkte ein. Ein Luxuspunkt wäre, dass ich gerne noch die Hochzeit der beiden Charaktere gesehen hätte. Doch da Jingxiao und Yang diese Ehre zuteil wurde, verstehe ich warum man darauf verzichtet hat.

Abschluss

Insgesamt betrachtet, ist das kein gerechter Vergleich. Auch wenn die Serie Playful Kiss durch ihr Sequel dem männlichen Lead mehr Tiefe und Humor verliehen hat, kommt es nicht ansatzweise an das Niveau von A Love So Beautiful heran.

Ich bevorzuge eindeutig einen liebevollen Umgang zwischen den Charakteren als das ewige Gezanke und Gefühle verletzten. Deswegen fällt mir die Wahl nicht schwer. Wenn man sich mit diesem Thema befassen möchte, schaut euch A Love So Beautiful an. Seid ihr um einen neutralen Eindruck bemüht, schaut einfach beide Serien. Es bleibt bei 5:10 Punkten!

Vielleicht empfindet ihr komplett anders als ich und falls das der Fall sein sollte, schreibt es gerne in die Kommentare. Viel Spaß beim Schauen!

Intimster Moment der ganzen Serie
Romantische Zusammenfassung
China

A Love So Beautiful 致我们单纯的小美好

A Love So Beautiful ist eine chinesische Serie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 24 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf dem Buch To Our Pure Little Beauty von Zhao Qianqian.

Thema: Romantische Jugendjahre

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Via Dramalist

Nach dem Sichten von Playful Kiss wurde mir erstmalig bewusst wieviele Parallelen zwischen diesen beiden Serien existieren, obwohl meine Meinung zu Ihnen nicht unterschiedlicher sein könnte. Aus diesem Grund habe ich beschlossen A Love So Beautiful zu besprechen. Meine treuen Leser haben bestimmt bereits mitbekommen, wie hoch ich diese Serie schätze und das ich sie ebenfalls gerne empfehle. Heute erfahrt ihr warum.

A Love So Beautiful war die erste chinesische Serie, die ich in meinem Leben gesehen habe. Ich hatte erst Vorurteile auf Grund des kitschigen Titels. Zudem, auch wenn es mittlerweile anders erscheinen mag, war ich kein Liebhaber von romantischen Serien oder Kitsch selbst. Doch nachdem ich die Sendung in einem Rutsch gesichtet hatte, war ich regelrecht verliebt. Mein Interesse für dieses Genre und den ostasiatischen Fernsehmarkt war damit geweckt und das sieht man eindeutig an meinen Rezensionen.

Worum geht es in A Love So Beautiful?

Das Konzept der Serie ist schnell erzählt. Im Mittelpunkt steht die junge Chen Xiaoxi. Sie ist ein aufgewecktes, durchschnittliches Mädchen und träumt von ihrer großen Liebe. Diese sieht sie in ihrem Nachbarjungen und Klassenkameraden Jiang Chen. Beide kennen sich seit dem Kindergarten und kommen zu Beginn der Serie gemeinsam aufs Gymnasium. Während Xiaoxi Chen in jeder freien Minute hinterher läuft, hat er wenig Interesse an ihr und bemüht sich stets zu entkommen. Doch dabei unterschätzt er regelmäßig ihre Hartnäckigkeit.

Obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird, erhascht man des Öfteren auch einen kleinen Blick auf sein Leben. Dabei wird schnell deutlich, dass die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten. Xiaoxi hat sorgsame Eltern, die für jeden Spaß zu haben sind. Sie kümmern sich liebevoll um ihre Tochter und akzeptieren ihre Träumereien. Chen hat nicht soviel Glück. Sein Vater starb in seiner Kindheit. Danach zog seine Mutter mit dem kleinen Bruder der Arbeit nach und ließ ihn zurück. Dadurch wurde er sehr schnell selbständig und ist es gewohnt allein zu sein. Er nutzt die Zeit fürs lernen und ist immer Klassenbester. Neben seinem guten Aussehen hilft er immer wenn jemand in der Not ist und überwindet zumindest in solchen Momenten seinen asozialen Charakter. Auffallend ist, dass er nie auf Menschen zu geht. Seine ganzen sozialen Kontakte ergeben sich, weil er angesprochen oder mitgezogen wird.

Warum lohnt sich die Serie?

Die Serie zeigt in liebevoller Inszenierung und dezentem Drehbuch viele Alltagssituationen in Schuljahren auf mit denen sich jeder identifizieren kann. Xiaoxi ist ein Sinnbild für verliebte Teenies. Im Verlauf der Handlung folgen wir ihren Versuchen Chen näher zu kommen und seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dabei ergeben sich viele herzerwärmende Situationen. Richtig spannend wird es erst als ein neuer Schüler ein Auge auf Xiaoxi wird. Ab da nimmt das Chaos seinen Lauf und wir sehen alle Facetten einer unschuldigen Menage a trois.

Neben den beiden Hauptcharakteren tragen auch ihre Freunde dazu bei diese Serie einfach lieben zu müssen. Alle Figuren sind unheimlich sympathisch und interessant dargestellt mit ihren Eigenarten.

Wu Bosong ist der neue Schüler. Er ist ein durchtrainierter Schwimmer, der durch seinen Sport nie Zeit für Freunde hatte. Vom ersten Tag an verfällt er dem Charme von Xiaoxi und steht ihr bei allen Problemen mit Rat und Tat zur Seite. Sein Spiel ist liebevoll und freundschaftlich. Es macht richtig Spaß das Funkeln in seinen Augen zu Sichten. Gemeinsam mit Xiaoxi ergeben sich viele amüsante, aber auch emotionale Szenen, die in die Tiefe gehen. Es scheint fast so als wäre Bosong zu schön um wahr zu sein. Warum sieht sie in also nicht?

Lin Jingxiao wird schnell Xiaoxis beste Freundin. Sie ist eine treue und liebevolle Seele, die immer für ihre Lieben da ist. An der Schule gilt sie als das schönste und tougheste Mädchen. Sie weiß genau was sie will und was sie bereit ist dafür zu geben. Die Szenen mit ihrem Kumpel Lu Yang sind köstlich und voller Witz. Die Chemie bei beiden stimmt auffällig und vermitteln den Spaß am Spiel.

Lu Yang ist der Clown aus dem Freundeskreis. Er hat immer eine Lösung parat und nimmt das Leben nicht zu ernst. Das liegt auch an seinen gesundheitlichen Problemen, die er allen verschweigt. Er ist so eine liebe Seele, dass man ihm von Herzen alles Glück der Welt wünscht.

Fazit

Sowohl einzeln als auch zusammen funktionieren die Figuren perfekt. Es macht Spaß mit ihnen mitzufiebern und dadurch verleihen Sie der Serie einen ganz natürlichen Touch. Die romantischen Szenen ergeben sich nicht aus unnatürlichem Kitsch, sondern aus realen Situationen aus der Jugend, die jeder von uns schon einmal erlebt haben könnte.

Die Kulissen sind dezent gehalten ebenso wie die Kostüme. Ein Großteil der Handlung spielt während der Schulzeit. Dabei wird nach außen gezeigt wie gleichrangig alle sind. Die Musik ist romantisch und verträumt. Insgesamt ein tolles Konzept. Alle diese Dinge vereinen sich in Episode 23, die ich absolut gesuchtet habe. Wunderschönes Finale! Vor allem mit dem überraschenden Nachklapp. Deswegen eindeutige und unumstrittene 10/10 Punkte!

A Love So Beautiful ist eine wunderschöne Serie, die zum träumen anregt. Fans dieser Serie haben auch Spaß bei Dein Herz berühren und Love is a Bonus Book.

Interessierte können die Serie bei Rakuten Viki oder auf Netflix streamen.

Darsteller: Shen Yue (Meteor Garden, Another me) als Chen Xiaoxi, Hu Yi Tian (Youth Should Be Early) als Jiang Chen, Ghao Zhiting als Wu Bosong, Wang Ziwei (Ming Lans Geschichte, The Starry Night – The Starry Sea) als Lin Jingxiao, Sun Ning als Lu Yang

Drehbuch: Wu Tong

Regie: Yang Long

Bonus:

Playful Kiss 2010 vs. A Love So Beautiful 2017

Vergleich folgt… garantiert nicht Spoilerfrei!!!

Vergleich

Boys Over Flowers 2009 vs. Meteor Garden 2018

Kleine Info: Achtung, Spoiler!!!

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Via Dramalist ©️ Viki ©️Netflix

 

Woher kommt die Geschichte?

Die japanische Manga-Serie Hana Yori Dango 花より男子 von Yoko Kamio erschien erstmals 1996 und bestand aus 51 Episoden. Zeitgleich wurden eine Animeserie und ein dazugehöriger Film veröffentlicht.

In Taiwan erschien 2001 die erste Serienverfilmung namens Meteor Garden bestehend aus zwei Staffeln mit 20 Folgen. Dem folgte vier Jahre später eine japanische Interpretation in drei Staffeln mit 20 Folgen samt Kinofilm. 2018 wurde eine vierte Staffel in Auftrag gegeben, die zehn Jahre später spielt.

2009 gelang dem südkoreanischen Fernsehen ein Hit mit der Neuauflage Boys Over Flowers, die aus zwei Staffeln mit 25 Folgen bestand. Diese Version konnte ein breites Publikum über die Landesgrenzen hinaus für sich gewinnen. 2014 widmete sich Indien ebenfalls dem Stoff von Yoko Kamio und kreierte eine Telenovela, die aus 351 Episoden in drei Staffel, bestand. Sie trägt den Namen Kaisi Yeh Yaariaan. Die jüngste Variante stammt aus China und ist ein Remake der Taiwanesischen Serie Meteor Garden. Sie trägt den gleichen Titel und ist mit 50 Folgen in zwei Staffel ausgestattet.

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Boys Over Flowers vs. Meteor Garden

Trotz des großen Angebots fanden auf den europäischen Markt lediglich zwei Interpretationen ihren Weg und diese möchte ich jetzt miteinander vergleichen. Vorneweg möchte ich sagen, dass mir beide Serien viel Spaß bereitet haben. Wenn man einen Blick in die Foren wirft, erlebt man hitzige Diskussionen und Streitigkeiten darüber, welche Serie ihren Job besser gemacht hat. Mir haben beide Sendungen sehr gut gefallen. Obwohl ich sie innerhalb eines kurzen Zeitpunkts gesichtet habe, blieb die Thematik spannend und kurzweilig. Mir fiel es nicht schwer beide als eigenständige Varianten zu betrachten. Aus diesem Grund verstehe ich nicht, warum man sich zwingend für eine der beiden Serien entscheiden muss. Schaut euch beide an!

Natürlich gab es bei beiden Sendungen Elemente, die ich besser oder schlechter fand. Dadurch ergibt sich auch die Diskrepanz von zwei vergebenen Punkten. Während Boys Over Flowers 7 Punkte bekam, konnte Meteor Garden ganze 9 Punkte bekommen. Doch wie erklärt sich das?

Was verbindet die beiden Serien?

Trotz der unterschiedlichen Sendelänge boten beide Interpretationen eine Vielzahl an eigenständigen Geschichten. Obwohl Boys Over Flowers deutlich knapper ist, empfand ich die erzählten Handlungsstränge als vielschichtiger und komplexer. Es wurden emotionale Themen behandelt, die bei Meteor Garden gänzlich fehlten. Ein Beispiel dafür wäre die Entwicklung des Charakters Yoon Ji Hoo oder der Konflikt mit dem Modeljob. Andererseits beschritt auch die chinesische Variation neue Pfade, in dem sie komplett neue Situationen erschuf. Beispiele hierfür wären Shancais Kochwettbewerb oder der Hungerstreik. Zudem liegen über acht Stunden Unterschied in der Spielzeit vor. Wenn ich alle wichtigen Aspekte jedoch rekapituliere, bin ich sehr zufrieden mit beiden Serien.

Was unterscheidet die beiden Serien?

Selbstverständlich kann ich an dieser Stelle viele Kleinigkeiten aufzählen. Jedoch möchte ich mich mit zwei Aspekten begnügen. Zum einen die Ausarbeitung der Charaktere und zum anderen bestimmte Handlungsstränge und ihre Bedeutung für die Serie insgesamt.

Die weibliche Hauptfigur unterscheidet sich sehr in der Darstellung. Jan Di ist freundlich, hilfsbereit, plump, dümmlich und teilweise überraschend trampelig. Obwohl ihre Figur die Identifikationsfigur des weiblichen Publikums sein soll, ging sie mir des Öfteren auf die Nerven. Natürlich soll sie aus einer armen Familie kommen. Doch warum muss sie sich manchmal wie ein Kind aus dem Ghetto aufführen? Zudem wurde Jan Di mit einer herzlichen und aufdringlichen Familie ausgestattet. Während der kleine Bruder noch seine süßen Momente hatte, fand ich die Eltern absolut grausam, geldgierig, unbeständig und zu kurzsichtig. Man fragte sich teilweise, ob Jan Di die einzige Reife Person in dem Haushalt sei. Gott sei dank wurden diese Figuren nicht in der chinesischen Variation übernommen. Shancai hatte liebe Eltern, die nur das Beste für Ihre Tochter wollten und keine Geschwister für sie gezeugt. In dem Haushalt ging es also deutlich ruhiger zu. Das gleiche gilt für Shancai. Ihre Rolle ist ebenfalls fleissig, hilfsbereit und freundlich. Jedoch wirkt diese Interpretation deutlich resoluter und selbstbewusster. Sie weiß was sie will und wie sie es kriegen kann. Zudem wirkte sie auf mich lediglich in emotionaler Hinsicht dumm. Obwohl sie mir deutlich sympathischer war, nervte ihr übertriebener Beschützerinstinkt in Bezug auf ihre beste Freundin Xiaoyou.

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Die männlichen Hauptfiguren unterscheiden sich ebenfalls grundlegend. Boys over Flowers‘ Goo Joon Pyo wirkt deutlich reifer als Daoming Si. Joon Pyo wirkt sehr dominant und selbstbewusst. Er weiß wie er seinen Willen bekommt und strahlt das aus. Zudem kann er sehr liebevoll und freundlich sein. Seine Vorurteile baut er schnell ab und sieht die positiven Seiten des Lebens. Obwohl er die Taten seiner Mutter verachtet, liebt er sie und ist ihr loyal ergeben. Seine Freunde sind ihm sehr wichtig und trotzdem macht er Probleme mit sich alleine aus. Wenn er nicht weiter weiß, stößt er Leute vor den Kopf. Dabei ist er bereit die Konsequenzen zu akzeptieren. Insgesamt empfand ich Joon Pyo als einen sympathischen Charakter, der mir zum Ende hin zu wenig Entschlossenheit gezeigt hat. Warum? Hätte seine Verlobte die Hochzeit durchgezogen, wäre er verheiratet gewesen. Das fand ich ein wenig enttäuschend. Meteor Gardens Daoming Si kommt in den Kritiken immer deutlich schlechter weg, da seine Figur als zu verkitscht empfunden wird. Das kann ich nicht unterschreiben. Si kommt mir kindlicher und unerfahrener vor. Zudem schnell bockend und aufbrausend. Man kann ihn schnell verunsichern und belügen ohne, dass er es hinterfragt, weil er ans Alleinsein gewöhnt ist. Auf der anderen Seite ist er sehr freundlich, leidenschaftlich und loyal. Er ist bereit für das zu kämpfen, was er liebt und bleibt dabei sehr selbstbewusst und hartnäckig. Er kann sich seiner Mutter gegenüber behaupten und ist sehr beständig. Seine Interpretation gefiel mir sehr gut. Daoming Si ist der Charakter mit der größten Entwicklung im Laufe der Serie. Man muss ihn einfach mögen.

Der mit Abstand größte Unterschied der beiden Serien zeigt sich im dritten elementaren Charakter. Natürlich sind beide Männer gutaussehend und nachvollziehbar als Schwarm gecastet. Jedoch könnte die Wahrnehmung dieser Figur in beiden Shows nicht unterschiedlicher sein. Boys Over Flowers Ji Hoo wirkt erst unnahbar und desinteressiert. Doch das ändert sich recht schnell und nimmt komplexe Züge an. Das Zusammenspiel von Jan Di und Ji Hoo ist unglaublich schön angelegt. Man erfährt warum Ji Hoo so unnahbar wirkt und entwickelt schnell Sympathien für ihn. Er ist immer für seine besten Freunde da und spürt wenn sie Hilfe brauchen. Zudem entwickelt er tiefe Gefühle für Jan Di und hält sie nur auf Grund seiner Loyalität Joon Pyo gegenüber zurück. Die Geschichte um seine Vergangenheit und die Annäherung mit seinem Großvater waren so schön dargestellt, dass es für mich in jedem Fall der beste Part der Serie war. Meiner Wahrnehmung nach hatten Jan Di und Ji Hoo deutlich mehr Screentime als sie und Joon Pyo. Am Ende hatte ich wirklich gehofft, dass er das Mädchen bekommt und nicht Goo Joo Pyo. Doch man kann nicht alles haben. Meteor Gardens Huaze Lei wurde mit der gleichen Grundsituation ausgestattet. Jedoch wusste ich seinen Charakter nie einzuschätzen. Ich wusste nie was seine Beweggründe für seine Taten waren. Immer schwankte ich zwischen selbstlos und eigennützig hin und her. Das Problem wurde ich bis zum Ende nicht los. Lei bekam auch keine erklärende Hintergrundgeschichte zur Seite gestellt, die ihn greifbarer machen würde. Ich fand das problematisch. Zudem wirkte es im Kontext der Serie stetig so als wären er und Shancai nur nicht zusammen gekommen, weil er keine Gefühle gehabt hätte. Das wirkte befremdlich. Was bedeutete das für sein späteres Tun? Wollte er Si immer nur in die richtige Richtung schubsen oder hatte er tatsächlich Gefühle? Ich konnte das nicht deuten und bin dementsprechend auf der Seite von Ji Hoo. Nicht zuletzt deswegen, weil ich das Gefühl habe Leis Motivation erst zu kennen seit ich Ji Hoo kennen gelernt habe. Das empfinde ich leider als verpasste Chance für eine Serie mit 50 Episoden.

Ich möchte noch einige Worte zu den Nebencharakteren sagen. Die zweite Liebesgeschichte in Boys Over Flowers mit So Yi Jung und Chu Ga Eul im Fokus fand ich sehr, sehr schön. Es war unglaublich süß diese Entwicklung zu betrachten und wirkte an keiner Stelle aufgesetzt. Während sich die Ereignisse hier im Kontext des Töpferns darstellen, nutzt man bei Meteor Garden die chinesische Teekunst und greift diese romantische Episode wieder auf. Doch was ist passiert? Ximen und Xiaoyou wirkten auf mich nicht ansatzweise so gut. Tatsächlich nervte mich diese Geschichte, da sie so unglaubwürdig wirkte. Allein der Charakter von Xiaoyou war nervig, naiv, dumm, irrational und hilfsbedürftig. Ich war immer froh, wenn die keine Sendezeit bekam. Die Liebesgeschichte am Ende fand ich nicht passend. Schade!

Wie bereits zu Beginn angedeutet, verfolgen beide Serie teilweise unterschiedliche Handlungsstränge. Dabei schlugen sie unterschiedliche Wege ein. Welche ich besser und schlechter fand, betrachte ich jetzt in einer eigenständigen Kategorie.

Was gefiel mir bei Boys Over Flowers besser?

Deutlich besser gefiel mir bei den Koreanern die Rolle des Ji Hoo und seine Familiengeschichte. Die gab dem Charakter soviel Tiefe, dass man ihn nur ins Herz schließen konnte.

Jan Dis beste Freundin Ga Eul war ebenfalls deutlich sympathischer und sorgte für einige herzzerreißende Szenen. Die Liebelei mit Yi Jung war glaubhaft durch die fassbare Chemie.

Das Zusammenspiel von Joo Pyo und Jan Dis Familie war köstlich mit anzusehen.

Die Idee mit dem Modeljob und die weiteren Verwicklungen fand ich spannend.

Die Bedeutung der Seilbahn in den verschiedenen Szenen war schön. Ebenso wie die Darstellung des ersten Dates. Das gilt sowohl für Ji Hoo als auch für Joo Pyo.

Der Kurztrip auf die Insel und die negative Entwicklung vor Ort fand ich hier besser dargestellt. Man konnte Joon Pyos Verliebtheit greifen und Jan Dis Unentschlossenheit nachvollziehen. Das fand ich spannend. Zudem wurde hier ein Grundstein für die Freundschaft mit Ji Hoo gelegt.

Der Wettkampf in drei Akten war super. Mit der Idee hatte ich überhaupt nicht gerechnet und fand den Trick beim Autorennen klasse.

Am besten gefiel mir am Ende die überraschende Amnesie von Joo Pyo und deren Folgen. Dieser Handlungsstrang bot eine ordentliche Portion Drama und Herzschmerz.

 

Was fand ich schlechter bei Boys Over Flowers?

Fangen wir einmal mit dem offensichtlichen an: die Kostüme. Mir ist bewusst, dass das Budget für diese Serie nicht so groß war. Jedoch hatte ich teilweise das Gefühl, dass wir uns nicht im Jahr 2009 sondern 1982 befinden. Mit der Mode konnte ich bis zum Ende überhaupt nichts anfangen. Zudem fand ich die Haare von Ji Hoo entsetzlich.

Jan Dis Familie war furchtbar.

Der Handlungsstrang mit Jan Dis einziger Schulfreundin und deren Verrat war sehr unangenehm und fremdschämend inszeniert.

Goo Joo Pyos Mutter wirkte zwar streng, aber dennoch mütterlich. Bei Meteor Garden wirkte die Mama eiskalt und gefährlich. Das hat mir besser gefallen.

Die Szene im Eis mit der Nahtod-Erfahrung war deutlich schlechter dargestellt und wirkte nicht ansatzweise gefährlich.

Das Breirestaurant und der überdrehte Chef waren unnötig.

Joo Pyo wirkte insgesamt zu tatenlos auf mich. Immer wenn es um Aktionen ging, schickte er seine Freunde vor. Er selbst handelte kaum. Zudem hätte er die Hochzeit mit seiner Verlobten nicht von allein gestoppt. Hätte die nicht abgelehnt, wäre er verheiratet gewesen und die Serie wäre vorbei.

Was gefiel mir besser bei Meteor Garden?

Das komplette Setting hat mich mehr angesprochen. Mir gefiel die Universität als Zentrum der Geschichte sehr gut.

Die Serie bot unglaublich schöne Kulissen und Kameraeinstellungen.

Die Dramatik hat mir sehr gut gefallen. Ein Beispiel dafür wäre der Moment, in dem Daoming Si aus Wut einen Kuss von Shancai forciert und sie verletzt oder wo er selbst krankenhausreif geschlagen wird. Es wirkt ein wenig drüber und das hat mich sehr angesprochen.

Manche Szenen wurden wunderschön inszeniert. Für mich das beste Beispiel ist der Ausflug von F4 mit Zhou Caina oder die schmerzhafte Trennung am Wasserelement.

Der Humor war ganz nach meinem Geschmack.

Das Zusammenspiel von Daoming Si und Dong Shancai fand ich super. Die beiden Schauspieler haben das ganze auf und ab der Gefühle gekonnt umgesetzt.

Mir hat insgesamt die Gruppendynamik von F4 sehr gut gefallen.

Meizuos Charakter ist deutlich besser weggekommen und hat auch mit einer eigenen Geschichte begeistern können. Als der Störenfried am Ende aufgetaucht ist, wurde es erst langatmig.

Familie Daoming hat mir unheimlich gut gefallen. Der unreife, verliebte Si war wunderbar in seiner Entwicklung zu betrachten. Seine Schwester hatte ordentlich Energie und viel schwarzen Humor. Die Mama war glaubwürdig dekadent und dominant dargestellt. Selbst ich bekam bei ihr einen ordentlichen Schauer.

Die Serie schreckte nicht davor zurück kitschige Momente zu präsentieren, die einen nur grinsen lassen. Beispiele dafür wären die gegenseitigen Übernachtungen, die Streitigkeiten, das Geigenspiel, das Liebesgeständnis, der Bus, der Tag in London und die Hochzeit.

Der Skitrip und die Entführung haben mir sehr gut gefallen. Beim ersteren fand ich auch Leis Handeln interessant.

Was fand ich schlechter bei Meteor Garden?

Definitiv die Undurchsichtigkeit von Huaze Lei. Ich hätte mir für seinen Charakter mehr Tiefe oder Hintergrundgeschichten gewünscht.

Die Verlobte von Daoming Si war mir irgendwann Zuviel.

Meiner Ansicht nach hätte die Serie alles in Bezug aufs Kochen weglassen oder zumindest minimieren können. Das beinhaltet den Kochwettbewerb samt Vorbereitung, ihr Nebenjob und das Fischerdörfchen.

Xiaoyou und Ximen.

Shancais übertriebener Beschützerinstinkt für ihre beste Freundin Xiaoyou.

Wo wir schon dabei sind: warum war ihr bester Freund da?

Die gefühlt immer gleichen Songs strengten an. „Say something“ konnte ich am Ende nicht mehr ertragen. Da wäre weniger mehr gewesen.

Die 50. Folge fand ich merkwürdig inszeniert. Zum einen kam alles total übereilt, wo sie vorher extrem das Tempo runtergefahren haben und zum anderen kam mir das alles auch irreal vor. Shancais Eltern waren garnicht bei der Hochzeit ihrer Tochter. Sis Mutter ist auf einmal lieb und nett. Eigenartig oder doch ein Traum?

Abschluss

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich beide Serien sehr lohnen. Wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, welche ihr wählen sollt, dann schaut beide! Beide Sendungen haben ihren ganz eigenen Charme.

Mir persönlich gefällt insgesamt Meteor Garden ein wenig besser. Das liegt auch daran, weil ich es als erstes gesehen habe. Außerdem gefällt mir die Interaktion des Pärchens und der ganze Kitsch sehr gut. Falls ihr es auch verspielt mögt, wisst ihr jetzt wo eure nächste Reise hingeht. Viel Spaß dabei!

Bonuswissen

1. Shen Yue (Dong Shancai) und Connor Leong (Feng Meizuo) stehen aktuell erneut gemeinsam vor der Kamera für die Serie Another me. Diese soll Ende 2019 erscheinen.

2. Nach seinem erfolgreich absolvierten Wehrdienst in Korea feiert Kim Hyun-Joong(Yoon Ji Hoo) ein Comeback mit seiner neuen Serie Als die Zeit stehen blieb – When Time Stopped. Diese ist seit Dezember 2018 bei Raketen Viki zu streamen.

China

Meteor Garden 流星花园

Meteor Garden ist eine chinesische Dramaserie von 2018 und umfasst 50 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf der japanischen Manga-Reihe Hana Yori Dango und ist ein Remake von der Taiwanesischen Serie Meteor Garden aus dem Jahr 2001. Diese Sendung ist wiederum ein Remake vom südkoreanischen Boys Over Flowers von 2009.

Thema: Mädchen trifft an der Uni auf die Gruppe F4 und wird in deren Welt gerissen

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Via Dramalist

Meteor Garden zählt aktuell zu meinen liebsten chinesischen Serien. Wie ich bereits bei der Rezension für Boys Over Flowers erwähnt habe, gefällt mir die Geschichte sehr gut. Aus diesem Grund empfand ich es als wenig störend innerhalb kürzester Zeit zwei verschiedene Serien zur gleichen Thematik zu Sichten. Tatsächlich bin ich noch immer neugierig auf die weiteren Inszenierungen aus China, Taiwan und Japan. Leider ist es nicht allzu leicht daran zu kommen. Falls jemand eine Lösung für mein Problem hat, kann er es sehr gerne in die Kommentare schreiben. Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Meteor Garden ist eine dramatisch inszenierte Romanze. Die Schauspieler sind sehr gut ausgewählt und füllen ihre Rollen wunderbar aus. Es machte mir immer wieder Spaß die Eigenheiten eines jeden Charakters zu entdecken. Zudem war ich begeistert von den Kostümen. Hier habe ich wirklich über jedes Detail gestaunt und mich teilweise über die wildesten Kreationen gefreut. Da die Herren alle aus reichem Elternhaus stammen, musste man das auch in der Mode präsentieren und das ist in jedem Fall glaubhaft gelungen. Ein weiterer Punkt, der mir sehr gut gefallen hat, ist das Setting. Shanghai und seine verschiedenen Kulissen waren bildlich so schön inszeniert, dass ich richtig Lust bekommen habe mir die Stadt einmal persönlich anzuschauen.

Was die Besetzung der Hauptcharaktere anbelangt, war ich sehr froh über das Casting von Shen Yue. Ich habe diese Schauspielerin bereits bei A Love So Beautiful ins Herz geschlossen und habe auch wegen ihr diese Serie geschaut. Ich war gespannt sie einmal in einer selbstbewussteren Rolle zu erleben und habe das mit ihrer Verkörperung von Dong Shancai, der weiblichen Hauptfigur, auch erlebt. Bei ihrer Figur fand ich viele Charakterzüge sympathisch. Sie ist freundlich, strebsam, loyal, hilfsbereit und lässt sich nicht einschüchtern. Tatsächlich ist sie wirklich das nette Mädchen von nebenan, dass auf einmal, ohne es zu wollen, in die Welt der Reichen rein geworfen wird. Das ist glaubhaft inszeniert und bietet einige komische Elemente. Dennoch ist ihre Figur nicht perfekt. Neben der Tatsache, dass sie in Bezug auf ihre Gefühle unglaublich lange auf der Leitung steht, hat sie auch einen übertrieben nervigen Beschützerinstinkt für Ihre beste Freundin, den ich mir in der extremen Darbietung einfach nicht erklären konnte.

Ihr Konterpart Daoming Si wird von Dylan Wang porträtiert. Dieser schafft es tatsächlich seinen Charakter mit einer Vielzahl von kleinen Gesten unheimlich sympathisch zu machen. Mit seiner Mimik und Stimmarbeit erzeugt er einige einmalige Momente und überzeugt dabei. Ich habe ihm den toughen Rüpel, den unglücklich Verliebten, den in seinem stolz Verletzten und den freundlichen Partner abgenommen. Es war wirklich eine Freude mit ihm zu lachen oder zu trauern. Das liegt vor allem daran, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptakteuren sehr gut zu spüren ist.

Mit Darren Chang als Huaze Lei wurde der dritte wichtige Charakter in dieser Serie besetzt. Trotz gutem Aussehen und feinfühligem Spiel wurde ich mit seiner Rolle einfach nicht warm. Tatsächlich konnte ich mit ihm am wenigsten anfangen und ärgerte mich darüber, dass Lei so undurchsichtig geschrieben wurde. Ich wusste seine Handlungen nicht zu nehmen, da ihre Motivation immer zu schwammig wirkte. Ich wusste oftmals nicht, ob sein Antrieb selbstlos oder doppelbödig eigennützig ist. Dieses Problem hat sich für mich bis zum Ende leider nicht gelöst. Somit habe ich meinen ersten Kritikpunkt gefunden.

Zu F4 gehören noch zwei weitere Mitglieder mit ihren eigenen Geschichten. Zum einen haben wir Feng Meizuo, von Connor Leong gespielt, unglaublich sympathisch dargestellt und zum anderen den Aufreißer der Bande Ximen Yan, der von Caesar Wu sehr elegant und intelligent verkörpert wird. Beide haben in der Serie ihre Liebesprobleme. Während Meizuos Liebelei interessant anfing, war ich am Ende sehr froh als sie vorbei war. Ximen hat zwar eine individuelle Vergangenheit bekommen, aber der Verlauf seiner Handlungen in der Gegenwart waren für mich nicht stimmig. Passend dazu möchte ich noch den Charakter von Shancais bester Freundin Xiaoyou erwähnen, weil das die schlimmste Rolle der Serie war. Ich wurde weder mit der Schauspielerin warm noch mit ihrer Figur. Ein naives, dummes Mädchen ohne Selbstbewusstsein setzt sich in den Kopf den Frauenheld der Universität fest zunageln. Dieses ganze Hin und Her hat mich nur genervt und war bis zum Schluss für mich nicht glaubwürdig.

Ein riesiges Lob muss ich für die Verkörperung von Daoming Sis Schwester und Mutter aussprechen. Diesen beiden Schauspielerinnen habe ich unglaublich gerne zugeschaut und werde mich in Zukunft auch bemühen noch mehr von Ihnen zu sehen.

Fazit

Die Handlung mit ihren Höhen und Tiefen hat mir sehr gut gefallen und von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann gezogen. Ich fand die Liebesgeschichte von Shancai und Si unglaublich süß und wirklich für jedes Mädchenherz romantisch inszeniert. Die einzigen Momente, die man meines Erachtens ein wenig hätte ein kürzen können, waren alle, die mit Küchenarbeit zutun gehabt haben. Doch das mag allgemein an meinem fehlenden Interesse für diese Thematik geschuldet sein und liegt nicht an der Sendung.

Meteor Garden hat mir unheimlich viel Spaß bereitet und mir viele schöne Momente geschenkt. Der Humor kommt nicht zu kurz und sorgt dafür, dass man die Serie einfach suchten muss. Aus diesem Grund war ich auch ein wenig traurig als es vorbei war. Dennoch ist das Ende passend gewählt und bietet keine Notwendigkeit eine zusätzliche Staffel zu produzieren. Da ich soviel Freude in den ganzen Stunden hatte, gebe ich sehr gute 9/10 Punkte.

Meteor Garden ist eine verspielte Serie für Frauen, die zum träumen und mitfiebern anregt. Sie eignet sich sehr gut für Fans von Romance is a Bonus Book, Because Of Meeting You und My ID is Gangnam Beauty.

Interessierte können die Produktion auf Netflix streamen.

Darsteller: Shen Yue (A Love So Beautiful, Another me) als Dong Shancai, Dylan Wang als Daoming Si, Darren Chen (Proud of Love) als Huaze Lei, Connor Leong (Another me) als Feng Meizuo, Caesar Wu als Ximen Yan, Jiaqin Li als Jiang Xiaoyou, Lin Wang (Sing all along) als Daoming Feng, Dee Hsu (Say Yes Enterprise) als Daoming Zhuang

Bonus:

Boys Over Flowers vs. Meteor Garden 2018

Vergleich folgt … garantiert nicht Spoilerfrei!

China

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Love O2O ist eine chinesische Dramaserie aus dem Jahr 2016 mIt insgesamt 30 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Liebe durch ein Online-RPG

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Via Dramalist

Love O2O gehört eindeutig zu der Kategorie Serie, bei der das Lob vieler aus allen Ecken zu mir durchgedrungen ist. Durch die unzähligen positiven Kritiken verschiedener Foren war ich sehr skeptisch, ob die Sendung auch meinen Erwartungen gerecht werden würde. Natürlich kann ich mein Faible für asiatische Romanzen nicht verhehlen, weil es allein durch meinen Blog augenscheinlich wird. Jedoch bereitete mir die dominante Thematik des Online-Rollenspiels Sorge. Da ich selber im Bereich Gaming ein unbeschriebenes Blatt bin, war ich gespannt, ob ich mich mit dieser Geschichte anfreunden können würde. Anfangs fühlte ich meine Sorgen bestätigt, da die gehäuften Inszenierungen im Spiel nicht mein Fall waren. Fairerweise muss ich zugeben, dass sie weitestgehend realistisch umgesetzt worden sind. Mit dem Sichten der Serie löste sich das Problem komplett in Luft auf. Die Thematik begann mir Freude zu bereiten.

Worum geht es bei Love O2O?

Love O2O ist eine ruhig erzählte Serie, die lediglich in den Gamingsequenzen übertrieben gestaltet ist. Im Mittelpunkt stehen zwei beliebte Informatikstudenten, die im Spiel ein Team gründen. Durch die regelmäßige Kommunikation entwickeln sie Gefühle füreinander. Als sie sich im richtigen Leben begegnen, werden sie zum Paar. Die Grundkonstellation der Serie ist typisch asiatisch. Sie ist eine intelligente, hübsche und naive Frau, die in den beliebtesten Jungen der Universität verliebt ist. Er ist der hübscheste, klügste, sportlichste und beliebteste Student und hat ein Auge auf die Fakultätsschönheit geworfen, nachdem er sie in einem Internetcafe im RPG kämpfen gesehen hat. Zusammen bewältigen sie den Alltag erfolgreich.

Welche Kritikpunkte gibt es?

Achtung, Spoiler! Obwohl die Serie auf vielen Kanälen gelobt wurde, kam die Geschichte des Pärchens nur bedingt gut weg. Warum? Weil die beiden harmonieren. Sobald Konflikte aufkommen, reden sie miteinander und schaffen sie aus der Welt. Sobald Dritte sich in die Beziehung einmischen wollen, vertrauen sie auf ihre Gefühle. Das mag im ersten Moment befremdlich wirken, da wenig Reibefläche besteht. Vielen Rezensenten erschien das als zu langweilig und harmonisch. Mir hingegen hat dieser Aspekt unheimlich gut gefallen. Tatsächlich war es diese Darstellung, die mich von der Serie überzeugt hat. Endlich sieht man einmal eine realistische Beziehung. Insbesondere in amerikanischen Serien finden sich unnötig ausgelöste Streitigkeiten, die auf voran gegangener fehlender Kommunikation basieren. Die Sendung schaffte es endlich einmal eine andere Richtung einzuschlagen. Das finde ich super.

Bei den Schauspielern stimmt die Chemie. Der männliche Charakter Xiao Nai hat mir mit seinem dezenten Spiel sehr gut gefallen. Alle ihm auferlegten Eigenschaften habe ich ihm abgenommen. Sein weibliches Gegenüber namens Bei Weiwei hat zwar ein hübsches Gesicht und eine positive Ausstrahlung, aber eine unnatürlich abgemagerte Figur. Normalerweise stört mich so etwas nicht. Jedoch war mir Ihr Figurtyp zu extrem und dient nicht unbedingt als gute Vorbildfunktion. Die Entwicklung ihrer Figur wandelte sich mit dem Fortschreiten der Serie immer mehr ins dümmliche ab. Das habe ich nicht verstanden, da sie zu Beginn als äußerst intelligent beschrieben wurde.

Neben diesen beiden Figuren erzählen auch die Nebencharaktere schöne Geschichten. Seine Mitbewohner sind alle liebenswert und bringen den Humor in die Show. Ihre beste Freundin Zhao Erxi war mit dem Serienstart unheimlich sympathisch und süß. Jedoch drehte sich meine Meinung nach 30 Folgen ins Gegenteil. Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern, wenn ich das letzte Mal so extrem genervt von einem Seriencharakter war. Ihre Figur ging mir nur noch auf den Keks und ich war froh als der Fokus zu Zhen Shaoxiang wanderte. Seine Erlebnisse fand ich deutlich interessanter.

Fazit

Insgesamt gesehen ist die Serie recht unterhaltsam und regt zum träumen an. Für Mädels, die auch an Computerspielen interessiert sind, bietet die Love O2O bestimmt jede Menge Spaß. Da ich mich gut unterhalten gefühlt habe, aber nicht komplett vom RPG-Thema überzeugt werden konnte, gebe ich solide 7/10 Punkte.

Love O2O ist eine entspannte Serie für zwischendurch mit einem tollen Paar. Sie eignet sich gut für romantische Träumer, die auch Pushing Daisies, Hart of Dixie oder Meteor Garden mögen.

Interessierte können die Serie auf Netflix oder Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Yang Yang (Whirlwind Girl, Kämpfer des Universums-Martial Universe) als Xiao Nai, Shuang Zheng (Meteor Shower) als Bei Weiwei, Xiaotong Mao (Delicious Destiny, Love is Back) als Zhao Erxi, Yu Bai (Suddenly This Summer) als Cao Guang, He Zhang (Flammentochter, Ewige Liebe) als Zhen Shaoxiang

Drehbuch: Gu Man

Regie: Lin Yu Fen

China

Accidentally in Love 惹上冷殿下

Accidentally in Love ist eine chinesische Teenieromanze von 2018 mit insgesamt 30 Folgen a 30 Minuten.

Thema: Popstar und Tarnkatze verlieben sich unerwartet am College

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Via Dramalist

Wie der Inhalt schon vermuten lässt, wurde diese Serie für junge Erwachsene kreiert. Dementsprechend zeigt sie mit einer sonnigen Leichtigkeit das Alltagsleben auf der Schule. Dabei nehmen die Serienschaffenden die Handlung nicht zu ernst und Schrecken auch nicht vor stark übertriebenen Einstellungen zurück. Diese erinnern im ersten Moment an japanische Animesequenzen. Over-the-Top-Acting ist hier sogar erwünscht und durch das natürliche Spiel der Schauspieler sehr sehenswert.

Der weibliche Lead ist so übertrieben und verdreht in ihrer Art, dass ich mich erst daran gewöhnen musste. Ihr gegenüber hat zwar auch seine Macken, wirkt aber im Vergleich deutlich normaler. Das Zwischenspiel der beiden und ihre Hintergrundgeschichten machen den Charme der Serie aus. Natürlich kommen auch ihre Freunde und Feinde nicht zu kurz und helfen dabei eine kunterbunte, stimmige Welt zu erschaffen. Mehr als einmal musste ich laut lachen und merkte recht schnell, dass mich der Charme eingefangen hatte. Nicht zuletzt wegen der tollen Kulissen und schönen Musikdarbietungen eignet sich die Serie wunderbar für Teens und Junggebliebene. Da mir die Produktion insgesamt viel Spaß gemacht und erfolgreich eine schlaflose Nacht vertrieben hat, gebe ich ihr 7/10 Punkte.

Accidentally in Love ist eine charmante Comedyserie voller Herz für die junge Generation. Da ich in dem Genre nicht allzu oft unterwegs bin, kann ich nur eingeschränkt Empfehlungen abgegeben. Für Liebhaber von Serien wie iCarly, Hannah Montana und Unfabulous geeignet.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Junchen Guo (Go Princess Go) als „Your Highness“ Si Tu Feng, Yi Ning Sun als Chen Qing Qing/Chen You You

Regie: Zhong Qing