USA

American Horror Story #2: Asylum

American Horror Story: Asylum ist die zweite Staffel der US-amerikanischen Anthologie-Serie American Horror Story aus dem Jahr 2012. Sie umfasst insgesamt 13 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Alltag einer Nervenklinik in den 1960er Jahren

©️FX Horror

Während mich der Inhalt der ersten Staffel Murder House unheimlich angesprochen hat, hatte ich vor dem Sichten dieser Thematik ordentlich Respekt. Immerhin spielen auch einige bekannte Horrorfilme in Nervenklinken und das lehrte mir immer wieder das Fürchten.

Worum geht es in American Horror Story: Asylum?

In der Briarcliff-Nervenklinik an der Ostküste der Vereinigten Staaten spielen sich in 1960er Jahre grausige Dinge ab. Unter derLeitung der strengen Nonne Schwester Jude verrichten die Pfleger ihre tägliche Arbeit. Was jedoch niemand ahnt, ist das hinter verschlossenen Türen ein hartes Regime geführt wird in dem tägliche Züchtigungen auf der Tagesordnung stehen. Als auch noch der psychopathische Frauenmörder „Bloody Face“ in der Klinik einzieht, bricht das Chaos aus.

Official Trailer

Lohnt sich die Serie?

Als ich gehört habe, dass unter anderem auch Alien-Entführungen ihren Platz in dieser Staffel finden, war ich äußerst skeptisch. Für klassischen Horror wie bei Murder House bin ich immer empfänglich, doch sobald es in Richtung Science Fiction geht, freue ich mich in der Regel weniger. Das liegt nicht daran, weil ich das Genre nicht mag, sondern vielmehr daran, dass ich diese Experimente weniger mit em von mir so heiß geliebten klassischen Horror verbinde.

Dennoch geht das Konzept hier vollkommen auf. Wie man es von der Serie gewohnt ist, erzeugt sie ein düsteres und fast bedrohliches Bild. Die Stimmung ist schwer und unangenehm. Das liegt nicht nur an dem nüchternen Verhalten des Personals, sondern auch an den Horrorgestalten, die als Patienten herhalten dürfen.

Die Inszenierung bewegt sich auf einem hohen Niveau. Bis ins kleinste Detail wurde sich bemüht die 60er Jahre nachzustellen und überzeugend zu vermitteln. Die Musik und vor allem die Kleider unterstreichen das ganze Bild deutlich.

Jessica Lange gibt erneut eine überzeugende Darstellung der kaltblütigen Nonne ab. Dadurch trägt sie sehr zum Gruselfaktor der Serie bei. Mit dem Fortschreiten der Handlung entpuppt sich die Serie jedoch weniger als Horrorshow als vielmehr ein Drama.

Insbesondere der Handlungsstrang um den Serienmörder hat mir sehr gut gefallen und mich stets neugierig gehalten. Das gleiche gilt für die Geschichte der Journalistin. Weniger begeistern konnte ich mich für die Geschichte um die Entführung durch Außerirdische. Dennoch hatte auch dieser Plot interessante Punkte, insbesondere die Einordnung in die Mischehe in einer weniger offenen Zeit und Gesellschaft.

Im Vergleich zur ersten Staffel konnte mich die zweite weniger begeistern. Obwohl sich mit dem Setting viel Mühe gegeben wurde, traf das Thema nur bedingt meinen Geschmack. Zudem wies die Handlung einige unnötige Längen auf.

Fazit

Die Serie ist immer eine Sichtung wert. Durch das Anthologie-Prinzip kann man sich durch einige Ideenwelten bewegen und seinen eigenen Geschmack besser kennenlernen. Obwohl mir die Sichtung weniger gefallen hat als bei der ersten Staffel, hatte ich beim Sichten viel Freude und kann die Serie nur weiterempfehlen. Insgesamt gebe ich für American Horror Story: Asylum gerne 7/10 Punkte.

American Horror Story: Asylum eignet sich wunderbar für Freunde von modernem Horror wie auch bei The Walking Dead oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix oder Amazon streamen.

Darsteller: Zachery Quinto (Heroes, American Horror Story: Murder House) als Dr. Oliver Thredson, Joseph Fiennes (Sherwood, The Handmaid‘s Tale) als Monsignor Timothy Howard, Sarah Paulson (American Crime Story, Feud) als Lana Winters, Evan Peters (Pose, One Tree Hill) als Kit Walker, Lily Rabe (The Undoing, Tell Me Your Secrets) als Schwester Mary Eunice McKee, Lizzie Brocheré (The Strain, Versailles) als Grace Bertrand, Jessica Lange (Feud, American Horror Story: Murder House) als Schwester Jude Martin

Großbritannien

Residue

Residue ist eine britische Science Fiction-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 3 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Journalistin untersucht eigenmächtig ominöse Explosion

©️LWH Entertainment

Auf diese Serie bin ich durch Zufall beim Bummel gestoßen. Da ich Natalia Tena und Iwan Rheon sehr gerne sehe, beschloß ich ihr eine Chance zu geben.

Worum geht es in Residue?

In der Silvesternacht kommt es im Stadtzentrum zu einer gewaltigen Explosion. Die Ursache dafür ist unbekannt. Die Journalistin Jennifer Preston macht sich mit ihrer Kamera auf die Suche nach dem Grund und stößt dabei auf eine Antwort, die sie niemals für möglich gehalten hätte.

Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie präsentiert sich in dem nüchternen britischen Stil, den man von der Insel gewohnt ist. Die Schauplätze sind minimalistisch gehalten und bieten eher ein Kammerspiel.

Im Fokus der Serie ist die Fotojournalistin Jennifer. Man betrachtet die Geschehnisse aus ihrer Perspektive. Dabei bekommt man sowohl einen Einblick in ihre Beziehung zu ihrem Partner als auch in ihre unaufhörliche Suche nach der Wahrheit. Diese vereinnahmt sie immer stärker im Laufe der Geschichte.

Die Serie ist in sehr dunklen Tönen gehalten und weist durch den Blaustich eine stetige kühle Atmosphäre auf. Der Erzählstil gestaltet sich nüchtern und bestimmt. Die Dialoge bleiben auf einem niedrigen Niveau und geben vor allem den Handlungsabläufen Raum.

Durch den Stil der Serie wirken alle Charaktere unnahbar und wenig sympathisch. Es ist nicht so, dass man eine Antipathie aufbaut, sondern vielmehr das man keine rechte Bindung zu den wenigen Figuren entwickelt.

Das große Rätsel gestaltet sich spannend und ist nicht allzu vorhersehbar. Dennoch hat mich die Auflösung am Ende enttäuscht und ein wenig bitter zurückgelassen. Ich liebe britische Serien, aber in diesem Fall war ich wirklich ernüchtert.

Fazit

Insgesamt betrachtet, bietet die Serie eine kurzweilige Unterhaltung. Die Darsteller machen ihren Job sehr gut und wissen mit wenig viel zu erzählen. Trotz der stetigen Spannung der Serie gefiel mir das Ende nicht und ließ mich weniger begeistert zurück. Aus diesem Grund gebe ich 6/10 Punkte.

Residue eignet sich für Freunde kurzweiliger Unterhaltung wie auch bei Ascension und Glacé -Ein eiskalter Fund.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Natalia Tena (Origin, Wisdom of the Crowd) als Jennifer Preston, Iwan Rheon (Misfits, Game of Thrones) als Jonas, Jamie Draven (The Mill, Mobile) als Levi Mathis, Danny Webb (The City & the City, Liar) als Emeril Benedict

Drehbuch: John Harrison

Regie: Alex Garcia Lopez

Jordanien

Dschinn/Jinn جن

Jinn ist eine jordanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 5 Folgen a 30 Minuten.

Thema: Außenseiter bringt Dschinn mit vom Schulausflug

©️Netflix

Als ich das erste Mal von der Serie hörte, war ich sofort interessiert. Jedoch verunsicherten mich die schlechten Bewertungen im Netz. Spontan beschloß ich der Serie eine Chance zu geben.

Worum geht es in Jinn?

Eine Klasse macht einen Schulausflug in die jordanische Ruinenstadt Petra. Vor Ort angekommen, ergründen die Schüler die verschiedenen Schlupfwinkel auf eigene Faust. Dabei gerät der Außenseiter Yassin in einen Streit mit der den Ton angebenden Clique und wird hilflos zurückgelassen. Rettung erfährt er durch die Mitschülerin Vera, die ein starkes Interesse an ihm hegt.

Parallel dazu macht Mira eine übernatürliche Begegnung mit dem Dschinn Keras. Dieser versichert ihr, dass ihre Freunde in Gefahr sind und sie die einzige ist, die sie retten kann. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie weiß von der ersten Minute an sehr gut zu unterhalten. Man erfährt schnell viel über die wichtigen Charaktere und ihr Verhältnis untereinander. Das ganze geschieht vor dem Hintergrund von sehr schön ausgewählten Kulissen in Petra und der Hauptstadt Amman. Dabei fällt sehr schnell auf wie aufwendig die Serie produziert ist.

Ich hatte mich sehr darauf gefreut meine erste arabische Serie sichten zu können. Jedoch fiel mir sofort auf, dass sie komplett an westliche Massstäbe angepasst ist. Die kiffenden Schüler und ihre heimlichen Alkoholpartys. Die jungen Männer, die davon träumen ihre Freundinnen ins Bett zu bekommen. Die wilden Partyexzesse und das spontane rum knutschen. Zudem fällt auch kein Wort über Religion und es läuft auch nur selten eine Dame mit Kopftuch durch das Bild. Das mag für den westlichen Zuschauer sehr unterhaltsam sein, jedoch untergräbt es leider sehr die arabische Mentalität. Beim Sichten wurde mir dadurch sehr schnell klar, warum die jordanische Regierung die Serie auf Grund von Jugendgefährdung verbieten lassen wollte und woher die vielen schlechten Internet-Bewertungen stammen.

Das reale Alltagsbild gibt kaum etwas vom arabischen Leben preis. Jedoch nutzt die Serie die Chance um mit voreingenommenen Klischees aufzuräumen. Wir haben eine starke und selbstbewusste junge Frau als Hauptfigur mit einem liebenden Vater. Wir haben einen schlagenden Stiefvater, der mit Tattoos übersät ist und nur im Unterhemd herumläuft. Wir haben als einzige Respektsperson eine Lehrerin. Weiterhin bleibt die Serie durch die westliche Vorlage ohne große Überraschungen. Alle Stereotypen sind vertreten: die Kämpferin, der Nerd, der Außenseiter, die coolen Jungs, die zickige Freundin und die Verführerin.

Die übernatürliche Geschichte macht sehr viel Spaß und weiß zu unterhalten. Es ist erfrischend, dass hierfür mit dem Dschinn ein Wesen aus der tief verwurzelten arabischen Mythologie gewählt wurde, dass bereits im Koran Erwähnung fand. Die Jagd nach dem bösen Dschinn gestaltet sich durchaus unterhaltsam und bietet einige komische wie tragische Momente.

Mein einziger Kritikpunkt ist wieder das klassische Netflix-Problem. Die Serie stoppt gefühlt inmitten der Handlung und man wird ohne Antworten entlassen. Sicher ist nur, dass man jetzt verzweifelt auf eine zweite Staffel warten muss. 7/10 Punkte.

Fazit

Wer die Serie als Fantasy-Serie betrachten möchte, wird ordentlich auf seine Kosten kommen und Spaß haben. Sucht man nach der arabischen Alltagskultur wird man enttäuscht. Insgesamt weiß die Serie durchaus zu unterhalten und ist äußerst kurzweilig. Die Geschichte ist spannend und macht den Weg für eine noch spannendere Fortsetzung frei. Ich hoffe, dass die auch kommen wird.

Jinn eignet sich wunderbar für Freunde jugendlicher Fantasy wie auch bei The Order oder The Vampire Diaries.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Salma Malhas als Mira, Hamza Abu Eqab als Keras, Sultan Alkhalil als Yassin, Aysha Shahalthough als Vera, Yaser Al Hadi als Fahed, Ban Halaweh als Layla

Kanada

Grusel, Grauen, Gänsehaut/Who’s Afraid Of The Dark?

Are You Afraid Of The Dark? ist eine kanadische Jugendserie aus dem Jahr 1990 mit insgesamt 91 Folgen a 30 Minuten in 7 Staffeln. Nachdem die Produktion der fünften Staffel beendet war, erfolgte drei Jahre später eine erneute Produktion mit neuer Besetzung für die letzten beiden Staffeln.

Thema: Freunde erzählen sich Gruselgeschichten am Lagerfeuer

©️Nickelodeon

Seit meiner Kindheit an hatte ich schon immer ein Faible für Gruselgeschichten. Ausschlaggebend war dafür neben den gesuchteten R. L. Stine-Büchern und der Serie Gänsehaut vor allem dieses Schmuckstück. Dabei kann ich wirklich behaupten, dass ich diese Serie geliebt habe. Aus Nostalgie habe ich mir die ersten DVDs geholt und ich bin dem Charme dieser Serie erneut verfallen.

Worum geht es in Are You Afraid Of The Dark?

Sechs Freunde treffen sich wöchentlich in der Dunkelheit am Lagerfeuer und erzählen sich selbst ausgedachte Gruselgeschichten. Mit jeder Folge wechselt der Erzähler und damit auch die Themen.

Lohnt sich die Serie?

Ich weiß nicht, ob die Nostalgie aus mir spricht, aber ich bin davon überzeugt, dass sich die Serie lohnt. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass sich die Show an ein jüngeres Publikum richtet.

Die Sendung erfolgt nach dem Fall der Woche-Prinzip. Während die erzählenden Jugendlichen in den Staffeln zum Großteil gleich bleiben, wechseln die Darsteller in den Erzählungen selbst. Dabei ist es immer wieder eine Freude heutzutage bekannte Schauspieler in ihren Teenagerjahren zu entdecken. Beispiele hierfür wären Ryan Gosling, Neve Campbell, Melissa Joan Hart oder auch Rachel Blanchard.

Die in sich geschlossenen Geschichten sind durchaus einfallsreich gehalten und behandeln sowohl Themen aus der Mythologie, urbane Legenden und Horror im Bereich der Science Fiction. Dadurch kommt keinerlei Langeweile auf.

Das Schöne an der Serie ist, dass sie neben den gruseligen Momenten ebenfalls viel Humor und Familiengeschichten einbringt. Trotz der kurzen Laufzeit sind die Dialoge kreativ und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Das gleiche gilt auch für die Ausstattung, die meist verspielt daher kommt.

Fazit

In meinen Augen hat die Serie auch nach 20 Jahren nichts von ihrem Charme eingebüßt. Das Prinzip der Serie ist äußerst unterhaltsam und ich würde mir mehr von diesen Formaten wünschen. Da die Serie immer weder zu unterhalten weiß und ihr Niveau bis zum Ende wunderbar halten kann, vergebe ich gerne 8,5/10 Punkte.

Are You Afraid Of The Dark eignet sich wunderbar für Freunde jugendlicher Mystery-Serien wie auch Gänsehaut oder Eerie, Indiana.

Interessierte können die Serie auf DVD erwerben.

Darsteller: Ross Hull (Student Bodies) als Gary, Daniel DeSanto (Wholesome Foods I Love You… Is That OK?) als Tucker, Raine Pare-Coull (Tucker James, der Highschool-Blitz) als Betty Ann, Jody Resther (Erdferkel Arthur und seine Freunde) als Kiki

Südkorea

Kingdom 킹덤

Kingdom ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 6 Folgen a 60 Minuten. Eine weitere Staffel wurde von Netflix für Anfang 2020 angekündigt. Sie basiert auf dem Manwha Das Land der Götter von Kim Eun Hee und Yang Kyungil.

Thema: Kronprinz kämpft um Thron und gegen Zombies

Link zum Podcast ▶️

©️Netflix

Vor dem Sichten habe ich schon ungemein viel von der Serie gehört. Jedoch konnte ich mich nicht aufraffen sie zu sichten. Um so dankbarer war ich, dass die Serie unser erstes offizielles Podcast-Projekt wurde.

Worum geht es in Kingdom?

Die Serie spielt in der Zeit der Joseon-Dynastie. Der König erkrankt. Sein illegitimer Sohn darf ihn nicht besuchen und wird mißtrauisch. Durch die Heirat des Königs übernimmt der militärische Haewon Cho Clan die Staatsgeschäfte und lässt die Bevölkerung hungern. Auf der Suche nach Antworten macht sich der Kronprinz auf die Suche nach dem Leibarzt und stößt dabei auf eine Pandemie, die Menschen in Zombies verwandelt.

Lohnt sich die Serie?

Wie man es von koreanischen Serien gewohnt ist, bewegt sich die Ausstattung der Serie auf einem äußerst hohem Niveau. Dank liebevoller Detailarbeit wird der Zuschauer sofort 500 Jahre zurück versetzt. Die Kulissen sind perfekt ausgearbeitet und erinnern stark an das Set von Goblin. Die Kostüme sind perfekt ausgearbeitet und lassen perfekt den Stand der Protagonisten erkennen.

Die Handlung gestaltet sich als wunderbarer Genre-Mix. Neben dem historischen Kontext finden sich Horror-Elemente und der schwarze Humor für zwischendurch.

Die Serie ist wunderbar kurzweilig und spannend. Allein der Kampf um die Thronfolge reicht um Spaß an der Serie zu haben. Ich hätte die Zombie-Problematik nicht einmal gebraucht. Dennoch bietet gerade diese neue Wege um mit diesem Problem umzugehen. Die Erklärung ihrer Ursache und ihre eventuelle Bekämpfung empfand ich, abgestumpft durch Walking Dead, als sehr kreativ und erfrischend.

Das Cast ist fantastisch zusammengestellt. Entgegen meiner Erwartungen fanden sich einige bekannte Gesichter der Serienwelt wie Km Sang Ho, Jun Suk Ho und vor allem Heo Joon Ho. Der Hauptdarsteller Joo Ji Hoon, der den Kronprinz verkörpert, ist mir äußerst positiv aufgefallen.

Das Ende verlief genauso wie ich es befürchtet hatte. Da Netflix sich zum Ziel gesetzt hat, das westliche Staffel-System auf östliche Serien zu übertragen, gab es quasi kein Ende und nur einen Cliffhanger. Genau das ist es was ich überhaupt nicht mag und mich in Zukunft wieder stärker Richtung Viki schauen lässt. Doch dafür kann die Qualität der Serie selbst nichts.

Fazit

Die Serie weiß zu unterhalten und bietet einige schöne Momente. Die Gestaltung des Königshauses ist die gewohnte und ließ mich gleich nostalgisch an Goblin denken. Da mir die Serie Spaß bereitet hat, gebe ich gerne 7,5/10 Punkte.

Kingdom eignet sich wunderbar für Freunde historischer Serien wie Goblin oder Scarlett Heart.

Die Serie kann man auf Netflix streamen.

Darsteller: Joo Hi Hoon (Hyena, Mask) als Lee Chang, Ryu Seung Ryong (The Painter of the Wind, Byul Soon Geom) als Cho Hak Joo, Bae Doo Na (Stranger, Master of Study) als Seo Bi, Kim Sung Gyu als Young Shin

Drehbuch: Kim Eun Hee

Regie: Kim Sung Hoon

USA

American Horror Story #1: Murder House

American Horror Story ist eine Anthologie-Serie aus dem Jahr 2011. Die erste Staffel beinhaltet insgesamt 12 Folgen a 45 Minuten. Sie dreht sich um die Ereignisse im so genannten Murder House. Jede Staffel widmet sich einem anderen Aspekt aus dem Genre Horror.

Thema: Dysfunktionale Familie zieht unwissentlich in ein Spukhaus

©️Fox

Als die Serie erschien, wurde sie auf internationaler Ebene zwar ziemlich gehypt, doch in Deutschland nur am Rande wahrgenommen. Die Einschaltquoten blieben mäßig und der großartige Boom blieb aus. Dennoch rückte ihre Existenz in das Bewusstsein vieler und die Serie konnte sich einen festen Zuschauerkreis schaffen. Durch die durchwachsenen Kritiken blieb ich vorsichtig und sichtete das Drama relativ spät.

Worum geht es in American Horror Story: Murder House?

Nachdem Ben von seiner Frau beim Fremdgehen erwischt wurde, wagt er mit seiner Familie einen Neuanfang und zieht von Boston nach Los Angeles. Vor Ort ziehen sie in das günstige Herrenhaus. Während Ben vor Ort seine Psychotherapie-Praxis einrichtet, bemühen sich seine Frau und seine Tochter sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dabei treffen sie auf merkwürdige Charaktere aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Überraschenderweise hat mir die Serie ab der ersten Minute sehr gut gefallen. Das Ensemble ist stimmig zusammengestellt worden und besitzt eine unheimliche Chemie. Die Kulisse des Gebäudes bietet viele gruselige Szenarien und interessante Ausstattung. Das wird unterstrichen durch die düstere Musik und die erschreckende Maske einiger Subjekte. Zudem spart die Sendung deutlich an Lichteffekten und betont dadurch die düstere Stimmung. Die Garderobe ist wie gewohnt auf einem hohen amerikanischen Niveau.

Murder House öffnet mehrere Handlungsstränge und Zeitebenen, um dem Zuschauer ein vielseitiges Bild zu vermitteln. Diese sind mehr oder weniger interessant. Mir haben am besten die Geschichte um das Studentenwohnheim und die Vergangenheit von Tate Langdon gefallen. Der letztere entpuppt sich im Laufe der Sendung tatsächlich als vielseitige Figur, die eine spannende Interaktion mit Violet hegt. Dieses Sichten hat mich wirklich am meisten begeistert, da es eine schöne Mischung aus Horror, Drama und Romanze bietet.

Weiterhin begeisterte mich die Storyline um Vivien und ihre unerwartete Schwangerschaft. Allein das Familiendrama aufgrund des Ehebruches wäre für sich schon sehenswert gewesen, jedoch kommt dieser unerwartet bizarre Moment dazu.

Nicht außer acht lassen, sollte man den Handlungsstrang um die Nachbarsfamilie Langdon insgesamt, da diese viele sehenswerte Szenen bietet. Jessica Lange weiß als Familienoberhaupt eindeutig zu überzeugen und zu fesseln.

Alle Geschichten für sich sind sehenswert. Jedoch erreichen sie noch das gewisse Etwas, wenn sie miteinander verflochten werden und so ein komplett neues Bild zum tragen bringen.

Fazit

Insgesamt betrachtet, funktioniert das Konzept der Serie wirklich gut. Diese Mischung von Dramaserie und Horror weiß zu überzeugen. Durch das begrenzte Einsetzen der Schreckeffekte wirken sie an den richtigen Stellen umso stärker. Die Spannungsmomente sind überzeugend und ließen mich die Staffel in einem Rutsch schauen und suchten. Darum gibt es 9/10 Punkte.

American Horror Story eignet sich wunderbar für Freunde weiterer Produktionen des Duos Ryan Murphy und Brad Falchuk wie Glee oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Connie Britton (Nashville, Dirty John) als Vivien Harmon, Dylan McDermott (Practice) als Dr. Ben Harmon, Evan Peters (Pose) als Tate Langdon, Taissa Farmiga als Violet Harmon, Jessica Lange (Feud) als Constance Langdon

Südkorea

Goblin/Guardian:The Lonely and Great God/Dokkaebi 쓸쓸하고 찬란하神-도깨비

Dokkaebi ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 16 Folgen a 70 Minuten.

Thema: Dokkaebi sucht nach seiner Braut um endlich Sterben zu können

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Via Dramalist


Wenn man die Welt der KDrama für sich entdeckt, ist man erst einmal komplett überwältigt von der Fülle an Serien. Wie in anderen Ländern auch werden unzählige Genres und Produktionen geboten, damit die Auswahl noch schwerer wird. Doch man kann sich Hilfe im Internet bei anderen Fans suchen.Wenn man in den Foren unterwegs ist, werden einem unzähligen KDramas zum Einstieg empfohlen und Dokkaebi ist in jedem Fall eine davon. Tatsächlich würde ich die Serie zu den gefühlt drei häufigsten gehörten Empfehlungen zählen.

Worum geht es in Dokkaebi?

Kim Shin ist ein Dokkaebi, der von Gott verflucht wurde. Er ist dazu verdammt ewig zu leben bis er seine Braut findet. Nur diese kann den Fluch beenden und ihn sterben lassen. Seit über 900 Jahren ist er bereits auf der Suche als er die Schülerin Ji Eun-Tak kennenlernt. Diese behauptet stetig die Braut des Dokkaebi zu sein und beginnt ihm ungefragt hinterher zu laufen.

Als wäre das Leben nicht anstrengend genug zieht durch einen Zufall ein Sensenmann bei ihm ein, der sich an sein früheres Leben nicht erinnern kann und ihm garnicht wohl-gesonnen ist. Da scheint Streß vorprogrammiert.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Dokkaebi spielt in zwei Zeitebenen und fährt viele hochwertige Szenerien auf. Die Kulissen und die Garderobe sind perfekt. Die Kameraeinstellungen und die visuellen Effekte sind präzise und bringen eine verträumte Stimmung zu Tage. Beinahe mutet die Serie wie ein Märchen an.

Für ihre 16 Folgen ist sie äußerst komplex gehalten und beschäftigt sich mit vielen Handlungssträngen. Im Fokus dessen stehen der Dokkaebi Kim Shin und die Schülerin Ji Eun-Tak. Er ist ein lebendiger Eigenbrödler, der sich in sein menschliches Dasein zurücksehnt. Er ist des Lebens überdrüssig und hofft auf Erlösung. Die Zwischenzeit verbringt er damit Menschen hilfreich zu leiten oder sie zu bestrafen.

Ji Eun-Tak hingegen ist das Aschenputtel der Geschichte. Früh verlor sie ihre Eltern und muss seitdem bei der garstigen Tante und ihren Cousins leben, die ihr Erbe stehlen wollen. Ungeliebt und einsam bemüht sie sich durch fleißiges Lernen aus dem Kreislauf auszubrechen. Auf Grund eines Schicksalschlags hat sie die Fähigkeit Geister zu sehen und hilft Ihnen bei ihrem letzten Willen. Kim Shin lernt sie in ihrer dunkelsten Stunde kennen und sieht in ihm einen Hoffnungsschimmer.

Die Interaktion der beiden Hauptcharaktere ist sehr gefühlvoll und realistisch. Beide nähern sich nur langsam an und zeigen eine unglaubliche Chemie. Es macht unheimlich viel Spaß die Entwicklung ihrer Beziehung zu betrachten.

Der besagte Sensenmann und seine Hintergrundgeschichte macht viel Freude. Lee Dong-Wook spielt die Rolle mit seiner gewohnt trockenen Art und bringt dabei viele Lacher. Der Spagat zwischen Pflichtausübung und dem Zurechtfinden in der modernen Welt ist unheimlich unterhaltsam dargestellt. Zudem bietet die Liebesgeschichte um ihn und Sunny viele niedliche und tragische Momente. Auch hier funktioniert die Chemie der beiden Darsteller perfekt und lässt sofort erkennen warum sie zusammen als Leads für Touch Your Heart gecastet worden sind.

Als lustiger Sidekick entpuppt sich der Chaebol-Enkel Yoo Deok Hwa, der durch seine naive Art alle Charaktere mehr oder weniger eint.

Neben der tragischen Liebesgeschichte hat mir die Bromance von Kim Shin und dem Sensenmann unheimlich gut gefallen. Die beiden Spielen fantastisch zusammen und habe mir etliche laute Lacher entlocken können. Allein die gemeinsame Entdeckung des Handys macht die Serie schon sehenswert. Zudem ist der historische Teil sehr gut gelungen und spannt ein alles umfassendes Bild, dass wirklich in die Tiefe geht.

Fazit

Wie von unzähligen Rezensionen bereits gesagt, lohnt sich die Serie in jedem Fall. Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie und zeigen untereinander viel glaubhafte Chemie. Die komplexe Handlung ist dezent und ruhig gehalten. Die märchenhaften Züge haben mir besonders gut gefallen. Die Einzelgeschichten um die Geisterwelt waren weniger von Interesse von mich. Auch wenn ich die Serie durchaus als sehenswert einstufe, gab es bereits andere KDramas, die mich mehr abgeholt haben. Deswegen gebe ich insgesamt 8/10 Punkte.

Dokkaibi eignet sich wunderbar für Freunde der romantischen Fantasy wie bei When Time Stopped und While You Were Sleeping.

Interessierte können die Serie auf DramaCool und  Viki streamen.

Darsteller: Gong Yoo (Coffee Prince, Twenty Years) als Kim Shin, Kim Go Eun (Cheese in the Trap) als Ji Eun-Tak, Lee Dong-Wook (Life, Bubblegum) als Wang Yeo, Yoo In-Na (Secret Garden, Touch Your Heart) als Sunny, Yook Sung-Jae (Heirs, School 2015) als Yoo Deok Hwa

Drehbuch: Kim Eun Sook

Regie: Lee Eung Bok

[Fun Fact] Ein lustiges Element der Serie ist, dass sie sich selbst nicht zu ernst nimmt. Im Laufe der Geschichte gehen Kim Shin und Ji Eun-Tak gemeinsam ins Kino. Während er vor Schreck beinahe stirbt, bekommt sie durch den Trubel vom Film nichts mit. Der Film, der im Kino läuft ist „Train to Busan“, in dem Gong Yoo ebenfalls die Hauptrolle spielt. Somit war 2016 ein sehr erfolgreiches Jahr für ihn. Während „Dokkaibi“ ein Überraschungserfolg in der Drama-Welt wurde, eroberte „Train to Busan“ auch international die Charts. Eine Fortsetzung ist aktuell in Planung und soll frühestens Ende diesen Jahres erscheinen.