Japan

My Husband Won’t Fit 夫のちんぽが入らない/

My Husband Won‘t Fit ist eine japanische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Eine Ehekrise ergibt sich aus der Unfähigkeit miteinander zu schlafen

©️ Fuji TV

Obwohl mich die Serie am Anfang nicht angesprochen hat, überzeugte mich die permanente Werbung von Netflix dann doch. Für jeden Leser sei gesagt, dass es heute einige wenige Spoiler gibt.

Worum geht es in My Husband Won‘t Fit?

Kumiko ist eine junge Studienanfängerin, die zum Studium vom Dorf in die Großstadt zieht. Kaum angekommen, lernt sie ihren lebenslustigen Mitbewohner Kenichi kennen. Beide verstehen sich auf Anhieb und beginnen eine glückliche Beziehung. Trotz des Problems, dass sie nicht miteinander schlafen können, heiraten sie. Da sie ihre sexuellen Probleme nicht gelöst bekommen, geraten sie nach und nach in eine Ehekrise.

Offizieller Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie bedient sich dem klassischen japanischen Stil. Nüchtern und schonungslos ehrlich wird die ganze Situation betrachtet. Dabei erscheinen die beiden Hauptcharaktere von Beginn an ungemein sympathisch und harmonisch. Ihr lockerer Umgang überzeugt und schildert ihre Beziehung glaubhaft.

Das Drama fokussiert sich mehr auf die Figuren als auf die Kulissen. Man erlebt zum Großteil die weibliche Sicht der Dinge. Auch wenn ihr Handeln an einigen Stelle menschlich erscheint, erbittet man sich oftmals eine stärkere Kommunikation mit ihrem Ehemann. Wenn man sich jedoch mit der japanischen Gesellschaft auseinandersetzt, stellt man schnell fest, dass es untypisch ist Probleme direkt zu besprechen. Lieber werden diese mit einem selbst ausgemacht oder über zehn Ecken angesprochen. Dieses Problem zeigt die Serie wunderbar auf.

Ein weiterer Punkt ist ihre undankbare Arbeit als Lehrerin. Im Laufe der Serie empfand ich es als schade, dass sie sich von ihrem Beruf abwendet. Immerhin hatte sie eine wirklich schlimme Klasse, die kaum einer bewältigt bekommen hätte.

Kenichi wirkt in vielen Momenten wie der absolute Traummann. Das einzige Problem ist sein Umgang mit den sexuellen Problemen in der Ehe. Auch er meidet das Gespräch und sucht sich Alternativen. Das ist äußerst tragisch mit anzusehen und wirkt beinahe lächerlich, wenn er sie verlässt, weil sie auf ähnliche Gedanken gekommen ist.

Die Darstellung des Ganzen ist aber durchaus gelungen und sehenswert. Beim Lesen des Inhaltes wirkt die Serie erst komisch, doch mutet sie durchgängig ernst an und setzt sich mit einem ernsthaften Problem auseinander. Die Musik ist wunderbar eingesetzt, um die Stimmung noch weiter zu verstärken. Übrigens waren die Nebencharaktere der Serie wenig interessant für mich.

Fazit

Insgesamt betrachtet gestaltet sich die Serie als äußerst kurzweilig und sehenswert. Das Thema ist originell und die Erzählung dessen weiß zu überzeugen. Die Darsteller machen ihre Arbeit gut und vermitteln eine starke bestehende Chemie. Deswegen gebe ich insgesamt 7/10 Punkte.

My Husband Won‘t Fit eignet sich wunderbar für Freunde gesellschaftskritischer Dramen wie auch Love and Fortune und Love Affairs in the Afternoon.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Nakamura Aoi (Diary, Bookshelf Restaurant) als Kenichi, Ishibashi Natsumi (Voice 110 Emergency Control Room, Tourist) als Kumiko

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In Time With You 僕はまだ君を愛さないことができる

In Time With You ist eine japanische Drama-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 16 Folgen a 45 Minuten. Sie ist das Remake der gleichnamigen Taiwanesischen Serie aus dem Jahr 2011. Sie ist auch unter dem Namen I Don‘t Love You Yet bekannt.

Thema: Zwei beste Freunde schließen eine Wette darüber ab wer zuerst heiratet

©️Fuji TV

Als ich das erste Mal von dieser Serie hörte, war ich äußerst überrascht, dass sie 16 Episoden umfasst. Das ist für japanische Verhältnisse sehr ungewöhnlich. Die Kritiken waren durchwachsen. Dennoch entschied ich mich fürs Sichten.

Worum geht es in In Time With You?

Mitari Yo und Ishida Ren sind seit der Mittelstufe beste Freunde und haben sich geschworen sich niemals ineinander zu verlieben. Als Yo 29 Jahre alt wird, bekommt sie Angst vor der Zukunft. Während alle ihre Freunde heiraten und Kinder kriegen, lebt sie nur für den Job. Um sie aufzuheitern, schlägt ihr bester Freund Ren eine Wette vor. Wer zuerst von beiden heiratet, bekommt 1000 Yen. Doch macht das die Suche nach der großen Liebe einfacher?

Fan Made Compilation

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Zuerst war ich von den Kritiken ein wenig verschreckt, da sie sich zum Großteil auf die langsame Erzählstruktur der Show konzentriert haben. Tatsächlich fiel mir diese beim Sichten garnicht auf. Das langsame Tempo stellt die Figuren in all ihren Facetten perfekt vor und erschafft eine überraschende Tiefe.

Die beiden Hauptfiguren sind unheimlich sympathisch und überzeugen auf ganzer Linie. Ihr natürliches Spiel und ihre perfekte Chemie machen das Sichten zu einem wahren Genuss. Ich war immer wieder neugierig auf ihre Erlebnisse und begeistert von ihrer einzigartigen Freundschaft.

Wie man es von japanischen Serien gewohnt ist, bekommt man ganz viel von der Lebenskultur in der Großstadt vermittelt und die Küche gerne einmal näher gebracht. Das hat mir bereit bei Kakafukaka sehr gut gefallen, die ansonsten nur eine unrealistischen Handlung vorweisen konnte.

Mir hat die Serie ein unheimliches Vergnügen bereitet. Die Dialoge sind wunderbar geschrieben und die Charaktere zum verlieben. Natürlich ist von Anfang an klar worauf die Serie hinaus läuft, jedoch ist die Umsetzung so schön gemacht.

Fazit

Das ist die erste japanische Serie, die mich auf ganzer Linie begeistern konnte in Punkte Liebesdrama. Damit hat sie einen großen Platz in meinem Herzen eingenommen. Allein schon wegen der emanzipierten Hauptrolle, die zerrissen ist zwischen ihren eigenen Zielen und den gesellschaftlichen Vorgaben. Aus diesem Grund gebe ich 8,5/10 Punkte.

In Time With You ist perfekt für Freunde romantischer Serien wie auch One Spring Night oder Fight Your Way.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki streamen.

Darsteller: Adachi Rika (Sagideka, Aquarium Girl) als Mitari Yo, Shirasu Jin (Janus no Kagami, Silent Voice) als Ishida Ren, Asaka Kodai (Good Doctor, Daisy Luck) als Mizusawa Ryusei, Matsumoto Kiyo (Kakegurui, Keiji 7-nin) als Kono Maki

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Coffee & Vanilla コーヒー&バニラ

Coffee & Vanilla ist eine japanische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 10 Folgen a 25 Minuten. Sie basiert auf der gleichnamigen Manga-Serie von Takara Akegami.

Thema: Liebe zwischen einem erfolgreichen Geschäftsmann und einer unsicheren Studentin

©️MBS

Durch Zufall habe ich von dem Erscheinen dieser Serie gehört. Da ich beide Hauptdarsteller bereits in Good Morning Call erlebt habe, war ich gespannt darauf sie einmal in anderen Rollen zu erleben.

Worum geht es in Coffee & Vanilla?

Shiragi Risa zieht nach Tokyo für ihr Studium. Sie ist von Natur aus sehr schüchtern und unbeholfen. Durch ihr gutes Aussehen liegen ihr die Männer zu Füßen. Da sie jedoch noch keinerlei Erfahrungen im Bereich Liebe gesammelt hat, geht sie ihnen aus dem Weg. Eines Tages trifft sie den dominanten Geschäftsmann Fukami Hiroto und geht mit ihm eine Beziehung ein. Dieser verbirgt jedoch eine scheinbar dunkle Vergangenheit.

Lohnt sich die Serie?

Wenn man den japanischen Manga-Stil mag, ist die Serie tatsächlich eine Betrachtung wert. Natürlich wird recht schnell deutlich, dass sie sich an ein jüngeres und vor allem weibliches Publikum richtet.

Wie so häufig wirkt auch diese Serie sehr befremdlich auf den ersten Blick. Die Charaktere sind nach typisch japanischer Art überzeichnet und eigenwillig dargestellt. Die weibliche Figur bleibt an sich stetig blass. Sie ist schüchtern, traut sich nicht zu reden und scheint auch nicht übermäßig intelligent. Hiroto hingegen ist ein erfahrener Mann, der genau weiß was er will. Sie. Warum das der Fall ist, ist schwer nachzuvollziehen. Es wird als gegebener Fakt hingestellt.

Die Inszenierung ist einfach gehalten und kommt ohne besonderen Schnickschnack aus. Meist bewegen wir uns in den klassischen drei Kulissen.

Die Idee eines Liebesdreiecks funktioniert nur bedingt und auch da ist es fraglich, was sein Konkurrent an ihr findet. Somit scheint die Welt äußerst oberflächlich, da sich alle nur an Äußerlichkeiten zu orientieren scheinen.

Die gegebenen Spannungsmomente werden immer wieder schnell aufgelöst und im Tempo der Manga-Vorlage umgesetzt. Somit würd das Potential der Serie wenig genutzt.

Die beiden Hauptdarsteller haben mir in ihren Rollen hier besser gefallen als in Good Morning Call. Die ruhige Art bevorzuge ich deutlich gegenüber der komplett irrational überdrehten.

Fazit

Alles in allem ist es eine nette Abwechslung für Zwischendurch, jedoch keine Serie, die man unbedingt gesehen haben muss. Zwar gibt es einige schöne Szenen, doch die gehen im Gesamtkonzept meist unter. Aus diesem Grund gebe ich klassische 5,5/10 Punkte.

Coffee & Vanilla eignet sich sehr gut für Freunde japanischer Manga-Verfilmungen wie auch Good Morning Call oder Takane to Hana.

Darsteller: Fukuhara Haruka (Kakegurui, Good Morning Call) als Shiragi Risa, Sakurada Dori (Perfect Crime, Good Morning Call) als Fukami Hiroto, Kuroba Mario (Five, Dansui!) als Akutsu Takaaki, Ogoe Yuki (I‘s, Survival Wedding) als Yoshiki Tsubasa, Hama Shogo als Ichiyanagi Yuki, Kita Noa als Ashiya Natsuki

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Final Cut ファイナル・カット

Final Cut ist eine japanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 9 Folgen a 50 Minuten.

Thema: Mann auf Rachefeldzug gegen die Medien

©️Fuji TV KTV


Ich bin beim Stöbern durch Zufall auf diese Serie gestoßen. Der Inhalt sprach mich sofort an, da ich auch Lust auf ein ernstes Drama hatte. Zudem wirkte der Trailer äußerst ansprechend und ließ eine Mischung aus den Koreanern Healer und Bad Guys erwarten.

Worum geht es in Final Cut?

Nakamura Keisuke hat vor zwölf Jahren seine Mutter verloren. Durch die Medien fälschlich des Mordes an einem jungen Mädchen angeklagt, hielt sie es nicht länger aus und beging Suizid.

Mit seinen 30 Jahren ist Keisuke ein angesehener Polizist und verbringt seine Freizeit damit den wahren Mörder der Schülerin zu finden, um die Ehre seiner Mutter wiederherzustellen. Nebenbei rächt er sich an den Gestalten der Medienlandschaft, die zu ihrem Ableben beigetragen haben.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an worauf man wert legt. Gestandene Krimi-Schauer werden an dieser Serie ihre Freude haben. Sie unterteilt in die Folgen übergreifende Suche nach dem wahren Täter und den Fall der Woche-Opfern der Medien.

Den Handlungsübergreifenden Fall fand ich äußerst spannend. Die Idee sich an die Schwestern des Täters mit unterschiedlichen Identitäten heranzumachen, gefiel mir sehr gut und ließ einige Spannungsmomente erkennen.

Die Fall der Woche-Rache-Aktionen konnten mich dafür weniger begeistern. Sie verliefen nach dem ewig gleichen Schema und gefielen mir bereits bei der ersten Wiederholung nicht. Zudem wurde das Prinzip erst mit dem Ende der fünften Folge eingedämmt. Auch wenn er die einzelnen Journalisten anklagt und verunsichert, passiert in den darauffolgenden Episoden nichts. Auch das ändert sich erst mit Beginn der sechsten Episode, weil er dem Sender-Chef zu offensichtlich auf die Füße getreten ist.

Spannung kommt zum Ende hin erst auf als er der älteren Schwester des tatsächlichen Täters seine Geschichte erzählt und sie darüber aufklärt wie sie darin verwickelt ist. Insbesondere weil sie trotz der Umstände ihr Herz an ihn verloren hat. Das gibt der Geschichte noch eine leicht tragische Note.

Die letzte Episode besteht aus 90 Minuten Katz- und Mausspiel und ist sehr gelungen. Obwohl mich die vorangegangenen Folgen nur bedingt begeistern konnten, war ich hiermit sehr zufrieden. Die Auflösung bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau.

Fazit

Insgesamt betrachtet, würde ich mit der Serie leider nicht so richtig warm. Die Geschichte ist zwar interessant, aber durch die ewigen Wiederholungen schnell abgenutzt. Die Darsteller machen ihren Job sehr gut, aber das reißt das Kameratyp wieder heraus. Das Ende war zwar schön gestaltet, dennoch sehr vorhersehbar. Ich gebe 6/10 Punkte.

Final Cut eignet sich wunderbar für Fans von rätselhaften Thriller-Serien wie auch bei Broadchurch oder Voice.

Darsteller: Kamenashi Kazuya (Strawberry Night Saga, Second Love) als Nakamura Keisuke, Fujiki Naohito (Haha in Naru, It’s Not That I Can’t Marry, But I Don’t Want To) als Momose Rui, Kuriyama Chiaki (Silent Voice, Copyface) als Ogawara Yukiko

Drehbuch: Kaneko Arisa

Regie: Miyake Yoshishige, Higurashi Ken

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Kakafukaka カカフカカ

Kakafukaka ist eine japanische Dramaserie aus dem Jahr 2019. Sie umfasst insgesamt 10 Episoden a 30 Minuten. Die Sendung basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Takumi Ishida.

Thema: 24-Jährige hilft ihrem Ex im Kampf gegen seine Impotenz

©️MBS

Auf Twitter las ich beim Erscheinen der Serie viele Lobeshymnen und wurde sehr schnell neugierig auf die Produktion ohne ihren Inhalt zu kennen. Schnell machte ich mich ans Sichten und wurde von dem unorthodoxen Plot komplett überrascht.

Worum geht es in Kakafukaka?

Terada Aki steht mit ihren 24 Jahren vor den Scherben ihres Lebens. Auf Grund ihres mittelmäßigen Abschlusses findet sie keinen vernünftigen Job und muss sich mit einfachen Hilfsarbeiten über Wasser halten. Als ihr Freund sie betrügt, ist sie auf einmal Beziehungs- und obdachlos. Um ihr unter die Arme zu greifen, bringt ihre Freundin sie in einer 4er-WG unter. Vor Ort stellt sie fest, dass sie mit ihrem Ex zusammenlebt, der wiederum seit zwei Jahren mit Potenzproblemen zu kämpfen hat. Durch Zufall stellen sie fest, dass Terada als einzige das Problem beheben kann. Von nun an greift sie ihm unter die Arme um sein Problem zu beheben.

Lohnt sich die Serie?

Definitiv! Allein der Plot lädt zum schmunzeln ein. Das ganze Hause ist voller verquerer Persönlichkeiten, die in ihrer Art dermaßen gefestigt sind, dass sie sich nicht weiter hinterfragen. Das macht das Zusammenspiel zu einem ganz besonderem Erlebnis, da die Handlung nicht ansatzweise vorhersehbar scheint.

Im Zentrum steht Terada-San. Während sie zu Schulzeiten zu den lauten und populären Mädchen gehört hat, haben die ganzen Rückschläge ihr Selbstbewusstsein schrumpfen lassen. Sie ist schüchtern, zurückhaltend und darum bemüht es stets allen recht zu machen. Obwohl sie sich unnötig unter Wert verkauft, ist sie ein liebenswerter Charakter, der in dieser WG noch am normalsten scheint. Ihre Interaktion mit Hongyo ergibt sich einfach aus der Tatsache, dass sie nicht nein sagen kann. So scheint es zumindest.

Hongyo selbst ist ein unheimlich phlegmatischer und exzentrischer Charakter. Er lebt in den Tag hinein und gibt dabei nur das nötigste von sich Preis. Er wirkt meist gleichgültig und überrascht, wenn er seine direkten Momente bekommt. Seine Figur ist unheimlich schwer einzuschätzen.

Hase ist der erfolgreiche Hausbesitzer, der immer mit einem Lächeln als Workaholic durchs Leben zieht und dabei über die Tatsache hinwegtäuscht, dass er von seiner Mutter schwer geschädigt wurde. Aus diesem Grund ist er unfähig Gefühle zu zeigen und sieht Liebe im Leben eher als pragmatisches Geschäft an.

Die letzte Mitbewohnerin im Haus ist die dominante aber asexuelle Kuritani Akari. Während sie unentwegt ihrer Arbeit nachgeht, schwärmt sie mit ganzer Energie für den Schriftsteller Hongyo und ist bemüht ihre Beziehung zueinander zu vertiefen.

Alles in allem bietet sich hier eine unheimlich bunte und spannende Wohngemeinschaft. So verquer die Charaktere auch erscheinen mögen, so interessant ist auch ihre Interaktion untereinander.

Natürlich begeistert insbesondere die Dreierbeziehung von Akira-San und Honyo dank der Schlafregelung als auch mit Hase durch den Heiratsantrag die Gemüter. So überfordert wie unsere Herzdame erscheinen mag, so überrascht bleibt auch der Zuschauer zurück. Von Anfang an hat man eher das Gefühl, dass sie am besten als Single aufgehoben wäre, da die beiden Herren der Stunde langfristig nicht zum glücklich machen neigen. Doch das muss jeder selber wissen.

Fazit

Die Serie bietet einen unheimlich schönen Humor. Die Schauspieler sind perfekt in ihre Rollen gecastet und überzeugen auf ganzer Linie. Das Zusammenspiel bietet auch in den dunkelsten Momenten noch Zeit für Schmunzler und weiß zu unterhalten. Das besondere der Serie ist weniger die Liebesgeschichte als vielmehr das Beobachten der einzelnen Figuren im Alltag.

Kakafukaka ist für Freunde direkter komischer Live-Action-Serien aus Japan wie auch Kakegurui und My Husband Won’t Fit.

Interessierte können die Serie auf ihrem eigenen Facebook-Kanal oder auf YouTube sichten.

Darsteller: Morikawa Aoi (Sign, Kakegurui) als Terada Aki, Nakao Masaki (Can I Hug You Tonight?, A Sharply Graceful Girl) als Hongyo Tomoya, Yuki Kousei (Kaitou Sentai Lupinranger VS Keisatsu Sentai Patoranger) als Hase Taichi, Nakamura Risa als Kuritani Akari

Clip
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Takane to Hana 高嶺と花

Takane to Hana ist eine japanische Comedyserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 8 Folgen a 25 Minuten. Sie basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Yuki Shiwasu.

Thema: Wie man das Beste aus einer arrangierten Ehe macht

©️FOD

Auf der Suche nach einer entspannten japanischen Serie für Zwischendurch wurde mir diese Serie ans Herz gelegt. Abgesehen von dem Fakt, dass sie auf einem Manga basiert,wusste ich nichts.

Worum geht es in Takane to Hana?

Saibara Takane ist ein erfolgreicher aber auch von sich eingenommener Firmenerbe. Sein Großvater arrangiert für ihn die Ehe mit der Tochter eines Angestellten. Was dieser jedoch nicht weiß ist die Tatsache, dass die älteste Tochter keine Lust darauf hat. Kurz entschlossen muss die kleine Schwester einspringen. Beim ersten Kennenlernen fliegen jedoch gleich die Fetzen. Nachdem Hana mit dem Kapitel abgeschlossen hat, bist Takane von ihrer Schlagfertigkeit begeistert und setzt alles daran das Arrangement aufrecht zu erhalten.

Lohnt sich die Serie?

Nur, wenn man japanische Serien mag! Der ganze Stil ist sehe eigenwillig gehalten und kocht auf kleiner Flamme vor sich hin. Man merkt recht schnell, dass die Geschichte auf einem Manga basiert. Das liegt nicht nur daran, dass es einige überdrehte Szenen gibt, sondern weil die Handlungsabläufe auch nach diesem Schema funktionieren.

Die ganze Beziehung zwischen Takane und Hana ist äußerst merkwürdig und bizarr. Ich weiß jedoch nicht, ob es daran liegt, dass mir die japanische Perspektive fehlt oder ob es wirklich unstimmig ist. Allein das Daten von Schülerin und einem Erwachsenen ohne es als solches zu deklarieren, hat einen bitteren Beigeschmack und verwirrt.

Tatsächlich richtet sich die Serie auch an ein jüngeres Publikum, dass die Hintergründe nicht allzu sehr hinterfragt. Das Verhalten der Eltern klammere ich bewusst aus, da ich dies im japanischen Kontext als normal erachte.

Das Finale ist unheimlich merkwürdig. Natürlich kommt es auf innere Werte und Gemeinschaftsgeist an, jedoch erschien mir der ganze Plan vom Großvaters als äußerst irreal und unausgegoren. Auch das Finale zwischen den Hauptfiguren nimmt eine komische Wende. Sind sie jetzt verliebt ohne es so zu nennen oder haben sie wirklich eine geschwisterliche Beziehung, die in Hinblick auf ihre bevorstehende Hochzeit noch befremdlicher wirkt?

Fazit

Obwohl das Drama einige niedliche Momente und kleine Lacher bietet, war es mir nicht rund genug bis zum Ende. Die tatsächlichen Motivationen der einzelnen Charaktere blieb bis zum Ende nicht ersichtlich und das Ende fand ich grenzwertig. Dennoch ist die Serie dem klassischen japanischen Stil treu geblieben. Deswegen vergebe ich insgesamt 6/10 Punkte.

Takane to Hana eignet sich wunderbar für Freunde überdrehter japanischer Komödien wie bei Hana Yori Dango oder Itazura Na Kiss.

Darsteller: Takasugi Mahiro (Kakegurui, Sagedeka) als Saibara Takane, Takeuchi Aisa (Ashita no Yakusoku, Ore no Sukato, Doko Itta?) als Nonomura Hana

Japan

A Sharply Graceful Girl はんなりギロリの頼子さん

A Sharply Graceful Girl ist eine japanische Dramaserie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 4 Folgen a 25 Minuten. Sie basiert au dem Webtoon Hannari Girori no Yoriko-san von Yukiko Asano.

Thema: Einheimische spielt Reiseführerin für naiven Schreiber

Via Dramalist


Nachdem ich die Serie Kakafukaka für mich entdeckt hatte, durchstöberte ich die Filmographie der Darsteller und stieß dabei auf diese kurze Produktion. Nachdem der Trailer auch äußerst ansprechend wirkt, entschied ich mich fürs Sichten.

Worum geht es in A Sharply Graceful Girl?

Der junge Autor Yamada Yuuichi wird von Tokyo nach Kyoto versetzt. Vor Ort muss er schnell feststellen, dass die Städter kein Interesse an Auswärtigen haben. Durch Zufall lernt er die Tabakverkäuferin Shindo Yoriko kennen. Trotz ihres anfänglichen Widerwillens nimmt sie sich seiner an und beginnt ihm Kyoto näher zu bringen.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich ja. Die Serie präsentiert sich im nüchternen japanischen Stil und gibt einen wunderbaren Einblick in die dortige Gesellschaft. Neben markanten Orten lernt man Kyoto ausführlich kennen und erfährt eine Menge Hintergrundinformationen. Wenn man an Reisen oder der japanischen Kultur interessiert ist, dann kommt man bei dieser Serie sehr auf seine Kosten.

Die gewählten Kulissen und die Ausstattung geben ein interessantes Bild ab und zeigen die Eigenheiten auf. Insbesondere die Schönheit der Tempelanlage und die kulinarischen Schätze fallen besonders ins Auge und wecken Lust auf mehr.

Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen und erwecken die Geschichte zum Leben. Die Geschichte dreht sich um zwei komplett unterschiedliche Charaktere. Yoriko ist eine weltinteressierte und selbstbewusste Frau aus Kyoto, die von allen geachtet wird. In der Vergangenheit erlebte sie viele prägende Momente mit ihrem Ex, die sie zum Einzelgänger werden ließen. Ihr gegenüber ist der naive Yuuichi. Obwohl er aus der Hauptstadt kommt, hat er noch nichts von der Welt gesehen und vermutet in allem nur das Gute. Gemeinsam helfen Sie sich gegenseitig ohne es zu wissen.

Fazit

Mir hat die Charakterstudie und die Entwicklung beider sehr gut gefallen. Diese nüchterne Romanze, wenn überhaupt, bieten viele schöne Momente. Dezent und ruhig ist dabei das Tempo. Dadurch fühlt man sich sehr schnell wohl beim Zuschauen. Insgesamt vergebe ich 7/10 Punkte.

A Sharply Graceful Girl eignet sich wunderbar für Freunde ruhiger Dramen wie bei Erased und Switched.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Yokoyama Yui (Cabasuka Gakuen) als Shindo Yoriko, Nakao Masaki (Kakafukaka, Can I Hug You Tonight?) als Hongyo Tomoya

Japan

Hana Yori Dango 花より男子

Hana Yori Dango ist eine japanische Dramaserie aus dem Jahr 2005 nach der gleichnamigen Manga-Serie von Yoko Kamio. Sie umfasst insgesamt 2 Staffeln mit 20 Folgen a 45 Minuten und ein Spielfilm zum Abschluss der Reihe. Weiterhin wurde ein Sequel namens Hana Nochi Hare produziert, dass die Ereignisse 10 Jahre später betrachtet.

Weitere Verfilmungen der Vorlage sind Boys Over Flowers aus Südkorea und Meteor Garden aus Taiwan sowie China.

Thema: Arme Schülerin legt sich mit den famosen F4 an

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Worum geht es in Hana Yori Dango?

Makino Tsukushi kommt aus einfachen Verhältnissen und hat die Möglichkeit eine Eliteschule zu besuchen. Vor Ort pflegt sie ihr Leben als Einzelgängerin und bemüht sich nicht aufzufallen. Doch eines Tages legt sie sich mit den Anführern der Schule namens F4 an und muss danach mit den Konsequenzen leben.

Lohnt sich die Serie?

Da ich die anderen beiden Umsetzungen bereits gesehen habe, war ich äußerst skeptisch, ob mir auch diese Variante gefallen würde. Trotz meiner anfänglichen Bedenken ließ ich mich auf die Serie ein und wurde nicht enttäuscht.

Das Thema ist wieder das gleiche. Natürlich sind alle Faktoren wie Ausstattung, Umgebung, Mode, Frisuren oder ähnliches komplett japanisch. Obwohl ich die anderen Verfilmungen auch gerne mochte, hat mir hier am besten die Charakterisierung der Figuren gefallen.

Inoue Mao, die die weibliche Hauptrolle Makino Tsukushi spielt, ist für mich die mit Abstand schönste Schauspielerin aus der Serie. Ihre Art wirkt ungemein natürlich und sympathisch. Daher gibt sie eine ideale Identifikationsfigur ab.

Domyoji Tsukasa als ihr gegenüber wirkt ebenso natürlich und menschlich. Die Entwicklung seiner Figur und die innere Zerrissenheit werden hier wunderbar transportiert. Ähnlich geht es mir mit dem Dritten im Bunde, Hanazawa Riu. Es war ungemein schön zu sehen wie logisch doch das Verhalten der Figuren in den einzelnen Situationen ist. Teilweise wurden diese Momente für die nachfolgenden Remakes aus dem Kontext gerissen neu aufgeführt und machten in dem Augenblick keinen Sinn. Dank der Sichtung des Originals weiß ich jetzt um ihre Bedeutung.

1. Staffel

Alle Geschehnisse vollziehen sich in einem geordnetem Rahmen und logischer Zeitabfolge. Die Ideen um das erste Treffen und die Action im Fahrstuhl funktionieren einmalig. Dadurch wird die Beziehung des Hauptpaares nachvollziehbar und romantisch. Die Chemie hat mir gut gefallen. Zudem ist es auch witzig die Interaktion mit den Nebencharakteren zu betrachten. Das Skript ist so kurzweilig geschrieben, dass keine Langeweile aufkommt. Die Serie lebt von der Alltagsromantik und verzichtet auf theatralische oder protzige Aktionen. Deswegen habe ich mich auch sehr wohl mit der Serie gefühlt und fand es spannend die Ursprünge kennenzulernen.

2. Staffel

Die zweite Staffel knüpft perfekt an die Erste an. Das ganze Cast ist wieder dabei und überzeugt wir bereits drei Jahre zuvor. Mit Domoyojis Mutter und Verlobter haben wir zwei neue Hauptcharaktere, die durchaus zu unterhalten wissen. Im Gegensatz zu den anderen Verfilmungen aus Ostasien gestaltet sich die Rolle der Verlobten durch das Charisma der Schauspielerin sehr unterhaltsam und nicht nervig. Das liegt vor allem daran, dass Domoyojis Liebe zu Makino stets ersichtlich ist und man als Zuschauer nicht ins Zweifeln gerät. Seine Mutter hingegen ist der Teufel pur. Es fällt nicht schwer ihren Charakter zu verabscheuen. Verglichen mit den anderen Versionen gibt es auch neuen Input wie das Drama um Ken und die Rettung eines Geschäftsmannes durch Makino, die ich tatsächlich bereichernd fand. Gerade beim letzten Handlungsstrang verstehe ich nicht warum Südkorea und China darauf verzichtet haben. Die Staffel gestaltet sich in jedem Fall kurzweilig und knüpft an das alte Niveau perfekt an.

3. Staffel/Spielfilm 

Um die Geschichte zu Ende zu bringen, wurde weitere drei Jahre später ein abschließender Spielfilm produziert, der alles perfekt zu Ende bringt. Die Geschichte ist nichts anderes als eine Schnitzeljagd um die Welt. Dabei finden sich wunderbare Kulissen und auch erste Risse in der Fassade. Insbesondere die Zeit auf der Insel hat mir sehr gut gefallen und die Charaktere wachsen lassen. Die letzten Szenen sind wirklich ein Traum und lassen jedes Frauenherz höher schlagen.

Fazit

Da ich ein Fan der Thematik bin, freut es mich auch nach Sichtung der dritten Version noch immer neugierig zu sein. Allein durch die menschliche Darstellung und die nachvollziehbaren Handlungsstränge hat sich das Betrachten gelohnt. Von den drei gesehenen Adaptionen gefällt mir die männliche Hauptfigur hier mit Abstand am besten. Insgesamt vergebe ich überzeugte 8/10 Punkte.

Hana Yori Dango eignet sich sehr gut für Fans dramatischer Jugendserien wie auch bei The Heirs oder Gossip Girl.

Darsteller: Matsumoto Jun (Smile, Gokusen) als Domyoji Tsukasa, Abe Tsuyoshi (Koizora) als Mimasaka Akira, Matsuda Shota (Liar Game, Regatta) als Nishikado Sojiro, Oguri Shun (Smile, Gokusen) als Hanazawa Rui, Inoue Mao (First Kiss, Home Drama) als Makino Tsukushi

Drehbuch: Fujimoto Yuki

Regie: Katayama Osamu, Yamamuro Daisuke, Ishii Yasuharu

Trailer Season 1
Japan

Good Morning Call グッドモーニング・コール

Good Morning Call ist eine japanische Comedyserie aus dem Jahr 2016. Sie besteht aus 2 Staffeln mit insgesamt 27 Episoden a 50 Minuten. Grundlage ist die Mangareihe Guddo Moningo Koru von Yue Takasuka.

Thema: Zwei Schüler sind gezwungen heimlich in einer WG zu wohnen

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Via Dramalist

Als Netflix frisch bei uns zu Hause eingezogen ist, wollte ich einfach einmal etwas komplett neues ausprobieren und entschied mich für meine allererste asiatische/japanische Serie. Die Wahl fiel nach einigem Hin und Her auf Good Morning Call, weil die Handlung ganz witzig klang. Auf alles oder nichts gefasst, machte ich mich ans fröhliche Sichten.

Worum geht es in Good Morning Call?

Als das neue Schuljahr beginnt, zieht die quirlige Yoshikawa Nao vom Land in ihre erste eigene Wohnung. Kaum eingezogen, muss sie feststellen, dass ihr beliebter Mitschüler Uehara Hisashi ebenfalls die Schlüssel zu ihrem neuen Reich besitzt. Als sie die Vermieterin aufsuchen, wird schnell klar, dass sie einem Mietbetrug durch den Makler aufgesessen sind. Da sie die Wohnung alleine nicht halten können, beschließen sie heimlich zusammen wohnen zu bleiben.

Lohnt sich die Serie?

Im ersten Moment wusste ich wirklich nicht was ich von der Serie halten sollte. Alles wirkte entweder total überdreht oder viel zu nüchtern. In der Mitte gab es nichts. Die Kulissen war minimalistisch und bescheiden. Tatsächlich hat man den Anschein, dass sich um einen lebendig gewordenen Anime dreht.

Yoshikawa Nao ist zwar auf der einen Seite gutherzig und liebenswert, doch auf der anderen Seite naiv und dümmlich. Wenn sie ihre überdrehten Freuden-oder Panikanfälle bekommt, möchte man sie nur schütteln und gegen die Wand klatschen. In diesen Momenten ist sie unheimlich nervig und unnötig laut. Zudem wirkt sie in manchen Szenen so unglaublich dumm, dass es einem schon weh tut.

Wenn man einmal von der schweigsamen Art von Uehara Hisashi absieht, ist er der perfekte Mann. Er ist groß, gutaussehend, fleißig, hartarbeitend, verlässlich und Klassenbester. Abgesehen davon ist er ein Eigenbrödler und Stiesel, der im Laufe der Handlung langsam auftaut.

Das Zusammenspiel von beiden macht tatsächlich Spaß und Lust auf mehr. Sowohl das ewige Gezanke als auch die freundlichen Momente wissen zu unterhalten und bieten witzige Momente.

1. Staffel

So überzeichnet die Darstellung auch sein mag, zeigt sie dennoch ein unheimlich interessantes Bild von der japanischen Gesellschaft und dem Schulsystem. Die moralischen Gepflogenheiten und die Alltagsmomente sind interessant zu betrachten. Es macht viel Spaß das Zusammenspiel der beiden WG-Partner zu verfolgen. Zudem war die angedeutete Menage a Trois mit ihrem besten Freund Shinozaki Daichi sehr spannend. Meine Lieblingsmomente in der Staffel spielten sich bei Naos Nebenjob im Ramen-Lokal ab. Dort wirkten die Menschen noch normal und freundlich. Ihr Kollege Sata Issei war so unheimlich sympathisch, dass ich gerne noch mehr von ihm gesehen hätte.

2. Staffel

Weiter geht es mit dem Sequel Good Morning Call: Our Campus Days und beschäftigt sich mit den Ereignissen nach dem Schulabschluss auf der Universität. Mittlerweile wohnen Nao und Uehara Tür an Tür im Wohnheim. Warum beide zusammen gefunden haben, kann ich nur von ihrer Seite aus verstehen. Charakterlich haben sich beide nicht weiter entwickelt. Nao ist genauso wie in der vorherigen Staffel und hat noch zusätzlich ein geringes Selbstbewusstsein entwickelt. Uehara ist perfekt wie immer und dazu noch unheimlich in seine Freundin verliebt. Alles könnte perfekt sein, wenn man kommunizieren würde. Nachdem Issei in dieser Staffel nicht wieder auftaucht, kommt Natsume Shu als neuer bester Freund ins Spiel. Mit seinem charmanten Charakter sorgt er für ordentlich Aufregung und bringt knistern ins Spiel. Ich mochte ihn unheimlich gern.

Unheimlich fertig gemacht, hat mich die Folge, wo Nao gezwungenermaßen bei Uehara Übernachten muss. Ihr Gekreische war soviel, so laut, so unnötig, so unangemessen und so übertrieben, dass ich am liebsten eine geschallert hätte. Wenn ich an die Serie zurück denke, sehe ich auch nur diesen furchtbaren Moment vor meinen Augen. Der hat mich geknackt.

Fazit

Insgesamt betrachtet, gab es unheimlich viele Momente, die einen verwundert zurück gelassen haben. Ich weiß nicht, ob es an den gesellschaftlichen Unterschieden oder einem verqueren Drehbuch liegt. Tatsächlich hat mich die Serie so gut unterhalten, dass ich zu Ende schauen wollte. Jedoch waren die beiden Hauptcharaktere nicht mein Ding. Während Uehara in der zweiten Staffel deutlich sympathischer wurde, wusste Nao nur noch zu nerven. Ich konnte ihren Charakter am Ende einfach nicht mehr ertragen und deswegen gibt es auch nur 5/10 Punkte.

Good Morning Call eignet sich wunderbar für Fans von Mischievous Kiss: Love in Tokyo und Attention, Love!.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Fukuhara Haruka (Koe Girl) als Yoshikawa Nao, Shiraishi Shunya (Higanjima) als Uehara Hisashi, Sakurada Dori (Perfect Crime) als Shinozaki Daichi, Ito Kentaro (Are you ready? Hey you Girl!) als Sata Issei, Sugino Yosuke (Atarashii Osama) als Natsume Shu

Regie: Fujio Takashi

Japan

Love and Fortune 恋のツキ

Love and Fortune ist eine japanische Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 12 Folgen a 24 Minuten.

Thema: Unglückliche 31-jährige verliebt sich in unerfahrenen 15jährigen

Via Dramalist

Die Serie zählt zu meinen ersten Begegnungen mit japanischen Doramas. Da die Handlung ganz interessant klang, überlegte ich nicht lange und widmete mich diesem Drama. Ohne viel Vorwissen ausgestattet, war ich äußerst gespannt auf diese melancholisch erscheinende Serie.

Worum geht es in Love and Fortune?

Wako Taira ist eine Frau Anfang 30. Sie wohnt mit ihrem Freund in einer kleinen Wohnung und trottet so durchs Leben. Um Geld zu verdienen, arbeitet sie als Teilzeitkraft in einem Kino. Da sie ihre Leidenschaft dem Geld verdienen vorzieht, zieht ihr rüpelhafter Partner sie ständig auf.

Eines Tages kommt der gut aussehende Schüler Yumeaki Iko im Kino vorbei. Wako verliebt sich sofort in ihn und bemüht sich engen Kontakt zu ihm aufzubauen. Dabei erkennt sie wie unglücklich sie mit ihrem Leben ist und bemüht sich durch Yumeaki dem Alltag zu entfliehen. Doch das ist nicht so einfach wie sie denkt.

Lohnt sich diese Serie?

Das Dorama bietet den klassischen japanischen Stil. Es nimmt sich Zeit für die Geschichte und zeigt kompromisslose die ganze Entwicklung auf. Ehrlich und direkt folgen wir Wako und ihren Gedankengängen.

Tatsächlich ist die Serie, wie das Thema es vermuten lässt, äußerst unangenehm zu betrachten. Durch die Liebelei mit einem 15-jährigen tun sich mehrere Probleme auf. Zum einen ist es gesellschaftlich geächtet und zum anderen ist der Unterschied sowohl körperlich als auch geistig spürbar.

Obwohl die Anfänge romantisch anmuten sollen, werden sie nicht von einer Bitterkeit gelöst. Themen wie Verführung Minderjähriger, Fremdgehen, Kinderkriegen, Teilzeitjobs und gesellschaftliche Isolation werden von Tabu-Themen hier direkt in den Fokus gerückt. Die Serie nimmt die Probleme nicht auf die leichte Schulter, sondern hält solange darauf bis der Zuschauer sich unangenehm berührt fühlt.

Diese erzeugte Schwere ist gewollt und von Nöten. Zudem zeigt sie einen wunderbaren gesellschaftlichen Abdruck Japans auf. Neben alltäglichen Situationen werden auch festgelegte japanische Rollenbilder vorgestellt und ausgewertet. Ich empfand es als spannend, dass Teilzeit-Arbeiter als faul angesehen und von der Mitte der Gesellschaft gemieden werden.

Fazit

Die Serie bietet harten Tobak. Durch den Umgang mit geächteten Themen und der direkte Fokus nimmt man bei diesem Drama zwar einiges mit, aber wird auch an seine eigenen Grenzen getrieben. Ich empfand es als richtig unangenehm, umso weiter ich in der Handlung kam und war froh als es vorbei war. Jedoch bietet der Stil auch seine Vorteile und weiß zu unterhalten. Erfahrene JDrama-Zuschauer werden sicherlich weniger Probleme mit der Serie haben. Da ich mich lange nicht in den Stil einfinden konnte, gebe ich 4/10 Punkte.

Love and Fortune eignet sich sehr gut für Zuschauer, die auch vor ernsten Themen nicht zurückschrecken wie bei Hymn of Death oder My Husband Won’t Fit.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Tokunaga Eri (Daisy Luck, It Will Be Breakfast at Tiffany’s Some Day) als Wako Taira, Kamio Fuju (Konna Mirai wa Kiitenai) als Yumeaki Iko, Watanabe Daichi (The King’s Laughter) als Fuuta Aoi

Bonus, Grundwissen

Dorama テレビドラマ

Oder Was es über japanische Fernsehserien zu wissen gibt

Quelle: savvytokyo.com

Japanische Fernsehserien werden als Dorama oder auch Terebi Dorama bezeichnet. Im westlichen Raum nennt man die auch JDrama. Sie bestimmen einen Großteil des dortigen Fernsehprogramms, insbesondere in den Abendstunden. Sie existieren seit 1953. Ihre starke Popularität entwickelten sie jedoch erst in den späten 1980er Jahren. Seitdem sind sie dafür deutlich beliebter als amerikanische Sendungen.

Was ist typisch für Dorama?

Alle japanischen Fernsehsender produzieren eine breite Palette an verschiedenen Genres. Zu den am häufigsten konsumierten zählen Romanze, Komödie, Krimis, Horror und Jidaigeki (dt. Historische Dramen). Oftmals spiegeln sie ein realistisches Weltbild wieder. Bei Dorama sind vor allem die Dialoge im Fokus ähnlich wie bei klassischen Seifenopern. Sie haben zudem regulär einen abgeschlossen Handlungsbogen, da sie nicht über die begrenzte Saison gezeigt werden. Einige Ausnahmen laufen schier endlos. Das entspricht jedoch nicht der Regel. Am ehesten entsprechen Dorama westlichen Mini-Serien.

Dorama bestehen im Schnitt aus 9 bis 14 Folgen a 45 Minuten. Es ist nicht unüblich, wenn die Pilotfolge die doppelte Länge aufweist.

Typisch für den asiatischen Raum und gänzlich gegenteilig zum westlichen System ist die Produktion der Serien selbst. Regulär werden die Episoden ein bis drei Wochen vor ihrer Ausstrahlung erst gedreht. Zum einen hat das den Vorteil auf aktuelle Wünsche des Publikums reagieren zu können und zum anderen haben Fans die Möglichkeit Zeuge vom Dreh zu werden und ihre Idole zu treffen.

Die japanische Fernsehsaison ist in vier Abschnitte gegliedert. In jedem erscheinen neue Dorama, die zumeist nur einmal ausgestrahlt werden. Die reguläre Sendezeit entspricht klassisch 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Ähnlich wie bei KDramas liegt die Hauptzielgruppe auf jungen, unverheirateten Frauen. Diese zählen in Japan zu den aktivsten Konsumenten.

Was ist das Besondere am Casting der Darsteller?

Durch die Einteilung der Fernsehsaison in vier Abschnitte bekommen die Schauspieler Verträge für diesen zeitlichen Abschnitt und nicht für einzelne Projekte. Dadurch erscheinen sie in einer Vielzahl von Serien innerhalb des vorgegebenen Zeitraums. In Japan ist es normal, wenn ein einzelner Akteur im Laufe seiner Karriere in mindestens 20 Sendungen mitspielt. Wie in Korea ist es auch in Japan üblich die Hauptrollen mit Größen aus der Musikszene zu besetzen. Beim Casting wird oftmals ein stärkerer Fokus auf die bestehende Beliebtheit des Stars als auf sein tatsächliches schauspielerisches Talent gelegt.

Dank des Ruhms der Darsteller haben sie häufig Werbeverträge mit verschiedenen Firmen. Im asiatischen Raum ist es üblich in Serien diese Produkte zu platzieren. Außerdem laufen in den Werbepausen Spots mit den aktuellen Stars der Serie, die ihre Produkte promoten. Product-Placement wird hier groß geschrieben.

Quelle: aramajapan.com

Wie ist das Konsumverhalten von Japanern in Bezug auf nationale und internationale Serien?

Durch das bereits erwähnte Product-Placement finanzieren sich die Fernsehsender. Aus diesem Grund besteht geringeres Interesse ausländische Produktionen zu zeigen. Deswegen laufen in Japan zu den relevanten Sendezeiten fast ausschließlich nationale Serien. Der Markt wird bestimmt von insgesamt fünf wichtigen Sendern, die mit ihren Produktionen den Trend bestimmen.

Wer in Japan tatsächlich internationale Serien schauen möchte, muss sich mit den wenig verbreiteten Kabel- und Satellitensendern auseinander setzen. Der Bedarf ist jedoch relativ gering.

Meine Meinung zu japanischen Dorama

Tatsächlich stecke ich hier auch in meinen Anfängen. Während ich bei koreanischen Serien bereits einen guten Erfahrungsschatz vorweisen kann, probiere ich mich bei japanischen Produktionen noch aus.

Während ich anfänglich noch skeptisch gegenüber ihrer eigenwilligen Machart war, hat sich das komplett gelegt. Ich habe bereits in einigen Foren mitgeteilt bekommen, dass man bei Dorama aufpassen soll mit welchem man beginnt, da nicht jedes für einen Einsteiger geeignet ist. Das stimmt und ich halte mich daran.

Mittlerweile genieße ich es japanische Serien zu schauen und bin neugierig auf mehr. Da ich im Gegensatz zu den meisten anderen Japan-Fans kein Anime-Schauer bin, ist dieser Einstieg entspannter für mich. Das liegt einfach daran, dass einen das Angebot nicht erschlägt. Dies begründet sich damit, dass es oftmals an Übersetzern mangelt. Neben Netflix gibt es viele Internetseiten, die von Fans für Fans gemacht sind, und sich dem Übersetzen widmen, um überhaupt Serien aus dem Osten erleben zu können. Während koreanische und chinesische Serien immer schneller Untertitel finden, ist es beim japanischen Markt deutlich schwerer. Somit bleibt aktuell das Angebot leider begrenzt.

Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen möchte, sollte die klassischen Wege nehmen. Das deutsche und das englischsprachige Wikipedia bieten einen guten Überblick. Beide dienten als meine Quellen.

Japan

Switched 宇宙を駆けるよだか

Switched ist eine japanische Fantasy-Serie von 2018 mit insgesamt 6 Folgen a 30 Minuten. Sie basiert auf dem Manga „Sora wo Kakeru Yodaka“ von Shiki Kawabata.

Thema: (Un)freiwilliger Körpertausch zweier unterschiedlicher Schülerinnen 

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Via Dramalist ©️ Netflix 

Switched ist eine Serie, die mir permanent von Netflix empfohlen wurde. Wahrscheinlich weil sie eine Eigenproduktion des Senders ist. Ich hatte keinerlei Vorwissen und offen gestanden erst auch nur bedingt Interesse sie zu Sichten. Doch eines Tages bin ich eingebrochen und habe das Drama geschaut. Der japanische Stil ist gerne sehr eigenwillig, doch das Problem besteht hier nicht. Die Sendung scheint auf ein breites Publikum zugeschnitten zu sein.

Worum geht es in Switched?

Ayumi Kohinata ist ein hübsches und vor allem beliebtes Mädchen an der Schule. Seit Kindertagen an ist sie mit den beiden Jungs Shunpei Kaga und Koshiro Mizumoto befreundet. Die drei sind unzertrennlich und verbringen jede freie Minute miteinander. Als Koshiro Ayumi seine Gefühle gesteht, werden beide ein Paar. Am Tag ihrer ersten offiziellen Verabredung wird Ayumi Zeugin des Suizid einer unbeliebten Mitschülerin. Vor Schreck fällt sie in Ohnmacht. Als sie wieder erwacht, muss sie mit Entsetzen feststellen, dass sie im Körper der besagten Klassenkameradin namens Zenko Umine gefangen ist. Auf sich allein gestellt, beginnt für sie ein scheinbar neues Leben.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich ist Switched ganz gefällig und kurzweilig. Die Inszenierung ist ruhig und düster gehalten. Nichts wird unnötig dramatisiert oder übertrieben beschönigt. Der Körpertausch findet statt und die Mädchen müssen sich damit abfinden. Der Alltag geht weiter. Es ist auch vom psychologischen Aspekt spannend die Serie zu betrachten.

Wie geht es einem allseits beliebten Menschen, wenn er über Nacht zur Hassfigur ohne ersichtlichen Grund wird? Wie geht es jemand, der sein ganzes Leben leiden musste, wenn er auf einmal überall angesehen ist? Macht wirklich nur das Aussehen seine Beliebtheit aus oder sind andere Faktoren viel wesentlicher? So unwahrscheinlich die Vorstellung auch ist, müssen deine Familie und Freunde die Veränderung bemerken oder ist das verzeihlich, wenn sie es nicht tun? Kann man seinen Freunden wirklich trauen? Sind wir nicht alle immer in Konkurrenz zueinander?

Die Jungschauspieler machen ihre Sache gut und überzeugen. Die Mädchen sind meines Erachtens beide keine Schönheiten, aber auf ihre Art sehr sympathisch. Ayumi wirkt wirklich lebensfroh und später überzeugend verbittert. Allein die Veränderung der Gangart transportiert soviel. Umine, der kleine Pfannekuchen, ist der vielseitigste Charakter. Die harte Zeit am Anfang steckt sie tapfer und geduldig weg. Als sich das Blatt wendet, macht sie nur noch Freude. Kaga ist der geheime Held der Geschichte. Seine Gefühle sind tief und innig und deswegen habe ich so gehofft, dass er am Ende seine Ayumi bekommt. Verdient hätte er es. Koshiro ist so wunderbar unberechenbar und undurchsichtig, dass es eine wahre Freude ist ihm zuzuschauen. Die veränderten Darstellungen nach den jeweiligen Grundveränderungen überzeugen.

Wie man es von Japanern gewohnt ist, gibt es auch hier wieder wunderschöne Kameraeinstellungen und überzeugende visuelle Effekte. Das Drama wird ernst betrachtet und mit der Tiefe an Problemen analysiert. Dennoch wird eine Prise Humor mit eingebracht um das Ganze nicht zu düster werden zu lassen. Stichwort: Wellensittich.

Fazit

Entweder habe ich mich mittlerweile an die Eigenwilligkeit japanischer Inszenierungen gewöhnt oder ich schaue in letzter Zeit nur westlich-angehauchte Produktionen. In jedem Fall hat mir die Serie recht gut gefallen und ich fühlte mich wunderbar unterhalten. Wenn man bedenkt, wie ausgelutscht das Thema Körpertausch in Film- und Serienwelt bereits sind, haben die Japaner die Situation wunderbar gelöst. Ein Blick in die Serie lohnt sich auf jeden Fall und zeigt wieder viele wunderbare Elemente aus dem hiesigen Alltagsleben. Ich vergebe klare 7/10 Punkte.

Switched eignet sich gut für Sichter von Erased und Girl From Nowhere.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Daiki Shigeoka (Saving Rock) als Shunpei Kaga, Tomohiro Kamiyama als Koshiro Mizumoto, Kaya Kiyohara (An Invisible Cradle) als Ayumi Kohinata, Miu Tomita als Zenko Umine

Japan

Erased 僕だけがいない街

Erased ist eine japanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2017. Sie umfasst insgesamt 12 Episoden a 30 Minuten und basiert auf dem erfolgreichem Manga Boku Dake ga Inai Machi (dt. Die Stadt, in der es mich nicht gibt) von Kei Sambe.

Thema: Mann reist 18 Jahre zurück in die Vergangenheit um eine Mordserie zu verhindern

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Via Dramalist

Diese Serie ist tatsächlich die erste japanische Serie, die ich gesehen habe, die mir auf Anhieb gefallen hat. Leider kann ich nicht beurteilen, ob es daran liegt, dass ich mich mittlerweile an den japanischen Stil gewöhnt habe oder ob die Serie sich in der Inszenierung auch stark an westlichen Maßstäben orientiert. In jedem Fall kannte ich weder Manga noch Anime vor dem Sichten. Der Plot ist in jedem Fall interessant und sehenswert.

Worum geht es in Erased?

Satoru Fujinuma träumt mit seinen 29 Jahren von einer Karriere als Manga-Autor. Um diesen Traum zu erreichen, hält er sich als Pizzafahrer über Wasser und lebt ein einsames Leben ohne Freunde. Zudem hat er eine besondere Fähigkeit, die ihm ermöglicht in die Zeit zurück zu reisen um schlimme Begebenheiten zu verändern. Eines Tages vollzieht er einen Zeitsprung, in dem er nicht das Problem finden kann. Ohne sein Wissen entdeckt seine Mutter den Fehler und wird daraufhin ermordet. Als Satoru ihre Leiche findet, läuft er in eine Falle und wird zum Hauptverdächtigen. Auf der Flucht gelingt ihm ein Zeitsprung, der ihn 18 Jahre zurück in die Vergangenheit bringt. Dort hat er die Chance das Leben seiner Mutter und seiner ehemaligen Mitschüler, die gewaltsamen Morden zum Opfer gefallen sind, zu retten. Wird es ihm gelingen?

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Die Idee der Serie ist sehr interessant. Die Inszenierung ist spannend. Die Charaktere gehen in die Tiefe. Die Schauspieler spielen erstklassig. Vor allem der zehnjährige Satoru. Das Tempo variiert zwischen langsamen Erzählstil und schnellen Spannungssequenzen. Die Serie bietet, wie man es von Japanern gewohnt ist, wunderschöne visuelle Einstellungen und Bilder, die einem Anime gleichen. Das Katz-und-Maus-Spiel ist äußerst sehenswert, obwohl man sehr schnell ahnt, wer der Täter sein könnte. Zumindest ging es mir so.

Insbesondere bei Thriller-Serien bin ich sehr durch die amerikanischen Produktionen geprägt. Diese sind zwar unterhaltsam und schön inszeniert, jedoch meistens nach einem sehr ähnlichem Schema konstruiert. Ansätze dessen findet man hier auch. Dennoch stehen die Figuren und Bilder im Fokus. Was ich bei japanischen Produktionen immer wieder beeindruckend finde, ist das sie immer eine Möglichkeit finden das Tempo für einen Moment zu stoppen und sich die Zeit für einzigartige Bildsequenzen nehmen. Dieses Spiel mit der Inszenierung wird hier mit den Schneeszenen vorangetrieben und kombiniert mit irrealen Szenen, die dennoch auf ihre Art komplett realistisch wirken. Beispiele dafür wären der Baum, der Spielplatz bei Nacht und natürlich das Feuerwerk.

Zudem finde ich es sehr angenehm, dass der Hauptcharakter trotz seiner Bemühungen nicht als perfekter Held inszeniert worden ist. Er ist ein Mensch, der versucht immer das Beste zu geben, aber selbst ebenfalls nicht frei von Fehlern ist. Die Dynamik zwischen ihm und seiner Mutter hat mir sehr gut gefallen. Es wird deutlich wie unterschiedlich in beiden Zeitlinien das Verhältnis zueinander verläuft und wie der Butterfly-Effekt immer wieder zuschlagen kann.

Fazit

Wie man bereits herausgehört hat, hat mir die Serie recht gut gefallen. Das Lied vom Abspann ist ein absoluter Ohrwurm und macht Freude. Natürlich lebt die Sendung davon das große Mysterium zu lösen. Aus diesem Grund werde ich die Serie so schnell nicht wieder erneut Sichten. Die Darsteller haben mir sehr gut gefallen und mir ist mal wieder bewusst geworden wie gerne ich doch die japanische Sprache höre. Mir gefallen die ernsten Inszenierungen von der Insel sehr gut. Jedoch sind manche Produktionen gewöhnungsbedürftig und nicht so gut für den Einstieg geeignet. Das ist hier nicht der Fall. Da mir die Serie viel Freude bereitet hat, gebe ich 8/10 Punkte.

Erased ist gut für Fans von Black und Kakegurui – Das Leben ist ein Spiel geeignet.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Yûki Furukawa (Harassment Game, Love Rerun, Mischievous Kiss: Love in Tokyo) als Satoru Fujinuma, Tomoka Kurotani (Double Tone, Hot Man) als Sachiko Fujinuma, Reo Uchikawa als 10 YO Satoru Fujinuma, Shigeyuki Totsugi (Good Doctor, Death Cash) als Gaku Yashiro

Regie: Shimoyama Ten

Japan

Hakuouki SSL 薄桜鬼 SSL

Hakuouki SSL: Sweet School Life ist eine japanische Action-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 6 Episoden a 25 Minuten. Sie basiert auf einem erfolgreichem Videospiel.

Thema: Mädchen in Not wird von ihren sechs Verehrern gerettet

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Via Dramalist

Wie bereits erwähnt, basiert diese Show auf einem japanischem Videospiel. Genau dieser Aspekt wird in jeder einzelnen Szene deutlich. Der überzeichnete Stil kommt einher mit animeartigen Kostümen und übersteigerten Kampfszenen. Die Serie macht Spaß, wenn man nicht allzu viel darüber nachdenkt und sich einfach nur berieseln lässt.

Worum geht es in Hakuouki SSL?

Chizuru ist die einzige Schülerin an einer Jungenschule. Sie lernt hart, damit sie nicht den fürchterlichen Bestrafungen ausgesetzt wird, die bei schlechter Leistung üblich sind. Auf ihren Erfolg konzentriert, realisiert sie nicht wieviele Männerherzen sie zum Schlagen bringt.

Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Im 19. Jahrhundert macht sich eine Gruppe von Kämpfern namens Shinsengumi auf um eine entführte junge Dame zu retten. Während alle um ihre Rettung besorgt sind, geht etwas fürchterlich schief. Das wirft die Frage auf, ob es genauso gekommen wäre, wenn sie sich in einer anderen Zeit getroffen hätten. Die zweite Zeitebene spielt im Jetzt. Alle damaligen Charaktere sind als Reinkarnation auf der Knabenschule. Sowohl in der Funktion als Lehrer als auch als Schüler. Dabei scheinen die gleichen Konflikte im Raum zu stehen wie 100 Jahre zuvor. Wird das Schicksal sich wiederholen?

Wie beurteile ich die Serie?

Dieses Mal fällt mir mein Urteil nicht leicht. Einerseits gibt die Serie ein wunderbares Beispiel für den verspielten und überzeichneten japanischen Stil. Andererseits ist die ganze Szenerie dermaßen sinnfrei und überzeichnet, dass man froh ist, wenn es vorbei ist. Die Handlung ist wirklich simpel und schnell erzählt. Alle Männer werden kurz vorgestellt, aber nicht mit Substanz oder Motivation versehen. Sowohl ihre Aufmachung als auch ihre Charakterzeichnung schießen übers Ziel hinaus. Am dramatischsten sind die Altersgrenzen. Schüler, Lehrer und Rektor scheinen alle ein Alter zu besitzen und sind schwer zu unterscheiden. In der ganzen Serie scheint kein Charakter älter als 19 Jahre zu sein und das wirkt in Anbetracht des akademischen Aspektes unsinnig.

Die Angst der Schüler vor dem Versagen gibt komische Momente ab, aber spielt auch auf tatsächliche gesellschaftliche Probleme Japans an. Die Männer sind nach ihrem guten Aussehen gecastet und haben wenig Chancen ihr tatsächliches Schauspieltalent ausspielen zu können. Die weibliche Hauptfigur scheint zwar freundlich, aber auch mittelmäßig zu sein. Es ist schwer auszumachen warum die Herren alle in sie verliebt sind. Wahrscheinlich liegt es daran, dass sie das einzige weibliche Geschöpf im ganzen Universum ist. Als kleiner Witz am Rande ist es auch nochmal erwähnt, dass sie nicht bemerkt wie alle ihr verfallen sind.

Obwohl die ganze Serie nicht allzu viel Sinn macht, fand ich zwei Handlungsstränge noch nutzloser. Zum einen ist der Schülerrat ein ganz gruseliger Verein, der sich mal beim Psychologen einmieten sollte. Auch wenn er am ehesten komische Momente liefert, waren die Szenen am nervigsten. Zum anderen die Geschichte um den Bruder des Mädchens. Dieser hatte zur Handlung nicht viel beizutragen. In Anbetracht der kurzen Laufzeit verstehe ich nicht, warum man ihn überhaupt erwähnt hat.

Fazit

Insgesamt betrachtet habe ich keinerlei Idee, was ich da gerade gesehen habe. Alles wirkt trashig und dümmlich auf mich. Zugegeben mag es auch daran liegen, dass ich nicht mehr die Zielgruppe bin. Jedoch habe ich bereits andere japanische Produktionen dieser Art gesehen, die mich mehr erfreut haben. Tatsächlich wird meine Haltung zur Serie immer schlechter umso länger ich darüber nachdenke. Beenden wir es am besten mit 3/10 Punkten.

Wer sich für Hakuouki SSL begeistern konnte, wird auch viel Spaß bei Serien wie Good Morning Call und Aino Mating Agency Inc. haben.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Yuichi Nakamura (Good Morning Call) als Toshizo Hijikata, Toshiyuki Someya als Hajime Saito, Atsushi Kimura als Soji Okita, Mashu Ishiwatari als Heisuke Todo, Seiya Inagaki als Sanasuke Harada, Katsuhiko Ibuka als Chikage Kazama, Miraim Ono als Chizuru Yukimura