Südkorea

Faith 신의

Faith ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2012 mit insgesamt 24 Episoden a 60 Minuten. Sie ist auch bekannt unter dem Titel The Great Doctor.

Thema: Plastische Chirurgin wird in die Goryeo Ära entführt

©️SBS

Da ich mich noch nicht so häufig an historische Dramen herangetraut habe, sah ich es als guten Einstieg Faith zu nutzen, da es die Grenze zwischen dem Jetzt und der Goryeo-Ära darstellt.

Worum geht es in Faith?

Auf dem Weg in sein Königreich wird der König überfallen und die Königin schwer verletzt. Da bei ihrem Tod Krieg ausbrechen würde, nutzt der oberste Feldherr ein übersinnliches Portal. Dieses führt in die aktuelle Zeit. Vor Ort angekommen trifft er auf eine Plastische Chirurgin, die die Fähigkeiten eines Heilers aufweist. Kurzerhand entführt er diese zurück in seine Zeit, in die Ära der Goryeo-Dynastie. Zwar schafft sie es die Königin zu retten, jedoch ist das Portal in die Heimat plötzlich verschlossen und sie muss ihr Leben im Mittelalter neu ordnen.

Teaser mit philippinischer Synchronisation

Lohnt sich die Serie?

Wie man es von den Südkoreanern gewohnt ist, bietet auch diese Serie einen einzigartigen Genremix. Obwohl die Serie am Anfang den Anschein einer reinen Fantasy-Serie macht, finden sich nach und nach immer mehr Einflüsse aus anderen Genres. Dabei sind vor allem Sageuk, Militärdrama, Politthriller, Romanze und Action zu nennen.

Wie man es bereits bei City Hunter erleben konnte, überzeugt Lee Min Ho auch hier wunderbar in den Kampfszenen. Diese sind von Anfang bis Ende perfekt und glaubhaft inszeniert. Durch die Ergänzung der fantastischen Elemente bietet sich hier ein sehenswertes Spektakel an Choreographien. Zudem überzeugt Min Ho glaubhaft mit seinem ernsten und unnahbaren Spiel als überlegener Kriegsgeneral.

Die Hauptdarstellerin hat ein sehr vielseitiges Spiel aufzuweisen. Einerseits ist sie die souveräne Ärztin und andererseits die verunsicherte junge Frau, die einfach nicht glauben kann, dass sie wirklich durch die Zeit gereist ist. Insbesondere letzteres bietet einige Lacher. Außerdem hat mir die Freundschaft zum königlichen Arzt äußerst gut gefallen. Da der Schauspieler zum Ende des Drehs sich einer Operation unterziehen musste, ist seine Rolle leider rausgefallen.

Wenn man bedenkt, dass die Serie mit einigen Finanzproblemen zu kämpfen hat, ist ihre Inszenierung dennoch bis zum Ende sehr gelungen. Die Ausstattung, die Kostüme und die Kulissen sind bis ins Detail mit Liebe gestaltet und bringen einen ins Mittelalter zurück. Die Musik passt wie man es gewohnt ist auch hier und schlägt oftmals den Bogen zur Moderne.

Mir hat das politische Ränkespiel äußerst gut gefallen. Der Bösewicht hatte ein sehr eloquentes und teilweise sehr trockenes Spiel, dass mich öfter zum Lachen gebracht hat. Ich fand seine Pläne immer wunderbar ausgearbeitet. In Anbetracht seiner mit übersinnlichen Kräften ausgestatteten Verbündeten war es für mich immer wieder verwunderlich warum er nicht einfach die Macht an sich gerissen hat. Doch diese Tatsache wurde extra für Zuschauer wie mich explizit erklärt.

Die Liebesgeschichte war dezent und romantisch ausgestaltet. Da die Serie jedoch den Kampf um das Königreich im Fokus hatte, ist sie auch dem männlichen Publikum sehr zu empfehlen.

Fazit

Faith bietet einen wunderbaren Genremix und einen dezenten Einstieg in das Sageuk-Genre. Trotz seiner ungewohnten Länge von 24 Episoden gestaltet sich die Produktion als äußerst kurzweilig und weist keine Längen auf. Anders als in chinesischen Serien behält sie ohne Längen ihr Zielvorgabe Augen. Amüsanterweise war das Ende für mich tatsächlich überraschend. Insgesamt gebe ich 8,5/10 Punkte, da mich die Serie in jedem Fall überzeugt und die Angst vor historischen Dramen genommen hat.

Faith eignet sich wunderbar für Freunde von Dramen, in denen das Jetzt auf historische Epochen trifft, wie auch bei The Legend Of The Blue Sea oder The King: The Eternal Monarch.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki streamen oder auf YouTube sichten.

Darsteller: Lee Min Ho (Boys Over Flowers, City Hunter) als General Choi Yeong, Kim Hee Sun (Room No. 9, Ice Fantasy) als Doktor Yoo Eun Soo, Ryu Deok Hwan (Nobody Knows, Special Labor Inspector Jo) als König Gong Min, Park Se Young (Money Flower, Whisper) als Prinzessin Noh Gong, Yoo Oh Sung (Are You Human Too?, SPY) als Ki Cheol, Lee Philip (Secret Garden, A Man‘s Story) als Jang Bin, Yoon Gyun Sang (Clean With Passion For Now, Class of Lies) als Deok Man

Drehbuch: Song Ji Na

Regie: Kim Jong Hak, Shin Yong Hwi

Südkorea

Personal Taste 개인의 취향

Personal Taste ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2010 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Junger Architekt gibt sich als homosexuell aus, um im Wunschhaus in einer WG wohnen zu können

©️MBC

Ich bin auf diese Serie nur durch Lee Min Ho gekommen. Mit ihm habe ich bereits einige Dramen gesichtet und genossen. Deswegen wurde es Zeit auch einmal einen Blick auf seine älteren Werke zu werfen.

Worum geht es in Personal Taste?

Jeon Jin Ho ist ein junger aufstrebender Architekt, der stetig von seinen Erzfeinden ausgebremst wird. Da seine Firma dadurch allmählich in die roten Zahlen gerät, bemüht er sich einen Großauftrag zu ergattern. Durch Zufall erfährt er, dass der Chef der Auswahlkommission ein begeisterter Anhänger eines bestimmten Hauses ist, indem nur die Tochter des Schöpfers wohnt und die keine Fremden hereinlässt. Um die Chance zu erhalten dort Leben zu können, lässt er sie im Glauben, dass er homosexuell ist. Das bringt jedoch einige Schwierigkeiten mit sich.

Fan Made Trailer

Lohnt sich die Serie?

Der Stil der Serie ist typisch für die 2000er Dramen und bietet viele Ohrwürmer und auffällige Mode. Obwohl Lee Min Ho hier einen deutlich besseren Stil hat als in Boys Over Flowers erinnert die Serie an manchen Stellen doch an das vorangegangene Erfolgsdrama.

Die Charaktere sind liebenswert inszeniert und bieten einige Lacher und viel Herz. Son Ye Jin überzeugt als überdrehte, aber gutherzige Architektentochter. Obwohl sie dabei stets liebenswert erscheint, neigte ihr Spiel manchmal zu sehr am „Zuviel“ oder insbesondere bei ihrer Mimik zu „zu wenig“. Das hat mir manchmal Probleme bereitet und unnötige Längen geschaffen.

Lee Min Ho spielt genauso elegant und sehenswert wie immer. Aufgrund der Geschichte habe ich ein lustigeres Spiel von ihm erwartet, dass mit Stereotypen spielt. Das lag jedoch garnicht vor.

Obwohl die Geschichte der Beiden sehr sehenswert war und einige schöne Momente geboten hat, war die Chemie selbst nur durchschnittlich.

Die Nebencharaktere sind unterschiedlich interessant gestaltet. Die beiden „bösen“ Ex sind unterhaltsam, aber manchmal nervig. Die Geschichte um die besten Freunde der beiden ist witzig und bietet den besten Humor. Die „Verlobte“ von Min Ho war meiner Ansicht nach unnötig und nervte vom ersten Moment an.

Die Musik ist typisch für die Zeit und bietet einige Ohrwürmer. Mein Geschmack war sie allerdings nicht.

Fazit

Die Serie weiß wunderbar zu unterhalten und bietet zwei sehr gute Hauptdarsteller. Lee Min Ho spielt mit seiner gewohnten Art und überzeugt auf ganzer Linie. Für Fans ein Muss! Die Geschichte selbst weist manchmal einige unnötige Füller auf und verquere Entscheidungen. Da mich die Serie jedoch gut unterhalten hat, gebe ich insgesamt 7,5/10 Punkte.

Personal Taste eignet sich gut für Freunde „älterer“ Dramen wie auch Boys Over Flowers oder Dream High.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (City Hunter, The Legend of the Blue Sea) als Jeon Jin Ho, Son Ye Jin (Something in the Rain, Crash Landing On You) als Park Gae In, Kim Ji Suk (When the Camellia Blooms, Top Star Yoo Baek) als Han Chang Ryul, Wang Ji Hye (Love is Drop by Drop, Birth of a Beauty) als Kim In Hee

Regie: Song Hyung Suk, Noh Jong Chan

Carlis Lieblinge, Seriengesichter

Lee Min Ho 이민호

Südkorea * 22. Juni 1987

©️MYM Entertainment

Serien

2020 The King: The Eternal Monarch

2016 7 First Kisses

2016 The Legend of the Blue Sea

2015 Summer Love

2013 The Heirs

2012 Faith

2011 City Hunter

2010 Personal Taste

2009 Boys Over Flowers

2008 Get Up

2007 I am Your Teacher

2007 Mackerel Run

2006 Secret Campus

2005 Love Hymn

2004 Nonstop 5

2003 Sharp 1

2002 Romance

Südkorea

The Legend of the Blue Sea 푸른 바다의 전설

The Legend of the Blue Sea ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Meerjungfrau allein in der Großstadt

©️SBS

Diese Serie wurde mir seit der ersten Stunde meiner KDrama-Leidenschaft ans Herz gelegt und immer wieder aufs Neue gelobt. Da der Plot jedoch so abwegig klang, habe ich immer davon Abstand genommen. Das änderte sich erst kürzlich als mir meine Mädels die Pistole auf die Brust gedrückt haben, damit ich die Serie endlich sichte.

Worum geht es in The Legend of the Blue Sea?

Durch Zufall trifft die Meerjungfrau auf den Betrüger Joon Jae und verliebt sich in ihn. Nachdem sie in Spanien einige Abenteuer zusammen erlebt haben, rettet sie ihm abschließend das Leben. Um ihn nicht in Gefahr zu bringen, löscht sie seine Erinnerung. Mit Amnesie ausgestattet, kehrt er in sein altes Leben in Seoul zurück. Jedoch treibt es die Meerjungfrau aus Sehnsucht zu ihm und findet sich ohne Kenntnis von der modernen Welt in der Millionenstadt wieder.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Ich habe es tatsächlich selber nicht für möglich gehalten, aber das Drama weiß von der ersten Minute an zu begeistern. Die Darsteller leisten einen fantastischen Job. Allen voran die weibliche Hauptdarstellerin Jun Ji Hyun, die mit einem unglaublichen Charme die Welt neu entdeckt. Ihr gegenüber spielt Lee Min Ho in seiner gewohnt bübischen Art und weiß damit jegliche Frauenherzen zum schmelzen zu bringen.

Die Serie bietet neben der grandiosen Ausstattung ein tolles Drehbuch mit viel Humor und Herz. Neben den Hauptcharakteren wissen auch die Nebenfiguren mit ihren Geschichten zu begeistern und bringen neben den fantastischen Elementen auch Krimizüge zum tragen.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen im Joseon Zeitalter und zum anderen im Jahr 2016. Beide Zeiten werden durch die gleichen Charaktere durch Reinkarnationen verknüpft. Das gestaltet die ganze Erzählung sowohl tragisch als auch spannend. Zudem sendet das ganze Konstrukt einen sehr starken Goblin-Vibe aus.

Fazit

Die Serie ist wunderschön inszeniert und bietet neben einem feinen Humor eine romantische Liebesgeschichte. Mit ihren 20 Episoden gestaltet sich die Serie durchaus kurzweilig und charmant. Mich hat sie von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann genommen. Deswegen vergebe ich ganze 8,5/10 Punkte.

The Legend of the Blue Sea eignet sich wunderbar für Freunde romantischer Fantasy-Serien wie auch bei Goblin oder W: Two Worlds.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (The Heirs, Boys Over Flowers) als Heo Joon Jae/Kim Dam Ryung, Jun Ji Hyun (The Man from the Stars, Happy Together) als Shim Chung/Seo Hwa, Lee Hee Joon (Chimera, My Husband Got A Family) als Jo Nam Doo, Shin Won Ho (Love Affairs in the Afternoon, Monkey and Dog Romance) als Tae Oh

Drehbuch: Park Ji Eun

Regie: Jin Hyeok

Südkorea

City Hunter 시티헌터

City Hunter ist eine südkoreanische Action-Serie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 20 Folgen a 70 Minuten. Sie basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Tsukasa Hojo.

Thema: Charismatischer MIT-Absolvent übt Rachefeldzug für den Tod seines Vaters aus

Via Dramalist


Lee Min-Ho gehört zur absoluten Hallyu-Elite Südkoreas. Seit Boys Over Flowers ist er zum Superstar geworden und hat seitdem diesen Posten auch nicht mehr verlassen. Bisher hatte ich nur das besagte Boys Over Flowers und The Heirs mit ihm gesehen. Beides sind hochgelobte Serien, die ich auf meinem Blog auch ausführlich besprochen habe, und die sehr unterhaltsam waren. Warum sie als zu den besten KDramas gehörig gezählt werden, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Mit City Hunter schlug Lee ein komplett neues Kapitel auf, indem er die Hauptrolle in einer Thriller-Serie mit erheblichen Action-Anteil übernahm. Von den Kritiken und Zuschauern gelobt, war ich sehr gespannt auf diese neue Seite von ihm.

Worum geht es in City Hunter?

Der junge Poochai wächst im goldenen Triangle Nordkoreas unter Guerillas auf und wird von seinem strengen Stiefvater täglich trainiert, um den Tod seines leiblichen Vaters zu rächen. Dieser fiel einer Verschwörung der Regierung zum Opfer.

Als Erwachsener kehrt er nach Seoul unter neuem Namen, Lee Yoo Sung, zurück und arbeitet als IT-Experte im Blauen Haus. Während er tagsüber seinem Bürojob nachkommt, verwandelt er sich nachts in den City Hunter und übt seine Rache an den Schuldigen aus.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie bietet eine wunderbare Mischung aus Action-und Politserie. Die Inszenierung ist makellos und sehr an der Manga-Vorlage orientiert. Selbst die Bewegungen von Lee Min Ho scheinen manchmal wie gezeichnet. Ähnlich ist es mit den perfekt inszenierten Kampfszenen, die unheimlich viel Freude bereiten.

Die Kulissen sind opulent und geschmackvoll. Genauso verhält es sich auch mit der Mode und den Fahrzeugen.

Der Plot ist am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig durch die verquere Grundprämisse mit dem Baby-Diebstahl. Wenn man jedoch darüber hinweg sieht, erlebt man spannende Szenen in Nordkorea und kann komplett in der politischen Verschwörung aufgehen. Die Serie entpuppt sich als ein vielschichtiges Rache-Drama, dass zu unterhalten weiß.

Die Charaktere sind sympathisch und interessant. Poochai undercover zu erleben, war unheimlich spannend und brachte viele schöne Momente. Kim Na Na war niedlich und sehr süß im Zusammenspiel mit Poochai. Der dritte Lieblingscharakter meinerseits war der Staatsanwalt Kim Yeong Joo. Seine Interaktion mit dem City Hunter war immer wieder toll.

Den Stiefvater fand ich furchtbar und der Handlungsstrang um die Mutter war für mich ebenfalls nicht interessant genug.

Fazit

Während die Serie überraschend gut gestartet ist, erschien sie zum Ende hin ein wenig zu lang und unnötig gestreckt. Die politische Verschwörung war mir zu übertrieben deutlich und die Beziehung zu Kim Na Na viel zu wenig. Deswegen muss ich ein paar Punkte abziehen. Tatsächlich ist das jedoch das beste Drama, dass ich bisher mit Lee Min Ho gesehen habe. Aus diesem Grund gibt es 7/10 Punkte.

City Hunter eignet sich sehr gut für Fans von Action-Serien wie Healer oder K2.

Interessierte können die Serie auf Dramacool streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (Boys Over Flowers, The Heirs) als Poochai/Lee Yoon Sung, Park Min Young (Healer, Was ist los mit Sekretärin Kim?) als Kim Na Na, Lee Joon Hyuk (Naked Fireman, Designated Survivor: 60 Days) als Kim Yeong Joo, Kim Sang Joong (Bad Guys, The Banker) als Lee Jin Pyo/Steve Lee

Drehbuch: Choi Soon Jin, Hwang Eun Kyung

Regie: Jin Hyeok

Südkorea

Seven First Kisses 첫키스만 일곱번째

Seven First Kisses ist eine südkoreanische Web-Serie aus dem Jahr 2016. Sie besteht aus insgesamt 8 Folgen a 12 Minuten. Sie wurde als Werbemaßnahme für Lotte Duty Free Shop kreiert.

Thema: Junge Frau darf aus sieben Stars ihren Partner für ihren ersten Kuss wählen

959A21C1-AEAD-462B-A726-5AD979284233
Via Dramalist

Über die Serie bin ich am Rande zwar immer gestolpert, doch habe ich sie nie als relevant wahrgenommen. Erst als ich durch Zufall sah, dass der Plot sich tatsächlich um die echten Hallyu-Stars dreht, setzte ich die Serie auf meine Watchlist. Mit ihrer kurzen Sendezeit ist man in ungefähr 90 Minuten mit der kompletten Sichtung durch.

Worum geht es in Seven First Kisses?

Min Soo-Jin ist eine schüchterne Frau, die im Lotte Duty Free Shop arbeitet. Seit ihrer Geburt Single wünscht sie sich nichts sehnlicher als endlich geküsst zu werden. Eines Tages hilft sie der Göttin der Dates. Diese bietet ihr als Dankeschön die Möglichkeit den perfekten Partner für ihren ersten Kuss zu wählen. Dafür schlüpfen verschiedene Stars in unterschiedliche Rollen. Insgesamt hat sie die Wahl zwischen einem religiösen Millionär, einem ernsten Chef, einem spannenden Geheimagenten, einem verspielten Toyboy, einem dramatischen Chaebol-Erben, einem beliebten K-Idol und einem freigeistigen Reiseautor.

Lohnt sich die Serie?

Da die Serie sich der Zielsetzung der Werbung widmet, steht immer wieder die Ladenkette im Vordergrund. Aus diesem Grund kann man in der kurzen Zeit keine tiefgründige Unterhaltung erwarten. Die ausgedachten Situationen sind verspielt und komplett auf die weibliche Fantasy zugeschnitten. Das regt zum träumen an und man verliert sich selbst in der Problematik wen man wählen würde. (Ich würde mit dem Chef gehen.) Das liegt darin begründet, dass es ein wahrer Geniestreich ist sieben Größen des Showgeschäftes in einem Projekt zu vereinen.

Wer sich mit den aktuellen Berühmtheiten der KDramas beschäftigen möchte und einen Einstieg braucht, kann die Serie wunderbar als Grundlage nehmen. An sich sind alle wichtigen Männer der letzten Jahre dabei. Zumindest die aus den Erfolgsdramen.

Wer sind die sieben prominenten Herzensbrecher?

Lee Joon-gi überzeugt als reicher Millionär mit romantischen Ambitionen. Die ganze Szenerie passt zu großem Hollywoodkino. Auch wenn ich bereits zwei Serien, My Girl und Criminal Minds, mit ihm auf meiner Watchlist habe, war das meine erste Sichtung mit ihm.

Park Hae-jin ist ein traumhafter Chef und bietet romantische Momente. Tatsächlich sah ich auch ihn zum ersten Mal hier, obwohl ich bereits Cheese in the Trap und Man to Man seit längerem auf meiner Watchlist habe. Ehrlich gesagt hat er mich umgehauen und mir sehr gut gefallen, weswegen ich seine Serien relativ zeitnah Sichten werde.

Ji Chang-wook hat eine ungemein große Fangemeinde und gilt auch in den Foren als der Held der Serie. Von ihm habe ich aktuell drei Serien auf der Watchlist. Diese sind Healer, The K2 und Suspicious Partner. Mir hat er als Geheimagent gut gefallen und habe dementsprechend große Erwartungen an The K2. Mal schauen, ob die sich auch erfüllen werden.

Kim Jongin war der einzige Star, den ich noch garnicht kannte. Das liegt einfach daran, dass er mehr im musikalischem als im schauspielerischem Bereich tätig ist. Wer sich mit K-Pop beschäftigt, sollte zumindest von seiner Band Exo schon einmal etwas gehört haben. Als Toyboy macht er sich auf jeden Fall gut.

Ok Taec-yeon gehörte für mich bis dato zu den unbekannteren Größen. Zwar habe ich seit kurzem Let’s Fight, Ghost und Dream High mit ihm auf meiner Watchlist, doch sind das nicht unbedingt die Serien, die im Export besonders erfolgreich waren. Sein Spiel ist zurückhaltend und elegant. Die Seifenoper hat mir in diesem Fall jedoch weniger gefallen.

Lee Jong-suk als flippiges Idol zu erleben, fühlte sich nicht unbekannt an. Wie immer spielt er mit seinem bubenhaften Charme und überzeugt auf ganzer Linie. Ich liebe diesen Schauspieler und hoffe, dass er in Zukunft weiterhin so fleißig sein wird wie bisher.

Lee Min-ho ist der letzte im Bunde und man sagt ja nicht ohnehin, dass das Beste zu, Schluß kommt. Wie immer überzeugt er mit seiner Ausstrahlung und erinnert in der Darstellung ungemein an seine Rolle in Heirs. Vielleicht macht das aber auch nur der Mantel. Es hat schon seinen Grund warum er als Hallyu-Gott gehandelt wird.

Fazit

Diese Serie ist wunderbar für zwischendurch. Sie eignet sich sehr gut, wenn man gutaussehende Männer betrachten möchte. Die Handlung ist wirklich minimal, Benno wie der Anspruch. Die Geschichten sind zwar niedlich, aber auch schnell aufgebraucht. Dass das Projekt eine erfolgreiche Werbemaßnahme war, kann ich mir sehr gut vorstellen. Insgesamt betrachtet, gebe ich entspannte 6/10 Punkte.

Interessierte können die Serie auf YouTube anschauen.

Darsteller: Lee Cho-Hee (School 2015, Lucky Romance) als Min Soo-Jin, Choi Ji-Woo (Wintersonate) als Date-Göttin, Lee Joon-Gi (My Girl, Criminal Minds), Park Hae-Jin (Cheese in the Trap, Man to Man), Ji Chang-Wook (Healer, Suspicious Partner), Kim Jongin (Andante, Spring Has Come), Ok Taec-Yeon (Dream High, Save me), Lee Jong-Suk (Pinocchio, W), Lee Min-Ho (The Legend of the Blue Sea, City Hunter)

Drehbuch: Jung Jung Hwa

Regie: Jung Jung Hwa

Trailer
Complete Series

 

Südkorea

The Heirs 왕관을 쓰려는 자, 그 무게를 견뎌라 – 상속자

Heirs ist eine südkoreanische Dramaserie von 2013 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten. Sie markiert die erste Kooperation mit den USA und gilt bis heute als der größte Serienerfolg Koreas.

Thema: OC, California meets Seoul

6FB75D3B-A109-47D6-B818-2C66648C9E29
©️SBS

Von dieser Serie hatte ich bereits sehr viel im Vorfeld gehört, wurde aber dennoch überrascht. Wenn man sich dem Thema KDrama annähert, werden einem zum Anfang viele verschiedene Serien ans Herz gelegt. Heirs gehört definitiv zu dieser Liste. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen markiert diese Produktion die erste offizielle Zusammenarbeit mit den USA. Aus diesem Grund spielt ein Drittel der Serie auch in Los Angeles. Des Weiteren war die Serie ein extremer Hit in Korea und im weiteren asiatischen Ausland. Bis heute ist die Verleihgebühr dieser Serie pro Episode deutlich höher als bei den üblichen Produktionen für Sender. Das fangen vor allem China und Japan auf, die die Serie sehr positiv angenommen haben.

Warum war ich also überrascht? Von den Berichten und Bildern, die ich bis dato gesichtet habe, hatte ich ein ganz andere Vorstellung davon entwickelt worum es in der Serie geht. Grob gesagt, habe ich etwas in Richtung „Reich und Schön“ erwartet und stattdessen „Gossip Girl“ bekommen. Somit ist die Serie an ein deutlich jüngeres Klientel gerichtet als ich vermutet hatte.

Worum geht es in Heirs?

Cha Eun-Sang lebt ein einfaches Leben mit ihrer stummen Mutter. Neben der Schule hat sie viele Nebenjobs um ihrer älteren Schwester ein Studium in den USA zu ermöglichen. Diese fordert eines Tages Geld für ihre Hochzeit. Daraufhin macht sich Eun-Sang allein auf den Weg nach Amerika um das Geld persönlich zu überreichen. Vor Ort lernt sie jedoch schnell, dass alles anders läuft als erwartet und sie allein dasteht. Glücklicherweise ist der Auslandsstudent Kim Tan vor Ort um ihr zu helfen. Das tritt eine Lawine ungeahnter Ereignisse los.

Lohnt sich die Serie?

Das ist eine sehr gute Frage. Tatsächlich finde ich die Sendung sehr unterhaltsam und gefällig. Da ich selber ein Faible für Teenie-Serien hatte ich kein Problem mit der jüngeren Prämisse. Das Drama ist augenscheinlich und erinnert sehr an OC, California und Boys Over Flowers.

Die Drehorte und die Kulissen bewegen sich auf einem gewohnt hohem Niveau. Die Darsteller sind bunt gecastet und funktionieren sehr gut als Einheit. In dem Drama gibt es verschiedene Konfliktbereiche, die ich als unterschiedlich interessant wahrgenommen habe.

Die Beziehung von Cha Eun-Sang und Kim Tan ist sehr niedlich und bietet ordentlich romantische Momente. Beide machen eine interessante Charakterentwicklung durch und werden nicht langweilig zu betrachten. Insbesondere das Spiel von Lee Min-Ho als Kim Tan hat mir sehr gut gefallen. Das hat mich erleichtert, da ich ihn bei Boys Over Flowers nicht so stark fand.

Mit Choi Young-Do tritt ein markanter Gegenpart zu Kim Tan auf, der das Drama ordentlich vorantreibt. Mir gefiel sehr gut die Feindschaft zwischen alten Freunden und die Dreierbeziehung. Letztere hätte ich gerne ein wenig ausgebaut gesehen. Die wurde mir einfach zu früh fallen gelassen.

Die Geschichte um Tans Verlobte nervte mich recht schnell, da ich die Schauspielerin jetzt auch nicht so doll fand. Das zog sich wie ein Kaugummi und hätte man deutlich ein kürzen können.

Die Konflikte im Hause Kim sind alle grandios. Insbesondere das Verhältnis zu seinem älteren Bruder hätte ich lieber deutlich mehr im Fokus gehabt. Dafür das am Anfang so ein Terz darum gemacht wurde, haben sie zum Ende hin ihre Chancen bei dem Thema verspielt. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.

Die Freundschaft der Mütter von den Liebenden ist unglaublich süß und bietet viele komische Momente, die auch mal für laute Lacher sorgen.

Fazit

Heirs ist eine entspannte Dramaserie für Teens und bietet die klassischen Konfliktmomente. Sie bietet viele Parallelen zu westlichen Dramen dieses Themas und somit auch die amerikanischen Lösungen. Da man das in unserer Ecke schon zu genüge gesehen hat, fand ich es schade diesen „Einheitsbrei“ auch in einem KDrama finden zu müssen. Dadurch erklärt sich zwar der immense Erfolg in Korea, aber auch meine Enttäuschung. Wer gerne amerikanische Serien mag und noch nicht stark in das Universum von KDramas eingetaucht ist, der ist hier wunderbar aufgehoben. Ich gebe gut gemeinte 6/10 Punkte.

Heirs eignet sich wunderbar für Fans von OC, California und Gossip Girl.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Lee Min-Ho (Boys Over Flowers, City Hunter) als Kim Tan, Park Shin-Hye (Pinocchio, Memories of Alhambra) als Cha Eun-Sang, Kim Woo-Bin (School 2013, Uncontrollably Fond) als Choi Young-Do

Drehbuch: Kim Eun Sook

Regie: Kang Shin Hyo, Boo Sung Chul

Südkorea

Boys Over Flowers 꽃보다남자

Boys Over Flowers ist eine südkoreanische Dramaserie von 2009 und umfasst insgesamt 25 Folgen in 2 Staffeln a 70 Minuten. Sie basiert auf der japanischen Manga-Reihe Hana Yori Dango.

Thema: Armes Mädchen trifft auf die berühmten F4 und findet die Liebe

D1474A9F-8E40-435F-A44F-DAE825541028
Via Dramalist

Diese Serie war in jüngster Zeit immer wieder im Gespräch dank ihres in 2018 erschienenen Remakes Meteor Garden. Die Foren liefen regelrecht über mit Erwartungshaltungen und Liebesbekundungen zur Originalserie. Das machte mich äußert neugierig und weckte mein Interesse für die Thematik.

Die Idee der Sendung gefällt mir sehr gut und ist äußerst unterhaltsam. Das Ränkespiel der Charaktere unterhält einen wirklich gut und ist kurzweilig. Im Fokus der Handlung steht die arme Jan Di. Auf Grund einer Rettungsaktion ihrerseits wird sie belohnt und darf die beste Schule des Landes besuchen, die nur die Elite enthält. Die beliebteste Gruppe vor Ort sind die F4. Vier Abkömmlinge der reichsten Familien des Landes und beste Freunde seit Kindheitstagen. Diese geben den Ton unter den Schülern an und führen ein strenges Regiment. Jan Di legt sich recht schnell mit Ihnen an und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Die Kulissen der Serie haben mir sehr gut gefallen und sind vielseitig aufgestellt. Sie geben einen guten Eindruck vom Leben in Seoul ab. Das macht Spaß zu betrachten. Genauso ging es mir mit den vier männlichen Hauptrollen. Ihre Outfits waren teilweise wirklich grenzwertig was den guten Geschmack angeht und erinnerten an die Mode der 1980er, die man nicht wiederbeleben möchte. Ähnlich ging es mir mit dem Titellied, dass ebenfalls aus dieser Zeit stammen könnte. Insgesamt gesehen ist die Musik in der Serie wirklich schön und bietet mehrere Ohrwürmer.

Die Charaktere konnten mich nicht alle von sich überzeugen. Jan Di ist ein dummes und tölpelhaftes Mädchen. Ich hatte immer gehofft, dass sie noch schlauer wird, aber das war nicht der Fall. Ihre Rolle lebte eher von emotionaler Intelligenz. Das kann man jedoch nicht von ihrer Familie behaupten. So herzlich die auch miteinander umgehen sollten, gingen die mir unglaublich auf die Nerven. Ihre Eltern sind eine wahre Katastrophe und ich war immer froh, wenn die keine Sendezeit bekommen haben. Immer fragte man sich wer da der Erwachsene und wer das Kind sein sollte. Die Jungs von F4 haben unterschiedliche Eindrücke bei mir hinterlassen. Joon Pyo, der Anführer der Gruppe, war sympathisch und wirkte teilweise sehr reif. Sein Spiel hat mir gefallen und bot auch einige interessante Szenen. Ji Hoo habe ich geliebt und fand seine Familiendynamik klasse. Ein toller Charakter und meiner Ansicht nach auch derjenige, der mit Jan Di hätte enden müssen. Doch wünsche werden nicht immer wahr. Yi Jung war klasse. Viel Humor und interessante Hintergrundgeschichte. Woo Bin war zwar der lustige vierte im Bunde, aber eher unwichtig für die zentrale Geschichte.

Fazit

Boys Over Flowers ist eine sehr sehenswerte und mit Liebe zum Detail inszenierte Serie. Sie spielt mit den üblichen Klischees des koreanischen Fernsehens und greift sie auf. Sowohl lustige als auch traurige Szenen kommen nicht zu kurz. Dank des Spaßfaktors gebe ich 7/10 Punkte.

Die Serie eignet sich sehr gut für Fans von Meteor Garden, A Love So Beautiful und Mischievous Kiss.

Interessierte können die Produktion auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Hye-Sun Ku (Blood, Angel Eyes) als Geum Jan Di, Min-Ho Lee (Heirs, The Legend of the Blue Sea) als Goo Joon Pyo, Hyun-Joong Kim (When Time Stopped, Inspiring Generation, Mischievous Kiss) als Yoon Ji Hoo, Bum Kim (V Love) als So Yi Jung, Joon Kim (Endless Love) als Song Woo Bin, So-Eun Kim (Our Gap Soon, Falling for Challenge) als Chu Ga Eul

Drehbuch: Yoon Ji Ryun

Regie: Jeon Ki Sang

Bonus:

Boys Over Flowers vs. Meteor Garden 2018

Vergleich folgt… garantiert nicht Spoilerfrei!