USA

Scream Queens

Scream Queens ist eine US-amerikanische Anthologie-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 23 Folgen a 45 Minuten in 2 Staffeln.

Thema: Auf dem Campus geht ein Serienmörder auf Jagd nach Mitgliedern einer Studentenverbindung

©️FOX

Als ich zum ersten Mal von dem neuen Projekt Scream Queens hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Sämtliche Arbeiten von Ryan Murphy und Brad Falchuk konnten mich in der Vergangenheit ungemein begeistern und somit sah ich vielversprechend zu dieser Serie. Allein das geniale Cast machte schon Lust auf das Sichten allein.

Worum geht es in Scream Queens?

Chanel Oberlin ist die Königin der elitären Studentenverbindung Kappa Kappa Tau und führt ihre Rolle mit einer fiesen Strenge aus. Als die Uni-Dekanin beschlieft, dass in die Verbindung zukünftig jeder aufgenommen werden kann, beschließt sie sämtlichen Neuankömmlingen das Leben zur Hölle zu machen. Doch das gestaltet sich nicht so leicht wie erwartet, da ein Serienmörder sein Unwesen auf dem Campus treibt.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Wie man es von den Ideengebern gewohnt ist, bewegt sich die Serie auf einem äußerst hohen Niveau. Dabei kommt derber schwarzer Humor nicht zu kurz und führt durch die ernsten Probleme dieser überzeichneten Welt.

Alles in dieser Sendung ist viel zu viel. Viel zu viel pink, viel zu viel Boshaftigkeit, viel zu viel Humor. Die ganze Verbindungswelt erscheint ungemein kitschig und derbe hieratisch. Das macht das besondere Flair dieser Serie aus!

Vor allem Emma Roberts darf sich in ihrer Rolle als fieses Biest ordentlich austoben und bietet viel Angriffsfläche für die Lachmuskeln. Nicht anders ergeht es einem mit einer grandiosen Lea Michele, die eine ähnliche Rolle in Glee porträtieren durfte.

Das absolute Highlight dieser Serie sind ihre unzähligen Pop-Kultur-Anspielungen, die unheimlich viel Spaß bringen.

1. Staffel

Die Königin und ihre Minions sind das absolute Highlight dieser Show und wissen zu unterhalten. Insbesondere Billie Lourd habe ich hier lieben gelernt. Was ich jedoch feststellen musste, nachdem ich die Serie im Fernsehen erblickt habe, ist: Die Sendung funktioniert nur im englischen Original. Ähnlich wie es der britischen Skins-Variante bereits passiert ist, ruiniert die deutsche Synchronisation die komplette Serie und lässt sie unnötig trashig wirken. Das verdient die Serie überhaupt nicht.

2. Staffel

Während die erste Staffel an der Universität spielt, verlagert sich die Handlung in der zweiten Staffeln in ein Krankenhaus. Da ich kein Amazon Prime habe, gab es für mich leider noch kein Herankommen an diese Staffel. Sobald sich das ändert, wird meine Betrachtung hier nachgeholt.

Fazit

Was ich bereits von der Serie gesehen habe, wusste mich komplett zu überzeugen und zu unterhalten. Der schwarze Humor dieser Serie ist genial und komplett nach meinem Geschmack. Das gewohnte Cast hat mich einfach nur umgehauen und ich kann es kaum erwarten eines Tages auch die zweite Staffel zu sichten. Bisher gebe ich eindeutige 9/10 Punkte.

Scream Queens eignet sich wunderbar für Fans von Direktheit wie auch bei Glee oder American Horror Story.

Interessierte können die Serie aktuell nur auf Amazon Prime sichten.

Darsteller: Emma Roberts (American Horror Story, Unfabulous) als Chanel Oberlin, Lea Michele (Glee, The Mayor) als Hester Ulrich/Chanel #6, Abigail Breslin (Grey‘s Anatomy, Ghost Whisperer) als Libby Putney/Chanel #5, Billie Lourd (American Horror Story) als Sadie Swenson/Chanel #3, Jamie Lee Curtis (New Girl, Navy CIS) als Dekanin Cathy Munsch

Kanada, USA

The Kennedys

The Kennedys ist eine US-amerikanische-kanadische Miniserie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 8 Folgen a 45 Minuten. 2017 erhielt die Serie ein Sequel namens The Kennedys: After Camelot, dass die Jahre von Jackie Kennedy nach der Ermordung ihres Ehemannes im Fokus hat.

Thema: Die Geschichte der Politikerfamilie Kennedy

©️History Channel

Als ich von der Serie zum ersten Mal erfahren habe, war ich gleich völlig begeistert und neugierig. Ich wollte sie unbedingt sehen, da der Kalte Krieg und seine Beteiligten zu der für mich interessantesten politischen Ära zählen. Ich hatte große Erwartungen bereits vor dem Sichten.

Worum geht es in The Kennedys?

Die Serie fokussiert sich vor allem auf das Leben von John F. Kennedy zu Beginn seiner Präsidentschaft. Dabei werden sowohl sein Familienleben beleuchtet als auch die größten Probleme seiner Amtszeit wie unter anderem die Schweinebuchtkrise oder seine angebliche Verbindung zur kriminellen Unterwelt.

Lohnt sich die Serie?

Wenn man ein wenig an politischen Serien interessiert ist, sollte man dieses Drama unbedingt sichten. Die Ausstattung ist der Realität bis ins kleinste Detail nachempfunden. Das Casting scheint perfekt sowohl in der Interaktion als auch in der überzeugenden Verkörperung der historischen Figuren.

Greg Kinnear scheint als die perfekte Besetzung für John F. Kennedy. Er füllt die Rolle perfekt aus und zeigt alle Facetten des Präsidenten und seines emotionalen Lebens überzeugend auf. Das gleiche gilt für Katie Holmes als Jackie Kennedy, die diese Figur natürlich verkörpert. Zudem ist auch Barry Pepper als Bobby Kennedy extrem passend für diese Rolle.

Das Zusammenspiel der Charaktere ist unheimlich überzeugend und versetzt einen in die 1960er Jahre zurück. Obwohl man weiß wie es ausgeht, weiß das Drama dennoch eine unheimliche Spannung zu vermitteln. Dabei ist auch die überzeugende Darstellung der politischen Probleme ausschlaggebend.

Fazit

Insgesamt betrachtet, hat mich die Serie von der ersten Minute an gefesselt und mich wunderbar unterhalten. Als Historikerin kann ich sagen, dass sie viel wert auf reelle Darstellungen gelegt haben und somit den klassischen Hollywoodkitsch außen vorgelassen haben. Aus diesem Grund vergebe ich 8/10 Punkte.

The Kennedys eignet sich wunderbar für Freunde historischer Serien wie auch Holocaust oder Band of Brothers.

Interessierte können die Serie auf DVD und BluRay erwerben.

Darsteller: Greg Kinnear (House of Cards, Rake) als John F. Kennedy, Barry Pepper (Madison) als Bobby Kennedy, Katie Holmes (Dawsons Creek, Ray Donovan) als Jackie Kennedy, Tom Wilkinson (Belgravia) als Joe Kennedy Senior

Drehbuch: Stephen Kronish, Joel Surnow

Regie: Jon Cassar

Großbritannien

The Aliens

The Aliens ist eine britische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 6 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Grenzbeamter entdeckt, dass er zur Hälfte ein Alien ist

©️BBC

Ich bin auf diese Serie zufällig gestossen und entschied mich sie anzuschauen, weil Michael Socha die Hauptrolle hat. Er konnte mich schon in Being Human sehr erfolgreich zum lachen bringen. Aus diesem Grund erwartete ich hier einiges.

Worum geht es in The Aliens?

Vor 40 Jahren landeten Außerirdische auf der Erde. Die Integration der neuen Erdbewohner schlug fehl und drängte die Neuankömmlinge in eigene Ghettos. Um die Menschen zu schützen, werden die Grenzen stark vom Zoll gesichert. Der junge Grenzbeamte Lewis verachtet Aliens ebenso wie der Rest der Menschheit. Umso größer ist sein Schock als erfährt, dass er selber zur Hälfte einer ist. Im Ghetto begibt er sich auf die Suche nach Antworten.

Lohnt sich die Serie?

Bedingt. Die Geschichte ist wirklich ganz neu und enthält nette Ideen. Zudem ist sie gespickt mit dem typisch englischen Humor, der einen nur zum Lachen bringen kann.

Die Kulissen weisen, wie man es von den Briten gewohnt ist, viel Liebe zum Detail auf und zeigen die klassischen englischen Wohnverhältnisse. Wenn man schon mal vor Ort war, erkennt man vieles wieder und fühlt sich gleich wunderbar aufgehoben.

Der Hauptcharakter Lewis ist ein sympathischer Mann, der ein wenig verplant ist und trotzdem genau weiß was er will. Der Fakt, dass er zur Hälfte außerirdisch ist, bereit ihm unheimlich viele Sorgen und wirft ihn in ein komödiantisches Abenteuer.

Die Darstellung der Aliens schwankt zwischen normal bis unschön anzusehen. Das weibliche Gegenüber wirkt durch ihre äußerst sportliche Figur sehr androgyn und souverän. Ihr Zusammenspiel mit dem vergleichsweise naiven Lewis bietet viele schöne Momente. Die sich daraus ergebende Liebesgeschichte empfand ich als unmotiviert und wenig passend. Es hätte gereicht den Fokus auf die Spurensuche zu legen. Somit haben wir nur ein unnötiges Klischee bedient.

Am Ende bietet die Serie ein überraschend furioses Finale auf kampftechnischer Ebene mit der nüchternen Direktheit der Briten. Das macht Spaß und bietet einige schöne Sequenzen.

Was die Figuren angeht, bleiben sie insgesamt zu blass und lösen keine Empathie aus. Das fand ich enttäuschend, da eben dieser Faktor Serie von Film mich abhebt.

Fazit

Insgesamt bietet die Serie einen kurzweiligen Spaß für zwischendurch. Wenn man nicht Zuviel erwartet und die Serie nicht zu ernst nimmt, kann man durchaus seinen Spaß dabei haben. Jedoch erhebt die Serie keinen großen Anspruch. Deswegen gebe ich insgesamt 6/10 Punkte.

The Aliens eignet sich sehr gut für Freunde britischer Komödien wie auch Misfits oder Being Human.

Darsteller: Michael Socha (Being Human UK, Once Upon a Time) als Lewis Garvey, Jim Howick (Ghosts, Sex Education) als Dominic, Michaela Coel (Black Earth Rising, Chewing Gum) als Lilyhot, Trystan Gravelle (A Discovery of Witches, The Terror) als Fabien

Drehbuch: Fintan Ryan, Jon Brown

Regie: Lawrence Gough, Jonathan van Tulleken

Japan

Final Cut ファイナル・カット

Final Cut ist eine japanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 9 Folgen a 50 Minuten.

Thema: Mann auf Rachefeldzug gegen die Medien

©️Fuji TV KTV


Ich bin beim Stöbern durch Zufall auf diese Serie gestoßen. Der Inhalt sprach mich sofort an, da ich auch Lust auf ein ernstes Drama hatte. Zudem wirkte der Trailer äußerst ansprechend und ließ eine Mischung aus den Koreanern Healer und Bad Guys erwarten.

Worum geht es in Final Cut?

Nakamura Keisuke hat vor zwölf Jahren seine Mutter verloren. Durch die Medien fälschlich des Mordes an einem jungen Mädchen angeklagt, hielt sie es nicht länger aus und beging Suizid.

Mit seinen 30 Jahren ist Keisuke ein angesehener Polizist und verbringt seine Freizeit damit den wahren Mörder der Schülerin zu finden, um die Ehre seiner Mutter wiederherzustellen. Nebenbei rächt er sich an den Gestalten der Medienlandschaft, die zu ihrem Ableben beigetragen haben.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an worauf man wert legt. Gestandene Krimi-Schauer werden an dieser Serie ihre Freude haben. Sie unterteilt in die Folgen übergreifende Suche nach dem wahren Täter und den Fall der Woche-Opfern der Medien.

Den Handlungsübergreifenden Fall fand ich äußerst spannend. Die Idee sich an die Schwestern des Täters mit unterschiedlichen Identitäten heranzumachen, gefiel mir sehr gut und ließ einige Spannungsmomente erkennen.

Die Fall der Woche-Rache-Aktionen konnten mich dafür weniger begeistern. Sie verliefen nach dem ewig gleichen Schema und gefielen mir bereits bei der ersten Wiederholung nicht. Zudem wurde das Prinzip erst mit dem Ende der fünften Folge eingedämmt. Auch wenn er die einzelnen Journalisten anklagt und verunsichert, passiert in den darauffolgenden Episoden nichts. Auch das ändert sich erst mit Beginn der sechsten Episode, weil er dem Sender-Chef zu offensichtlich auf die Füße getreten ist.

Spannung kommt zum Ende hin erst auf als er der älteren Schwester des tatsächlichen Täters seine Geschichte erzählt und sie darüber aufklärt wie sie darin verwickelt ist. Insbesondere weil sie trotz der Umstände ihr Herz an ihn verloren hat. Das gibt der Geschichte noch eine leicht tragische Note.

Die letzte Episode besteht aus 90 Minuten Katz- und Mausspiel und ist sehr gelungen. Obwohl mich die vorangegangenen Folgen nur bedingt begeistern konnten, war ich hiermit sehr zufrieden. Die Auflösung bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau.

Fazit

Insgesamt betrachtet, würde ich mit der Serie leider nicht so richtig warm. Die Geschichte ist zwar interessant, aber durch die ewigen Wiederholungen schnell abgenutzt. Die Darsteller machen ihren Job sehr gut, aber das reißt das Kameratyp wieder heraus. Das Ende war zwar schön gestaltet, dennoch sehr vorhersehbar. Ich gebe 6/10 Punkte.

Final Cut eignet sich wunderbar für Fans von rätselhaften Thriller-Serien wie auch bei Broadchurch oder Voice.

Darsteller: Kamenashi Kazuya (Strawberry Night Saga, Second Love) als Nakamura Keisuke, Fujiki Naohito (Haha in Naru, It’s Not That I Can’t Marry, But I Don’t Want To) als Momose Rui, Kuriyama Chiaki (Silent Voice, Copyface) als Ogawara Yukiko

Drehbuch: Kaneko Arisa

Regie: Miyake Yoshishige, Higurashi Ken

Deutschland

Deutschland 83

Deutschland 83 ist eine deutsche Thrillerserie aus dem Jahr 2015. Sie ist die erste Staffel der Deutschland-Reihe und umfasst 8 Folgen a 45 Minuten. 2018 ist die zweite Staffel namens Deutschland 86 erschienen. Eine abschließende dritte Staffel ist in Planung.

Thema: DDR-Grenzsoldat wird als Spion in die Bundeswehr eingeschleust

©️UFA Fiction

Als ich das erste Mal von der Serie gehört habe, war ich gleich Feuer und Flamme. Die ganze Thematik klang spannend und vielversprechend. Da ich den Kalten Krieg unheimlich spannend finde, schien die Sendung perfekt für mich zu sein. Als ich auch noch erfuhr, dass Jonas Nay die Hauptrolle übernehmen würde, schien mein Glück perfekt. Ihn sehe ich unheimlich gerne und empfinde ihn als unheimlich talentiert. Mit Vorfreude erwartete ich diese, für deutsche Verhältnisse unheimlich kreative Produktion, sehnsüchtig und machte mich sofort ans Sichten.

Worum geht es in Deutschland 83?

Als die Spannungen im Kalten Krieg ihren Höhepunkt erreichen, wird der gutmütige Grenzsoldat Martin Rauch gegen seinen Willen von der Stasi als Spitzel rekrutiert. Er soll als Bundeswehroffizier Moritz Stamm geheime Militärpläne beschaffen. Während seiner Mission eröffnet sich für ihn im Westen eine ganz neue Welt voller Friedensdemos, Hippies, der Neuen Deutschen Welle, NATO-Manövern und den ersten Opfern von Aids.

Lohnt sich die Serie?

Ja, das tut sie. Auf Grund meiner starken Vorfreude hatte ich auch große Sorge enttäuscht zu werden. Insbesondere weil gute deutsche Serien wirklich nicht so häufig zu finden sind, wenn man vom Krimi-Genre absieht. Eine historisch-politische Serie zu sehen, machte mich glücklich. Es erschien mir wie der Aufbruch in ein neues Zeitalter.

Die ganze Inszenierung bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und bietet eine originalgetreue ostdeutsche Ausstattung, die sogleich ein Heimatgefühl aufkommen lässt. Die Darsteller erledigen ihren Job wunderbar und verzichten auf die gewohnte Theater-Intonation. Die Serie versammelt eine Vielzahl deutscher Talente wie Jonas Nay, Sylvester Groth und Maria Schrader.

Die Geschichte gestaltet sich von Anfang an äußerst spannend und kurzweilig. Auch wenn nicht alle Fakten historisch korrekt sind, gibt die Serie einen wunderbaren Eindruck von der Stimmung im Jahre 1983. Die Charaktere sind vielseitig und lassen eine gewissen Tiefe erkennen.

Trotz der Tatsache, dass er gegen seinen Willen im Feindesgebiet spionieren muss, erledigt Martin seinen Job äußerst professionell und es macht Spaß ihn bei seinen ganzen Methoden zu beobachten. Seine innere Zerrissenheit wird immer wieder deutlich und stürzt auch den Zuschauer in einen Konflikt. Die Sehnsucht nach seiner ostdeutschen Verlobten und die Verliebtheit in die westdeutsche Generalstochter lassen eine gewisse Spannung aufkommen. Dass er auch Leichen entsorgen und die flippigen Kinder des Generals besaßen muss, lassen ihn nicht verzweifeln. Zudem bietet die Serie wunderbare Kampfszenen.

Die gesellschaftlichen Unterschiede werden offensichtlich und mit Liebe zum Detail dargestellt. Die Hippie-Bewegung und die offene Homosexualität wirken erfrischend und modern. Der Druck der Stasi auf der anderen Seite nimmt teilweise bedrohliche Ausmaße an und macht Spaß zu betrachten. Mitfiebern ist angesagt!

Fazit

Endlich hat es eine deutsche Dramaserie geschafft mich zu begeistern und lässt mich auf die zweite Staffel hoffen. Die Darsteller machen ihren Job wunderbar und erwecken das erstklassige Drehbuch zum Leben. Das Eintauchen in eine vertraute, dennoch unbekannte, Welt lassen das Herz klopfen und lassen auf weitere gewagte deutsche Produktionen in der Zukunft hoffen. Dass die Serie im Ausland ein Erfolg und in Deutschland selbst ein Flop war, ist eine peinliche Entwicklung. Endlich wird etwas hochwertiges geboten und dann weigert man sich es zu schauen. Wirklich schade! Ich für meinen Teil gebe insgesamt 9/10 Punkte.

Deutschland 83 eignet sich wunderbar für Freunde von politischen Thrillern wie bei Hatufim – In der Hand des Feindes und Generation Kill.

Interessierte können die Serie auf Amazon Prime streamen.

Darsteller: Jonas Nay (4 gegen Z) als Martin Rauch, Maria Schrader (Tatort) als Lenora Rauch, Sonja Gerhardt (Honigfrauen) als Annett Schneider, Sylvester Groth (Dark) als Generalmajor Schweppenstette, Ulrich Noethen (Neben der Spur) als Wolfgang Edel

Thailand

Once Upon a Time…In My Heart – Karn La Krang Neung…Nai Hua Jai กาลครั้งหนึ่ง…ในหัวใจ

Once Upon a Time…In My Heart ist eine Thailändische Drama-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 12 Folgen a 90 Minuten.

Thema: Junge Frau flüchtet vor Ex und wird in einen Mafia-Krieg hereingezogen

©️Channel 7

Auch auf diese Serie bin ich wieder durch Zufall gestossen. Beim Stöbern entdeckte ich eine Vielzahl von interessanten Lakorns und hatte schnell die Qual der Wahl. Jedoch sprach mich dieses Drama zum einen wegen dem Mafia-Thema und zum anderen wegen der positiven Rezensionen sehr an.

Worum geht es in Once Upon A Time…In My Heart?

Die junge Autorin Fahsai wird nach 10 Jahren von ihrem Freund verlassen. Um ihrem Kummer zu entfliehen, fährt sie nach Japan in den Urlaub. Zur gleichen Zeit treffen dort zwei verfeindete chinesische Mafia-Clans aufeinander und bekriegen sich. Als der Chef der „Golden Dragons“ verletzt fliehen kann, trifft er auf Fahsai und entführt sie. Ab diesem Moment sind beide auf der Flucht vor dem rachsüchtigen Anführer der „White Tigers“ und kämpfen um ihr Überleben.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an was man erwartet. Die Beschreibung las sich von Anfang an interessant und aus diesem Grund war ich gespannt auf die Umsetzung. Die ganze Serie präsentiert sich wieder im typischen thailändischen Stil. Leicht überzeichnet und voller unglaublicher Wendungen. Dadurch wird die Geschichte nie langweilig.

Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl die Verfilmung eines erotischen Groschenromanes zu sehen. Die ganze Handlung samt ihrer Charakter erinnern an einen weiblichen Traum und sind zu schön um wahr zu sein. Die Mafiosi sind anscheinend nicht böse und haben ein wahrlich gutes Herz. Sämtliche Machenschaften wie Mord oder Erpressung tangieren die weiblichen Figuren in dieser Serie weniger. Tatsächlich scheinen sie dadurch magisch angelockt von den Männern.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die beiden Klan-Führer Daniel Wong und Chen Min. Während der erste als tragischer Traummann dargestellt wird, erscheint Min als emotional blinder Trottel. Charme besitzen sie beide und den spielen sie nicht zu knapp aus. Trotz der bösartigen Anfänge war ich immer im Team: Chen Min und hoffte sehr, dass er das Mädchen bekommt. Doch die Hoffnung gestaltete sich bis zum Ende als unglücklich.

Wenn ich mich auf ein Pärchen stürzen müsste, dass mich die ganze Zeit wunderbar unterhalten hat, fällt meine Wahl eindeutig auf Chen Biao und Puifai. Auch wenn sie ihre nervigen Momente hatte, waren die beiden von Anfang an schön zu betrachten. Jedoch war es für mich mehr als befremdlich zu sehen, dass wirklich keine Figur wirklich Probleme damit hatte, mit der Mafia zu verkehren. Das wirkte ungemein unrealistisch. Insbesondere wenn es auf das Ende zugeht. Oder kann man sich auch in der Mafia pensionieren lassen ohne Probleme?

Fazit

Alles in allem hat mich die Sendung wunderbar unterhalten. Man darf sie lediglich nicht zu ernst nehmen und sie als romantisches Drama betrachten. Dennoch werden viele Martial Arts-Kämpfe auf hohem Niveau geboten, die ordentlich Spaß beim zuschauen machen. Durch das überzeugende Spiel der weiblichen Hauptfigur blieb die Geschichte für mich bis zum Ende interessant, weswegen ich 6/10 Punkte geben kann.

Once Upon A Time…In My Heart eignet sich wunderbar für Freunde überzeichneter Lakorns wie You’re My Destiny und Oh My Ghost.

Darsteller: Mik Thongraya (Mon Garn Bandan Ruk, Jao Sao Jum Yorn) als Daniel Wong, Pimprapa Tangprabhaporn (Por Mod Jao Sanae, Bussaba Tah Rue) als Fahsai/Botan, Kitkong Khamkrith (Nang Rai, Saming Jao Tha) als Chen Min, Mek Juti Jumroenketpratip (Ruk Nee Boon Ruksa, Pisard Hansa) als Chen Biao

Compilation
Südkorea

The Secret Life of My Secretary 초면에 사랑합니다

The Secret Life of My Secretary ist eine südkoreanische Comedy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 32 Folgen a 30 Minuten.

Thema: CEO verliert die Fähigkeit der Gesichtserkennung und bekommt Hilfe von seiner Sekretärin

F2058753-B1F5-4FDA-86A5-CA1D3765567B
©️SBS

Ohne viel Vorwissen entschied ich mich für das Sichten dieser Serie, weil zum einen der Plot sehr verschroben klang und zum anderen, weil ich mal wieder Lust hatte live (d.h. Neue Serie gemeinsam mit Community entdecken) zu schauen. Doch wenn ich ehrlich sein soll, erwartete ich nicht viel. Die ganze Handlung klang einfach zu angedreht und merkwürdig.

Worum geht es in The Secret Life of My Secretary?

Do Min Ik ist ein erfolgreicher und von sich eingenommener aufstrebender CEO. Er kann andere Gesichtsausdrücke perfekt lesen und nutzt das zu seinem Vorteil. Die ungepflegte Jung Gal Hee ist seine übereifrige Assistentin, die alles für ihn tut und zum Dank gefeuert wird.

Nach einem Unfall verliert Min Ik die Fähigkeit Gesichter zu erkennen. Die einzige Ausnahme ist seine ehemalige Sekretärin, weswegen er alles daran setzt sie zurück zu bekommen. Von nun an ist sie seine wichtigste Bezugsperson.

Lohnt sich die Serie?

Ja, ja und nochmals ja! Ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten, aber diese Serie hat mich unheimlich begeistert. Von der ersten bis zur letzten Minute habe ich dieses Drama gesuchtet und lieben gelernt.

Die ganze Handlung deckt unerwarteter Weise soviel Genres ab und bleibt sich bis zum Ende treu. Wir haben hier das Drama auf Grund des Mordversuches und der medizinischen Konsequenzen. Wir haben die Liebesgeschichte plus Versteckspiel dank der Sekretärin. Wir haben die Comedy dank des unheimlichen genialen Spiels der Rolle der Veronica Park. Wir haben einen Krimi-Aspekt durch die geheimen Machenschaften der Geheimgesellschaft und zum Abschluss eine Verschwörung durch die Wahl des neuen Präsidenten innerhalb der Firma.

Obwohl ich von Anfang an sämtliche Handlung mit großem Interesse verfolgt habe, hatte ich lange keine Idee wer wirklich der Bösewicht im ganzen Spiel sein kann. Als dann die Auflösung präsentiert wurde, war ich äußerst überrascht. Das passiert mir wirklich nur selten.

Die einzelnen Charaktere sind so unheimlich liebenswert und witzig. Sowohl die Beziehung um Do Min Ik und Jung Gal Hee als auch das Verhältnis von Veronica Park und Ki Dae Joo sind unheimlich sehenswert. Alle haben eine unglaubliche Chemie und begeistern mit jeder Szene. Insbesondere Kim Jae Kyung, die die exzentrische Erbin mit Perfektion spielt, lockt etliche Lacher hervor.

Das Drama das sich um die große Lüge der Sekretärin entspinnt, zieht immer größere Bahnen. Ich habe mir immer wieder gewünscht, dass das bald auffliegt, damit der Schaden nicht zu groß ist. Jedoch sind wir hier im KDramaland und natürlich wird das Drama herausgefordert.

Fazit

Alles in allem ist diese Serie eine, die ich immer wieder empfehlen würde. Sie bietet soviel komische als auch lustige Szenen voller Herz, dass man einfach in ihrem Bahn gefangen bleiben muss. Durch sie habe ich insbesondere Kim Young Kwang und Jin Ki Joo lieben gelernt und werde in Zukunft bewußt nach ihren Projekten Ausschau halten. Insgesamt gebe ich 9/10 Punkte.

The Secret Life Of My Secretary eignet sich wunderbar für Freunde komischer Romantik wie auch bei What’s Wrong With Secretary Kim und Doctor’s Diary.

Interessierten können die Serie bei Viki Rakuten streamen.

Darsteller: Kim Young Kwang (Room No. 9, Go Ho’s Starry Night) als Do Min Ik, Jin Ki Joo (Come and Hug Me, Wednesday 3:30 PM) als Jung Gal Hee, Kim Jae Kyung (Bad Papa, Life on Mars) als Veronica Park, Koo Ja Sung (Misty) als Ki Dae Joo

Drehbuch: Kim Jung Ah

Regie: Lee Kwang Young

Südkorea

Abyss 어비스

Abyss ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Zwei Freunde kehren von den Toten zurück in Erscheinung ihrer Seele und jagen ihren Mörder

©️Netflix

Neben The Secret Life of My Secretary erschien Abyss als neueste Serie aus Südkorea auf dem Markt. Während in den vergangenen Monaten ordentlich Werbung für das Drama gemacht wurde, erhielt es mit Beginn der ersten Folge viel Lob. Ohne den Plot zu kennen, machte ich mich ans live Sichten.

Worum geht es in Abyss?

Der junge Cha Min ist zwar reich, aber unheimlich attraktiv. Seit 20 Jahren ist er in seine Schulfreundin Go Se Yeon verliebt, die ihn immer wieder genervt zurückweist. Durch sie lernt er seine Verlobte kennen, die ihn vor der Hochzeit ausraubt und spurlos verschwindet. Verzweifelt stürzt er in die Tiefe und stirbt. Durch die Macht des Abyss wird er wieder zum Leben erwacht und trägt von nun an das Aussehen eines Topmodels als Seelenerscheinung.

Nachdem Go Se Yeon einem Mord zum Opfer fällt, erweckt Cha Min sie wieder zum Leben. Während sie vorher eine wunderschöne Frau war, ist sie nun ein unscheinbar und klein. Gemeinsam begeben sie sich auf die Jagd nach dem Mörder.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an was man erwartet. Interessiert man sich für den Krimi-Anteil besonders kommt man hier ganz auf seine Kosten. Setzt man auf den Fantasy-Aspekt könnte man ein wenig ernüchtert werden. Erwartet man eine Romanze wird man enttäuscht und lediglich zum Ende hin ein wenig angefüttert.

Die Serie vermochte von der ersten Minute an ihr Publikum zu spalten. Dabei bleibt sie sich jedoch immer treu. Die Zeichnung der Figuren erscheint am Anfang ein wenig unbeholfen und eigenwillig. Während man den männlichen Charakter sehr schnell ins Herz schließt, muss man sich an die Frau im Fokus und ihre Entwicklung erst einmal gewöhnen.

Der Mordfall und seine ganzen Umstände gestalten sich vielschichtig und ereignisreich. Dabei bietet das Ermitteln durch die fantastischen Elemente der Geschichte viele komische Aspekte. Die Interaktion der beiden Leads und ihre Querelen unterstreichen das noch zusätzlich.

Der ganze Komplex um den Körpertausch und deren Folgen in der realen Welt gestaltet sich spannend und gibt einem immer wieder neue Rätsel auf, die zum Mitfiebern einladen.

Was die Bösewichte angeht, werden recht schnell eindeutige Fährten gelegt. Während mich die Geschichte um den Chirugen Oh Young Cheol immer mehr genervt hat auf Grund der immerwährenden Wiederholungen in der Erzählung, fand ich die ganze Darstellung vom Staatsanwalt Seo Ji Wook unheimlich interessant. Tatsächlich entwickelte sich sein Charakter recht schnell zu meinen Lieblingen. Um so enttäuschter war ich als sie ihn am Ende so unnötig gezeichnet haben und seine Motivation ungeklärt blieb. Das war eine verschenkte Chance die Serie interessanter zu gestalten. Eben dieser Aspekt schreit förmlich nach faulen Schreibern. Wirklich schade!

Die Liebesgeschichte und ihre Wurzeln bieten einige niedliche bis tragische Momente und verleihen den Hauptfiguren Tiefe. Man fiebert zum Ende förmlich mit ihnen mit und wünscht ihnen ein verdientes Happy End. Deswegen war es schade am Ende diese melodramatischen Momente erleben zu müssen. Das hätte man freudiger gestalten können.

Fazit

Alles in allem bietet sich hier eine unterhaltsame Serie, die manchmal an der eigenen Logik scheitert. Zwar bietet die Handlung spannende Momente, jedoch schwächelt sie an der unnötigen Darstellung dummer Hauptcharaktere, die sich permanent in Gefahr bringen, weil sie zu offensichtlichen Schlussfolgerungen nicht fähig zu sein scheinen. Gott sei Dank wurden diese Eigenschaften im Fortschreiten der Handlung behoben, weswegen die Serie zum Ende noch das eine oder andere Mal für anfängliche Fehler entschädigt. Deswegen gebe ich insgesamt 7,5/10 Punkte.

Abyss eignet sich wunderbar für Freunde von Fantasy-Crime-Serien wie auch bei While You Were Sleeping oder Meet Me @ 1006.

Interessierte können die Serie auf Netflix sichten.

Darsteller: Park Bo Young (Strong Woman Do Bong Soon, Oh My Ghostess) als Go Se Yeon, Ahn Hyo Seop (Top Management, Thirty But Seventeen) als Cha Min, Lee Sung Jae (Goodbye to Goodbye, The King’s Face) als Oh Young Cheol, Lee Shi Eon (Player) als Park Dong Cheol, Han So Hee (100 Days My Prince, Money Flower) als Jang Hee Jin, Kwon Soo Hyun (The Smile Has Left Your Eyes, The K2) als Seo Ji Wook/Oh Tae Jin

Drehbuch: Moon Soo Yeon

Regie: Yoo Je Won

Thailand

Game Maya เกมมายา

Game Maya ist eine thailändische Thriller-Serie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 17 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Mann will Rache für den Mord an seiner Braut

©️GMM One

Beim Stöbern durch My Dramalist stieß ich auf diesen Lakorn und fand die Handlung von Anfang an ansprechend. Dennoch blieb die Serie noch eine Weile auf meiner Watchlist. Erst nachdem ich mich dazu entschlossen hatte endlich einmal ein Drama mit dem Lakorn-Gott Push Puttichai Kasetsin auszuprobieren, erschien mir diese Serie am nahe liegensten. Weiteres Vorwissen hatte ich jedoch nicht.

Worum geht es in Game Maya?

Am Tag der geplanten Hochzeit verunglückt Guns Zukünftige tödlich. Nach dem Schock entdeckt er eine Sprachnachricht von ihr auf seinem Handy, in der sie verängstigt darauf hinweist, dass der Geschäftsmann Khun Kawin an ihrem Tod Schuld ist, wenn ihr etwas passiert. Gun schwört Rache und schleust sich als Bodyguard des erfolgreichen Filmstars Pimdao, die zugleich Kawins Verlobte ist, in seine Welt.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich muss man den thailändischen Stil mögen, um einen Lakorn zu überstehen. Alles wirkt manchmal etwas übertrieben oder zu stark ausgeschmückt. Was Wendungen und Dramatik in der Handlung angeht, wird es ebenfalls nie langweilig. Zudem sind die Kamerafahrten oftmals unnötig schnell und irritierend.

In diesem Drama präsentiert sich der Superstar des thailändischen Lakorns Push Puttichai Kasetsin an der Seite seiner Ehefrau Jooy Warattaya Nilkuha. Das erklärt auch die starke Chemie der beiden Leads von der ersten Minute an. Ob im Streit oder im Schwärmen funktionieren beide zusammen sehr gut. Tatsächlich macht es unheimlich viel Spaß ihre Interaktion zu erleben. Während Push durch sein besonnenes Spiel unheimlich an Ji Chang Wook erinnert, gibt sich Jooy zwar sympathisch aber auch etwas dümmlich naiv.

Die Darstellung des kriminellen Geschäftsmannes Kawin ist überraschend vielschichtig und spannend. Man weiß lange nicht was man von seiner Figur halten soll und hat an manchen Stellen sogar Mitleid mit seinen verzwickten Situationen.

Die weiblichen drei Nebenrollen sind alle mehr oder weniger dumm angelegt. Pimdaos Managerin Prim ist zwar eine intelligente Frau mit erstklassigen Ansichten, jedoch handelt sie nie. Das wirkt teilweise störend und wenig nachvollziehbar. Pimdaos beste Freundin Nam ist unheimlich nervig in ihrer Art und man weiß nicht, ob man sie einfach peinlich finden soll oder hassen. Und zu Schluss darf nicht unerwähnt bleiben die Stiefschwester von Kawin und ihre teuflische Lache. Bei ihr hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie die Serie auf das Klischee einer brasilianischen Telenovela heben möchte.

Was mich anteilig verwirrt hat, war tatsächlich die genaues Stellung des männlichen Hauptcharakters. Das mag vielleicht am Kulturunterschied liegen. Jedoch habe ich bis zum Ende nicht verstanden, ob er Polizeichef, Sicherheitsbeauftragter, Kampfkunstlehrer oder Bodyguard war. Das wurde auch nicht wirklich aufgeklärt. Die Interaktionen mit seinen Freunden, bei denen ich auf beruflicher Ebene das gleiche Problem hatte, ist sehr gefällig und sympathisch. Jedoch war die Figur der Fast-Schwägerin meine absolute Hassfigur. Die hat mich permanent durch ihre Dummheit genervt und mich schon beim Erscheinen zum Augen rollen bewegt.

Fazit

Die Handlung und ihre mit sich bringenden Verwicklungen unterhalten und machen Freude. Ich war an keiner Stelle gelangweilt und wollte immer wissen wie es weitergeht. Das spricht für eine gute Serie! Aus diesem Grund habe ich auch solide 7/10 Punkte gegeben. Auch wenn die Kamerafahrten manchmal komisch wirken, holen die Hauptdarsteller durch ihr Spiel einiges wieder heraus.

Game Maya eignet sich wunderbar für Freunde überzeichneter dramatischer Wendungen wie auch bei Once Upon A Time…In My Heart oder You’re My Destiny.

Darsteller: Push Puttichai Kasetsin (Boss & Me, Puer Tur) als Gun, Jooy Warattaya Nilkuha (Gum Lai Mat, Rahut Logan) als Pimdao, Tanjararak Kavee (Turn Left Turn Right, Beautiful Lie) als Kawin

Taiwan

Meet me @ 1006 • 1006的房客

Meet Me At 1006 ist eine taiwanesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 26 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Zwei Fremde verbindet ein Zeitportal in ihrer Wohnung um einen Mord zu verhindern

Via Dramalist

Ich habe von dieser Serie vorher noch nie etwas gehört. Als ich jedoch den Plot las und sah, dass meine beiden Lieblinge der ersten Stunde die Hauptrollen inne hatten, freute ich mich sehr auf das Sichten und die Tatsache endlich einmal wieder ein taiwanesisches Drama sehen zu können.

Worum geht es in Meet Me @ 1006?

Der ehemalige Star-Anwalt Ke Zhen Yu zieht nach seinem unfreiwilligen Karriereende in eine einfache Wohnung. Abends trifft er dort auf die angehende Journalistin Cheng Jia Le. Nach einigem Hin und Her stellt sich heraus, dass beide in der gleichen Wohnung leben, lediglich im Abstand von vier Monaten. Beide verbindet der gleiche Mordfall miteinander und sie haben täglich nur 46 Minuten Zeit um ihn zu lösen. Jedoch haben sie nicht mit dem Schmetterlingseffekt gerechnet.

Lohnt sich die Serie?

Allerdings. Ich habe die Serie von der ersten bis zur letzten Minute gesuchtet. Normalerweise leiden taiwanesische und chinesische Dramen oftmals an einfallslosen Drehbüchern sobald sie mehr als 16 Episoden haben. Das ist hier jedoch nicht der Fall. Die ganze Handlung wirkt sehr rund und gelungen. Es gleiche gilt auch für die Charakterzeichnung selbst.

Die Idee mit Zeitportalen ist nicht neu, aber hier sehr kreativ umgesetzt. Die Idee den Protagonisten exakt 46 Minuten zu geben hat mir sehr gut gefallen. Ebenso wie die spätere Entdeckung des Eindringens in 2017 und 2018.

Der Kriminalfall kam mir von Anfang an recht eindeutig vor. Mein vermuteter Täter war es dann auch. Jedoch gibt es noch einen weiteren Mord zu lösen und dessen Auflösung hat mich kalt erwischt. Dickes Lob an die Drehbuchschreiber! Das war sehr gut.

Die beiden Hauptcharaktere machen die Serie zum Highlight mit ihrer Hassliebe. Neben den unheimlich witzigen Momenten sorgen sie auch für ordentlich Haare rümpfen. Lego Lee überzeugt sowohl als arroganter Snob aus 2017 als auch als einsichtiger Ermittler aus 2018. Seine Reaktionen auf neue Erinnerungen sind göttlich und somit wird er schnell zum Lieblingscharakter. Zudem ist die Idee das sein vier Monate jüngeres Ich sein größter Feind is fantastisch.

Ihm Gegenüber haben wir die unerfahrene aber ambitionierte Journalistin Jia Le, die immer Hin und Her gerissen ist zwischen Wahrheit und Lüge. Manchmal nervt ihre Sturheit, doch tatsächlich ist sie realistisch. Da sie aus der Vergangenheit stammt, muss sie alles blind der Zukunftsversion ihres Erzfeindes glauben. Da kann man auch mal anstrengende Phasen haben. Allgemein liebe ich es diese beiden Schauspieler zusammen zu sehen. Ihre Chemie begeisterte mich bereits in Love @ Seventeen.

Fazit

Insgesamt betrachtet ist diese Serie wirklich das Beste, was ich bisher aus Taiwan gesehen habe. In den 26 Episoden kommt keine Langeweile auf. Tatsächlich bietet sich ein stimmiges Drehbuch mit einer breiten Palette von Emotionen. Alles scheint perfekt ineinander zu greifen. Das Umsetzen der Fantasy-Aspekte gelingt ohne Probleme. Deswegen kann ich der Serie nur 9/10 Punkte geben.

Meet Me @ 1006 eignet sich wunderbar für Freunde moderner Fantasy wie auch bei Life on Mars oder While You Were Sleeping.

Darsteller: Lego Lee (Love @ Seventeen, The King of Romance) als Ke Zhen Yu, Nikki Hsieh (Love @ Seventeen, Rock Records in Love) als Cheng Jia Le, Ken Hsieh (Back to Home, Attention Love!) als Mu Si Ming

Südkorea

Bad Guys 나쁜 녀석들

Bad Guys ist eine südkoreanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2014 mit insgesamt 11 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Spezialeinheit aus Serienmördern bestehend ermittelt mit einem umstrittenen Polizisten in Mordfällen

©️OCN

Auf diese Serie bin ich durch Park Hae Jin aufmerksam geworden, den ich unheimlich gerne sehe. Aus diesem Grund landete sie auf meiner Watchlist. Jedoch wurden immer wieder Lobeshymnen auf diese Serie laut und das weckte meine Neugier. Als Netflix ankündigte die Serie aus dem Programm nehmen zu wollen, beschloss ich endlich mit der Sichtung zu beginnen.

Worum geht es in Bad Guys?

In Seoul treibt ein Serienmörder sein Unwesen, dem sogar der Sohn des Polizeichefs zum Opfer fällt. Verzweifelt ruft dieser den umstrittenen Ermittler „Mad Dog“ Oh Goo Tak aus dem unfreiwilligen Ruhestand und beauftragt ihn ein Team zusammen zustellen, um den Täter zu fassen. Bekannt für seine unorthodoxen Methoden wählt er drei Inhaftierte aus um ihm zu helfen. Den Gangster Park Woong Cheol wegen seiner Stärke, den Auftragsmörder Jung Tae Soo wegen seiner raffinierten Methoden und den jüngsten Serienmörder Koreas Lee Jung Moon wegen seiner hohen Intelligenz. Gemeinsam gehen sie auf die Jagd.

Lohnt sich diese Serie?

Ja, ja und ja! Ich hatte schon vor dem Sichten immer wieder gelesen, dass die Serie unterschätzt wird. Nach dem Sichten kann ich das nur bestätigen. Dieses Drama lohnt sich auf jeden Fall.

Die Handlung spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Einmal im Jetzt, wo sie als Einzelkämpfer bemüht sind die aktuellen Fälle zu lösen und zum anderen einigen Jahre davor. In dieser Phase wurde Mad Dog suspendiert und die anderen drei inhaftiert.

Neben den spannenden aktuellen Fällen tut sich ein verwobenes Netz aus Hinweisen auf, die immer stärker darauf hindeuten, dass alle Hauptcharaktere durch ihre Vergangenheit miteinander verbunden sind. Das Ergründen gestaltet sich unheimlich spannend.

Alle Figuren haben ihre Eigenheiten und ganz spezielle Charakterzüge. Kombiniert mit ihrer Vergangenheit stellt sich Nervenkitzel ein. Die Verbindung von früher und jetzt ist der Serienkiller Jung Moon, der sich an seine Taten selbst nicht erinnern kann. Sein eigener Kampf um die Wahrheit hat mir unheimlich viel Freude beim Sichten bereitet und das lag nicht nur an Park Hae Jin, der die Rolle fantastisch spielt.

Neben der spannenden Handlung bietet die Serie ein flüssiges Drehbuch, tolle Schnitte, erstklassig choreografierte Kampfszenen, düstere Kulissen und eine sp genannte Gangnam Beauty.

Fazit

Das Sichten der Serie lohnt sich in jedem Fall. Es wird einem ein erstklassiger Mix aus Thriller, Action und Drama geboten. Alle Handlungsstränge sind interessant und lassen keine Langeweile aufkommen. Insgesamt betrachtet, kann ich die Serie nur weiterempfehlen. 8,5/10 Punkte.

Bad Guys eignet sich wunderbar für Freunde ernster Thriller wie Cruel City oder Voice.

Interessierte können die Serie auf Viki Rakuten streamen.

Darsteller: Kim Sang Joong (City Hunter) als Oh Goo Tak, Park Hae Jin (Man to Man) als Lee Jung Moon, Jo Dong Hyuk (The K2) als Jung Tae Soo, Ma Dong Seok (38 Task Force) als Park Woong Cheol, Kang Ye Won (Man who dies to live) als Yoo Mi Yeong

Drehbuch: Han Jung Hoon

Regie: Shin Yong Hwi, Kim Jung Min

Südkorea

Naked Fireman 맨몸의 소방관

Naked Fireman ist eine südkoreanische Drama-Serie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 4 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Feuerwehrmann jobbt als Nacktmodell und wird von seiner Vergangenheit eingeholt

8FD3FFCA-941D-48D3-A8A1-F62A578838DB
Via Dramalist

Auf diese Serie bin ich auf Grund von drei Gründen gestoßen. Zum ersten habe ich einen Podcast gehört, wo die Serie durchaus positiv besprochen wurde. Zum zweiten machte mich der Titel durchaus neugierig. Und zum dritten hatte ich Lee Joon Hyuk kürzlich erst in City Hunter gesehen und war durchaus sehr angetan von ihm. Alle drei Gründe zusammen wurden durch die kurze Laufzeit durchaus weiterhin unterstützt. Ohne großartige Erwartungshaltung machte ich mich ans Sichten.

Worum geht es in Naked Fireman?

Kang Chul Soo ist ein engagierter Feuerwehrmann, der für seinen Job lebt. Als sein Chef und engster Vertrauter an Krebs erkrankt, sucht er eine Möglichkeit um an Geld für die Behandlungskosten zu kommen. Hilfe erhält er von seinem kleinkriminellen Jugendfreund Oh Sung Jin, der ihn an eine reiche Malerin vermittelt, die ein Nacktmodell braucht. Was er jedoch nicht weiß ist, dass hinter diesem Job noch viel mehr steckt als er erwartet hätte.

Lohnt sich die Serie?

Mit ihrer kurzen Laufzeit und dem durchdachten Drehbuch lohnt es sich die Serie zu schauen. Die Charaktere erhalten eine angemessene Tiefe und erzeugen viel Spannung mit ihren Interaktionen. Anders als man es von koreanischen Dramen gewöhnt ist, steht nicht die Liebesgeschichte im Fokus, sondern die Aufklärung der Kriminalfälle.

Beide Hauptdarsteller wissen zu überzeugen und haben eine spürbare Chemie. Ihre Geschichte mitsamt der Hintergründe war äußerst interessant und blieb spannend. Von dem Nebenstrang um seinen Jugendfreund und ihre Tante war ich positiv überrascht, da ich schon ein aufgesetztes Komplott erwartet hatte. Das Ausbleiben fand ich äußerst befriedigend.

Der tatsächliche Mörder ist erst schwer zu erahnen und ab der Hälfte der Serie überdeutlich. Dennoch war nicht der anmutende Teil die Frage nach dem Wer, sondern wie es den weiter geht.

Fazit

Insgesamt betrachtet, nutzt das Drama seine Sendezeit wunderbar aus. Die Serie weiß zu unterhalten und macht Spaß. Obwohl die Produktion ernst angelegt ist, gibt es auch ein paar aufrüttelnde Witze. Der liebenswerte Charakter des Feuerwehrmannes hat mir sehr gut gefallen und noch mehr Raum verdient. Da man jedoch recht schnell erahnen konnte, wo die Reise hingeht, gebe ich nur 7/10 Punkte.

Naked Fireman eignet sich für Freunde romantischer Krimi-Unterhaltung wie bei Castle oder While You Were Sleeping.

Interessierte können die Serie auf Dramacool und Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Joon Hyuk (City Hunter, Designated Survivor: 60 Days) als Kang Chul Soo, Jung In Sun (Circle, Terius Behind Me) als Han Jin Ah, Park Hoon (Memories of the Alhambra, Haechi) als Oh Sung Jin, Seo Jung Yeon als Han Song Ja

Regie: Park Jin Suk

Südkorea

City Hunter 시티헌터

City Hunter ist eine südkoreanische Action-Serie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 20 Folgen a 70 Minuten. Sie basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Tsukasa Hojo.

Thema: Charismatischer MIT-Absolvent übt Rachefeldzug für den Tod seines Vaters aus

Via Dramalist


Lee Min-Ho gehört zur absoluten Hallyu-Elite Südkoreas. Seit Boys Over Flowers ist er zum Superstar geworden und hat seitdem diesen Posten auch nicht mehr verlassen. Bisher hatte ich nur das besagte Boys Over Flowers und The Heirs mit ihm gesehen. Beides sind hochgelobte Serien, die ich auf meinem Blog auch ausführlich besprochen habe, und die sehr unterhaltsam waren. Warum sie als zu den besten KDramas gehörig gezählt werden, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Mit City Hunter schlug Lee ein komplett neues Kapitel auf, indem er die Hauptrolle in einer Thriller-Serie mit erheblichen Action-Anteil übernahm. Von den Kritiken und Zuschauern gelobt, war ich sehr gespannt auf diese neue Seite von ihm.

Worum geht es in City Hunter?

Der junge Poochai wächst im goldenen Triangle Nordkoreas unter Guerillas auf und wird von seinem strengen Stiefvater täglich trainiert, um den Tod seines leiblichen Vaters zu rächen. Dieser fiel einer Verschwörung der Regierung zum Opfer.

Als Erwachsener kehrt er nach Seoul unter neuem Namen, Lee Yoo Sung, zurück und arbeitet als IT-Experte im Blauen Haus. Während er tagsüber seinem Bürojob nachkommt, verwandelt er sich nachts in den City Hunter und übt seine Rache an den Schuldigen aus.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie bietet eine wunderbare Mischung aus Action-und Politserie. Die Inszenierung ist makellos und sehr an der Manga-Vorlage orientiert. Selbst die Bewegungen von Lee Min Ho scheinen manchmal wie gezeichnet. Ähnlich ist es mit den perfekt inszenierten Kampfszenen, die unheimlich viel Freude bereiten.

Die Kulissen sind opulent und geschmackvoll. Genauso verhält es sich auch mit der Mode und den Fahrzeugen.

Der Plot ist am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig durch die verquere Grundprämisse mit dem Baby-Diebstahl. Wenn man jedoch darüber hinweg sieht, erlebt man spannende Szenen in Nordkorea und kann komplett in der politischen Verschwörung aufgehen. Die Serie entpuppt sich als ein vielschichtiges Rache-Drama, dass zu unterhalten weiß.

Die Charaktere sind sympathisch und interessant. Poochai undercover zu erleben, war unheimlich spannend und brachte viele schöne Momente. Kim Na Na war niedlich und sehr süß im Zusammenspiel mit Poochai. Der dritte Lieblingscharakter meinerseits war der Staatsanwalt Kim Yeong Joo. Seine Interaktion mit dem City Hunter war immer wieder toll.

Den Stiefvater fand ich furchtbar und der Handlungsstrang um die Mutter war für mich ebenfalls nicht interessant genug.

Fazit

Während die Serie überraschend gut gestartet ist, erschien sie zum Ende hin ein wenig zu lang und unnötig gestreckt. Die politische Verschwörung war mir zu übertrieben deutlich und die Beziehung zu Kim Na Na viel zu wenig. Deswegen muss ich ein paar Punkte abziehen. Tatsächlich ist das jedoch das beste Drama, dass ich bisher mit Lee Min Ho gesehen habe. Aus diesem Grund gibt es 7/10 Punkte.

City Hunter eignet sich sehr gut für Fans von Action-Serien wie Healer oder K2.

Interessierte können die Serie auf Dramacool streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (Boys Over Flowers, The Heirs) als Poochai/Lee Yoon Sung, Park Min Young (Healer, Was ist los mit Sekretärin Kim?) als Kim Na Na, Lee Joon Hyuk (Naked Fireman, Designated Survivor: 60 Days) als Kim Yeong Joo, Kim Sang Joong (Bad Guys, The Banker) als Lee Jin Pyo/Steve Lee

Drehbuch: Choi Soon Jin, Hwang Eun Kyung

Regie: Jin Hyeok

Südkorea

Shopping King Louie 쇼핑왕 루이

Shopping King Louie ist eine südkoreanische Comedyserie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 16 Folgen a 70 Minuten.

Thema: Unselbständiger Millionär mit Amnesie findet Hilfe bei naivem Landei

4A28EABB-659C-4155-A378-00EFACBA13EE
Via Dramalist

Über Shopping King Louie bin ich eher durch Zufall gestolpert. Auch wenn er in den verschiedenen KDrama-Listen eher weniger aufgeführt wird, hört man in den Foren immer wieder Empfehlungen in seine Richtung. Da mir der Hauptdarsteller Seo In-Guk als erster Grübler in The Master’s Sun in Erinnerung geblieben ist, war ich gespannt ihn in dieser verdrehten Rolle zu erleben.

Worum geht es in Shopping King Louie?

Kang Ji-Seong, den alle unter dem Spitznamen Louie kennen, ist ein verwöhnter Waise, der auf Grund des Aberglaubens seiner Großmutter allein von seinem Butler in Frankreich aufgezogen wurde. Da er stets isoliert wurde, ist sein einziges Vergnügen shoppen. Dabei hat er den gewissen Blick und ein natürliches Gespür für Trends. Als seine Großmutter gesundheitliche Probleme entwickelt, kehrt er zurück nach Seoul um den Familienkonzern zu übernehmen. Kaum angekommen, gerät er in einen Unfall, der eine ausgeprägte Amnesie zur Folge hat.

Parallel dazu kommt das Landei Go Bok-Shil in die Hauptstadt, um ihren jüngeren Bruder zu finden. Dabei trifft sie auf Louie, der dessen Kleidung am Leib trägtimd auf der Straße lebt. Um Antworten zu finden, nimmt sie sich seiner an bis er seine Erinnerungen wiederbekommt und das hat einige chaotische Verwicklungen zur Folge.

Lohnt sich die Serie?

Wie das Genre verspricht, bietet die Serie einiges an komödiantischen Szenen. Neben dem Humor, der zwischen infantil und ausgeklügelt schwankt, sind sämtliche Charaktere überaus zugespitzt gezeichnet wie in einem Comic.

Louie ist auch mit Amnesie ein Verschwender und Einkäufer, der ohne jegliches Verständnis für die reale Welt alle Menschen in seiner Umgebung wie Angestellte behandelte und die Welt wie ein kleiner Junge voller Elan entdeckt.

Go Bok-Shil ist die gutmütige Seele, die alle Schandtaten von Louie ohne großartiges Klagen erträgt und ihm dennoch den Hintern nachträgt. So unverständlich diese Beziehungsentwicklung auch ist, bietet sie tatsächlich viele schöne Momente und Zeichnungen von Nähe. Der Kampf gegen die Einsamkeit in einer gefährlichen Welt schweißt beide zusammen und zeigen ein unschuldiges Pärchen auf.

Die Nebencharaktere sind alle überzeichnet und funktionieren dennoch dabei. Als bestes Beispiel hierfür gilt Louies Rivale Cha Joong-Won, der neben seiner äußerst auffälligen Kleidung permanent Grummel- und Schreianfälle bekommt. Außerdem ist mit Baek Ma-Ri die hübsche Geldgierige im Spiel, die sich immer die falschen Männer ausschaut. Witzig war auch das Verhältnis zu den Nachbarn, die für sich genommen jedoch ziemlich nervige Charaktere waren.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Serie wunderschöne Kulissen bietet. Neben den kreativen Setdesigns bekommen wir auch wunderschöne Außenaufnahmen von Seoul und Busan präsentiert, die einen gleich Lust auf eine Reise machen.

Fazit

Diese Serie ist wirklich eine überzeichnete Comedy-Serie mit skurrilen, aber liebenswerten Charakteren. Trotz der unglaubwürdigen Ausgangslage fällt es leicht sich auf die Serie einzulassen und ihren Humor zu genießen. Die Witze sitzen und kommen nicht gerade selten. Zum nebenbei laufen lassen oder wenn man Lust auf einfache Unterhaltung hat, eignet sich die Serie auch wunderbar. Da es jedoch nicht zu mehr reicht, vergebe ich 7/10 Punkte.

Shopping King Louie ist wunderbar für Fans seichter Komödien geeignet wie Cinderella and Four Knights und Kill me, Heal me.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Seo in-Guk (The Master’s Sun, The Smile has left your Eyes) als Kang Ji-Seong/Louie, Nam Ji-Hyun (Suspicious Partner) als Go Bok-Shil, Yoon Sang-Hyun (Strong Woman Do Bong Soon, I Hear Your Voice) als Cha Joong-Won, Im Se-Mi (Mr. Sunshine) als Baek Ma-Ri

Drehbuch: Oh Ji Young

Regie: Lee San Yeob

Südkorea

Healer 힐러

Healer ist eine südkoreanische Action-Serie aus dem Jahr 2014 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Drei Experten ihres Fachs untersuchen ein Verbrechen aus der Vergangenheit

©️KBS

Healer gehört zu den erfolgreichsten koreanischen TV-Produktionen der vergangenen Jahre. Die Serie war nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch international unheimlich erfolgreich. Insbesondere in China, Japan und den Vereinigten Staaten schlug die Show wie eine Bombe ein. Die Hauptdarsteller wurden über Nacht zu gefragten Hallyu-Stars und gehören nach wie vor zu den Aushängeschildern der Fernsehindustrie. Aus diesem Grund wurde mir Healer dermaßen häufig empfohlen, dass ich es am Ende schon nicht mehr hören konnte. Da Park Min Young jedoch meine absolute Lieblingsschauspielerin ist, gab ich dem Drama eine Chance.

Worum geht es in Healer?

Der „Healer“ ist ein Nachtkurier der außer Mord alle Aufträge seiner Klienten diskret und erfolgreich erledigt. Er gilt als bester seines Fachs und bekommt jede Hürde überwunden mit der Hilfe einer Hackerin. Eines Tages wird er auf eine junge Journalistin angesetzt. Diese Begegnung bringt dunkle Geheimnisse aus seiner eigenen Vergangenheit ans Licht. Nun gilt es die ungeklärten Fragen zu beantworten.

Lohnt sich die Serie?

Ich bin kein Freund von gehypten Serien, da sie eine viel zu große Erwartungshaltung aufbauen und so unnötig das Sehvergnügen einschränken. Ähnliche Befürchtungen hatte ich auch in diesem Fall. Tatsächlich hatte ich zum Anfang auch leichte Probleme in die Handlung zu kommen. Obwohl mit vielen technischen Effekten und geschickten Kampfszenen ein individuelles Bild geschaffen wird, hatte ich noch den genialen Einstieg von City Hunter vor Augen. Im Vergleich zu dem wirkte der Anfang deutlich langgezogener. Jedoch vollzog sich mit der fünften Episode ein Wandel. Ab da konnte ich nicht mehr aufhören zu schauen und war dem Bann der Serie komplett erlegen.

Im Grunde spielt das Drama in zwei Zeitebenen. Zum einen im Jetzt, in dem sich alle Ereignisse zutragen und zum anderen im Jahr 1982, indem der Auslöser der ganzen Handlungskette seinen Ursprung findet.

Im Mittelpunkt stehen drei Personen. Der „Healer“ stellt Ermittlungen über seine eigene Vergangenheit an. Dabei sieht er die junge Journalistin Chae Yeong Shin als eine Möglichkeit an Informationen zu kommen. Zudem scheint auch der Star-Reporter Kim Moon Ho in diesen Fall verwickelt zu sein.

Tatsächlich sind alle Erzählstränge sehr spannend und machen neugierig. Man rätselt mit und wird zudem mit hochwertigen Action-Sequenzen sehr gut unterhalten. Insbesondere Ji Chang Wook überzeugt mit seinen Sporteinlagen auf ganzer Linie. Park Min Young spielt hier eine lebensfrohe und flippige Person. Diese Seite kannte ich noch nicht von ihr. Deswegen machte es umso mehr Spaß sie in dieser Form zu erleben. Zudem ist die Chemie zwischen beiden exzellent und überzeugend. Ich kann mich an kaum ein KDrama erinnern, in dem so viele Berührungen und alltägliche Liebesgesten ausgetauscht wurden. Das ist für die Gesellschaft sehr untypisch und erinnert stark an westliche Produktionen.

Trotz der ernsten Situationen bietet Healer einen fantastischen Humor als Ergänzung. Insbesondere in den Szenen in denen er undercover als unsicherer Hasenfuß unter Yeong Shin arbeitet. Diese Momente sind herrlich und sorgen gerne für laute Lacher. Zudem fühlt man sich sehr an das Superman/Clark Kent-Phänomen erinnert.

Fazit

Die ganze Aufmachung der Serie ist hochwertig angelegt. Skript und Ausstattung sind überzeugend. Der Cast ist erstklassig. Die Effekte überzeugen auf ganzer Linie. Die Musik war für mich ein absolutes Highlight der Show. Insbesondere das Titellied sorgt an den richtigen Stellen für Gänsehaut. Wäre der Anfang für mich interessanter gewesen, würde ich definitiv besser bewerten. Doch so kann ich nur 8,5/10 Punkte geben.

Healer ist eine überzeugende Action-Serie mit dramatischem Plot und eignet sich dementsprechend sehr gut für Freunde von City Hunter und Kill me.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Ji Chang Wook (Suspicious Partners, The K2) als Seo Jung Hoo/Park Bong Soo/Healer, Park Min Young (Her Private Life, What’s Wrong with Secretary Kim?) als Chae Yeong Shin/Oh Ji Ah, Yoo Ji Tae (The Good Wife, Mad Dog) als Kim Moon Ho

Drehbuch: Song Ji Na

Regie: Lee Sung Sub, Kim Jin Woo

Südkorea

Dein Herz berühren/Touch your Heart 진심이 닿다

Touch Your Heart ist eine südkoreanische Serie aus dem Jahr 2019. Sie umfasst 16 Folgen a 65 Minuten.

Thema: Gescheiterte Schauspielerin arbeitet als Sekretärin für peniblen Anwalt

16A6E3CD-BFBE-42A6-8CB1-7B10547CF351
Via Dramalist

Drei Jahre nach Goblin/Dokkaebi dürfen Yoo In-Na und Lee Dong-Wook erneut als Traumpaar begeistern. Lange wurde die gemeinsame Zusammenarbeit erwartet und jetzt ist die Serie endlich erschienen. Die Rezensionen sind tatsächlich gut bis sehr gut und lassen so einiges erwarten. Ich habe Touch Your Heart vor Goblin/Dokkaebi gesehen und hatte somit keinen Vergleich.

Worum geht es in Touch Your Heart?

Oh Jin-Shim ist die erfolgreichste Schauspielerin Südkoreas als ein Drogenskandal in Verbindung mit einem reichen Chaebol-Erben ihrem Erfolg über Nacht ein Ende setzt. Nach zwei Jahren ohne ein Jobangebot bekommt sie die Chance auf ein Comeback. Die einzige Bedingung ist das Sammeln von praktischer Erfahrung in einer Anwaltskanzlei. Durch Kontakte bekommt sie die Position einer Sekretärin bei dem überkorrekten Anwalt Kwon Jung-Rok. Während beide sich am Anfang nicht ausstehen können, wachsen sie durch die gemeinsame Arbeit überraschend eng zusammen.

Lohnt sich die Serie?

Wie der Name es schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Romanze für das weibliche Publikum. Die Dynamik der Darsteller bringt so einiges in Gang. Für In-ha ist es die erste Hauptrolle und die meistert sie in ihrer gewohnt unschuldig-eleganten Art. Ihre Rolle ist von Anfang bis Ende sehr sympathisch und steht ihr. Dong-Wook spielt wieder den ernsten, humorlosen Mann, der nach dem Entdecken der Liebe aus seiner Steifheit ausbrechen will. Seine trockene Art kommt in der Serie wunderbar zur Geltung. Die Darstellung als Anwalt war durchweg überzeugend und lässt hoffen, dass er sich in Zukunft auch mal häufiger in ernsten Dramen präsentieren wird ähnlich wie bei Life.

Der Alltag in der Anwaltskanzlei und das vielseitige Personal bringen wieder ordentlich Schwung in die Handlung. Dabei begeistern die Charaktere unterschiedlich stark. Mein Lieblingspaar waren Choi Yoon-Hyuk und Dan Moon-Hee. Beide waren von Anfang an wie Hund und Katze. Ihre Streitigkeiten waren unheimlich komisch und machten recht schnell deutlich wohin die Reise gehen wird. Doch auch unabhängig von der amüsanten Romanze waren ihre Figuren einzeln schon sehr unterhaltsam und sympathisch angelegt.

Die komplizierte Beziehung von Kim Se Won und Yoo Yeo Reum war anfangs noch spannend. Doch das nutzte sich relativ schnell auch ab. Ich war froh als die beiden endlich zusammen waren, da die unerklärte miese Stimmung auch dem Zuschauer sehr aufs Gemüt ging.

Der Kriminal-/Stalkingfall ist sehr spannend und bringt auch ein wenig Action mit sich. Letzteres hätte ich gerne noch ausgeprägter gesehen. Das wurde mir zu schnell abgehandelt. Die Bösewichter sind klar erkennbar und unterstreichen die zuckersüße Darstellung der Schwarz/Weiß-Welt. Auch wenn die Charaktere mit ernsten Problemen zu kämpfen haben, wirkt der Weltentwurf dennoch immer zu einem Happy End zu tendieren.

Fazit

Touch Your Heart gibt eine süße Romanze ab mit einer Prise unschuldigem Humor. Diese Serie sie zu 100% auf das weibliche Publikum zugeschnitten. Während die Charaktere unterschiedlich stark mit ihren Geschichten begeistern, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden, ob ihm eine einfache Romanze reicht. Mir persönlich war das zu wenig. Mir fehlte das gewisse Etwas oder besser gesagt noch eine höhere Handlungsebene. Zudem fand ich die Chemie der beiden Darsteller in Goblin/Dokkaebi tatsächlich deutlich stärker und spürbarer. Da ich aber auch eine Frau bin und Dong-Wook mittlerweile ins Herz geschlossen habe, kann ich nur 7/10 Punkte geben.

Touch Your Heart ist eine perfekte Serie für Romantiker wie auch While You Were Sleeping und Romance is a Bonus Book es hergeben.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Dong-Wook (Goblin, Life) als Kwon Jung-Rok, Yoo In-Na (Goblin, Secret Garden) als Oh Yoon-Seo, Lee Sang-Woo (High Society) als Kim Se-Won, Son Sung Yoon (Hwarang, What’s Wrong With Secretary Kim?) als Yoo Yeo-Reum

Drehbuch: Choi Bo Rim, Lee Myung Seok

Regie: Park Joon Hwa

USA

The Following

The Following ist eine US-amerikanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2013 mit 45 Folgen in 3 Staffeln a 45 Minuten.

Thema: Serienmörder erzeugt einen Kult um sich und erzeugt weitere Serienmörder

©️WB/Fox

Obwohl ich vor der Serie kein Fan von Kevin Bacon war, war ich dennoch vom Plot sofort angetan und freute mich auf die Veröffentlichung der Serie. Der Trailer klang ansprechend und außerdem sehr ich sehr gerne Thriller, in denen die Perspektive des Bösewichts näher beleuchtet wird. Aus diesem Grund schien die Serie genau das richtige für mich zu sein.

Worum geht es in The Following?

Der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy war immer ein Ass in seinem Job und erlangte gewisse Berühmtheit als er den Serienmörder Joe Carroll fassen konnte. Im Zuge dessen geriet er jedoch in einen Unfall, in dem sein Herz dauerhaften Schaden nahm. Durch seine verfrühte Pension verfiel er dem Alkohol und wurde zum Einzelgänger. Als Carroll jedoch aus dem Gefängnis flieht, scheint nur Hardy ihn fassen zu können. Auf der Suche entpuppt sich eine größere Gefahr als zuerst angenommen. Aus dem Gefängnis schuf Carroll einen Kult um seine Person und kreierte eine unübersehbare Zahl an Serienmördern, die bereit sind alles für ihn zu tun. Die Jagd beginnt.

Lohnt sich die Serie?

Wer ein rasantes Katz-und Maus-Spiel erwartet, wird nicht enttäuscht werden. Die ganze Atmosphäre der Serie ist düster gehalten und schafft eine bedrohliche Aura. Es ist spannend die beiden Hauptcharaktere zu betrachten. Auf der einen Seite haben wir den gescheiterten Ermittler, der dennoch einen siebten Sinn für Mordfälle besitzt. Und auf der anderen Seite findet sich ein eloquenter Serienmörder, der seine Morde Edgar Allan Poe widmet. Diese Disposition wird immer wieder spannend. Zudem finden sich in der Serie auch interessante Nebencharaktere, die die Spannung am Leben halten.

1. Staffel

Der Einstieg in die Serie bietet unglaublich viele Überraschungsmomente und Wendungen in der Handlung. Hardy und Carroll werden von allen Facetten betrachtet und vorgestellt. Die verübten Morde und ihre Hintergründe sind hochwertig in Szene gesetzt und regen zum mit raten an.

2. Staffel

Während in der ersten Staffel noch die beiden Antagonisten im Fokus standen, wird sich hier vordergründig auf die Anhänger des Kults und ihre Probleme konzentriert. Die Fassaden aller Beteiligten beginnen zu bröckeln und geben Raum für den scheinbaren Fall des Bösewichts.

3. Staffel

Nachdem die ersten beiden Staffeln voller Hin und Her verlaufen sind, wird hier das Tempo heruntergeschraubt. Die Handlungsebenen werden eindimensionaler und schwächer. Insbesondere Hardys Liebschaft kommt grenzwertig daher.

Fazit

Die Serie bietet perfekte Thriller-Momente. Es ist spannend einen Wechsel von Gedanken eines Ermittlers und eines Serienmörders zu erleben. Auf psychologischer Ebene weiß die Serie zu unterhalten und bietet viele ausdrucksstarke Situationen. Mir hat auch der Nebenplot um das Trio, zu Carroll’s Anhängern gehörig, ziemlich gut gefallen. Diesen Strang hätten sie ruhig weiter ausführen können. Dennoch schafft es das Drama die Spannung bis zum Ende zu halten. Kevin Bacon und James Purefoy liefern sich ein hochwertiges Duell und überzeugen auf ganzer Linie. Sowohl Effekte als auch Drehbuch bewegen sich auf einem unterhaltsamen Niveau. Trotz des Strauchelns in der letzten Staffel gebe ich überzeugte 9/10 Punkte.

The Following eignet sich gut für Freunde spannender Thriller-Unterhaltung wie auch bei Dexter und Love Me If You Dare.

Darsteller: Kevin Bacon (City on a Hill) als Ryan Hardy, James Purefoy (Hap and Leonard) als Joe Carroll, Shawn Ashmore (The Rookie, Conviction) als Mike Weston, Sam Underwood (Fear the Walking Dead) als Mark/Luke, Valorie Curry (The Tick) als Emma Hill

Südkorea

Ich habe einen Star von der Straße aufgelesen/I Picked Up A Celebrity From The Street 나는 길에서 연예인을 주웠다

I Picked Up A Celebrity From The Street ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2018. Sie hat insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Erfolgloses Unschuldslamm entführt aus Versehen Hallyu-Idol

C70CFE22-044B-41DD-87A2-D828EF7A4323
Via Dramalist

Als ich Rakuten Viki frisch abonniert hatte, war das die neueste Serie aus dem Sortiment. Der Name allein ließ auf eine unterhaltsame Sendung schließen. Darum beschloß ich sie zeitnah zu sichten. Nach einigen Monaten habe ich es auch endlich geschafft.

Worum geht es in I Picked Up A Celebrity From The Street?

Die junge Teilzeitangestellte Lee Yeon Seo hofft nach Jahren des Abmühens endlich auf eine Vollzeitstelle. Ihre Beförderung ist anhängig von der sicher scheinenden Verlängerung eines Werbevertrages mit dem angesagten Hallyu-Star Kang Joon Hyuk. Dieser sagt jedoch aus Desinteresse spontan ab. Um sich selbst zu retten, weisen ihre Kollegen, allen voran ihr Abteilungsleiter, Yeon Seo die Schuld zu. Diese wird daraufhin gefeuert und sieht ihr Leben in Scherben. Angetrunken beschließt sie ihren ehemaligen Chef zu verprügeln. Nach dem Angriff muss sie feststellen, dass der Bewusstlose jedoch der besagte Hallyu-Star und nicht ihr Chef ist. Aus Angst vor dem Gefängnis flüchtet sie mitsamt der besagten Leiche nach Hause. Doch dort erwacht Joon Hyuk unerwartet zum Leben.

Lohnt sich die Serie?

Die Serienrezensionen waren teilweise sehr vernichtend. Deswegen erwartete ich nichts großartiges und war auf alles gefasst. In den meisten Berichten stand, dass die Zuschauer nach Folge 4 endgültig ausgestiegen sind auf Grund des langweiligen Plots.

Tatsächlich gestaltet sich er Anfang äußerst holprig. Die erste Folge wirkt überzogen surreal und beinahe comicartig. Die Handlung entwickelt sich nur sehr langsam. Unwichtige Elemente wie die Fahrt zu ihrer Wohnung werden zu lange ausgereizt.

Ihr Charakter wirkt naiv bis durchtrieben. Diese Dynamik erscheint äußerst verwirrend, da die Serie sie im weiteren Verlauf zum Unschuldslamm deklariert. Er ist wenig sympathisch und kann zu Beginn wenig glänzen. Tatsächlich wirkt sein Spiel am Anfang äußerst schwach und hölzern.

Bis zum Ende von Folge 4 dümpelt der Plot wirklich vor sich hin. Die beiden Hauptcharaktere reden permanent aneinander vorbei und ihre Motivationen sind nicht nachvollziehbar. Der einzige unterhaltsame Aspekt ist der liebestrunkene Nachbar Hwang Nam Goo, der ordentlich Humor in die Serie bringt. Erst befürchtete ich, dass seine Rolle sich genauso nervig entwickeln würde wie der verliebte Junge in Playful Kiss, doch diese Angst blieb unbegründet. Sein Charakter macht insgesamt am meisten Spaß und vollzieht im Laufe der Handlung die größte Wandlung.

Ab Folge 5 ändert sich der Rhythmus der Serie gänzlich. Auf einmal macht sie Spaß und unterhält. Die Figuren haben sich eingespielt und funktionieren zusammen wunderbar. Der klamaukartige Inszenierstil vom Anfang ist komplett weg und die Handlung geht in gewohnter Weise ihren Gang.

Zudem kommt zur klassischen Handlung ein Krimi-Aspekt hinzu, der ordentlich Laune bereitet. Obwohl ich auch hier die Lösung des Falls wieder recht durchschaubar fand, war es eine Freude den drei „Freunden“ beim heimlichen ermitteln zuzuschauen. Weiterhin nahm die Liebesgeschichte eine interessante Entwicklung und lieferte dezente, romantische Szenen. Mir gefiel auch die Rolle des Mir, eines weiteren Hallyu-Idols, sehr gut. Er zeigte einen so doppelbödigen Stil, dass allein deswegen die Interaktion mit den anderen Figuren viel Freude bereitet hat.

Das Finale verläuft in klassischen Bahnen. Zudem ist im rigorosen Rettungsversuch ein leicht überzeichneter, chinesischer Stil zu erkennen. Dieser kopiert oder ehrt in jedem Fall die beiden Lieblinge aus Goblin. In der Szene erscheinen die beiden Retter aus der Dunkelheit von Nebelschwaden umhüllt, Slow Motion und pathetischer Musik. Das muss eine Hommage sein.

Allgemein betrachtet, wirkt das Ende auf mich bittersüß. Dabei weiß ich garnicht, ob das auch die Absicht war. Beim Tanz inmitten der Luftballons breitet sich für einen kurzen Moment eine melancholisch-fröhliche Stimmung aus, die ich das letzte Mal in dieser Form bei Sleepers wahrgenommen habe. Da das nicht zur Stimmung der Serie selbst passt, wird mir mal wieder meine westliche Prägung von Klischees bewusst.

Fazit

Ich finde die Serie gefällig und gut für zwischendurch geeignet. Es ist schön, wenn man sie schaut. Macht man es jedoch nicht, verpasst man nur bedingt etwas. Wer den lahmen Anfang übersteht, bekommt ab der Hälfte der Serie ordentlich Spaß geboten und wird für den schweren Beginn entschädigt. Die Sendung hat für mich zum Ende wirklich einiges herausgeholt. Die Darsteller haben ihrem Job gut gemeistert und die Menage a Trois perfekt zum Leben erwacht. Insgesamt betrachtet, gebe ich ganz entspannte 7/10 Punkte.

I Picked Up A Celebrity On The Street eignet sich gut für Freunde verquerer Komödien wie Lucky Romance und Take Two.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Sung Hoo (The Sound of your Heart, Oh My Venus) als Kang Joon Hyuk, Kim Ga Eun (Scent of a Woman, Inspiring Generation) als Lee Yeon Seo, Kim Jong Hoon als Hwang Nam Goo, Ji Ho Sung (The Sound of your Heart: Reboot, It’s okay, That’s Love) als Mir

Drehbuch: Lee Nam Gyu, Moon Jong Ho, Oh Bo Hyun

Großbritannien

The Fall – Tod in Belfast

The Fall ist eine britische Thriller-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 3 Staffeln mit 17 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Katz-und Mausspiel zwischen Ermittlerin und Serinemörder

84F1424E-0549-4FED-855E-65D1EA8C06CC
©️BBC Two

Auf die Serie bin ich aufmerksam geworden durch das tolle Cast und vor allem den Drehort Belfast. Ich bin ein sehr großer Irland-und Nordirland-Fan und höre den Akzent unheimlich gerne. Zudem klang die Geschichte sehr interessant und sehenswert. Mit großen Erwartungen machte ich mich ans Werk diesen Krimi zu Sichten.

Worum geht es in The Fall?

In Belfast geht ein Serienmörder herum, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Da die Ermittlungen stocken, schickt London die erfahrene Ermittlerin Stella Gibson um den Fall zu lösen. Voller Elan begibt sie sich auf die Mörderjagd und gerät dadurch selber ins Visier von Paul Spector.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Ich bin normalerweise kein Freund von Krimi-Serien, aber hier hatte ich jede Menge Spaß. Die Geschichte wird parallel erzählt. Man lernt die Perspektive des unschuldig erscheinenden Paul Spectors und seine Gedankengänge kennen. Gleichzeitig erlebt man die Polizistin Stella komplett in ihrem Element und erfährt viel über ihre rätselhafte Vergangenheit. Das Zusammenspiel beider macht unheimlich viel Laune und erzeugt eine immense Ladung Spannung.

Die Kulissen sind typisch Belfast und richten sich zum Großteil im Zentrum aus. Da ich bereits vor Ort war, kamen mir einige Drehorte durchaus bekannt vor. Der nordirische Dialekt ist wie Musik in meinen Ohren und für Ungeübte schwer verständlich, aber dennoch wunderbar im Klang. Die Serie lebt von einer ruhigen Stimmung, die gerne mal Gänsehaut verursacht.

1. Staffel

Stella reist nach Belfast an, um einen Mörder zu fassen, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Dabei eckt sie ordentlich mit ihren neuen Kollegen an und nutzt Profiling.

Paul Spector ist ein perfekter Ehemann, der im Alltag immer hilfsbereit ist. Er ist ein liebevoller Liebhaber und toller Vater. Doch sobald alle schlafen, verfällt er in dunkle Fantasien.

Beide Charaktere sind in der Staffel noch Lichtjahre voneinander entfernt und nutzen die Zeit um ihren Figuren Tiefe zu verleihen. Man sympathisiert mit beiden Seiten.

2. Staffel

Pauls Fassade beginnt allmählich zu bröckeln. Durch seinen Drang zu töten, beginnt er Fehler zu machen. Durch die Nachrichten ist er auf Stella aufmerksam geworden und ist von ihr fasziniert. Um sich abzusichern, beginnt er eine scheinbare Affäre mit seinem Babysitter, die komplett von ihm eingenommen ist.

Nach einigen Zwischenfällen scheinen Mörder und Ermittlerin eine unsichtbare Verbindung zueinander aufzubauen. Während Paul immer mutiger wird, verliert Stella durch ihre Versessenheit den Halt ihrer Kollegen. Diese emotionale Achterbahnfahrt der beiden Antagonisten allein ist schon sehenswert und bietet ein fulminantes Finale.

3. Staffel

Die dritte Staffel bietet viele derbe Momente, die einem unter die Haut gehen. Pauls wahres Gesicht wurde aufgedeckt und Stella setzt alles daran ihn zu verurteilen. Dennoch fühlt sie sich von ihm angezogen und muss mit ihren Gefühlen kämpfen. Allein das Abschlussverhör gehört zu den Höhepunkten dieser Serie und sollte man gesehen haben.

Fazit

Mit jeder neuen Staffel spitzt sich die Spannung zu. Die Interaktion der Charaktere bietet viele starke Szenen. Jamie Dornan scheint diese Rolle förmlich auf den Leib geschneidert zu sein, so überzeugend spielt er. Gillian Anderson steht dem in nichts nach und überzeugt als knallharte Karrierefrau. Tatsächlich hat sie mir hier noch besser gefallen als in Akte X. Das ganze Serienkonzept und ihre Umsetzung haben mich wahrlich begeistert. Würde es mehr solcher Serien geben, wären Krimis für mich nicht so unattraktiv. Klare 9/10 Punkte!

The Fall eignet sich wunderbar für Fans spannender Krimi-Unterhaltung wie bei The Following oder True Detective.

Interessierte können diese Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Jamie Dornan (Once Upon A Time, New Worlds) als Paul Spector, Gillian Anderson (Akte X, Sex Education) als Stella Gibson, John Lynch (Tin Star, The Terror) als Jim Burns, Aisling Franciosi (Legends, Genius) als Katie Benedetto

Drehbuch: Allan Cubitt

Regie: Allan Cubitt, Jakob Verbruggen

USA

American Crime Story #1: The People vs O. J. Simpson

American Crime Story: The People vs. O. J. Simpson ist eine US-amerikanische Krimi-Serie aus dem Jahr aus dem Jahr 2016 mit 10 Folgen a 45 Minuten.

Sie gehört zu dem Universum der Anthologie-Serie American Crime Story und gilt als erste Staffel. Diese Serie widmet sich in jeder Staffel einem populären Kriminalfall aus der Vergangenheit.

Thema: Der Mord an O. J. Simpsons Ex-Frau und die folgende Gerichtsverhandlung

1F177E3B-05E9-40A3-8165-F5D27A01C0FD
©️FX

Da ich ein großer Fan des Duos Ryan Murphy und Brad Falchuk bin, freute ich mich schon lange vor dem Erscheinen auf diese Serie. Die Prämisse sich in jeder Staffel einem realen, populären Kriminalfall zu widmen, fand ich gleich ansprechend.

Als die erste Staffel erschien, holte ich sie mir gleich als UK-Import und schaute begeistert den Schandtaten von O.J. Simpson zu. Tatsächlich kann ich mich noch wage an den Skandal von damals erinnern. Umso spannender war für mich das Sichten der Serie.

Worum geht es in American Crime Story: The People vs. O. J. Simpson?

Mitten in der Nacht werden O. J. Simpsons Ex-Frau und ihr jüngerer Freund auf bestialische Weise abgestochen. Da sie und der Mega-Star immer wieder Streit hatten, wird O. J. zum Hauptverdächtigen. Aus Panik versucht er vor der Justiz zu fliehen und leistet sich eine wilde Verfolgungsjagd. Nach seiner Verhaftung wird ihm der Prozess gemacht. Die Serie zeigt dabei alle abstrusen Momente der Verhandlung bis hin zu ihrem Urteil.

Lohnt sich die Serie?

Ehrlich gesagt, lohnen sich meiner Meinung nach immer Serien von Ryan Murphy. Nicht nur er wirkt bei der Serie mit, sondern ein wahres Star-Aufgebot ist Teil dieses Projektes. Schauspielerisch ist das Drama eine wahre Augenweide.

Cuba Gooding Jr. überzeugt komplett in der Darstellung von O.J. Er verleiht der Figur Tiefe und zeigt jegliche graue Facetten auf. Durch sein vielseitiges Spiel weckt er im Zuschauer eine starke Bandbreite von Emotionen.

John Travolta gefällt als schmieriger Anwalt. Er porträtiert das Sinnbild eines Unsympathen äußerst überzeugend. Dennoch ist der eigentlich Star der Serie keine Geringere als Sarah Paulson. Diese mimt die Staatsanwältin in diesem Fall und spielt sich die Seele aus dem Leib.

Insgesamt schafft die Serie einen wunderbaren Überblick über die Ereignisse vor und während des Prozesses. Dabei wirft sie auch einen ungeschönten Blick auf die gesellschaftliche Problematik und zeigt direkt wie der Prozess damals die Bürger gespalten hat. Weiße hielten ihn für schuldig und Schwarze für unschuldig. Durch die „Rassenunruhen“ erhielt die Verhandlung ein erhebliches Medieninteresse und lief Gefahr eine Farce zu werden. Der damit verbundene Druck auf der Staatsanwaltschaft wird deutlich gezeigt.

Fazit

Diese Serie ist mal wieder ein Geniestreich von Ryan Murphy und holt mich komplett ab. Die akkuraten Schilderungen der damaligen Ereignisse werden durch authentische Kostüme samt Frisuren und das Drehen an Originalschauplätzen unterlegt. Die Schauspieler liefern sich einen spannenden Schlagabtausch. Dank des durchdachten Drehbuches, kommt auch nie Langeweile auf. Insgesamt betrachtet weiß die Serie zu polarisieren. Von mir gibts klare 9/10 Punkte.

American Crime Story: The People vs. O. J. Simpson eignet sich wunderbar für Freunde von ernsten Dramen wie American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace und True Detective.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Cuba Gooding Jr. (American Horror Story: Hotel, Forever) als O. J. Simpson, Sarah Paulson (American Horror Story, Ratched) als Marcia Clark, David Schwimmer (Friends, The Pacific) als Robert Kardashian, John Travolta als Robert Shapiro