Südkorea

Angel‘s Last Mission: Love 단, 하나의 사랑

Angel’s Last Mission: Love ist eine südkoreanische Drama-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 32 Folgen a 30 Minuten.

Thema: Der letzte Auftrag eines Engels ist die Partnersuche für eine blinde Ballerina

©️KBS 2

Lange bevor die Serie ausgestrahlt worden war, lief die Berichterstattung auf Hochtouren. In allen Foren herrschte erhebliche Begeisterung und eine große Erwartungshaltung. Obwohl mich der Plot im ersten Moment nicht ansprach, ließ ich mich von den anderen überreden und beschloß der Serie eine Chance zu geben.

Worum geht es in Angel’s Last Mission: Love?

Kim Dan ist ein gutmütiger, tollpatschiger Engel, der sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Um ins Paradies einziehen zu können, bekommt er von Gott als Strafe für seine Fehler einen letzten schwierigen Auftrag. Er soll binnen drei Monaten die wahre Liebe für die blinde Ballerina Lee Yeon Seo finden. Diese ist nach ihrem Unfall unnahbar und kaltherzig zu ihrer Umwelt. Schnell merkt Kim Dan, dass der Auftrag ihn an seine Grenzen bringt.

Teaser

Lohnt sich die Serie?

Diese Serie startet nach dem bewährten System der RomCom mit viel Humor und Herz. Wir sehen den liebenswürdigen Engel Kim Dan dabei wie er entsetzt die kaltherzig erscheinenden Taten der Ballerina heimlich beobachtet und wertet. Dabei kommt viel Humor und skurrile Komik ans Tageslicht.

Mit dem Fortschreiten der Handlung wandelt sich jedoch der Ton der Serie komplett. Immer mehr Geheimnisse und Verschwörungen werden aufgedeckt und lassen das Drama auf das Niveau eines Thrillers wachsen. Während am Anfang noch viel mit Humor gespielt wurde, wird der Ton immer ernster.

Trailer

Die beiden Hauptfiguren legen eine exzellente Darbietung hin. Ihre Chemie ist stark vorhanden und funktioniert in der Serie sehr gut. Shin Hye Sun bietet in der Rolle der unglücklichen Ballerina viele bemerkenswerte Tanzeinlagen und Tragik. Sie gibt dem Charakter viel Tiefe und wandelt die Figur zu einer sehr liebenswerten Figur. L steht dem in nichts nach. Während er am Anfang noch der trottelige Engel war, wird er immer ernster und finsterer durch den bestehenden Familienkonflikt.

Der dritte Hauptcharakter Ji Kang Woo, der neue Tanzdirektor, ist über lange Strecken unnahbar und gefühlt unnütz. Seine Rolle brachte der Serie nicht viel Vorteil und nervte mit der Zeit nur noch.

Der Familienkonflikt mitsamt seinen Protagonisten ist wirklich überraschend heftig und mit vielen grausamen Zügen ausgeschmückt. Es bleibt einem nichts anderes übrig als die Familie zu verabscheuen.

Die Liebesgeschichte bietet viele kitschig-schöne Momente. Diese werden durch einen unheimlich guten Soundtrack komplett unterlegt. Tatsächlich bietet die Serie eine schöne Kinematographie.

Durch den enormen Stimmungswandel hat man streckenweise das Gefühl, dass die Serie ihre Richtung verloren hat. Das ganze fügt sich am Ende jedoch gelungen wieder zusammen, was den Spaß nicht verloren gehen lässt.

Fazit

Insgesamt betrachtet, weiß die Serie über lange Strecken zu unterhalten. Die Hauptfiguren lassen einen mitleiden und bieten viele schöne Momente. Der Thriller-Aspekt war mir streckenweise zu stark ausgeprägt und ohne viel Begründung. Obwohl ich die Serie durchaus sehenswert finde, kann ich den damit verbundenen Hype nicht nachvollziehen. Deswegen gebe ich auch 6,5/10 Punkte.

Angel’s Last Mission: Love eignet sich wunderbar für Freunde romantischer Fantasy-Serien wie auch bei W. Two Worlds oder Goblin.

Interessierte können die Serie kostenfrei auf Viki streamen.

Darsteller: L (One More Time, Miss Hammurabi) als Kim Dan/Yoo Seong Woo, Shin Hye Sun (The Hymn of Death, Thirty But Seventeen) als Lee Yeon Seo/Choi Seol Hee, Lee Dong Gun (Where Stars Land, Leverage) als Ji Kang Woo, Kim Bo Mi (The Man From The Stars, Man to Man) als Geum Ni Na

Drehbuch: Choi Yoon Kyo

Regie: Lee Jung Sub

Südkorea

The Legend of the Blue Sea 푸른 바다의 전설

The Legend of the Blue Sea ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Meerjungfrau allein in der Großstadt

©️SBS

Diese Serie wurde mir seit der ersten Stunde meiner KDrama-Leidenschaft ans Herz gelegt und immer wieder aufs Neue gelobt. Da der Plot jedoch so abwegig klang, habe ich immer davon Abstand genommen. Das änderte sich erst kürzlich als mir meine Mädels die Pistole auf die Brust gedrückt haben, damit ich die Serie endlich sichte.

Worum geht es in The Legend of the Blue Sea?

Durch Zufall trifft die Meerjungfrau auf den Betrüger Joon Jae und verliebt sich in ihn. Nachdem sie in Spanien einige Abenteuer zusammen erlebt haben, rettet sie ihm abschließend das Leben. Um ihn nicht in Gefahr zu bringen, löscht sie seine Erinnerung. Mit Amnesie ausgestattet, kehrt er in sein altes Leben in Seoul zurück. Jedoch treibt es die Meerjungfrau aus Sehnsucht zu ihm und findet sich ohne Kenntnis von der modernen Welt in der Millionenstadt wieder.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Ich habe es tatsächlich selber nicht für möglich gehalten, aber das Drama weiß von der ersten Minute an zu begeistern. Die Darsteller leisten einen fantastischen Job. Allen voran die weibliche Hauptdarstellerin Jun Ji Hyun, die mit einem unglaublichen Charme die Welt neu entdeckt. Ihr gegenüber spielt Lee Min Ho in seiner gewohnt bübischen Art und weiß damit jegliche Frauenherzen zum schmelzen zu bringen.

Die Serie bietet neben der grandiosen Ausstattung ein tolles Drehbuch mit viel Humor und Herz. Neben den Hauptcharakteren wissen auch die Nebenfiguren mit ihren Geschichten zu begeistern und bringen neben den fantastischen Elementen auch Krimizüge zum tragen.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen im Joseon Zeitalter und zum anderen im Jahr 2016. Beide Zeiten werden durch die gleichen Charaktere durch Reinkarnationen verknüpft. Das gestaltet die ganze Erzählung sowohl tragisch als auch spannend. Zudem sendet das ganze Konstrukt einen sehr starken Goblin-Vibe aus.

Fazit

Die Serie ist wunderschön inszeniert und bietet neben einem feinen Humor eine romantische Liebesgeschichte. Mit ihren 20 Episoden gestaltet sich die Serie durchaus kurzweilig und charmant. Mich hat sie von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann genommen. Deswegen vergebe ich ganze 8,5/10 Punkte.

The Legend of the Blue Sea eignet sich wunderbar für Freunde romantischer Fantasy-Serien wie auch bei Goblin oder W: Two Worlds.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (The Heirs, Boys Over Flowers) als Heo Joon Jae/Kim Dam Ryung, Jun Ji Hyun (The Man from the Stars, Happy Together) als Shim Chung/Seo Hwa, Lee Hee Joon (Chimera, My Husband Got A Family) als Jo Nam Doo, Shin Won Ho (Love Affairs in the Afternoon, Monkey and Dog Romance) als Tae Oh

Drehbuch: Park Ji Eun

Regie: Jin Hyeok

Südkorea

The Hymn of Death 사의 찬미

The Hymn of Death ist eine südkoreanische Drama-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 6 Folgen a 30 Minuten. Die Serie basiert auf der wahren Lebensgeschichte des Autors Kim Woo Jin und der erfolgreichen Sopranistin Yun Shim Deok.

Thema: Eine verbotene Liebe zwischen einer Sopranistin und einem Chaebol

©️ SBS Netflix

Trotz des erstklassigen Casts und der kurzen Laufzeit habe ich dieses Drama immer weiter nach hinten verschoben, da ich weniger mit historischen Serien anfangen kann. Da ich mich mit dem zeitlichen Hintergrund in Südkorea und Japan n dieser Ära wenig auskenne, wusste ich auch nicht was ich zu erwarten hatte.

Worum geht in The Hymn of Death?

1921 in Tokyo: Eine Gruppe koreanischer Studenten bringt trotz des Widerwillens der japanischen Regierung koreanische Werke auf die Bühne mit Hilfe ihrer Theatergruppe. Diese wird geleitet von dem talentierten und verheirateten Kim Woo Bin. Eines Tages engagieren sie zur musikalischen Untermalung die eigenwillige Sopranistin Yun Shim Deok. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten verlieben sich beide. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Lohnt sich die Serie?

Meine anfängliche Skepsis war tatsächlich unbegründet. Die Serie nahm mich von der ersten Minute an gefangen. Das liegt nicht zuletzt an dem gewohnt fantastischem Spiel von Lee Jong Suk. Er zählt nicht ohne Grund zu meinen liebsten Seriendarstellern. Mit seiner gewohnt ruhigen Art vermittelt er perfekt die Tragik des männlichen Hauptcharakters. Obwohl seine Liebe an der Kunst hängt, ist er durch seine Familie gezwungen die Geschäfte zu übernehmen und hängt in einer Zwecksehe fest.

Sein weibliches Gegenüber ist keine geringere als die ebenfalls äußerst talentierte Shin Hye Sun. Ihr gewohnt kühles Spiel taut im Verlauf der Geschichte wunderbar auf und zeigt sowohl ihre harten als auch ihre verletzlichen Seiten.

Die Liebesgeschichte wird von Anfang an dezent und liebevoll dargestellt. Dass sie tragisch enden wird, wird bereits zum Einstieg dargelegt und lässt wenig Hoffnung für mehr. Jedoch ist es spannend zu ergründen, wie es soweit überhaupt kommen konnte.

Es ist spannend zu sehen wie stark der japanische Einfluss sowohl im eigenen Land als auch im besetzten Korea auf die Bürger war. Der geschichtliche Einblick ist spannend und gibt ein interessantes Bild von dieser Zeit ab. Die Kulissen und die Ausstattung bewegen sich auf einem Gewohnt hohen Niveau und lassen einen ohne Problem in diese Zeit eintauchen.

Fazit

Die ganze Serie weiß von Anfang an zu überzeugen und vermittelt mit einem durchgängigen melancholischen Tenor die ganze Tragik dieser Liebesgeschichte. Das Cast ist wunderbar und hat viele bekannte Gesichter der Serienwelt vorzuweisen. Insgesamt weiß alles zu überzeugen und lässt mich eindeutige 8/10 Punkte geben. Somit hat mir dieses Drama meine Ehrfurcht vor historischen Serien genommen.

The Hymn of Death eignet sich wunderbar für Liebhaber tragischer Romanzen wie auch bei Uncontrollably Fond und Downton Abbey.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Lee Jong Suk (While You Were Sleeping, Romance is a Bonus Book) als Kim Woo Jin, Shin Hye Sun (Angels Last Mission: Love, The Legend of the Blue Sea) as Yun Shim Deok, Lee Ji Hoon (Rookie Historian Goo Hae Ryung, The Legend of the Blue Sea) als Hong Nan Pa

Drehbuch: Jo Soo Jin

Regie: Park Seo Jin