China

Dreaming Back To The Qing Dynasty 梦回大凊

Dreaming Back To The Qing Dynasty ist eine chinesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 40 Folgen a 45 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Jin Zi.

Thema: Durch einen meteorologischen Vorfall überschneidet sich die Gegenwart mit der Qing Dynasty

©️Tencent Video

Worum geht es in Dreaming Back To The Qing Dynasty?

Die junge Praktikantin Xu Qiang Wei geht bei ihrer Arbeit in einem Architekturbüro ihrer Leidenschaft nach moderne Technik mit Stilmitteln der historischen Bauten zu verbinden. Deswegen verbringt sie einen großen Teil ihrer Freizeit in der Palastanlage Die verbotene Stadt. Dort wird ihr eines Tages von einer ominösen Dame eine Laterne überreicht, die zur Folge hat, dass der 13. Königssohn aus der Qing Dynasty vor ihr erscheint. Doch dabei bleibt es nicht. Qiang Wei findet sich bald selber in dieser Zeit wieder und verfängt sich in einem Netz aus Intrigen.

Official Trailer

Kurzrezension

Wie man es gewohnt ist, bieten die Chinesen viele detailgetreue Kulissen und Kleider, die einem sofort in die Zeit zurückversetzen. Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie, wenn man einmal den Kronprinz übersieht. Die Handlung geht sehr spannend und romantisch los, doch kann ihr anfängliches Tempo nicht halten. Stattdessen verfängt sie sich in ewig währenden und sich wiederholenden Intrigen, die irgendwann nur noch lästig werden. Insbesondere zum Ende rückt der Fokus von den Hauptdarstellern zu den ehemals bösen Nebenrollen. Das schadet einem guten Ende und kostet der Serie einige Punkte.

Fazit

Die Serie weiß zu unterhalten, aber offenbart auch immer wieder kleine Schwächen. Da es sich manchmal unnötig in die Länge zieht, gebe ich 7/10.

Dreaming Back To The Qing Dynasty eignet sich wunderbar für Freunde historischer Zeitreisen wie auch bei Moon Lovers: Scarlet Heart Ryeo oder Faith.

Interessierte können die Serie kostenlos auf YouTube oder Viki streamen.

Darsteller: Landy Li (Daxi Make a Wish, My Huckleberry Friends) als Xu Qiang Wei/Yalaerta Ming Wei, Wang An Yu (Forever Love, Our Shiny Days) als Aisin Gioro Yin Xiang, Xin Yun Lai (Don’t Lie To Your Lover, Ling Long) als Aisin Gioro Yin Ti, Sun An Ke (Humans, Fairyland Lovers) als Ming Hui

Drehbuch: Wong Lei Chi

Regie: Lee Kwok Lap, Wai Hong Chui

Südkorea

My Love From The Stars 별에서 온 그대

You Who Came From The Stars ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2013 mit insgesamt 21 Folgen a 60 Minuten. International ist sie ebenfalls bekannt unter den Titeln The Man From The Stars oder You Who Came From The Star.

Thema: Alien findet in exzentrischer Schauspielerin die Reinkarnation seiner großen Liebe

©️SBS

Wie bereits bei The Legend Of The Blue Sea gehört auch diese Serie auf die Listen der KDramas, die man kennen sollte. Ein Vorteil ist dabei, dass auch wieder das gleiche Team zur Verfügung stand. Obwohl ich normalerweise mit Geschichten über Außerirdische wenig anfangen kann, beschloß ich der Serie eine Chance zu geben.

Worum geht es in My Love From The Stars?

Do Min Joon landet in der Joseon Dynastie mit seinem Raumschiff. Da er das Leben der jungen Witwe Seo Yi Hwa rettet, verpasst er die Möglichkeit der Heimkehr und muss sich nun auf der Erde zurechtfinden.

400 Jahre später hat er es geschafft in Ruhe zu leben. Doch dann zieht auf einmal die berühmte Schauspielerin Chun Song Yi direkt neben ihm ein und macht ihm das Leben zur Hölle. Ohne es zu wissen sind einige Leute darum bemüht sie aus dem Weg zu schaffen. Als Min Joon das erkennt, beginnt er sie heimlich zu beschützen und erkennt in ihre die Reinkarnation seiner großen Liebe.

Teaser

Lohnt sich die Serie?

Meiner Erfahrung nach lohnen sich Serien mit Jun Ji Hyun und Park Hae Jin immer. Beide waren auch meine Hauptgründe der Serie eine Chance zu geben. Ich wurde nicht enttäuscht.

Wie man es von südkoreanischen Serien häufig kennt, gibt auch dieses Drama einen perfekten Genre-Mix ab. Fantasy, Action, Thriller, Komödie und Romanze finden sich hier in einem perfekt zusammengeschnürten Paket. Das Konzept geht perfekt auf und sorgt für durchgehende Spannung. Dabei bietet die Handlung immer wieder überraschende Wendungen und Situationen, in denen die Charaktere über sich hinaus wachsen können.

Die beiden Hauptdarsteller bringen den Humor der Serie wunderbar zur Geltung. Kim Soo Hyun überzeugt als trockener Alien, der permanent genervt zu sein scheint. Jun Ji Hyun gibt wie immer alles und scheut auch nicht davor zurück vor der Kamera komplett frei zudrehen. Wie bereits bei The Legend Of The Blue Sea kann man sie durch ihr einzigartiges Spiel nur lieben lernen. Das Zusammenspiel beider ist köstlich und mit soviel Komik und Tragik durchsetzt, dass man nicht abschalten mag.

Die beiden Nebencharaktere gefallen unterschiedlich. Park Hae Jin überzeugt als liebenswerter Chaebol auf ganzer Linie. Aus diesem Grund hat die Serie bei vielen Second Lead Syndrome ausgelöst. Seine Rolle sehe ich sehr umstritten. Zum einen gefällt mir seine Entwicklung im familiären Bereich sehr gut. Doch überhaupt nicht was die emotionale Komponente betrifft.

Yoo In Na spielt auch hier wieder ihre niedliche Ader aus, die man bereits in Goblin oder Touch Your Heart erleben durfte. Jedoch hat ihre Figur nicht wirklich Raum sich zu entfalten und stört eher die Entwicklung. Ähnlich geht es mir mit Song Yis Familie. Doch das störte nicht den Erzählfluss der Serie.

Fazit

Erst nachdem Beenden der Serie fand ich heraus, dass sich hier die gleiche Drehbuchschreiberin findet wie bei The Legend Of The Blue Sea. Das merkt man auch. Es gibt einige Parallelen zwischen den Serien, die das Sehen weiterhin zum Genuss werden lassen. Deswegen gebe ich insgesamt 8,5/10 Punkte.

My Love From The Stars eignet sich wunderbar für Fans romantischer Fantasy-Serien wie auch bei The Legend of The Blue Sea oder W: Two Worlds.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki und Netflix streamen.

Darsteller: Kim Soo Hyun (The Producers, Moon Embracing the Sun) als Do Min Joon, Jun Ji Hyun (The Legend of The Blue Sea, Happy Together) als Chun Song Yi, Park Hae Jin (Secret, Bad Guys) als Lee Hui Kyung, Yoo In Na (Goblin, Touch Your Heart) als Yoo Se Mi

Drehbuch: Park Ji Eun

Regie: Oh Choong Hwan, Jang Tae Yoo

USA

The Pacific

The Pacific ist eine US-amerikanische Kriegsserie aus dem Jahr 2010 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten. Sie ist das Pendant zu Band of Brothers.

Thema: Die unabhängigen Erlebnisse dreier Marines im Pazifikkrieg

©️HBO

Nach der Sichtung von Band of Brothers war ich äußerst neugierig auf die Darstellung der Geschehnisse im Pazifikkrieg. Während erstgenannte einer chronologischen Reihenfolge folgt, konzentriert sich diese Produktion darauf sich auf drei Marines zu beschränken, die an unterschiedlichen Orten stationiert sind.

Worum geht es in The Pacific?

In der Serie geht es um die unterschiedlichen Erfahrungen dreier Soldaten, die in verschiedenen Regimenten der 1. US-Marineinfanteriedivision dienen. Eugene Sledge ist frisch von der Schule und noch komplett unerfahren im Leben. Robert Leckie ist ein ehemaliger Lokaljournalist, der nach Anerkennung sucht. John Basilone ist ein erfahrener Soldat und Kriegsheld. Alle drei gehen durch die ungeordneten Höllen des Krieges und gehen unterschiedlich damit um.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Durch die Zeit- und Ortsprünge wirkt die Serie am Anfang ein wenig komplizierter als Band of Brothers. Doch der Eindruck legt sich recht schnell wieder.

Die Inszenierung der Serie bewegt sich auf einem äußerst hohen Niveau. Die Ausstattung und die Kulissen sind Detail getreu nachgestellt und versetzen einen inmitten des Pazifikkrieges. Das ist beeindruckend und beängstigend zugleich, da sehr schnell klar wird, dass sich der Krieg im asiatischen Raum auf einem anderen Level befindet. Die Japaner kämpfen erbitterter als die Deutschen, da sie auch bereit sind ihr Leben zu opfern. „Wovor fürchtet sich ein Soldat, der Stolz ist für sein Vaterland zu sterben?“

Der Horror des Krieges wird sehr ausdrücklich dargestellt und nimmt keine Rücksicht auf die Zuschauer. Es ist äußerst spannend den Ereignissen der Soldaten zu folgen und vor allem ihre seelischen Verletzungen mitzuerleben.

Die Desillusionierung des Krieges, Angst, Scham, Trauer um gefallene Kameraden, der Kampf gegen ein fremdes Klima, Kampf auf unbekanntem Terrain, der Kontakt zu einer fremden Kultur, Sprachbarrieren, Hunger, Krankheiten, Fehlversorgung und Frauenbekanntschaften werden äußerst ausdrücklich dargestellt.

Insbesondere die Darstellung von einem meiner Lieblingschauspieler, James Badge Dale, hat mir sehr gut gefallen und mich mitleiden lassen.

Fazit

Während vielen in meinem Umfeld Band of Brothers deutlich besser gefällt, bevorzuge ich The Pacific. Obwohl sich beide Serien auf einem hohen Niveau bewegen, konnte mir diese Serie unheimlich viele eigene Wissenslücken aufzeigen, die ich nach dem Sichten schließen konnte. Da auch der Soundtrack alle Handlungen wieder wunderbar unterstützt, gebe ich trotz einiger Längen 9/10 Punkte.

The Pacific eignet sich wunderbar für Freunde von Anti-Kriegsserien wie auch Generation Kill oder Band of Brothers.

Darsteller: James Badge Dale (Rubicon, The Black Donnellys) als PFC Robert Leckie, Joseph Mazzello (Person of Interest, Koma) als PFC Eugene Sledge, Jon Seda (Chicago P.D., Chicago Fire) als Sgt. John Basilone, Ashton Holmes (Revenge, Nikita) als PFC Sidney Philips

USA

Band of Brothers – Wir waren Brüder

Band of Brothers ist eine US-amerikanische Kriegsserie aus dem Jahr 2001 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten. Ihr Sequel ist The Pacific, die sich mit den Geschehnissen des Pazifikkriegs beschäftigt.

Thema: Die Erlebnisse der Easy Company zum Ende des 2. Weltkrieges

©️HBO

Es gibt selten eine Serie die mir so häufig angepriesen worden ist wie diese. Lange habe ich es nicht geglaubt und es dann einfach einmal selber getestet. Tatsächlich habe ich durch diese Produktion ein Faible für Anti-Kriegs-Serien entwickelt.

Worum geht es in Band of Brothers?

Die Serie schildert die Ereignisse der Marines aus der Easy Company beginnend mit ihrer Grundausbildung in den USA. Mit ihrem Einstieg ins Kriegsgeschehen mit der Landung in der Normandie kämpfen sie sich durch das dicht besiedelte Kriegsgebiet nach Deutschland durch. Dabei sind sie beteiligt an der Schlacht an den Ardennen und der Entdeckung von Konzentrationslagern.

Lohnt sich die Serie?

Hell, yes! Diese Serie muss man wirklich gesehen haben. Trotz mancher kreativer Abweichungen bemüht sie sich sehr die tatsächlichen Ereignisse in einem historisch einwandfreien Kontext wider zugeben.

Wie der Titel es schon sagt, lebt die Serie vor allem von der Kameradschaft unter den Marines. Man sieht wie sie kämpfen, leiden, witzeln und im schlimmsten Fall plötzlich sterben. Da die Serie auf den Erzählungen der Beteiligten basiert, ist es nicht vorhersehbar wer lebt und wer stirbt. Das lässt einen von der ersten bis zur letzten Minute mitfiebern.

Das Cast ist der absolute Wahnsinn und perfekt gewählt. Man trifft beim Sichten auf eine Vielzahl bekannter Gesichter aus der amerikanischen Serienwelt und profitiert von ihrem Talent und der Inbrunst, die sie in die Verkörperung ihrer Rollen stecken.

Die Serie zeigt einen ungeschönten Blick auf die Ereignisse eines Weltkrieges. Dabei lässt sie an nichts fehlen und zeigt auch die brutalen Momente direkt. Damit meine ich nicht nur den Kampf, sondern auch den Verlust eines Kameraden, Schuldgefühle, Angst, Vergewaltigung und die Spaltung von Gesellschaften. „Am Ende will es keiner gewusst haben.“

Der Soundtrack ist in jedem Fall hervorzuheben und begleitet die Szenerie perfekt. Insgesamt ist es unvorstellbar bei dieser Serie keine Träne zu vergießen. Allein der Gedanke daran, dass es wirklich passiert ist – bei uns – ist unvorstellbar und wichtig nicht zu vergessen.

Fazit

Die Serie ist ein Meisterwerk an Fernsehunterhaltung und sollte man wenigstens einmal gesehen haben. Die detaillierte Set-Ausstattung, die Kulissen und die Kostüme versetzen einen ins Jahr 1944 zurück und lassen einen eine gewisse Vergangenheitsscham entwickeln. 9/10 Punkte!

Band of Brothers eignet sich perfekt für Freunde realer Kriegsserien wie The Pacific oder Generation Kill.

Darsteller: Scott Grimes (The Orville, Justified) als Donald G. Malarkey, Damian Lewis (Homeland, Billions) als Richard D. Winters, Ron Livingston (A Million Little Things, Loudermilk) als Lewis Nixon, Donnie Wahlberg (Blue Bloods-Crime Scene New York) als C. Carwood Lipton, Michael Cudlitz (The Walking Dead, The Kids Are Alright) als Denver Bull Randleman, Michael Fassbender (Der Preis des Verbrechens, Hex) als Burton P. Chistenson, David Schwimmer (Friends, Will & Grace) als Herbert M. Sobel

Südkorea

Kingdom 킹덤

Kingdom ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 6 Folgen a 60 Minuten. Eine weitere Staffel wurde von Netflix für Anfang 2020 angekündigt. Sie basiert auf dem Manwha Das Land der Götter von Kim Eun Hee und Yang Kyungil.

Thema: Kronprinz kämpft um Thron und gegen Zombies

Link zum Podcast ▶️

©️Netflix

Vor dem Sichten habe ich schon ungemein viel von der Serie gehört. Jedoch konnte ich mich nicht aufraffen sie zu sichten. Um so dankbarer war ich, dass die Serie unser erstes offizielles Podcast-Projekt wurde.

Worum geht es in Kingdom?

Die Serie spielt in der Zeit der Joseon-Dynastie. Der König erkrankt. Sein illegitimer Sohn darf ihn nicht besuchen und wird mißtrauisch. Durch die Heirat des Königs übernimmt der militärische Haewon Cho Clan die Staatsgeschäfte und lässt die Bevölkerung hungern. Auf der Suche nach Antworten macht sich der Kronprinz auf die Suche nach dem Leibarzt und stößt dabei auf eine Pandemie, die Menschen in Zombies verwandelt.

Lohnt sich die Serie?

Wie man es von koreanischen Serien gewohnt ist, bewegt sich die Ausstattung der Serie auf einem äußerst hohem Niveau. Dank liebevoller Detailarbeit wird der Zuschauer sofort 500 Jahre zurück versetzt. Die Kulissen sind perfekt ausgearbeitet und erinnern stark an das Set von Goblin. Die Kostüme sind perfekt ausgearbeitet und lassen perfekt den Stand der Protagonisten erkennen.

Die Handlung gestaltet sich als wunderbarer Genre-Mix. Neben dem historischen Kontext finden sich Horror-Elemente und der schwarze Humor für zwischendurch.

Die Serie ist wunderbar kurzweilig und spannend. Allein der Kampf um die Thronfolge reicht um Spaß an der Serie zu haben. Ich hätte die Zombie-Problematik nicht einmal gebraucht. Dennoch bietet gerade diese neue Wege um mit diesem Problem umzugehen. Die Erklärung ihrer Ursache und ihre eventuelle Bekämpfung empfand ich, abgestumpft durch Walking Dead, als sehr kreativ und erfrischend.

Das Cast ist fantastisch zusammengestellt. Entgegen meiner Erwartungen fanden sich einige bekannte Gesichter der Serienwelt wie Km Sang Ho, Jun Suk Ho und vor allem Heo Joon Ho. Der Hauptdarsteller Joo Ji Hoon, der den Kronprinz verkörpert, ist mir äußerst positiv aufgefallen.

Das Ende verlief genauso wie ich es befürchtet hatte. Da Netflix sich zum Ziel gesetzt hat, das westliche Staffel-System auf östliche Serien zu übertragen, gab es quasi kein Ende und nur einen Cliffhanger. Genau das ist es was ich überhaupt nicht mag und mich in Zukunft wieder stärker Richtung Viki schauen lässt. Doch dafür kann die Qualität der Serie selbst nichts.

Fazit

Die Serie weiß zu unterhalten und bietet einige schöne Momente. Die Gestaltung des Königshauses ist die gewohnte und ließ mich gleich nostalgisch an Goblin denken. Da mir die Serie Spaß bereitet hat, gebe ich gerne 7,5/10 Punkte.

Kingdom eignet sich wunderbar für Freunde historischer Serien wie Goblin oder Scarlett Heart.

Die Serie kann man auf Netflix streamen.

Darsteller: Joo Hi Hoon (Hyena, Mask) als Lee Chang, Ryu Seung Ryong (The Painter of the Wind, Byul Soon Geom) als Cho Hak Joo, Bae Doo Na (Stranger, Master of Study) als Seo Bi, Kim Sung Gyu als Young Shin

Drehbuch: Kim Eun Hee

Regie: Kim Sung Hoon

Kanada, USA

The Kennedys

The Kennedys ist eine US-amerikanische-kanadische Miniserie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 8 Folgen a 45 Minuten. 2017 erhielt die Serie ein Sequel namens The Kennedys: After Camelot, dass die Jahre von Jackie Kennedy nach der Ermordung ihres Ehemannes im Fokus hat.

Thema: Die Geschichte der Politikerfamilie Kennedy

©️History Channel

Als ich von der Serie zum ersten Mal erfahren habe, war ich gleich völlig begeistert und neugierig. Ich wollte sie unbedingt sehen, da der Kalte Krieg und seine Beteiligten zu der für mich interessantesten politischen Ära zählen. Ich hatte große Erwartungen bereits vor dem Sichten.

Worum geht es in The Kennedys?

Die Serie fokussiert sich vor allem auf das Leben von John F. Kennedy zu Beginn seiner Präsidentschaft. Dabei werden sowohl sein Familienleben beleuchtet als auch die größten Probleme seiner Amtszeit wie unter anderem die Schweinebuchtkrise oder seine angebliche Verbindung zur kriminellen Unterwelt.

Lohnt sich die Serie?

Wenn man ein wenig an politischen Serien interessiert ist, sollte man dieses Drama unbedingt sichten. Die Ausstattung ist der Realität bis ins kleinste Detail nachempfunden. Das Casting scheint perfekt sowohl in der Interaktion als auch in der überzeugenden Verkörperung der historischen Figuren.

Greg Kinnear scheint als die perfekte Besetzung für John F. Kennedy. Er füllt die Rolle perfekt aus und zeigt alle Facetten des Präsidenten und seines emotionalen Lebens überzeugend auf. Das gleiche gilt für Katie Holmes als Jackie Kennedy, die diese Figur natürlich verkörpert. Zudem ist auch Barry Pepper als Bobby Kennedy extrem passend für diese Rolle.

Das Zusammenspiel der Charaktere ist unheimlich überzeugend und versetzt einen in die 1960er Jahre zurück. Obwohl man weiß wie es ausgeht, weiß das Drama dennoch eine unheimliche Spannung zu vermitteln. Dabei ist auch die überzeugende Darstellung der politischen Probleme ausschlaggebend.

Fazit

Insgesamt betrachtet, hat mich die Serie von der ersten Minute an gefesselt und mich wunderbar unterhalten. Als Historikerin kann ich sagen, dass sie viel wert auf reelle Darstellungen gelegt haben und somit den klassischen Hollywoodkitsch außen vorgelassen haben. Aus diesem Grund vergebe ich 8/10 Punkte.

The Kennedys eignet sich wunderbar für Freunde historischer Serien wie auch Holocaust oder Band of Brothers.

Interessierte können die Serie auf DVD und BluRay erwerben.

Darsteller: Greg Kinnear (House of Cards, Rake) als John F. Kennedy, Barry Pepper (Madison) als Bobby Kennedy, Katie Holmes (Dawsons Creek, Ray Donovan) als Jackie Kennedy, Tom Wilkinson (Belgravia) als Joe Kennedy Senior

Drehbuch: Stephen Kronish, Joel Surnow

Regie: Jon Cassar

Südkorea

The Legend of the Blue Sea 푸른 바다의 전설

The Legend of the Blue Sea ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Meerjungfrau allein in der Großstadt

©️SBS

Diese Serie wurde mir seit der ersten Stunde meiner KDrama-Leidenschaft ans Herz gelegt und immer wieder aufs Neue gelobt. Da der Plot jedoch so abwegig klang, habe ich immer davon Abstand genommen. Das änderte sich erst kürzlich als mir meine Mädels die Pistole auf die Brust gedrückt haben, damit ich die Serie endlich sichte.

Worum geht es in The Legend of the Blue Sea?

Durch Zufall trifft die Meerjungfrau auf den Betrüger Joon Jae und verliebt sich in ihn. Nachdem sie in Spanien einige Abenteuer zusammen erlebt haben, rettet sie ihm abschließend das Leben. Um ihn nicht in Gefahr zu bringen, löscht sie seine Erinnerung. Mit Amnesie ausgestattet, kehrt er in sein altes Leben in Seoul zurück. Jedoch treibt es die Meerjungfrau aus Sehnsucht zu ihm und findet sich ohne Kenntnis von der modernen Welt in der Millionenstadt wieder.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Ich habe es tatsächlich selber nicht für möglich gehalten, aber das Drama weiß von der ersten Minute an zu begeistern. Die Darsteller leisten einen fantastischen Job. Allen voran die weibliche Hauptdarstellerin Jun Ji Hyun, die mit einem unglaublichen Charme die Welt neu entdeckt. Ihr gegenüber spielt Lee Min Ho in seiner gewohnt bübischen Art und weiß damit jegliche Frauenherzen zum schmelzen zu bringen.

Die Serie bietet neben der grandiosen Ausstattung ein tolles Drehbuch mit viel Humor und Herz. Neben den Hauptcharakteren wissen auch die Nebenfiguren mit ihren Geschichten zu begeistern und bringen neben den fantastischen Elementen auch Krimizüge zum tragen.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen im Joseon Zeitalter und zum anderen im Jahr 2016. Beide Zeiten werden durch die gleichen Charaktere durch Reinkarnationen verknüpft. Das gestaltet die ganze Erzählung sowohl tragisch als auch spannend. Zudem sendet das ganze Konstrukt einen sehr starken Goblin-Vibe aus.

Fazit

Die Serie ist wunderschön inszeniert und bietet neben einem feinen Humor eine romantische Liebesgeschichte. Mit ihren 20 Episoden gestaltet sich die Serie durchaus kurzweilig und charmant. Mich hat sie von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann genommen. Deswegen vergebe ich ganze 8,5/10 Punkte.

The Legend of the Blue Sea eignet sich wunderbar für Freunde romantischer Fantasy-Serien wie auch bei Goblin oder W: Two Worlds.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (The Heirs, Boys Over Flowers) als Heo Joon Jae/Kim Dam Ryung, Jun Ji Hyun (The Man from the Stars, Happy Together) als Shim Chung/Seo Hwa, Lee Hee Joon (Chimera, My Husband Got A Family) als Jo Nam Doo, Shin Won Ho (Love Affairs in the Afternoon, Monkey and Dog Romance) als Tae Oh

Drehbuch: Park Ji Eun

Regie: Jin Hyeok

Südkorea

The Hymn of Death 사의 찬미

The Hymn of Death ist eine südkoreanische Drama-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 6 Folgen a 30 Minuten. Die Serie basiert auf der wahren Lebensgeschichte des Autors Kim Woo Jin und der erfolgreichen Sopranistin Yun Shim Deok.

Thema: Eine verbotene Liebe zwischen einer Sopranistin und einem Chaebol

©️ SBS Netflix

Trotz des erstklassigen Casts und der kurzen Laufzeit habe ich dieses Drama immer weiter nach hinten verschoben, da ich weniger mit historischen Serien anfangen kann. Da ich mich mit dem zeitlichen Hintergrund in Südkorea und Japan n dieser Ära wenig auskenne, wusste ich auch nicht was ich zu erwarten hatte.

Worum geht in The Hymn of Death?

1921 in Tokyo: Eine Gruppe koreanischer Studenten bringt trotz des Widerwillens der japanischen Regierung koreanische Werke auf die Bühne mit Hilfe ihrer Theatergruppe. Diese wird geleitet von dem talentierten und verheirateten Kim Woo Bin. Eines Tages engagieren sie zur musikalischen Untermalung die eigenwillige Sopranistin Yun Shim Deok. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten verlieben sich beide. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Lohnt sich die Serie?

Meine anfängliche Skepsis war tatsächlich unbegründet. Die Serie nahm mich von der ersten Minute an gefangen. Das liegt nicht zuletzt an dem gewohnt fantastischem Spiel von Lee Jong Suk. Er zählt nicht ohne Grund zu meinen liebsten Seriendarstellern. Mit seiner gewohnt ruhigen Art vermittelt er perfekt die Tragik des männlichen Hauptcharakters. Obwohl seine Liebe an der Kunst hängt, ist er durch seine Familie gezwungen die Geschäfte zu übernehmen und hängt in einer Zwecksehe fest.

Sein weibliches Gegenüber ist keine geringere als die ebenfalls äußerst talentierte Shin Hye Sun. Ihr gewohnt kühles Spiel taut im Verlauf der Geschichte wunderbar auf und zeigt sowohl ihre harten als auch ihre verletzlichen Seiten.

Die Liebesgeschichte wird von Anfang an dezent und liebevoll dargestellt. Dass sie tragisch enden wird, wird bereits zum Einstieg dargelegt und lässt wenig Hoffnung für mehr. Jedoch ist es spannend zu ergründen, wie es soweit überhaupt kommen konnte.

Es ist spannend zu sehen wie stark der japanische Einfluss sowohl im eigenen Land als auch im besetzten Korea auf die Bürger war. Der geschichtliche Einblick ist spannend und gibt ein interessantes Bild von dieser Zeit ab. Die Kulissen und die Ausstattung bewegen sich auf einem Gewohnt hohen Niveau und lassen einen ohne Problem in diese Zeit eintauchen.

Fazit

Die ganze Serie weiß von Anfang an zu überzeugen und vermittelt mit einem durchgängigen melancholischen Tenor die ganze Tragik dieser Liebesgeschichte. Das Cast ist wunderbar und hat viele bekannte Gesichter der Serienwelt vorzuweisen. Insgesamt weiß alles zu überzeugen und lässt mich eindeutige 8/10 Punkte geben. Somit hat mir dieses Drama meine Ehrfurcht vor historischen Serien genommen.

The Hymn of Death eignet sich wunderbar für Liebhaber tragischer Romanzen wie auch bei Uncontrollably Fond und Downton Abbey.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Lee Jong Suk (While You Were Sleeping, Romance is a Bonus Book) als Kim Woo Jin, Shin Hye Sun (Angels Last Mission: Love, The Legend of the Blue Sea) as Yun Shim Deok, Lee Ji Hoon (Rookie Historian Goo Hae Ryung, The Legend of the Blue Sea) als Hong Nan Pa

Drehbuch: Jo Soo Jin

Regie: Park Seo Jin