USA

American Horror Story #2: Asylum

American Horror Story: Asylum ist die zweite Staffel der US-amerikanischen Anthologie-Serie American Horror Story aus dem Jahr 2012. Sie umfasst insgesamt 13 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Alltag einer Nervenklinik in den 1960er Jahren

©️FX Horror

Während mich der Inhalt der ersten Staffel Murder House unheimlich angesprochen hat, hatte ich vor dem Sichten dieser Thematik ordentlich Respekt. Immerhin spielen auch einige bekannte Horrorfilme in Nervenklinken und das lehrte mir immer wieder das Fürchten.

Worum geht es in American Horror Story: Asylum?

In der Briarcliff-Nervenklinik an der Ostküste der Vereinigten Staaten spielen sich in 1960er Jahre grausige Dinge ab. Unter derLeitung der strengen Nonne Schwester Jude verrichten die Pfleger ihre tägliche Arbeit. Was jedoch niemand ahnt, ist das hinter verschlossenen Türen ein hartes Regime geführt wird in dem tägliche Züchtigungen auf der Tagesordnung stehen. Als auch noch der psychopathische Frauenmörder „Bloody Face“ in der Klinik einzieht, bricht das Chaos aus.

Official Trailer

Lohnt sich die Serie?

Als ich gehört habe, dass unter anderem auch Alien-Entführungen ihren Platz in dieser Staffel finden, war ich äußerst skeptisch. Für klassischen Horror wie bei Murder House bin ich immer empfänglich, doch sobald es in Richtung Science Fiction geht, freue ich mich in der Regel weniger. Das liegt nicht daran, weil ich das Genre nicht mag, sondern vielmehr daran, dass ich diese Experimente weniger mit em von mir so heiß geliebten klassischen Horror verbinde.

Dennoch geht das Konzept hier vollkommen auf. Wie man es von der Serie gewohnt ist, erzeugt sie ein düsteres und fast bedrohliches Bild. Die Stimmung ist schwer und unangenehm. Das liegt nicht nur an dem nüchternen Verhalten des Personals, sondern auch an den Horrorgestalten, die als Patienten herhalten dürfen.

Die Inszenierung bewegt sich auf einem hohen Niveau. Bis ins kleinste Detail wurde sich bemüht die 60er Jahre nachzustellen und überzeugend zu vermitteln. Die Musik und vor allem die Kleider unterstreichen das ganze Bild deutlich.

Jessica Lange gibt erneut eine überzeugende Darstellung der kaltblütigen Nonne ab. Dadurch trägt sie sehr zum Gruselfaktor der Serie bei. Mit dem Fortschreiten der Handlung entpuppt sich die Serie jedoch weniger als Horrorshow als vielmehr ein Drama.

Insbesondere der Handlungsstrang um den Serienmörder hat mir sehr gut gefallen und mich stets neugierig gehalten. Das gleiche gilt für die Geschichte der Journalistin. Weniger begeistern konnte ich mich für die Geschichte um die Entführung durch Außerirdische. Dennoch hatte auch dieser Plot interessante Punkte, insbesondere die Einordnung in die Mischehe in einer weniger offenen Zeit und Gesellschaft.

Im Vergleich zur ersten Staffel konnte mich die zweite weniger begeistern. Obwohl sich mit dem Setting viel Mühe gegeben wurde, traf das Thema nur bedingt meinen Geschmack. Zudem wies die Handlung einige unnötige Längen auf.

Fazit

Die Serie ist immer eine Sichtung wert. Durch das Anthologie-Prinzip kann man sich durch einige Ideenwelten bewegen und seinen eigenen Geschmack besser kennenlernen. Obwohl mir die Sichtung weniger gefallen hat als bei der ersten Staffel, hatte ich beim Sichten viel Freude und kann die Serie nur weiterempfehlen. Insgesamt gebe ich für American Horror Story: Asylum gerne 7/10 Punkte.

American Horror Story: Asylum eignet sich wunderbar für Freunde von modernem Horror wie auch bei The Walking Dead oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix oder Amazon streamen.

Darsteller: Zachery Quinto (Heroes, American Horror Story: Murder House) als Dr. Oliver Thredson, Joseph Fiennes (Sherwood, The Handmaid‘s Tale) als Monsignor Timothy Howard, Sarah Paulson (American Crime Story, Feud) als Lana Winters, Evan Peters (Pose, One Tree Hill) als Kit Walker, Lily Rabe (The Undoing, Tell Me Your Secrets) als Schwester Mary Eunice McKee, Lizzie Brocheré (The Strain, Versailles) als Grace Bertrand, Jessica Lange (Feud, American Horror Story: Murder House) als Schwester Jude Martin

USA

The 100

The 100 ist eine US-amerikanische SciFy-Serie aus dem Jahr 2014 mit aktuell 100 Folgen a 45 Minuten in 7 Staffeln,

Thema: 100 verurteilte Jugendliche besiedeln Erde nach Nuklearkrieg

©️The CW

Als The 100 herauskam, hatte ich nur wenig Interesse an der Serie. Da meine Mutter so begeistert war, drückte sie mir die Serie auf, um dann selber nach zwei Staffeln anzubrechen. Da ich sie nun zu Hause liegen hatte, beschloß ich ihr eine Chance zu geben.

Worum geht es in The 100?

97 Jahre nach einem Atomkrieg scheint die Erde unbewohnbar. Die letzten Überlebenden der Menschen haben sich auf eine Weltraumstation namens Arche geflüchtet. Durch den starken Zuwachs gehen dieser langsam die Ressourcen aus. Um Rettung zu finden, werden 100 jugendliche Gefangene zur Erde gesandt, um zu testen, ob die Erde wieder bewohnbar ist.

Vor Ort angekommen, müssen sich die Jugendlichen auf sich allein gestellt schnell ihrer Umwelt anpassen und stellen dabei fest, dass sie nicht allein dort sind.

Trailer

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich ist die Serie überraschend unterhaltsam. Das Gruppengefüge und die einzelnen Charaktere haben durchaus ihren Charme. Wer ein jugendliches Der Herr der Fliegen erwartet, wird schnell enttäuscht. Im Fokus der Serie steht schnell der nackte Überlebenskampf. Dieses wird gegen Hunger, sauren Regen und urbane Erdbewohner geführt.

Dabei ist die Serie sehr hochwertig inszeniert. Zwar sind die Weltraumeffekte nicht alle überzeugend, doch das mindert nicht die Qualität der Serie. Die Kulissen in den kanadischen Wäldern geben fantastische Schauplätze ab und die Ausstattung selbst lässt kaum zu wünschen übrig. Die Kostüme, insbesondere die der Stämme, sind kreativ und vielseitig umgesetzt.

Die Dramaturgie wird durch sehr schöne Musik untermalt und weiß seine Spannungsmomente zu schaffen. Die einzelnen Charaktere sind unterschiedlich angelegt und lassen im Laufe der Handlung eine gelungene Persönlichkeitsentwicklung erkennen. Allen voran Clarke, Bellamy und Octavia.

1. Staffel

Das Überleben in freier Natur und die Organisation einer rebellischen Gruppe stehen hier klar im Fokus. Während die Jugend auf der Erde sich in der Gegend zurecht finden muss, kämpfen die Älteren um die Erhaltung der Arche. Tatsächlich wirken letztere eher als Begleitfiguren. Der Fokus der Handlung liegt klar auf der Jugend. Das Konzept geht auf.

2. Staffel

Mit der zweiten Staffel rücken die so genannten Grounder deutlicher in den Fokus und untermauern Clarkes Stellung. Während im Camp nach besten Gewissen versucht wird sich vor allen Gefahren zu schützen, werden neue Bande zu den einstigen Feinden immer stärker geknüpft. Finns Schicksal stieß mir übel auf. Ansonsten fand ich die Staffel ebenso unterhaltsam wie die Erste.

3. Staffel

Die dritte Staffel weitete das Universum deutlich stärker aus und gefiel mir unheimlich gut. Neben dem Konflikt im Mount Weather gefiel mir auch Clarkes Entführung sehr gut. Die Serie wird immer besser. Lediglich Jaspers Rolle nervte mich manchmal.

4. Staffel

Die vierte Staffel nahm eine unvorhergesehene Wendung von der ich erst nicht wusste, ob sie mir gefällt. Die Szenen in der Welt der Grounder wahren durchaus äußerst unterhaltsam. Die Suche und Entdeckung von Jaha war mir teilweise zu langatmig inszeniert. Dafür fand ich das Finale bombastisch.

5. Staffel

[…Sichtung steht noch aus…]

Fazit

Die Serie gefällt mir mit jeder neuen Staffel besser. Es ist spannend zu betrachten welchen Sprung die Figuren seit der ersten Staffel gemacht haben. Zudem bewegen sich alle Staffeln auf einem gleichmäßig hohen Niveau. Die Inszenierung gefällt und die aufwendigen Kostüme überzeugen. Dennoch bieten sich im Laufe der Serie viel zu viele Wiederholungen, die die Sendung unnötig langatmig wirken lassen. Zudem sind manche Figurenentwicklung unpassend. Deswegen gebe ich insgesamt erstmal 7/10 Punkte.

The 100 eignet sich wunderbar für Freunde amerikanischer Fantasy-Serien wie auch The Vampire Diaries oder Shadowhunters.

Interessierte können die Serie auf Amazon streamen.

Darsteller: Eliza Taylor als Clarke Griffin/Josephine Lightbourne, Bob Morley als Bellamy Blake, Marie Avgeropoulos als Octavia Blake, Paige Turco (American Gothic) als Dr. Abigail Griffin/Dr. Simone Lightbourne VII, Lindsay Morgan als Raven Reyes, Richard Harmon als John Murphy

USA

Revenge

Revenge ist eine US-amerikanische Drama-Serie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 90 Folgen a 45 Minuten in 4 Staffeln.

Thema: Junge Frau schwört Rache an der High Society in den Hamptons

©️ABC

Als ich das erste Mal von der Serie hörte, war ich äußerst gespannt auf ihre Umsetzung. Das moderne Der Graf von Montecristo-Prinzip in die Hamptons zu verlagern, klang nach einem überraschend guten Serienkonzept.

Worum geht es in Revenge?

Amanda Clarke wurde als Kind Zeugin von der Verhaftung ihres Vaters. Dieser wurde als Verantwortlicher für den Tod Hunderter auf Grund eines Flugzeugabsturzes verurteilt.

Jahre später erhält sie eine Kiste mit den Aufzeichnungen ihres Vaters über die wahren Hintergründe und erkennt schnell, dass ihr Vater zum Sündenbock gemacht wurde. Um Rache dafür zu nehmen, zieht sie in die Hamptons unter dem Namen Emily Thorne und schaltet eine Person nach der anderen aus.

Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie ist aufwendig inszeniert und bietet viele schöne Kulissen. Die Ausstattung und die Musikbegleitung bewegen sich auf einem hohen Niveau. Beim Sichten fühlt man sich wirklich in die Hamptoner High Society versetzt.

Dabei bieten sich eine Vielzahl interessanter Charaktere und Verstrickungen, die die Handlung stetig am Laufen halten. Emilys Rachepläne sind immer wieder kreativ und unterhaltsam. Zudem bekommt sie Hilfe von dem Millionär Nolan Ross, der ihren Vater immer als Mentor wahrgenommen hat, der durch seine saloppe Art gerne für lustige Sprüche sorgt. Neben den Planungen bietet sich mit der Figur auch ein Rückblick auf die alte Amanda und ihre Jugendliebe. Das gibt ein gelungenes Konzept ab.

1. Staffel

Die erste Staffel funktioniert auf ganzer Linie und bietet viele interessante Verstrickungen. Die Methoden, mit denen Emily ihre Gegner ausschaltet, sind durchwegs kreativ und spannend. Zudem bekommt man einen wunderbaren Blick auf die Antagonisten, Familie Grayson.

2. Staffel

Die zweite Staffel weiß ebenso gut zu unterhalten wie ihr Vorgänger. Mit Aidan wird eine sehr interessante Figur ins Cast aufgenommen. Insbesondere die Rückblicke auf seine und Amandas Vergangenheit sind spannend und sehenswert.

3. Staffel

Mit der dritten Staffel hat die Serie viel von ihrem ursprünglichen Flair eingebüßt. Vieles wiederholt sich oder wird unnötig in die Länge gezogen. Die Charaktere drehen sich im Kreis und verlieren immer mehr an Sympathie. Zudem wirken einige Handlungsstränge an den Haaren herbei gezogen.

4. Staffel

Es ist wirklich gut, dass diese Staffel die letzte ist. Auf einmal werden unglaubhafte Handlungsstränge aufgemacht und Zuviel Tragik in die Geschichte hereingebracht. Die Figuren handeln nur noch unüberlegt und überhaupt nicht zu der ursprünglichen Charakterisierung passend. Das Ende ist okay. Der Weg dahin weniger.

Fazit

So erstklassig wie die Serie startet, so miserabel endet sie auch. Ihr Charme wäre in die Seriengeschichte eingegangen, wenn sie nach zwei Staffeln geendet hätte. Das Rachethema erschöpfte sich sehr schnell und ließ Raum für unnötige Beziehungsgeflechte. Deswegen gebe ich insgesamt 7/10 Punkte.

Revenge eignet sich wunderbar für Freunde von Rachegeschichten wie auch Kill It oder Game Maya.

Interessierte können die Serie auf Amazon oder iTunes sichten.

Darsteller: Madelaine Stowe (Raines, Soundtrack) als Victoria Grayson, Emily VanCamp (Everwood, Atlanta Medical) als Emily Thorne/Amanda Clarke, Gabriel Mann (What/If, Ray Donovan) als Nolan Ross, Nick Wechsler (Roswell, Shades of Blue) als Jack Porter, Josh Bowman (Eine Frau an der Front, Time After Time) als Daniel Grayson

Kanada

Grusel, Grauen, Gänsehaut/Who’s Afraid Of The Dark?

Are You Afraid Of The Dark? ist eine kanadische Jugendserie aus dem Jahr 1990 mit insgesamt 91 Folgen a 30 Minuten in 7 Staffeln. Nachdem die Produktion der fünften Staffel beendet war, erfolgte drei Jahre später eine erneute Produktion mit neuer Besetzung für die letzten beiden Staffeln.

Thema: Freunde erzählen sich Gruselgeschichten am Lagerfeuer

©️Nickelodeon

Seit meiner Kindheit an hatte ich schon immer ein Faible für Gruselgeschichten. Ausschlaggebend war dafür neben den gesuchteten R. L. Stine-Büchern und der Serie Gänsehaut vor allem dieses Schmuckstück. Dabei kann ich wirklich behaupten, dass ich diese Serie geliebt habe. Aus Nostalgie habe ich mir die ersten DVDs geholt und ich bin dem Charme dieser Serie erneut verfallen.

Worum geht es in Are You Afraid Of The Dark?

Sechs Freunde treffen sich wöchentlich in der Dunkelheit am Lagerfeuer und erzählen sich selbst ausgedachte Gruselgeschichten. Mit jeder Folge wechselt der Erzähler und damit auch die Themen.

Lohnt sich die Serie?

Ich weiß nicht, ob die Nostalgie aus mir spricht, aber ich bin davon überzeugt, dass sich die Serie lohnt. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass sich die Show an ein jüngeres Publikum richtet.

Die Sendung erfolgt nach dem Fall der Woche-Prinzip. Während die erzählenden Jugendlichen in den Staffeln zum Großteil gleich bleiben, wechseln die Darsteller in den Erzählungen selbst. Dabei ist es immer wieder eine Freude heutzutage bekannte Schauspieler in ihren Teenagerjahren zu entdecken. Beispiele hierfür wären Ryan Gosling, Neve Campbell, Melissa Joan Hart oder auch Rachel Blanchard.

Die in sich geschlossenen Geschichten sind durchaus einfallsreich gehalten und behandeln sowohl Themen aus der Mythologie, urbane Legenden und Horror im Bereich der Science Fiction. Dadurch kommt keinerlei Langeweile auf.

Das Schöne an der Serie ist, dass sie neben den gruseligen Momenten ebenfalls viel Humor und Familiengeschichten einbringt. Trotz der kurzen Laufzeit sind die Dialoge kreativ und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Das gleiche gilt auch für die Ausstattung, die meist verspielt daher kommt.

Fazit

In meinen Augen hat die Serie auch nach 20 Jahren nichts von ihrem Charme eingebüßt. Das Prinzip der Serie ist äußerst unterhaltsam und ich würde mir mehr von diesen Formaten wünschen. Da die Serie immer weder zu unterhalten weiß und ihr Niveau bis zum Ende wunderbar halten kann, vergebe ich gerne 8,5/10 Punkte.

Are You Afraid Of The Dark eignet sich wunderbar für Freunde jugendlicher Mystery-Serien wie auch Gänsehaut oder Eerie, Indiana.

Interessierte können die Serie auf DVD erwerben.

Darsteller: Ross Hull (Student Bodies) als Gary, Daniel DeSanto (Wholesome Foods I Love You… Is That OK?) als Tucker, Raine Pare-Coull (Tucker James, der Highschool-Blitz) als Betty Ann, Jody Resther (Erdferkel Arthur und seine Freunde) als Kiki

USA

Ringer

Ringer ist eine US-amerikanische Dramaserie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 22 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Verzweifelter Rollentausch mit reicher Zwillingsschwester

@ The CW

Als ich das erste Mal von der Serie hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Sarah Michelle Gellar in einer neuen Dramaserie erleben zu können, ließ meine Vorfreude wachsen. Als es dann endlich soweit war, wurde ich nicht enttäuscht.

Worum geht es in Ringer?

Bridget Kelly und Siobhan Martin sind Zwillingsschwestern, die seit über sechs Jahren keinen Kontakt mehr miteinander hatten. Während Bridget ein unbefriedigendes Leben als Alkoholikerin geführt hat, heiratete Siobhan einen reichen Geschäftsmann und genoß ihr Leben in vollen Zügen.

Durch einen Zwischenfall wird Bridget Zeugin eines Verbrechens und wird nun von der Mafia gejagt. Als sich die beiden Schwestern wiedersehen, machen sie einen Bootsausflug. Als Siobhan über Bord geht, sieht Bridget ihre Chance deren Identität anzunehmen, um erfolgreich zu flüchten. Jedoch hat sie nicht damit gerechnet, dass auch Siobhan jemand nach dem Leben trachten möchte.

Offizieller Trailer

Lohnt sich die Serie?

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, dass die Serie ihre Quoten nicht erfüllen konnte. Der Plot ist sehr spannend gehalten und dennoch wie ein ruhiges Drama inszeniert.

Sarah Michelle Gellar spielt die Rolle der Schwestern überzeugend und vielseitig. Während Bridget unsicher und freundlich agiert, ist Siobhan ein fleischgewordener Albtraum, der seine Mitmenschen stetig zu manipulieren versucht.

Die Spannung beginnt bereits mit dem neuen Familienkonstrukt. Ohne Vorwissen von Siobhans Familie bemüht Bridget sich einzufügen ohne aufzufallen. Dabei fällt ihr oftmals ihre Humanität vor die Füße. Während ihr beschäftigter „Ehemann“ glaubt einen neuen Frühling zu erleben, wird ihre Stieftochter mehr als skeptisch und versucht der Sache auf den Grund zu gehen.

Zudem gestaltet sich auch das Verhältnis zu Familie Martins besten Freunden spannend. Während erst alles nach perfektem Leben erscheint, bröckelt die Fassade auffallend und stetig. Immer wieder tun sich Momente auf, in denen Bridget ehemalige Missetaten Siobhans bereinigen muss, um nicht aufzufallen. Das erinnert teilweise stetig an die Serie Revenge.

Als wäre das Leben nicht kompliziert genug, kommen Affären, Mafia-Bosse, Kopfgeldjäger und schlaue Bewährungshelfer ins Spiel. Das alles funktioniert im Drehbuch sehr gut und bietet immer wieder äußerst spannende Situationen. Zudem vollzieht sich im Laufe der Serie eine enorme Wandlung mit Bridget, die immer erstaunter über die Vergangenheit ihrer Schwester ist. Gerade die Interaktion mit den verschiedenen Charakteren, ohne zu wissen wer Freund oder Feind ist, machen den Charme der Serie aus.

Insbesondere Serien-Fans werden von dem Cast begeistert sein, immerhin bietet es eine Vielzahl bekannter Gesichter aus anderen Dramen oder Filmen. Die Chemie der Darsteller stimmt im ganzen und machen die Serie zu einem Schaugenuß.

Fazit

Die Serie schafft es die Balance zwischen ruhigem Drama und spannenden Thriller perfekt zu halten. Gellar gibt hier alles und überzeugt in ihrer Doppelrolle. Neben dem tollen Soundtrack schafft die Inszenierung einige sehenswerte Bilder. Mich konnte die Serie von Anfang bis Ende perfekt unterhalten. Aus diesem Grund gebe ich entspannte 8/10 Punkte.

Ringer eignet sich wunderbar für Freunde undurchsichtiger Dramen wie auch bei The Lying Game oder Revenge.

Interessierte müssen sich gedulden, da die Serie aktuell nicht zum Stream zur Verfügung steht.

Darsteller: Sarah Michelle Gellar (Buffy the Vampire Slayer, The Crazy Ones) als Bridget Kelly/Siobhan Martin, Kristoffer Polaha (Condor, Life Unexpected) als Henry Butler, Ioan Gruffudd (Liar, Harrow) als Andrew Martin, Nestor Carbonell (Lost, Bates Motel) als Agent Victor Machado, Zoey Deutch (The Politician, Zack & Cody an Bord) als Juliet Martin, Mike Colter (Seis Manos, Marvel‘s Jessica Jones) als Malcolm Ward

USA

The Pacific

The Pacific ist eine US-amerikanische Kriegsserie aus dem Jahr 2010 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten. Sie ist das Pendant zu Band of Brothers.

Thema: Die unabhängigen Erlebnisse dreier Marines im Pazifikkrieg

©️HBO

Nach der Sichtung von Band of Brothers war ich äußerst neugierig auf die Darstellung der Geschehnisse im Pazifikkrieg. Während erstgenannte einer chronologischen Reihenfolge folgt, konzentriert sich diese Produktion darauf sich auf drei Marines zu beschränken, die an unterschiedlichen Orten stationiert sind.

Worum geht es in The Pacific?

In der Serie geht es um die unterschiedlichen Erfahrungen dreier Soldaten, die in verschiedenen Regimenten der 1. US-Marineinfanteriedivision dienen. Eugene Sledge ist frisch von der Schule und noch komplett unerfahren im Leben. Robert Leckie ist ein ehemaliger Lokaljournalist, der nach Anerkennung sucht. John Basilone ist ein erfahrener Soldat und Kriegsheld. Alle drei gehen durch die ungeordneten Höllen des Krieges und gehen unterschiedlich damit um.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Durch die Zeit- und Ortsprünge wirkt die Serie am Anfang ein wenig komplizierter als Band of Brothers. Doch der Eindruck legt sich recht schnell wieder.

Die Inszenierung der Serie bewegt sich auf einem äußerst hohen Niveau. Die Ausstattung und die Kulissen sind Detail getreu nachgestellt und versetzen einen inmitten des Pazifikkrieges. Das ist beeindruckend und beängstigend zugleich, da sehr schnell klar wird, dass sich der Krieg im asiatischen Raum auf einem anderen Level befindet. Die Japaner kämpfen erbitterter als die Deutschen, da sie auch bereit sind ihr Leben zu opfern. „Wovor fürchtet sich ein Soldat, der Stolz ist für sein Vaterland zu sterben?“

Der Horror des Krieges wird sehr ausdrücklich dargestellt und nimmt keine Rücksicht auf die Zuschauer. Es ist äußerst spannend den Ereignissen der Soldaten zu folgen und vor allem ihre seelischen Verletzungen mitzuerleben.

Die Desillusionierung des Krieges, Angst, Scham, Trauer um gefallene Kameraden, der Kampf gegen ein fremdes Klima, Kampf auf unbekanntem Terrain, der Kontakt zu einer fremden Kultur, Sprachbarrieren, Hunger, Krankheiten, Fehlversorgung und Frauenbekanntschaften werden äußerst ausdrücklich dargestellt.

Insbesondere die Darstellung von einem meiner Lieblingschauspieler, James Badge Dale, hat mir sehr gut gefallen und mich mitleiden lassen.

Fazit

Während vielen in meinem Umfeld Band of Brothers deutlich besser gefällt, bevorzuge ich The Pacific. Obwohl sich beide Serien auf einem hohen Niveau bewegen, konnte mir diese Serie unheimlich viele eigene Wissenslücken aufzeigen, die ich nach dem Sichten schließen konnte. Da auch der Soundtrack alle Handlungen wieder wunderbar unterstützt, gebe ich trotz einiger Längen 9/10 Punkte.

The Pacific eignet sich wunderbar für Freunde von Anti-Kriegsserien wie auch Generation Kill oder Band of Brothers.

Darsteller: James Badge Dale (Rubicon, The Black Donnellys) als PFC Robert Leckie, Joseph Mazzello (Person of Interest, Koma) als PFC Eugene Sledge, Jon Seda (Chicago P.D., Chicago Fire) als Sgt. John Basilone, Ashton Holmes (Revenge, Nikita) als PFC Sidney Philips

USA

Band of Brothers – Wir waren Brüder

Band of Brothers ist eine US-amerikanische Kriegsserie aus dem Jahr 2001 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten. Ihr Sequel ist The Pacific, die sich mit den Geschehnissen des Pazifikkriegs beschäftigt.

Thema: Die Erlebnisse der Easy Company zum Ende des 2. Weltkrieges

©️HBO

Es gibt selten eine Serie die mir so häufig angepriesen worden ist wie diese. Lange habe ich es nicht geglaubt und es dann einfach einmal selber getestet. Tatsächlich habe ich durch diese Produktion ein Faible für Anti-Kriegs-Serien entwickelt.

Worum geht es in Band of Brothers?

Die Serie schildert die Ereignisse der Marines aus der Easy Company beginnend mit ihrer Grundausbildung in den USA. Mit ihrem Einstieg ins Kriegsgeschehen mit der Landung in der Normandie kämpfen sie sich durch das dicht besiedelte Kriegsgebiet nach Deutschland durch. Dabei sind sie beteiligt an der Schlacht an den Ardennen und der Entdeckung von Konzentrationslagern.

Lohnt sich die Serie?

Hell, yes! Diese Serie muss man wirklich gesehen haben. Trotz mancher kreativer Abweichungen bemüht sie sich sehr die tatsächlichen Ereignisse in einem historisch einwandfreien Kontext wider zugeben.

Wie der Titel es schon sagt, lebt die Serie vor allem von der Kameradschaft unter den Marines. Man sieht wie sie kämpfen, leiden, witzeln und im schlimmsten Fall plötzlich sterben. Da die Serie auf den Erzählungen der Beteiligten basiert, ist es nicht vorhersehbar wer lebt und wer stirbt. Das lässt einen von der ersten bis zur letzten Minute mitfiebern.

Das Cast ist der absolute Wahnsinn und perfekt gewählt. Man trifft beim Sichten auf eine Vielzahl bekannter Gesichter aus der amerikanischen Serienwelt und profitiert von ihrem Talent und der Inbrunst, die sie in die Verkörperung ihrer Rollen stecken.

Die Serie zeigt einen ungeschönten Blick auf die Ereignisse eines Weltkrieges. Dabei lässt sie an nichts fehlen und zeigt auch die brutalen Momente direkt. Damit meine ich nicht nur den Kampf, sondern auch den Verlust eines Kameraden, Schuldgefühle, Angst, Vergewaltigung und die Spaltung von Gesellschaften. „Am Ende will es keiner gewusst haben.“

Der Soundtrack ist in jedem Fall hervorzuheben und begleitet die Szenerie perfekt. Insgesamt ist es unvorstellbar bei dieser Serie keine Träne zu vergießen. Allein der Gedanke daran, dass es wirklich passiert ist – bei uns – ist unvorstellbar und wichtig nicht zu vergessen.

Fazit

Die Serie ist ein Meisterwerk an Fernsehunterhaltung und sollte man wenigstens einmal gesehen haben. Die detaillierte Set-Ausstattung, die Kulissen und die Kostüme versetzen einen ins Jahr 1944 zurück und lassen einen eine gewisse Vergangenheitsscham entwickeln. 9/10 Punkte!

Band of Brothers eignet sich perfekt für Freunde realer Kriegsserien wie The Pacific oder Generation Kill.

Darsteller: Scott Grimes (The Orville, Justified) als Donald G. Malarkey, Damian Lewis (Homeland, Billions) als Richard D. Winters, Ron Livingston (A Million Little Things, Loudermilk) als Lewis Nixon, Donnie Wahlberg (Blue Bloods-Crime Scene New York) als C. Carwood Lipton, Michael Cudlitz (The Walking Dead, The Kids Are Alright) als Denver Bull Randleman, Michael Fassbender (Der Preis des Verbrechens, Hex) als Burton P. Chistenson, David Schwimmer (Friends, Will & Grace) als Herbert M. Sobel