Südkorea

Cheese In The Trap 치즈인더트랩

Cheese In The Trap ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Webtoon.

Thema: Eine junge Frau verliebt sich in ihren unnahbaren Erzfeind

Link zum Podcast ▶️

©️TvN

Obwohl das die erfolgreichste Serie mit meinem Lieblingsschauspieler Park Hae Jin ist, habe ich mich lange nicht getraut das Drama zu sichten. Das lag vor allem an den äußerst negativen Kommentaren von meinen gleichgesinnten KDrama-Freunden, die mir immer wieder davon abgeraten haben. Durch Kates Zuspruch bekam ich dann aber doch Lust auf die Serie und schaute sie einfach in einem Rutsch durch.

Worum geht es in Cheese In The Trap?

Eine strebsame Studentin kehrt an die Uni zurück und findet sich sogleich in einem Kleinkrieg mit dem beliebtesten Studenten wieder. Dieser scheint in ihren Augen berechnend und falsch zu sein, weswegen sie nach Leibeskräften bemüht ist ihn zu meiden.

Eines Tages beginnt jedoch eben dieser junge Mann ihr den Hof zu machen und sie versteht die Welt nicht mehr. Als wäre das nicht genug findet sie sich auch noch im Visier eines übergriffigen Stalkers wieder. Hängen diese beiden Begebenheiten zusammen oder ist es doch nur Zufall?

Official Teaser Collection

Lohnt sich die Serie?

Da wir die Serie ausführlich in unserem Podcast besprochen haben, werde ich mich heute kurz fassen. Die Serie bietet viele interessante Handlungsstränge, die mehr oder weniger alle miteinander verknüpft sind. Die Charaktere sind sehr vielseitig geschrieben und konstruiert.

Mit hat Hae Jin sehr gut gefallen, da ich es mag, wenn er unnahbare Figuren mimt. Jedoch fand ich die Tragik seiner Rolle zu oberflächlich behandelt. Insbesondere in der zweiten Hälfte der Sendung fällt seine Figur immer wieder unter das Radar, was ich zum einen sehr schade für die Entwicklung der Hauptrolle finde als auch als äußerst schlechtes Drehbuch schreiben empfinde. Auf Grund von Problemen hinter den Kulissen konzentrierte sich die Schreiberin am Ende immer stärker auf die zweite männliche Figur, weswegen viele weibliche Zuschauer ein Second Lead Syndrome entwickelt haben. Ich fand dessen Figur zwar auch unheimlich sympathisch, aber nur als einfachen Freund und nicht als eventuellen Partner.

Die weibliche Hauptrolle ist sehr loyal und klug angelegt. Das hat mir äußerst gut gefallen. Insbesondere die Tatsache, dass sie Probleme direkt angeht und nicht vor sich her schleppt wie man es gerne bei anderen Serien öfter sieht.

Die Figur der In Ha war super überdreht und egoistisch dargestellt. Die Schauspielerin hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Aus diesem Grund mochte ich die Figur bis zum Ende nicht und war wirklich überrascht, dass sie noch extremer werden kann als am Anfang.

Obwohl sich die Serie unter dem Mantel einer Liebesgeschichte präsentiert, finden sich durch die Machtkämpfe und Stalker sehr viele Thriller- und Melodramelemente wieder. Durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen der Schreiberin wird das Drama leider immer schwächer und das sehe ich nicht als Schuld der Darsteller. Aufgrund meiner Enttäuschung habe ich für mich entschieden ihre zukünftigen Projekte zu meiden. Das Ende ist wirklich die Krönung. Wer die Serie nicht sehen mag, aber jetzt neugierig geworden ist, der sollte unseren Podcast anhören. Dort erzählen wir auch noch einmal ausführlich viele Geschichten vom Dreh.

Fazit

Die Serie weiss wunderbar zu unterhalten und bietet eine erstklassig konstruierte Dynamik zwischen den Charakteren untereinander. Da die Serie so gut losgeht, ist das Ende umso enttäuschender. Das liegt vor allem daran, dass die Sendung gefühlt ihren roten Pfaden verliert. Deswegen gebe ich insgesamt 8/10 Punkte. Die Schauspieler sind einfach zu gut, um die Serie schlechter zu bewerten. Jedoch wäre wirklich mehr drin gewesen. Tatsächlich hat mir der Film von 2018 besser gefallen.

Cheese In The Trap ist perfekt für Freunde dramatischer zwischenmenschlicher Beziehungen mit einer Prise Humor wie auch bei Romance Is A Bonus Book und Le Coup de Foudre.

Interessierte können die Serie auf Viki und Netflix streamen.

Darsteller: Kim Go Eun (The King: The Eternal Monarch, Goblin) als Hong Seol, Park Hae Jin (Secret, Man to Man) als Yoo Jung, Seo Kang Joon (Something About Us, If The Weather Is Nice, I Will Come Find You) als Baek In Ho, Lee Sung Kyung (About Time, Weightlifting Fairy Kim Bok Joo) als Baek In Ha

Drehbuch: Kim Nam Hee

Regie: Lee Yoon Jung

Südkorea

Goblin/Guardian:The Lonely and Great God/Dokkaebi 쓸쓸하고 찬란하神-도깨비

Dokkaebi ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 16 Folgen a 70 Minuten.

Thema: Dokkaebi sucht nach seiner Braut um endlich Sterben zu können

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Via Dramalist


Wenn man die Welt der KDrama für sich entdeckt, ist man erst einmal komplett überwältigt von der Fülle an Serien. Wie in anderen Ländern auch werden unzählige Genres und Produktionen geboten, damit die Auswahl noch schwerer wird. Doch man kann sich Hilfe im Internet bei anderen Fans suchen.Wenn man in den Foren unterwegs ist, werden einem unzähligen KDramas zum Einstieg empfohlen und Dokkaebi ist in jedem Fall eine davon. Tatsächlich würde ich die Serie zu den gefühlt drei häufigsten gehörten Empfehlungen zählen.

Worum geht es in Dokkaebi?

Kim Shin ist ein Dokkaebi, der von Gott verflucht wurde. Er ist dazu verdammt ewig zu leben bis er seine Braut findet. Nur diese kann den Fluch beenden und ihn sterben lassen. Seit über 900 Jahren ist er bereits auf der Suche als er die Schülerin Ji Eun-Tak kennenlernt. Diese behauptet stetig die Braut des Dokkaebi zu sein und beginnt ihm ungefragt hinterher zu laufen.

Als wäre das Leben nicht anstrengend genug zieht durch einen Zufall ein Sensenmann bei ihm ein, der sich an sein früheres Leben nicht erinnern kann und ihm garnicht wohl-gesonnen ist. Da scheint Streß vorprogrammiert.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Dokkaebi spielt in zwei Zeitebenen und fährt viele hochwertige Szenerien auf. Die Kulissen und die Garderobe sind perfekt. Die Kameraeinstellungen und die visuellen Effekte sind präzise und bringen eine verträumte Stimmung zu Tage. Beinahe mutet die Serie wie ein Märchen an.

Für ihre 16 Folgen ist sie äußerst komplex gehalten und beschäftigt sich mit vielen Handlungssträngen. Im Fokus dessen stehen der Dokkaebi Kim Shin und die Schülerin Ji Eun-Tak. Er ist ein lebendiger Eigenbrödler, der sich in sein menschliches Dasein zurücksehnt. Er ist des Lebens überdrüssig und hofft auf Erlösung. Die Zwischenzeit verbringt er damit Menschen hilfreich zu leiten oder sie zu bestrafen.

Ji Eun-Tak hingegen ist das Aschenputtel der Geschichte. Früh verlor sie ihre Eltern und muss seitdem bei der garstigen Tante und ihren Cousins leben, die ihr Erbe stehlen wollen. Ungeliebt und einsam bemüht sie sich durch fleißiges Lernen aus dem Kreislauf auszubrechen. Auf Grund eines Schicksalschlags hat sie die Fähigkeit Geister zu sehen und hilft Ihnen bei ihrem letzten Willen. Kim Shin lernt sie in ihrer dunkelsten Stunde kennen und sieht in ihm einen Hoffnungsschimmer.

Die Interaktion der beiden Hauptcharaktere ist sehr gefühlvoll und realistisch. Beide nähern sich nur langsam an und zeigen eine unglaubliche Chemie. Es macht unheimlich viel Spaß die Entwicklung ihrer Beziehung zu betrachten.

Der besagte Sensenmann und seine Hintergrundgeschichte macht viel Freude. Lee Dong-Wook spielt die Rolle mit seiner gewohnt trockenen Art und bringt dabei viele Lacher. Der Spagat zwischen Pflichtausübung und dem Zurechtfinden in der modernen Welt ist unheimlich unterhaltsam dargestellt. Zudem bietet die Liebesgeschichte um ihn und Sunny viele niedliche und tragische Momente. Auch hier funktioniert die Chemie der beiden Darsteller perfekt und lässt sofort erkennen warum sie zusammen als Leads für Touch Your Heart gecastet worden sind.

Als lustiger Sidekick entpuppt sich der Chaebol-Enkel Yoo Deok Hwa, der durch seine naive Art alle Charaktere mehr oder weniger eint.

Neben der tragischen Liebesgeschichte hat mir die Bromance von Kim Shin und dem Sensenmann unheimlich gut gefallen. Die beiden Spielen fantastisch zusammen und habe mir etliche laute Lacher entlocken können. Allein die gemeinsame Entdeckung des Handys macht die Serie schon sehenswert. Zudem ist der historische Teil sehr gut gelungen und spannt ein alles umfassendes Bild, dass wirklich in die Tiefe geht.

Fazit

Wie von unzähligen Rezensionen bereits gesagt, lohnt sich die Serie in jedem Fall. Die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie und zeigen untereinander viel glaubhafte Chemie. Die komplexe Handlung ist dezent und ruhig gehalten. Die märchenhaften Züge haben mir besonders gut gefallen. Die Einzelgeschichten um die Geisterwelt waren weniger von Interesse von mich. Auch wenn ich die Serie durchaus als sehenswert einstufe, gab es bereits andere KDramas, die mich mehr abgeholt haben. Deswegen gebe ich insgesamt 8/10 Punkte.

Dokkaibi eignet sich wunderbar für Freunde der romantischen Fantasy wie bei When Time Stopped und While You Were Sleeping.

Interessierte können die Serie auf DramaCool und  Viki streamen.

Darsteller: Gong Yoo (Coffee Prince, Twenty Years) als Kim Shin, Kim Go Eun (Cheese in the Trap) als Ji Eun-Tak, Lee Dong-Wook (Life, Bubblegum) als Wang Yeo, Yoo In-Na (Secret Garden, Touch Your Heart) als Sunny, Yook Sung-Jae (Heirs, School 2015) als Yoo Deok Hwa

Drehbuch: Kim Eun Sook

Regie: Lee Eung Bok

[Fun Fact] Ein lustiges Element der Serie ist, dass sie sich selbst nicht zu ernst nimmt. Im Laufe der Geschichte gehen Kim Shin und Ji Eun-Tak gemeinsam ins Kino. Während er vor Schreck beinahe stirbt, bekommt sie durch den Trubel vom Film nichts mit. Der Film, der im Kino läuft ist „Train to Busan“, in dem Gong Yoo ebenfalls die Hauptrolle spielt. Somit war 2016 ein sehr erfolgreiches Jahr für ihn. Während „Dokkaibi“ ein Überraschungserfolg in der Drama-Welt wurde, eroberte „Train to Busan“ auch international die Charts. Eine Fortsetzung ist aktuell in Planung und soll frühestens Ende diesen Jahres erscheinen.