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American Horror Story #2: Asylum

American Horror Story: Asylum ist die zweite Staffel der US-amerikanischen Anthologie-Serie American Horror Story aus dem Jahr 2012. Sie umfasst insgesamt 13 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Alltag einer Nervenklinik in den 1960er Jahren

©️FX Horror

Während mich der Inhalt der ersten Staffel Murder House unheimlich angesprochen hat, hatte ich vor dem Sichten dieser Thematik ordentlich Respekt. Immerhin spielen auch einige bekannte Horrorfilme in Nervenklinken und das lehrte mir immer wieder das Fürchten.

Worum geht es in American Horror Story: Asylum?

In der Briarcliff-Nervenklinik an der Ostküste der Vereinigten Staaten spielen sich in 1960er Jahre grausige Dinge ab. Unter derLeitung der strengen Nonne Schwester Jude verrichten die Pfleger ihre tägliche Arbeit. Was jedoch niemand ahnt, ist das hinter verschlossenen Türen ein hartes Regime geführt wird in dem tägliche Züchtigungen auf der Tagesordnung stehen. Als auch noch der psychopathische Frauenmörder „Bloody Face“ in der Klinik einzieht, bricht das Chaos aus.

Official Trailer

Lohnt sich die Serie?

Als ich gehört habe, dass unter anderem auch Alien-Entführungen ihren Platz in dieser Staffel finden, war ich äußerst skeptisch. Für klassischen Horror wie bei Murder House bin ich immer empfänglich, doch sobald es in Richtung Science Fiction geht, freue ich mich in der Regel weniger. Das liegt nicht daran, weil ich das Genre nicht mag, sondern vielmehr daran, dass ich diese Experimente weniger mit em von mir so heiß geliebten klassischen Horror verbinde.

Dennoch geht das Konzept hier vollkommen auf. Wie man es von der Serie gewohnt ist, erzeugt sie ein düsteres und fast bedrohliches Bild. Die Stimmung ist schwer und unangenehm. Das liegt nicht nur an dem nüchternen Verhalten des Personals, sondern auch an den Horrorgestalten, die als Patienten herhalten dürfen.

Die Inszenierung bewegt sich auf einem hohen Niveau. Bis ins kleinste Detail wurde sich bemüht die 60er Jahre nachzustellen und überzeugend zu vermitteln. Die Musik und vor allem die Kleider unterstreichen das ganze Bild deutlich.

Jessica Lange gibt erneut eine überzeugende Darstellung der kaltblütigen Nonne ab. Dadurch trägt sie sehr zum Gruselfaktor der Serie bei. Mit dem Fortschreiten der Handlung entpuppt sich die Serie jedoch weniger als Horrorshow als vielmehr ein Drama.

Insbesondere der Handlungsstrang um den Serienmörder hat mir sehr gut gefallen und mich stets neugierig gehalten. Das gleiche gilt für die Geschichte der Journalistin. Weniger begeistern konnte ich mich für die Geschichte um die Entführung durch Außerirdische. Dennoch hatte auch dieser Plot interessante Punkte, insbesondere die Einordnung in die Mischehe in einer weniger offenen Zeit und Gesellschaft.

Im Vergleich zur ersten Staffel konnte mich die zweite weniger begeistern. Obwohl sich mit dem Setting viel Mühe gegeben wurde, traf das Thema nur bedingt meinen Geschmack. Zudem wies die Handlung einige unnötige Längen auf.

Fazit

Die Serie ist immer eine Sichtung wert. Durch das Anthologie-Prinzip kann man sich durch einige Ideenwelten bewegen und seinen eigenen Geschmack besser kennenlernen. Obwohl mir die Sichtung weniger gefallen hat als bei der ersten Staffel, hatte ich beim Sichten viel Freude und kann die Serie nur weiterempfehlen. Insgesamt gebe ich für American Horror Story: Asylum gerne 7/10 Punkte.

American Horror Story: Asylum eignet sich wunderbar für Freunde von modernem Horror wie auch bei The Walking Dead oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix oder Amazon streamen.

Darsteller: Zachery Quinto (Heroes, American Horror Story: Murder House) als Dr. Oliver Thredson, Joseph Fiennes (Sherwood, The Handmaid‘s Tale) als Monsignor Timothy Howard, Sarah Paulson (American Crime Story, Feud) als Lana Winters, Evan Peters (Pose, One Tree Hill) als Kit Walker, Lily Rabe (The Undoing, Tell Me Your Secrets) als Schwester Mary Eunice McKee, Lizzie Brocheré (The Strain, Versailles) als Grace Bertrand, Jessica Lange (Feud, American Horror Story: Murder House) als Schwester Jude Martin

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American Horror Story #1: Murder House

American Horror Story ist eine Anthologie-Serie aus dem Jahr 2011. Die erste Staffel beinhaltet insgesamt 12 Folgen a 45 Minuten. Sie dreht sich um die Ereignisse im so genannten Murder House. Jede Staffel widmet sich einem anderen Aspekt aus dem Genre Horror.

Thema: Dysfunktionale Familie zieht unwissentlich in ein Spukhaus

©️Fox

Als die Serie erschien, wurde sie auf internationaler Ebene zwar ziemlich gehypt, doch in Deutschland nur am Rande wahrgenommen. Die Einschaltquoten blieben mäßig und der großartige Boom blieb aus. Dennoch rückte ihre Existenz in das Bewusstsein vieler und die Serie konnte sich einen festen Zuschauerkreis schaffen. Durch die durchwachsenen Kritiken blieb ich vorsichtig und sichtete das Drama relativ spät.

Worum geht es in American Horror Story: Murder House?

Nachdem Ben von seiner Frau beim Fremdgehen erwischt wurde, wagt er mit seiner Familie einen Neuanfang und zieht von Boston nach Los Angeles. Vor Ort ziehen sie in das günstige Herrenhaus. Während Ben vor Ort seine Psychotherapie-Praxis einrichtet, bemühen sich seine Frau und seine Tochter sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dabei treffen sie auf merkwürdige Charaktere aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Überraschenderweise hat mir die Serie ab der ersten Minute sehr gut gefallen. Das Ensemble ist stimmig zusammengestellt worden und besitzt eine unheimliche Chemie. Die Kulisse des Gebäudes bietet viele gruselige Szenarien und interessante Ausstattung. Das wird unterstrichen durch die düstere Musik und die erschreckende Maske einiger Subjekte. Zudem spart die Sendung deutlich an Lichteffekten und betont dadurch die düstere Stimmung. Die Garderobe ist wie gewohnt auf einem hohen amerikanischen Niveau.

Murder House öffnet mehrere Handlungsstränge und Zeitebenen, um dem Zuschauer ein vielseitiges Bild zu vermitteln. Diese sind mehr oder weniger interessant. Mir haben am besten die Geschichte um das Studentenwohnheim und die Vergangenheit von Tate Langdon gefallen. Der letztere entpuppt sich im Laufe der Sendung tatsächlich als vielseitige Figur, die eine spannende Interaktion mit Violet hegt. Dieses Sichten hat mich wirklich am meisten begeistert, da es eine schöne Mischung aus Horror, Drama und Romanze bietet.

Weiterhin begeisterte mich die Storyline um Vivien und ihre unerwartete Schwangerschaft. Allein das Familiendrama aufgrund des Ehebruches wäre für sich schon sehenswert gewesen, jedoch kommt dieser unerwartet bizarre Moment dazu.

Nicht außer acht lassen, sollte man den Handlungsstrang um die Nachbarsfamilie Langdon insgesamt, da diese viele sehenswerte Szenen bietet. Jessica Lange weiß als Familienoberhaupt eindeutig zu überzeugen und zu fesseln.

Alle Geschichten für sich sind sehenswert. Jedoch erreichen sie noch das gewisse Etwas, wenn sie miteinander verflochten werden und so ein komplett neues Bild zum tragen bringen.

Fazit

Insgesamt betrachtet, funktioniert das Konzept der Serie wirklich gut. Diese Mischung von Dramaserie und Horror weiß zu überzeugen. Durch das begrenzte Einsetzen der Schreckeffekte wirken sie an den richtigen Stellen umso stärker. Die Spannungsmomente sind überzeugend und ließen mich die Staffel in einem Rutsch schauen und suchten. Darum gibt es 9/10 Punkte.

American Horror Story eignet sich wunderbar für Freunde weiterer Produktionen des Duos Ryan Murphy und Brad Falchuk wie Glee oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Connie Britton (Nashville, Dirty John) als Vivien Harmon, Dylan McDermott (Practice) als Dr. Ben Harmon, Evan Peters (Pose) als Tate Langdon, Taissa Farmiga als Violet Harmon, Jessica Lange (Feud) als Constance Langdon