Südkorea

Kingdom 킹덤

Kingdom ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 6 Folgen a 60 Minuten. Eine weitere Staffel wurde von Netflix für Anfang 2020 angekündigt. Sie basiert auf dem Manwha Das Land der Götter von Kim Eun Hee und Yang Kyungil.

Thema: Kronprinz kämpft um Thron und gegen Zombies

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©️Netflix

Vor dem Sichten habe ich schon ungemein viel von der Serie gehört. Jedoch konnte ich mich nicht aufraffen sie zu sichten. Um so dankbarer war ich, dass die Serie unser erstes offizielles Podcast-Projekt wurde.

Worum geht es in Kingdom?

Die Serie spielt in der Zeit der Joseon-Dynastie. Der König erkrankt. Sein illegitimer Sohn darf ihn nicht besuchen und wird mißtrauisch. Durch die Heirat des Königs übernimmt der militärische Haewon Cho Clan die Staatsgeschäfte und lässt die Bevölkerung hungern. Auf der Suche nach Antworten macht sich der Kronprinz auf die Suche nach dem Leibarzt und stößt dabei auf eine Pandemie, die Menschen in Zombies verwandelt.

Lohnt sich die Serie?

Wie man es von koreanischen Serien gewohnt ist, bewegt sich die Ausstattung der Serie auf einem äußerst hohem Niveau. Dank liebevoller Detailarbeit wird der Zuschauer sofort 500 Jahre zurück versetzt. Die Kulissen sind perfekt ausgearbeitet und erinnern stark an das Set von Goblin. Die Kostüme sind perfekt ausgearbeitet und lassen perfekt den Stand der Protagonisten erkennen.

Die Handlung gestaltet sich als wunderbarer Genre-Mix. Neben dem historischen Kontext finden sich Horror-Elemente und der schwarze Humor für zwischendurch.

Die Serie ist wunderbar kurzweilig und spannend. Allein der Kampf um die Thronfolge reicht um Spaß an der Serie zu haben. Ich hätte die Zombie-Problematik nicht einmal gebraucht. Dennoch bietet gerade diese neue Wege um mit diesem Problem umzugehen. Die Erklärung ihrer Ursache und ihre eventuelle Bekämpfung empfand ich, abgestumpft durch Walking Dead, als sehr kreativ und erfrischend.

Das Cast ist fantastisch zusammengestellt. Entgegen meiner Erwartungen fanden sich einige bekannte Gesichter der Serienwelt wie Km Sang Ho, Jun Suk Ho und vor allem Heo Joon Ho. Der Hauptdarsteller Joo Ji Hoon, der den Kronprinz verkörpert, ist mir äußerst positiv aufgefallen.

Das Ende verlief genauso wie ich es befürchtet hatte. Da Netflix sich zum Ziel gesetzt hat, das westliche Staffel-System auf östliche Serien zu übertragen, gab es quasi kein Ende und nur einen Cliffhanger. Genau das ist es was ich überhaupt nicht mag und mich in Zukunft wieder stärker Richtung Viki schauen lässt. Doch dafür kann die Qualität der Serie selbst nichts.

Fazit

Die Serie weiß zu unterhalten und bietet einige schöne Momente. Die Gestaltung des Königshauses ist die gewohnte und ließ mich gleich nostalgisch an Goblin denken. Da mir die Serie Spaß bereitet hat, gebe ich gerne 7,5/10 Punkte.

Kingdom eignet sich wunderbar für Freunde historischer Serien wie Goblin oder Scarlett Heart.

Die Serie kann man auf Netflix streamen.

Darsteller: Joo Hi Hoon (Hyena, Mask) als Lee Chang, Ryu Seung Ryong (The Painter of the Wind, Byul Soon Geom) als Cho Hak Joo, Bae Doo Na (Stranger, Master of Study) als Seo Bi, Kim Sung Gyu als Young Shin

Drehbuch: Kim Eun Hee

Regie: Kim Sung Hoon

USA

Scream Queens

Scream Queens ist eine US-amerikanische Anthologie-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 23 Folgen a 45 Minuten in 2 Staffeln.

Thema: Auf dem Campus geht ein Serienmörder auf Jagd nach Mitgliedern einer Studentenverbindung

©️FOX

Als ich zum ersten Mal von dem neuen Projekt Scream Queens hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Sämtliche Arbeiten von Ryan Murphy und Brad Falchuk konnten mich in der Vergangenheit ungemein begeistern und somit sah ich vielversprechend zu dieser Serie. Allein das geniale Cast machte schon Lust auf das Sichten allein.

Worum geht es in Scream Queens?

Chanel Oberlin ist die Königin der elitären Studentenverbindung Kappa Kappa Tau und führt ihre Rolle mit einer fiesen Strenge aus. Als die Uni-Dekanin beschlieft, dass in die Verbindung zukünftig jeder aufgenommen werden kann, beschließt sie sämtlichen Neuankömmlingen das Leben zur Hölle zu machen. Doch das gestaltet sich nicht so leicht wie erwartet, da ein Serienmörder sein Unwesen auf dem Campus treibt.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Wie man es von den Ideengebern gewohnt ist, bewegt sich die Serie auf einem äußerst hohen Niveau. Dabei kommt derber schwarzer Humor nicht zu kurz und führt durch die ernsten Probleme dieser überzeichneten Welt.

Alles in dieser Sendung ist viel zu viel. Viel zu viel pink, viel zu viel Boshaftigkeit, viel zu viel Humor. Die ganze Verbindungswelt erscheint ungemein kitschig und derbe hieratisch. Das macht das besondere Flair dieser Serie aus!

Vor allem Emma Roberts darf sich in ihrer Rolle als fieses Biest ordentlich austoben und bietet viel Angriffsfläche für die Lachmuskeln. Nicht anders ergeht es einem mit einer grandiosen Lea Michele, die eine ähnliche Rolle in Glee porträtieren durfte.

Das absolute Highlight dieser Serie sind ihre unzähligen Pop-Kultur-Anspielungen, die unheimlich viel Spaß bringen.

1. Staffel

Die Königin und ihre Minions sind das absolute Highlight dieser Show und wissen zu unterhalten. Insbesondere Billie Lourd habe ich hier lieben gelernt. Was ich jedoch feststellen musste, nachdem ich die Serie im Fernsehen erblickt habe, ist: Die Sendung funktioniert nur im englischen Original. Ähnlich wie es der britischen Skins-Variante bereits passiert ist, ruiniert die deutsche Synchronisation die komplette Serie und lässt sie unnötig trashig wirken. Das verdient die Serie überhaupt nicht.

2. Staffel

Während die erste Staffel an der Universität spielt, verlagert sich die Handlung in der zweiten Staffeln in ein Krankenhaus. Da ich kein Amazon Prime habe, gab es für mich leider noch kein Herankommen an diese Staffel. Sobald sich das ändert, wird meine Betrachtung hier nachgeholt.

Fazit

Was ich bereits von der Serie gesehen habe, wusste mich komplett zu überzeugen und zu unterhalten. Der schwarze Humor dieser Serie ist genial und komplett nach meinem Geschmack. Das gewohnte Cast hat mich einfach nur umgehauen und ich kann es kaum erwarten eines Tages auch die zweite Staffel zu sichten. Bisher gebe ich eindeutige 9/10 Punkte.

Scream Queens eignet sich wunderbar für Fans von Direktheit wie auch bei Glee oder American Horror Story.

Interessierte können die Serie aktuell nur auf Amazon Prime sichten.

Darsteller: Emma Roberts (American Horror Story, Unfabulous) als Chanel Oberlin, Lea Michele (Glee, The Mayor) als Hester Ulrich/Chanel #6, Abigail Breslin (Grey‘s Anatomy, Ghost Whisperer) als Libby Putney/Chanel #5, Billie Lourd (American Horror Story) als Sadie Swenson/Chanel #3, Jamie Lee Curtis (New Girl, Navy CIS) als Dekanin Cathy Munsch

Japan

Final Cut ファイナル・カット

Final Cut ist eine japanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 9 Folgen a 50 Minuten.

Thema: Mann auf Rachefeldzug gegen die Medien

©️Fuji TV KTV


Ich bin beim Stöbern durch Zufall auf diese Serie gestoßen. Der Inhalt sprach mich sofort an, da ich auch Lust auf ein ernstes Drama hatte. Zudem wirkte der Trailer äußerst ansprechend und ließ eine Mischung aus den Koreanern Healer und Bad Guys erwarten.

Worum geht es in Final Cut?

Nakamura Keisuke hat vor zwölf Jahren seine Mutter verloren. Durch die Medien fälschlich des Mordes an einem jungen Mädchen angeklagt, hielt sie es nicht länger aus und beging Suizid.

Mit seinen 30 Jahren ist Keisuke ein angesehener Polizist und verbringt seine Freizeit damit den wahren Mörder der Schülerin zu finden, um die Ehre seiner Mutter wiederherzustellen. Nebenbei rächt er sich an den Gestalten der Medienlandschaft, die zu ihrem Ableben beigetragen haben.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an worauf man wert legt. Gestandene Krimi-Schauer werden an dieser Serie ihre Freude haben. Sie unterteilt in die Folgen übergreifende Suche nach dem wahren Täter und den Fall der Woche-Opfern der Medien.

Den Handlungsübergreifenden Fall fand ich äußerst spannend. Die Idee sich an die Schwestern des Täters mit unterschiedlichen Identitäten heranzumachen, gefiel mir sehr gut und ließ einige Spannungsmomente erkennen.

Die Fall der Woche-Rache-Aktionen konnten mich dafür weniger begeistern. Sie verliefen nach dem ewig gleichen Schema und gefielen mir bereits bei der ersten Wiederholung nicht. Zudem wurde das Prinzip erst mit dem Ende der fünften Folge eingedämmt. Auch wenn er die einzelnen Journalisten anklagt und verunsichert, passiert in den darauffolgenden Episoden nichts. Auch das ändert sich erst mit Beginn der sechsten Episode, weil er dem Sender-Chef zu offensichtlich auf die Füße getreten ist.

Spannung kommt zum Ende hin erst auf als er der älteren Schwester des tatsächlichen Täters seine Geschichte erzählt und sie darüber aufklärt wie sie darin verwickelt ist. Insbesondere weil sie trotz der Umstände ihr Herz an ihn verloren hat. Das gibt der Geschichte noch eine leicht tragische Note.

Die letzte Episode besteht aus 90 Minuten Katz- und Mausspiel und ist sehr gelungen. Obwohl mich die vorangegangenen Folgen nur bedingt begeistern konnten, war ich hiermit sehr zufrieden. Die Auflösung bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau.

Fazit

Insgesamt betrachtet, würde ich mit der Serie leider nicht so richtig warm. Die Geschichte ist zwar interessant, aber durch die ewigen Wiederholungen schnell abgenutzt. Die Darsteller machen ihren Job sehr gut, aber das reißt das Kameratyp wieder heraus. Das Ende war zwar schön gestaltet, dennoch sehr vorhersehbar. Ich gebe 6/10 Punkte.

Final Cut eignet sich wunderbar für Fans von rätselhaften Thriller-Serien wie auch bei Broadchurch oder Voice.

Darsteller: Kamenashi Kazuya (Strawberry Night Saga, Second Love) als Nakamura Keisuke, Fujiki Naohito (Haha in Naru, It’s Not That I Can’t Marry, But I Don’t Want To) als Momose Rui, Kuriyama Chiaki (Silent Voice, Copyface) als Ogawara Yukiko

Drehbuch: Kaneko Arisa

Regie: Miyake Yoshishige, Higurashi Ken

Israel

Hatufim – In der Hand des Feindes/Prisoners of War חטופים

Hatufim ist eine israelische Thriller-Serie aus dem Jahr 2010. Sie umfasst 2 Staffeln mit insgesamt 24 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Nach 17 Jahren Gefangenschaft kehren drei israelische Soldaten in ihre Heimat zurück

©️Channel 2

Als Homeland erschien, wurde immer wieder publiziert, dass die Handlung entfernt auf einem israelischer Serienerfolg basiert. Aus diesem Grund wurde ich neugierig und entschied mich für eine Sichtung. Da dies meine erste Fernsehproduktion aus dem israelischen Bereich ist, hatte ich keine Erwartungen und ließ mich von dem Drama treiben.

Worum geht es in Hatufim?

17 Jahre lang hielt die Hisbollah im Libanon die israelischen Soldaten Amiel, Uri und Nimrod gefangen. Durch einen Gefangenenaustausch kehren zwei der drei Männer nach Israel zurück. Vor Ort müssen sie mit den drastischen Veränderungen in ihren Familien und den Nachwirkungen der jahrelangen Folter klarkommen, während die Öffentlichkeit sie zu Heldenfiguren erhoben hat.

Lohnt sich die Serie?

Ja, ja und ja! Definitiv! Tatsächlich war ich erst äußerst skeptisch, weil ich mit Homeland so einige Probleme hatte. Jedoch musste ich schnell feststellen, dass alle unliebsamen Elemente aus der amerikanischen Serie nicht in der Originalserie vorhanden sind. Zudem fand ich das Verhältnis Israeli/Palästinenser interessanter in der Aufarbeitung als US-Soldat/Araber.

Die ganze Geschichte ist sehr ruhig erzählt und wird dabei nie langweilig. Die Probleme der einzelnen Charaktere werden mit nötigem Ernst aufgegriffen und beleuchtet.

Insgesamt ist die Serie in die drei Geschichten der Soldaten gegliedert. Nimrod kommt aus der Gefangenschaft zu seiner Frau Dana und seinen beiden Kindern zurück. Dana hat in seiner Abwesenheit stark für seine Freilassung gekämpft und hat Probleme einen neuen Lebenssinn zu finden, während Nimrod mit den Traumata seiner Folter kämpft. Das Verhältnis zu seinen Kindern gestaltet sich auch äußerst schwierig, da sie ihm wie Fremde erscheinen. Die Betrachtung dieser Familiendynamik ist unheimlich spannend und bedrückend zugleich, da man ebenfalls keinen Rat hat wie man die Situation leichter gestalten kann.

Der zweite Handlungsstrang dreht sich um den Rückkehrer Uri. Diesen hatte es während der Folter am härtesten getroffen und konnte sich selbst nur am Leben halten durch den Gedanken an seine Verlobte Nurit. Nach seiner Ankunft in Israel muss er jedoch feststellen, dass diese mittlerweile mit seinem Bruder verheiratet ist und einen Sohn hat. Seine Einsamkeit gepaart mit seinen schmerzlichen Erinnerungen gestaltet seinen Alltag als äußerst schwer und verzwickt. Mir hat dieser Handlungsstrang am besten gefallen, obwohl er auch die größte Tragik bietet. Insbesondere Nurit und ihre Taten bleiben einem ins Gedächtnis, weswegen sie meine Lieblingsfigur in der Serie war.

Der letzte Handlungsstrang dreht sich um den verschwunden bleibenden Amiel. Dieser ist in der ersten Staffel lediglich in Rückblicken in der Zeit der Gefangenschaft zu sehen. Seine Figur und die mit ihre verbundenen Mysterien werden erst in der zweiten Staffel genauer betrachtet und gelöst. Zu Beginn steht seine Schwester Yael im Vordergrund, die nicht damit klarkommt, dass Amiel verschwunden bleibt. Sie hat ihr Leben komplett auf seinen Ersatz ausgerichtet und erhält professionelle Unterstützung von einem Psychologen. Ihre Charakterisierung und wirken sind ungemein human und nachvollziehbar. In der ganzen schweren Situation erscheint sie am greifbarsten und man hofft mit ihr auf ein baldiges Wiedersehen.

Fazit

Die ganze Serie bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und bietet ein klares Hebräisch. Das Drehbuch und die Inszenierung sind qualitativ unglaublich sehenswert. Die gezeigten Bilder begeistern und vermitteln ein umfangreiches Bild über das Leben und den Alltag eines israelischen Bürgers. Die ganzen nationalen Bestimmungen und die starke Rolle des Militärs fand ich ungemein spannend zu sein. Zudem ist das rätseln um Amiels Person unfassbar spannend. Man fragt sich die ganze Zeit selbst, ob er übergelaufen ist oder nicht. Das ist schwer einzuschätzen, weil seine Darstellung nicht greifbar ist. Die Musik zur Serie ist unheimlich passend und das Titellied ist wirklich wunderschön. Aus diesen Gründen gebe ich klare 8/10 Punkte.

Hatufim eignet sich wunderbar für Freunde politischer Dramen wie bei The Honourable Woman oder Deutschland 83.

Darsteller: Yoram Toledano als Nimrod Klein, Ishai Golan als Uri Zach, Assi Cohen als Amiel Ben Chorin, Yael Abecassis als Talia Klein, Mili Avital als Nurit Halevi-Zach, Adi Ezroni als Yael Ben Chorin

Deutschland

Deutschland 83

Deutschland 83 ist eine deutsche Thrillerserie aus dem Jahr 2015. Sie ist die erste Staffel der Deutschland-Reihe und umfasst 8 Folgen a 45 Minuten. 2018 ist die zweite Staffel namens Deutschland 86 erschienen. Eine abschließende dritte Staffel ist in Planung.

Thema: DDR-Grenzsoldat wird als Spion in die Bundeswehr eingeschleust

©️UFA Fiction

Als ich das erste Mal von der Serie gehört habe, war ich gleich Feuer und Flamme. Die ganze Thematik klang spannend und vielversprechend. Da ich den Kalten Krieg unheimlich spannend finde, schien die Sendung perfekt für mich zu sein. Als ich auch noch erfuhr, dass Jonas Nay die Hauptrolle übernehmen würde, schien mein Glück perfekt. Ihn sehe ich unheimlich gerne und empfinde ihn als unheimlich talentiert. Mit Vorfreude erwartete ich diese, für deutsche Verhältnisse unheimlich kreative Produktion, sehnsüchtig und machte mich sofort ans Sichten.

Worum geht es in Deutschland 83?

Als die Spannungen im Kalten Krieg ihren Höhepunkt erreichen, wird der gutmütige Grenzsoldat Martin Rauch gegen seinen Willen von der Stasi als Spitzel rekrutiert. Er soll als Bundeswehroffizier Moritz Stamm geheime Militärpläne beschaffen. Während seiner Mission eröffnet sich für ihn im Westen eine ganz neue Welt voller Friedensdemos, Hippies, der Neuen Deutschen Welle, NATO-Manövern und den ersten Opfern von Aids.

Lohnt sich die Serie?

Ja, das tut sie. Auf Grund meiner starken Vorfreude hatte ich auch große Sorge enttäuscht zu werden. Insbesondere weil gute deutsche Serien wirklich nicht so häufig zu finden sind, wenn man vom Krimi-Genre absieht. Eine historisch-politische Serie zu sehen, machte mich glücklich. Es erschien mir wie der Aufbruch in ein neues Zeitalter.

Die ganze Inszenierung bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und bietet eine originalgetreue ostdeutsche Ausstattung, die sogleich ein Heimatgefühl aufkommen lässt. Die Darsteller erledigen ihren Job wunderbar und verzichten auf die gewohnte Theater-Intonation. Die Serie versammelt eine Vielzahl deutscher Talente wie Jonas Nay, Sylvester Groth und Maria Schrader.

Die Geschichte gestaltet sich von Anfang an äußerst spannend und kurzweilig. Auch wenn nicht alle Fakten historisch korrekt sind, gibt die Serie einen wunderbaren Eindruck von der Stimmung im Jahre 1983. Die Charaktere sind vielseitig und lassen eine gewissen Tiefe erkennen.

Trotz der Tatsache, dass er gegen seinen Willen im Feindesgebiet spionieren muss, erledigt Martin seinen Job äußerst professionell und es macht Spaß ihn bei seinen ganzen Methoden zu beobachten. Seine innere Zerrissenheit wird immer wieder deutlich und stürzt auch den Zuschauer in einen Konflikt. Die Sehnsucht nach seiner ostdeutschen Verlobten und die Verliebtheit in die westdeutsche Generalstochter lassen eine gewisse Spannung aufkommen. Dass er auch Leichen entsorgen und die flippigen Kinder des Generals besaßen muss, lassen ihn nicht verzweifeln. Zudem bietet die Serie wunderbare Kampfszenen.

Die gesellschaftlichen Unterschiede werden offensichtlich und mit Liebe zum Detail dargestellt. Die Hippie-Bewegung und die offene Homosexualität wirken erfrischend und modern. Der Druck der Stasi auf der anderen Seite nimmt teilweise bedrohliche Ausmaße an und macht Spaß zu betrachten. Mitfiebern ist angesagt!

Fazit

Endlich hat es eine deutsche Dramaserie geschafft mich zu begeistern und lässt mich auf die zweite Staffel hoffen. Die Darsteller machen ihren Job wunderbar und erwecken das erstklassige Drehbuch zum Leben. Das Eintauchen in eine vertraute, dennoch unbekannte, Welt lassen das Herz klopfen und lassen auf weitere gewagte deutsche Produktionen in der Zukunft hoffen. Dass die Serie im Ausland ein Erfolg und in Deutschland selbst ein Flop war, ist eine peinliche Entwicklung. Endlich wird etwas hochwertiges geboten und dann weigert man sich es zu schauen. Wirklich schade! Ich für meinen Teil gebe insgesamt 9/10 Punkte.

Deutschland 83 eignet sich wunderbar für Freunde von politischen Thrillern wie bei Hatufim – In der Hand des Feindes und Generation Kill.

Interessierte können die Serie auf Amazon Prime streamen.

Darsteller: Jonas Nay (4 gegen Z) als Martin Rauch, Maria Schrader (Tatort) als Lenora Rauch, Sonja Gerhardt (Honigfrauen) als Annett Schneider, Sylvester Groth (Dark) als Generalmajor Schweppenstette, Ulrich Noethen (Neben der Spur) als Wolfgang Edel

Thailand

Once Upon a Time…In My Heart – Karn La Krang Neung…Nai Hua Jai กาลครั้งหนึ่ง…ในหัวใจ

Once Upon a Time…In My Heart ist eine Thailändische Drama-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 12 Folgen a 90 Minuten.

Thema: Junge Frau flüchtet vor Ex und wird in einen Mafia-Krieg hereingezogen

©️Channel 7

Auch auf diese Serie bin ich wieder durch Zufall gestossen. Beim Stöbern entdeckte ich eine Vielzahl von interessanten Lakorns und hatte schnell die Qual der Wahl. Jedoch sprach mich dieses Drama zum einen wegen dem Mafia-Thema und zum anderen wegen der positiven Rezensionen sehr an.

Worum geht es in Once Upon A Time…In My Heart?

Die junge Autorin Fahsai wird nach 10 Jahren von ihrem Freund verlassen. Um ihrem Kummer zu entfliehen, fährt sie nach Japan in den Urlaub. Zur gleichen Zeit treffen dort zwei verfeindete chinesische Mafia-Clans aufeinander und bekriegen sich. Als der Chef der „Golden Dragons“ verletzt fliehen kann, trifft er auf Fahsai und entführt sie. Ab diesem Moment sind beide auf der Flucht vor dem rachsüchtigen Anführer der „White Tigers“ und kämpfen um ihr Überleben.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an was man erwartet. Die Beschreibung las sich von Anfang an interessant und aus diesem Grund war ich gespannt auf die Umsetzung. Die ganze Serie präsentiert sich wieder im typischen thailändischen Stil. Leicht überzeichnet und voller unglaublicher Wendungen. Dadurch wird die Geschichte nie langweilig.

Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl die Verfilmung eines erotischen Groschenromanes zu sehen. Die ganze Handlung samt ihrer Charakter erinnern an einen weiblichen Traum und sind zu schön um wahr zu sein. Die Mafiosi sind anscheinend nicht böse und haben ein wahrlich gutes Herz. Sämtliche Machenschaften wie Mord oder Erpressung tangieren die weiblichen Figuren in dieser Serie weniger. Tatsächlich scheinen sie dadurch magisch angelockt von den Männern.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die beiden Klan-Führer Daniel Wong und Chen Min. Während der erste als tragischer Traummann dargestellt wird, erscheint Min als emotional blinder Trottel. Charme besitzen sie beide und den spielen sie nicht zu knapp aus. Trotz der bösartigen Anfänge war ich immer im Team: Chen Min und hoffte sehr, dass er das Mädchen bekommt. Doch die Hoffnung gestaltete sich bis zum Ende als unglücklich.

Wenn ich mich auf ein Pärchen stürzen müsste, dass mich die ganze Zeit wunderbar unterhalten hat, fällt meine Wahl eindeutig auf Chen Biao und Puifai. Auch wenn sie ihre nervigen Momente hatte, waren die beiden von Anfang an schön zu betrachten. Jedoch war es für mich mehr als befremdlich zu sehen, dass wirklich keine Figur wirklich Probleme damit hatte, mit der Mafia zu verkehren. Das wirkte ungemein unrealistisch. Insbesondere wenn es auf das Ende zugeht. Oder kann man sich auch in der Mafia pensionieren lassen ohne Probleme?

Fazit

Alles in allem hat mich die Sendung wunderbar unterhalten. Man darf sie lediglich nicht zu ernst nehmen und sie als romantisches Drama betrachten. Dennoch werden viele Martial Arts-Kämpfe auf hohem Niveau geboten, die ordentlich Spaß beim zuschauen machen. Durch das überzeugende Spiel der weiblichen Hauptfigur blieb die Geschichte für mich bis zum Ende interessant, weswegen ich 6/10 Punkte geben kann.

Once Upon A Time…In My Heart eignet sich wunderbar für Freunde überzeichneter Lakorns wie You’re My Destiny und Oh My Ghost.

Darsteller: Mik Thongraya (Mon Garn Bandan Ruk, Jao Sao Jum Yorn) als Daniel Wong, Pimprapa Tangprabhaporn (Por Mod Jao Sanae, Bussaba Tah Rue) als Fahsai/Botan, Kitkong Khamkrith (Nang Rai, Saming Jao Tha) als Chen Min, Mek Juti Jumroenketpratip (Ruk Nee Boon Ruksa, Pisard Hansa) als Chen Biao

Compilation
Südkorea

The Secret Life of My Secretary 초면에 사랑합니다

The Secret Life of My Secretary ist eine südkoreanische Comedy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 32 Folgen a 30 Minuten.

Thema: CEO verliert die Fähigkeit der Gesichtserkennung und bekommt Hilfe von seiner Sekretärin

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©️SBS

Ohne viel Vorwissen entschied ich mich für das Sichten dieser Serie, weil zum einen der Plot sehr verschroben klang und zum anderen, weil ich mal wieder Lust hatte live (d.h. Neue Serie gemeinsam mit Community entdecken) zu schauen. Doch wenn ich ehrlich sein soll, erwartete ich nicht viel. Die ganze Handlung klang einfach zu angedreht und merkwürdig.

Worum geht es in The Secret Life of My Secretary?

Do Min Ik ist ein erfolgreicher und von sich eingenommener aufstrebender CEO. Er kann andere Gesichtsausdrücke perfekt lesen und nutzt das zu seinem Vorteil. Die ungepflegte Jung Gal Hee ist seine übereifrige Assistentin, die alles für ihn tut und zum Dank gefeuert wird.

Nach einem Unfall verliert Min Ik die Fähigkeit Gesichter zu erkennen. Die einzige Ausnahme ist seine ehemalige Sekretärin, weswegen er alles daran setzt sie zurück zu bekommen. Von nun an ist sie seine wichtigste Bezugsperson.

Lohnt sich die Serie?

Ja, ja und nochmals ja! Ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten, aber diese Serie hat mich unheimlich begeistert. Von der ersten bis zur letzten Minute habe ich dieses Drama gesuchtet und lieben gelernt.

Die ganze Handlung deckt unerwarteter Weise soviel Genres ab und bleibt sich bis zum Ende treu. Wir haben hier das Drama auf Grund des Mordversuches und der medizinischen Konsequenzen. Wir haben die Liebesgeschichte plus Versteckspiel dank der Sekretärin. Wir haben die Comedy dank des unheimlichen genialen Spiels der Rolle der Veronica Park. Wir haben einen Krimi-Aspekt durch die geheimen Machenschaften der Geheimgesellschaft und zum Abschluss eine Verschwörung durch die Wahl des neuen Präsidenten innerhalb der Firma.

Obwohl ich von Anfang an sämtliche Handlung mit großem Interesse verfolgt habe, hatte ich lange keine Idee wer wirklich der Bösewicht im ganzen Spiel sein kann. Als dann die Auflösung präsentiert wurde, war ich äußerst überrascht. Das passiert mir wirklich nur selten.

Die einzelnen Charaktere sind so unheimlich liebenswert und witzig. Sowohl die Beziehung um Do Min Ik und Jung Gal Hee als auch das Verhältnis von Veronica Park und Ki Dae Joo sind unheimlich sehenswert. Alle haben eine unglaubliche Chemie und begeistern mit jeder Szene. Insbesondere Kim Jae Kyung, die die exzentrische Erbin mit Perfektion spielt, lockt etliche Lacher hervor.

Das Drama das sich um die große Lüge der Sekretärin entspinnt, zieht immer größere Bahnen. Ich habe mir immer wieder gewünscht, dass das bald auffliegt, damit der Schaden nicht zu groß ist. Jedoch sind wir hier im KDramaland und natürlich wird das Drama herausgefordert.

Fazit

Alles in allem ist diese Serie eine, die ich immer wieder empfehlen würde. Sie bietet soviel komische als auch lustige Szenen voller Herz, dass man einfach in ihrem Bahn gefangen bleiben muss. Durch sie habe ich insbesondere Kim Young Kwang und Jin Ki Joo lieben gelernt und werde in Zukunft bewußt nach ihren Projekten Ausschau halten. Insgesamt gebe ich 9/10 Punkte.

The Secret Life Of My Secretary eignet sich wunderbar für Freunde komischer Romantik wie auch bei What’s Wrong With Secretary Kim und Doctor’s Diary.

Interessierten können die Serie bei Viki Rakuten streamen.

Darsteller: Kim Young Kwang (Room No. 9, Go Ho’s Starry Night) als Do Min Ik, Jin Ki Joo (Come and Hug Me, Wednesday 3:30 PM) als Jung Gal Hee, Kim Jae Kyung (Bad Papa, Life on Mars) als Veronica Park, Koo Ja Sung (Misty) als Ki Dae Joo

Drehbuch: Kim Jung Ah

Regie: Lee Kwang Young

Südkorea

Abyss 어비스

Abyss ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Zwei Freunde kehren von den Toten zurück in Erscheinung ihrer Seele und jagen ihren Mörder

©️Netflix

Neben The Secret Life of My Secretary erschien Abyss als neueste Serie aus Südkorea auf dem Markt. Während in den vergangenen Monaten ordentlich Werbung für das Drama gemacht wurde, erhielt es mit Beginn der ersten Folge viel Lob. Ohne den Plot zu kennen, machte ich mich ans live Sichten.

Worum geht es in Abyss?

Der junge Cha Min ist zwar reich, aber unheimlich attraktiv. Seit 20 Jahren ist er in seine Schulfreundin Go Se Yeon verliebt, die ihn immer wieder genervt zurückweist. Durch sie lernt er seine Verlobte kennen, die ihn vor der Hochzeit ausraubt und spurlos verschwindet. Verzweifelt stürzt er in die Tiefe und stirbt. Durch die Macht des Abyss wird er wieder zum Leben erwacht und trägt von nun an das Aussehen eines Topmodels als Seelenerscheinung.

Nachdem Go Se Yeon einem Mord zum Opfer fällt, erweckt Cha Min sie wieder zum Leben. Während sie vorher eine wunderschöne Frau war, ist sie nun ein unscheinbar und klein. Gemeinsam begeben sie sich auf die Jagd nach dem Mörder.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an was man erwartet. Interessiert man sich für den Krimi-Anteil besonders kommt man hier ganz auf seine Kosten. Setzt man auf den Fantasy-Aspekt könnte man ein wenig ernüchtert werden. Erwartet man eine Romanze wird man enttäuscht und lediglich zum Ende hin ein wenig angefüttert.

Die Serie vermochte von der ersten Minute an ihr Publikum zu spalten. Dabei bleibt sie sich jedoch immer treu. Die Zeichnung der Figuren erscheint am Anfang ein wenig unbeholfen und eigenwillig. Während man den männlichen Charakter sehr schnell ins Herz schließt, muss man sich an die Frau im Fokus und ihre Entwicklung erst einmal gewöhnen.

Der Mordfall und seine ganzen Umstände gestalten sich vielschichtig und ereignisreich. Dabei bietet das Ermitteln durch die fantastischen Elemente der Geschichte viele komische Aspekte. Die Interaktion der beiden Leads und ihre Querelen unterstreichen das noch zusätzlich.

Der ganze Komplex um den Körpertausch und deren Folgen in der realen Welt gestaltet sich spannend und gibt einem immer wieder neue Rätsel auf, die zum Mitfiebern einladen.

Was die Bösewichte angeht, werden recht schnell eindeutige Fährten gelegt. Während mich die Geschichte um den Chirugen Oh Young Cheol immer mehr genervt hat auf Grund der immerwährenden Wiederholungen in der Erzählung, fand ich die ganze Darstellung vom Staatsanwalt Seo Ji Wook unheimlich interessant. Tatsächlich entwickelte sich sein Charakter recht schnell zu meinen Lieblingen. Um so enttäuschter war ich als sie ihn am Ende so unnötig gezeichnet haben und seine Motivation ungeklärt blieb. Das war eine verschenkte Chance die Serie interessanter zu gestalten. Eben dieser Aspekt schreit förmlich nach faulen Schreibern. Wirklich schade!

Die Liebesgeschichte und ihre Wurzeln bieten einige niedliche bis tragische Momente und verleihen den Hauptfiguren Tiefe. Man fiebert zum Ende förmlich mit ihnen mit und wünscht ihnen ein verdientes Happy End. Deswegen war es schade am Ende diese melodramatischen Momente erleben zu müssen. Das hätte man freudiger gestalten können.

Fazit

Alles in allem bietet sich hier eine unterhaltsame Serie, die manchmal an der eigenen Logik scheitert. Zwar bietet die Handlung spannende Momente, jedoch schwächelt sie an der unnötigen Darstellung dummer Hauptcharaktere, die sich permanent in Gefahr bringen, weil sie zu offensichtlichen Schlussfolgerungen nicht fähig zu sein scheinen. Gott sei Dank wurden diese Eigenschaften im Fortschreiten der Handlung behoben, weswegen die Serie zum Ende noch das eine oder andere Mal für anfängliche Fehler entschädigt. Deswegen gebe ich insgesamt 7,5/10 Punkte.

Abyss eignet sich wunderbar für Freunde von Fantasy-Crime-Serien wie auch bei While You Were Sleeping oder Meet Me @ 1006.

Interessierte können die Serie auf Netflix sichten.

Darsteller: Park Bo Young (Strong Woman Do Bong Soon, Oh My Ghostess) als Go Se Yeon, Ahn Hyo Seop (Top Management, Thirty But Seventeen) als Cha Min, Lee Sung Jae (Goodbye to Goodbye, The King’s Face) als Oh Young Cheol, Lee Shi Eon (Player) als Park Dong Cheol, Han So Hee (100 Days My Prince, Money Flower) als Jang Hee Jin, Kwon Soo Hyun (The Smile Has Left Your Eyes, The K2) als Seo Ji Wook/Oh Tae Jin

Drehbuch: Moon Soo Yeon

Regie: Yoo Je Won

Thailand

Game Maya เกมมายา

Game Maya ist eine thailändische Thriller-Serie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 17 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Mann will Rache für den Mord an seiner Braut

©️GMM One

Beim Stöbern durch My Dramalist stieß ich auf diesen Lakorn und fand die Handlung von Anfang an ansprechend. Dennoch blieb die Serie noch eine Weile auf meiner Watchlist. Erst nachdem ich mich dazu entschlossen hatte endlich einmal ein Drama mit dem Lakorn-Gott Push Puttichai Kasetsin auszuprobieren, erschien mir diese Serie am nahe liegensten. Weiteres Vorwissen hatte ich jedoch nicht.

Worum geht es in Game Maya?

Am Tag der geplanten Hochzeit verunglückt Guns Zukünftige tödlich. Nach dem Schock entdeckt er eine Sprachnachricht von ihr auf seinem Handy, in der sie verängstigt darauf hinweist, dass der Geschäftsmann Khun Kawin an ihrem Tod Schuld ist, wenn ihr etwas passiert. Gun schwört Rache und schleust sich als Bodyguard des erfolgreichen Filmstars Pimdao, die zugleich Kawins Verlobte ist, in seine Welt.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich muss man den thailändischen Stil mögen, um einen Lakorn zu überstehen. Alles wirkt manchmal etwas übertrieben oder zu stark ausgeschmückt. Was Wendungen und Dramatik in der Handlung angeht, wird es ebenfalls nie langweilig. Zudem sind die Kamerafahrten oftmals unnötig schnell und irritierend.

In diesem Drama präsentiert sich der Superstar des thailändischen Lakorns Push Puttichai Kasetsin an der Seite seiner Ehefrau Jooy Warattaya Nilkuha. Das erklärt auch die starke Chemie der beiden Leads von der ersten Minute an. Ob im Streit oder im Schwärmen funktionieren beide zusammen sehr gut. Tatsächlich macht es unheimlich viel Spaß ihre Interaktion zu erleben. Während Push durch sein besonnenes Spiel unheimlich an Ji Chang Wook erinnert, gibt sich Jooy zwar sympathisch aber auch etwas dümmlich naiv.

Die Darstellung des kriminellen Geschäftsmannes Kawin ist überraschend vielschichtig und spannend. Man weiß lange nicht was man von seiner Figur halten soll und hat an manchen Stellen sogar Mitleid mit seinen verzwickten Situationen.

Die weiblichen drei Nebenrollen sind alle mehr oder weniger dumm angelegt. Pimdaos Managerin Prim ist zwar eine intelligente Frau mit erstklassigen Ansichten, jedoch handelt sie nie. Das wirkt teilweise störend und wenig nachvollziehbar. Pimdaos beste Freundin Nam ist unheimlich nervig in ihrer Art und man weiß nicht, ob man sie einfach peinlich finden soll oder hassen. Und zu Schluss darf nicht unerwähnt bleiben die Stiefschwester von Kawin und ihre teuflische Lache. Bei ihr hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie die Serie auf das Klischee einer brasilianischen Telenovela heben möchte.

Was mich anteilig verwirrt hat, war tatsächlich die genaues Stellung des männlichen Hauptcharakters. Das mag vielleicht am Kulturunterschied liegen. Jedoch habe ich bis zum Ende nicht verstanden, ob er Polizeichef, Sicherheitsbeauftragter, Kampfkunstlehrer oder Bodyguard war. Das wurde auch nicht wirklich aufgeklärt. Die Interaktionen mit seinen Freunden, bei denen ich auf beruflicher Ebene das gleiche Problem hatte, ist sehr gefällig und sympathisch. Jedoch war die Figur der Fast-Schwägerin meine absolute Hassfigur. Die hat mich permanent durch ihre Dummheit genervt und mich schon beim Erscheinen zum Augen rollen bewegt.

Fazit

Die Handlung und ihre mit sich bringenden Verwicklungen unterhalten und machen Freude. Ich war an keiner Stelle gelangweilt und wollte immer wissen wie es weitergeht. Das spricht für eine gute Serie! Aus diesem Grund habe ich auch solide 7/10 Punkte gegeben. Auch wenn die Kamerafahrten manchmal komisch wirken, holen die Hauptdarsteller durch ihr Spiel einiges wieder heraus.

Game Maya eignet sich wunderbar für Freunde überzeichneter dramatischer Wendungen wie auch bei Once Upon A Time…In My Heart oder You’re My Destiny.

Darsteller: Push Puttichai Kasetsin (Boss & Me, Puer Tur) als Gun, Jooy Warattaya Nilkuha (Gum Lai Mat, Rahut Logan) als Pimdao, Tanjararak Kavee (Turn Left Turn Right, Beautiful Lie) als Kawin

Taiwan

Meet me @ 1006 • 1006的房客

Meet Me At 1006 ist eine taiwanesische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 26 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Zwei Fremde verbindet ein Zeitportal in ihrer Wohnung um einen Mord zu verhindern

Via Dramalist

Ich habe von dieser Serie vorher noch nie etwas gehört. Als ich jedoch den Plot las und sah, dass meine beiden Lieblinge der ersten Stunde die Hauptrollen inne hatten, freute ich mich sehr auf das Sichten und die Tatsache endlich einmal wieder ein taiwanesisches Drama sehen zu können.

Worum geht es in Meet Me @ 1006?

Der ehemalige Star-Anwalt Ke Zhen Yu zieht nach seinem unfreiwilligen Karriereende in eine einfache Wohnung. Abends trifft er dort auf die angehende Journalistin Cheng Jia Le. Nach einigem Hin und Her stellt sich heraus, dass beide in der gleichen Wohnung leben, lediglich im Abstand von vier Monaten. Beide verbindet der gleiche Mordfall miteinander und sie haben täglich nur 46 Minuten Zeit um ihn zu lösen. Jedoch haben sie nicht mit dem Schmetterlingseffekt gerechnet.

Lohnt sich die Serie?

Allerdings. Ich habe die Serie von der ersten bis zur letzten Minute gesuchtet. Normalerweise leiden taiwanesische und chinesische Dramen oftmals an einfallslosen Drehbüchern sobald sie mehr als 16 Episoden haben. Das ist hier jedoch nicht der Fall. Die ganze Handlung wirkt sehr rund und gelungen. Es gleiche gilt auch für die Charakterzeichnung selbst.

Die Idee mit Zeitportalen ist nicht neu, aber hier sehr kreativ umgesetzt. Die Idee den Protagonisten exakt 46 Minuten zu geben hat mir sehr gut gefallen. Ebenso wie die spätere Entdeckung des Eindringens in 2017 und 2018.

Der Kriminalfall kam mir von Anfang an recht eindeutig vor. Mein vermuteter Täter war es dann auch. Jedoch gibt es noch einen weiteren Mord zu lösen und dessen Auflösung hat mich kalt erwischt. Dickes Lob an die Drehbuchschreiber! Das war sehr gut.

Die beiden Hauptcharaktere machen die Serie zum Highlight mit ihrer Hassliebe. Neben den unheimlich witzigen Momenten sorgen sie auch für ordentlich Haare rümpfen. Lego Lee überzeugt sowohl als arroganter Snob aus 2017 als auch als einsichtiger Ermittler aus 2018. Seine Reaktionen auf neue Erinnerungen sind göttlich und somit wird er schnell zum Lieblingscharakter. Zudem ist die Idee das sein vier Monate jüngeres Ich sein größter Feind is fantastisch.

Ihm Gegenüber haben wir die unerfahrene aber ambitionierte Journalistin Jia Le, die immer Hin und Her gerissen ist zwischen Wahrheit und Lüge. Manchmal nervt ihre Sturheit, doch tatsächlich ist sie realistisch. Da sie aus der Vergangenheit stammt, muss sie alles blind der Zukunftsversion ihres Erzfeindes glauben. Da kann man auch mal anstrengende Phasen haben. Allgemein liebe ich es diese beiden Schauspieler zusammen zu sehen. Ihre Chemie begeisterte mich bereits in Love @ Seventeen.

Fazit

Insgesamt betrachtet ist diese Serie wirklich das Beste, was ich bisher aus Taiwan gesehen habe. In den 26 Episoden kommt keine Langeweile auf. Tatsächlich bietet sich ein stimmiges Drehbuch mit einer breiten Palette von Emotionen. Alles scheint perfekt ineinander zu greifen. Das Umsetzen der Fantasy-Aspekte gelingt ohne Probleme. Deswegen kann ich der Serie nur 9/10 Punkte geben.

Meet Me @ 1006 eignet sich wunderbar für Freunde moderner Fantasy wie auch bei Life on Mars oder While You Were Sleeping.

Darsteller: Lego Lee (Love @ Seventeen, The King of Romance) als Ke Zhen Yu, Nikki Hsieh (Love @ Seventeen, Rock Records in Love) als Cheng Jia Le, Ken Hsieh (Back to Home, Attention Love!) als Mu Si Ming

Südkorea

Bad Guys 나쁜 녀석들

Bad Guys ist eine südkoreanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2014 mit insgesamt 11 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Spezialeinheit aus Serienmördern bestehend ermittelt mit einem umstrittenen Polizisten in Mordfällen

©️OCN

Auf diese Serie bin ich durch Park Hae Jin aufmerksam geworden, den ich unheimlich gerne sehe. Aus diesem Grund landete sie auf meiner Watchlist. Jedoch wurden immer wieder Lobeshymnen auf diese Serie laut und das weckte meine Neugier. Als Netflix ankündigte die Serie aus dem Programm nehmen zu wollen, beschloss ich endlich mit der Sichtung zu beginnen.

Worum geht es in Bad Guys?

In Seoul treibt ein Serienmörder sein Unwesen, dem sogar der Sohn des Polizeichefs zum Opfer fällt. Verzweifelt ruft dieser den umstrittenen Ermittler „Mad Dog“ Oh Goo Tak aus dem unfreiwilligen Ruhestand und beauftragt ihn ein Team zusammen zustellen, um den Täter zu fassen. Bekannt für seine unorthodoxen Methoden wählt er drei Inhaftierte aus um ihm zu helfen. Den Gangster Park Woong Cheol wegen seiner Stärke, den Auftragsmörder Jung Tae Soo wegen seiner raffinierten Methoden und den jüngsten Serienmörder Koreas Lee Jung Moon wegen seiner hohen Intelligenz. Gemeinsam gehen sie auf die Jagd.

Lohnt sich diese Serie?

Ja, ja und ja! Ich hatte schon vor dem Sichten immer wieder gelesen, dass die Serie unterschätzt wird. Nach dem Sichten kann ich das nur bestätigen. Dieses Drama lohnt sich auf jeden Fall.

Die Handlung spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Einmal im Jetzt, wo sie als Einzelkämpfer bemüht sind die aktuellen Fälle zu lösen und zum anderen einigen Jahre davor. In dieser Phase wurde Mad Dog suspendiert und die anderen drei inhaftiert.

Neben den spannenden aktuellen Fällen tut sich ein verwobenes Netz aus Hinweisen auf, die immer stärker darauf hindeuten, dass alle Hauptcharaktere durch ihre Vergangenheit miteinander verbunden sind. Das Ergründen gestaltet sich unheimlich spannend.

Alle Figuren haben ihre Eigenheiten und ganz spezielle Charakterzüge. Kombiniert mit ihrer Vergangenheit stellt sich Nervenkitzel ein. Die Verbindung von früher und jetzt ist der Serienkiller Jung Moon, der sich an seine Taten selbst nicht erinnern kann. Sein eigener Kampf um die Wahrheit hat mir unheimlich viel Freude beim Sichten bereitet und das lag nicht nur an Park Hae Jin, der die Rolle fantastisch spielt.

Neben der spannenden Handlung bietet die Serie ein flüssiges Drehbuch, tolle Schnitte, erstklassig choreografierte Kampfszenen, düstere Kulissen und eine sp genannte Gangnam Beauty.

Fazit

Das Sichten der Serie lohnt sich in jedem Fall. Es wird einem ein erstklassiger Mix aus Thriller, Action und Drama geboten. Alle Handlungsstränge sind interessant und lassen keine Langeweile aufkommen. Insgesamt betrachtet, kann ich die Serie nur weiterempfehlen. 8,5/10 Punkte.

Bad Guys eignet sich wunderbar für Freunde ernster Thriller wie Cruel City oder Voice.

Interessierte können die Serie auf Viki Rakuten streamen.

Darsteller: Kim Sang Joong (City Hunter) als Oh Goo Tak, Park Hae Jin (Man to Man) als Lee Jung Moon, Jo Dong Hyuk (The K2) als Jung Tae Soo, Ma Dong Seok (38 Task Force) als Park Woong Cheol, Kang Ye Won (Man who dies to live) als Yoo Mi Yeong

Drehbuch: Han Jung Hoon

Regie: Shin Yong Hwi, Kim Jung Min

Südkorea

City Hunter 시티헌터

City Hunter ist eine südkoreanische Action-Serie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 20 Folgen a 70 Minuten. Sie basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Tsukasa Hojo.

Thema: Charismatischer MIT-Absolvent übt Rachefeldzug für den Tod seines Vaters aus

Via Dramalist


Lee Min-Ho gehört zur absoluten Hallyu-Elite Südkoreas. Seit Boys Over Flowers ist er zum Superstar geworden und hat seitdem diesen Posten auch nicht mehr verlassen. Bisher hatte ich nur das besagte Boys Over Flowers und The Heirs mit ihm gesehen. Beides sind hochgelobte Serien, die ich auf meinem Blog auch ausführlich besprochen habe, und die sehr unterhaltsam waren. Warum sie als zu den besten KDramas gehörig gezählt werden, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Mit City Hunter schlug Lee ein komplett neues Kapitel auf, indem er die Hauptrolle in einer Thriller-Serie mit erheblichen Action-Anteil übernahm. Von den Kritiken und Zuschauern gelobt, war ich sehr gespannt auf diese neue Seite von ihm.

Worum geht es in City Hunter?

Der junge Poochai wächst im goldenen Triangle Nordkoreas unter Guerillas auf und wird von seinem strengen Stiefvater täglich trainiert, um den Tod seines leiblichen Vaters zu rächen. Dieser fiel einer Verschwörung der Regierung zum Opfer.

Als Erwachsener kehrt er nach Seoul unter neuem Namen, Lee Yoo Sung, zurück und arbeitet als IT-Experte im Blauen Haus. Während er tagsüber seinem Bürojob nachkommt, verwandelt er sich nachts in den City Hunter und übt seine Rache an den Schuldigen aus.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie bietet eine wunderbare Mischung aus Action-und Politserie. Die Inszenierung ist makellos und sehr an der Manga-Vorlage orientiert. Selbst die Bewegungen von Lee Min Ho scheinen manchmal wie gezeichnet. Ähnlich ist es mit den perfekt inszenierten Kampfszenen, die unheimlich viel Freude bereiten.

Die Kulissen sind opulent und geschmackvoll. Genauso verhält es sich auch mit der Mode und den Fahrzeugen.

Der Plot ist am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig durch die verquere Grundprämisse mit dem Baby-Diebstahl. Wenn man jedoch darüber hinweg sieht, erlebt man spannende Szenen in Nordkorea und kann komplett in der politischen Verschwörung aufgehen. Die Serie entpuppt sich als ein vielschichtiges Rache-Drama, dass zu unterhalten weiß.

Die Charaktere sind sympathisch und interessant. Poochai undercover zu erleben, war unheimlich spannend und brachte viele schöne Momente. Kim Na Na war niedlich und sehr süß im Zusammenspiel mit Poochai. Der dritte Lieblingscharakter meinerseits war der Staatsanwalt Kim Yeong Joo. Seine Interaktion mit dem City Hunter war immer wieder toll.

Den Stiefvater fand ich furchtbar und der Handlungsstrang um die Mutter war für mich ebenfalls nicht interessant genug.

Fazit

Während die Serie überraschend gut gestartet ist, erschien sie zum Ende hin ein wenig zu lang und unnötig gestreckt. Die politische Verschwörung war mir zu übertrieben deutlich und die Beziehung zu Kim Na Na viel zu wenig. Deswegen muss ich ein paar Punkte abziehen. Tatsächlich ist das jedoch das beste Drama, dass ich bisher mit Lee Min Ho gesehen habe. Aus diesem Grund gibt es 7/10 Punkte.

City Hunter eignet sich sehr gut für Fans von Action-Serien wie Healer oder K2.

Interessierte können die Serie auf Dramacool streamen.

Darsteller: Lee Min Ho (Boys Over Flowers, The Heirs) als Poochai/Lee Yoon Sung, Park Min Young (Healer, Was ist los mit Sekretärin Kim?) als Kim Na Na, Lee Joon Hyuk (Naked Fireman, Designated Survivor: 60 Days) als Kim Yeong Joo, Kim Sang Joong (Bad Guys, The Banker) als Lee Jin Pyo/Steve Lee

Drehbuch: Choi Soon Jin, Hwang Eun Kyung

Regie: Jin Hyeok

Südkorea

Healer 힐러

Healer ist eine südkoreanische Action-Serie aus dem Jahr 2014 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Drei Experten ihres Fachs untersuchen ein Verbrechen aus der Vergangenheit

©️KBS

Healer gehört zu den erfolgreichsten koreanischen TV-Produktionen der vergangenen Jahre. Die Serie war nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch international unheimlich erfolgreich. Insbesondere in China, Japan und den Vereinigten Staaten schlug die Show wie eine Bombe ein. Die Hauptdarsteller wurden über Nacht zu gefragten Hallyu-Stars und gehören nach wie vor zu den Aushängeschildern der Fernsehindustrie. Aus diesem Grund wurde mir Healer dermaßen häufig empfohlen, dass ich es am Ende schon nicht mehr hören konnte. Da Park Min Young jedoch meine absolute Lieblingsschauspielerin ist, gab ich dem Drama eine Chance.

Worum geht es in Healer?

Der „Healer“ ist ein Nachtkurier der außer Mord alle Aufträge seiner Klienten diskret und erfolgreich erledigt. Er gilt als bester seines Fachs und bekommt jede Hürde überwunden mit der Hilfe einer Hackerin. Eines Tages wird er auf eine junge Journalistin angesetzt. Diese Begegnung bringt dunkle Geheimnisse aus seiner eigenen Vergangenheit ans Licht. Nun gilt es die ungeklärten Fragen zu beantworten.

Lohnt sich die Serie?

Ich bin kein Freund von gehypten Serien, da sie eine viel zu große Erwartungshaltung aufbauen und so unnötig das Sehvergnügen einschränken. Ähnliche Befürchtungen hatte ich auch in diesem Fall. Tatsächlich hatte ich zum Anfang auch leichte Probleme in die Handlung zu kommen. Obwohl mit vielen technischen Effekten und geschickten Kampfszenen ein individuelles Bild geschaffen wird, hatte ich noch den genialen Einstieg von City Hunter vor Augen. Im Vergleich zu dem wirkte der Anfang deutlich langgezogener. Jedoch vollzog sich mit der fünften Episode ein Wandel. Ab da konnte ich nicht mehr aufhören zu schauen und war dem Bann der Serie komplett erlegen.

Im Grunde spielt das Drama in zwei Zeitebenen. Zum einen im Jetzt, in dem sich alle Ereignisse zutragen und zum anderen im Jahr 1982, indem der Auslöser der ganzen Handlungskette seinen Ursprung findet.

Im Mittelpunkt stehen drei Personen. Der „Healer“ stellt Ermittlungen über seine eigene Vergangenheit an. Dabei sieht er die junge Journalistin Chae Yeong Shin als eine Möglichkeit an Informationen zu kommen. Zudem scheint auch der Star-Reporter Kim Moon Ho in diesen Fall verwickelt zu sein.

Tatsächlich sind alle Erzählstränge sehr spannend und machen neugierig. Man rätselt mit und wird zudem mit hochwertigen Action-Sequenzen sehr gut unterhalten. Insbesondere Ji Chang Wook überzeugt mit seinen Sporteinlagen auf ganzer Linie. Park Min Young spielt hier eine lebensfrohe und flippige Person. Diese Seite kannte ich noch nicht von ihr. Deswegen machte es umso mehr Spaß sie in dieser Form zu erleben. Zudem ist die Chemie zwischen beiden exzellent und überzeugend. Ich kann mich an kaum ein KDrama erinnern, in dem so viele Berührungen und alltägliche Liebesgesten ausgetauscht wurden. Das ist für die Gesellschaft sehr untypisch und erinnert stark an westliche Produktionen.

Trotz der ernsten Situationen bietet Healer einen fantastischen Humor als Ergänzung. Insbesondere in den Szenen in denen er undercover als unsicherer Hasenfuß unter Yeong Shin arbeitet. Diese Momente sind herrlich und sorgen gerne für laute Lacher. Zudem fühlt man sich sehr an das Superman/Clark Kent-Phänomen erinnert.

Fazit

Die ganze Aufmachung der Serie ist hochwertig angelegt. Skript und Ausstattung sind überzeugend. Der Cast ist erstklassig. Die Effekte überzeugen auf ganzer Linie. Die Musik war für mich ein absolutes Highlight der Show. Insbesondere das Titellied sorgt an den richtigen Stellen für Gänsehaut. Wäre der Anfang für mich interessanter gewesen, würde ich definitiv besser bewerten. Doch so kann ich nur 8,5/10 Punkte geben.

Healer ist eine überzeugende Action-Serie mit dramatischem Plot und eignet sich dementsprechend sehr gut für Freunde von City Hunter und Kill me.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Ji Chang Wook (Suspicious Partners, The K2) als Seo Jung Hoo/Park Bong Soo/Healer, Park Min Young (Her Private Life, What’s Wrong with Secretary Kim?) als Chae Yeong Shin/Oh Ji Ah, Yoo Ji Tae (The Good Wife, Mad Dog) als Kim Moon Ho

Drehbuch: Song Ji Na

Regie: Lee Sung Sub, Kim Jin Woo

Südkorea

W: Two Worlds 더블유

W ist eine südkoreanische Science Fiction-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Ein Leben zwischen Realität und Manhwa

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Via Dramalist


Hiermit habe ich wieder eine Serie in der Liste, die von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt wurde. Jede Umfrage, die ich gestartet habe, hatte W als Gewinner. Und damit meine ich wirklich jede. Zum Ende hatte ich sogar schon Angst davor diese Serie zu schauen, weil man nach den ganzen Lobeshymnen nur enttäuscht werden kann. Ist das nachvollziehbar? Eins kann ich schon mal vorne wegnehmen: diese Angst von mir war wirklich unbegründet. Auf die Koreaner ist eben Verlass, vor allem wenn sie Lee Jong Suk als männliche Hauptrolle casten.

Worum geht es in W: Two Worlds?

Die Handlung von W ist ein wenig komplexer. Die Serie spielt in der realen Welt und in der Welt des koreanischen Comics (Manwha) W, in der der Hauptcharakter Kang Chul lebt. Beide Welten verbindet die junge Ärztin Oh Jeon Joo, die eines Tages ohne ersichtlichen Grund in die Fantasy-Welt gezogen wird und dem Comic-Helden das Leben rettet. Von da an springt sie regelmäßig von Realität zur Fiktion zurück. Dabei entstehen Probleme ungeahnten Ausmaßes, die es zu bewältigen gilt.

Lohnt sich die Serie?

Diese Serie widmet sich einer sehr interessanten Idee und geht dabei nicht leichtfertig vor. Die Handlung spielt auf mehreren Zeitebenen und springt dabei in ihrem Erzählrhythmus immer wieder hin und her. Die Figuren sind sehr authentisch geschildert und voller Leben. Es ist unterhaltsam beide Welten zu vergleichen und die Interaktion mit anderen Figuren zu erleben.

Natürlich regt die Grundidee dieser Serie zum träumen ein. Jedoch zeigt sie auch ganz direkt die psychologischen als auch alltäglichen Probleme auf, die sich dadurch ergeben. Der Hauptcharakter der Fantasy-Welt wirkt wunderbar überzeichnet und interessant. Die weibliche Hauptfigur hat ein unheimlich sympathisches Spiel und sorgt für einige Lacher.

Spaßig und ungewohnt ist vor allem die Tatsache Lee Jong-Suk in einer Rolle mit Kampfszenen und Actionsequenzen zu erleben. Diese sind wundervoll dramatisch inszeniert und liefern schöne Bilder.

Die Romanze ist süß, aber eher nebensächlich. Tatsächlich ist es wichtiger zu erleben, wie Charaktere damit umgehen, wenn sie herausfinden, dass sie nicht real sind. Genauso bietet die Realität viele tragikomische Momente, wenn sie ihre Erlebnisse verdauen muss (die automatisch im Internet als der neuste Manwha veröffentlicht worden sind) und ihr Chef als Comic-Fan die Figuren runtermacht.

Der grundlegende Aspekt dieser Serie widmet sich der Kriminalgeschichte um die Mörderjagd, die einiges an Spannung bietet und viele Überraschungen bereit hält. Dieser Aspekt wird zum Ende so ausladend, dass es mir beinahe schon Zuviel wurde.

Fazit

Wie von vielen Fans dargelegt, lohnt sich die Serie auf jeden Fall. Die Charaktere sind toll und unterhalten wunderbar. Das Hauptpaar hat eine gute Chemie und bietet viele schöne Szenen. Die Action und Spezialeffekte können sich sehen lassen. Insgesamt gesehen, empfinde ich die Serie als nicht so vorhersehbar wie andere KDramas. Es ist durchaus berechtigt, dass die Show etliche Preise gewonnen hat und zur Serie des Jahres 2016 wurde. Da mir der Krimi-Aspekt am Ende zu viele Längen aufgewiesen hat, gebe ich insgesamt 8/10 Punkte.

W eignet sich wunderbar für Fans kreativer Fantasy wie auch vorhanden bei When Time Stopped und While You Were Sleeping.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Jong-Suk (I Hear Your Voice, Pinocchio) als Kang Chul, Han Hyo-Joo als Oh Yeon-Joo, Kim Eui-Song (Memories of the Alhambra, Mr. Sunshine) als Oh Sung-Moo, Lee Tae-Hwan (What’s Wrong With Secretary Kim?) als Seo Do-Yoon

Drehbuch: Song Jae Jung

Regie: Jung Dae Yoon

Südkorea

Memories of the Alhambra 알함브라 궁전의 추억

Memories of the Alhambra ist eine südkoreanische Science Fiction-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 16 Episoden a 60 Minuten.

Thema: CEO einer Spiele-Firma wird Teil seines neuesten Projektes

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Via Dramalist

Diese Serie machte mich durch den Trailer neugierig, der viele fantastische Bilder aufzeigte. Die Geschichte klang äußerst experimentell und neuartig. Tatsächlich musste ich im ersten Moment an W: Two Worlds denken, die auch komplett neue Wege gegangen ist. Trotz der anfänglichen Lobeshymnen herrschte vielerorts große Unzufriedenheit das Ende betreffend. Einerseits weckte das meine Neugier, andererseits erwartete ich Schlimmes. Auf dem Weg in den Urlaub vertrieb ich mir meine Zeit im Flixbus dann doch mit dieser Serie.

Worum geht es in Memories of the Alhambra?

Eines Tages erhält der erfolgreiche CEO Yoo Jin-Woo einer Spiele-Firma einen Anruf von einem unbekannten, jungen Mann, der ihm sein von ihm erschaffenes AR game zum Kauf anbietet. Um ihn zu treffen, fährt er nach Granada in ein Hostel und trifft dort auf die überarbeitete Schwester des Programmierers. Als der Junge verschwunden bleibt, taucht der CEO auf eigene Faust in das revolutionäre Spiel ein.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich bietet die Serie eine komplexe Geschichte voller Spannung, die neue Pfade beschreitet. Der Großteil der Handlung folgt dem CEO dabei, wie er das Spiel erkundet und bei den Level aufsteigt. Dabei wird nicht chronologisch, sondern in Zeitsprüngen erzählt. Auf diese Weise werden oftmals neue Informationen früh in den Raum gestellt, aber meist nicht näher erklärt.

Die Spielsequenzen aus der eigenen als auch aus der Fremdperpektive unterhalten und machen verschiedene Ebenen auf. Während für den Zuschauer die Figur des CEO eindeutig ist, zweifeln die Charaktere der Serie auf Grund unterschiedlicher Gründe am ihm und verkomplizieren die Handlung dadurch zusätzlich.

Memories of the Alhambra bietet neben wunderschönen Bildern und Kulissen einem sehr schönen Soundtrack. Die Geschichte bleibt stetig spannend und lässt einen ordentlich mitfiebern. Durch die an unterschiedlichen Stellen gegebenen Informationen kann man als Zuschauer sich das Geflecht selber zusammen dröseln und mitraten.

Durch diese komplexe Handlung findet man hier einen gelungenen Genremix. Durch den Verlauf des Spiels lassen sich unzählige SciFi-Elemente mit fantastischen Kulissen finden. Der männliche Hauptcharakter verbringt sein Leben zwischen Thriller und Actionfilm. Der weibliche Gegenüber sitzt im Drama fest und hofft auf eine Romanze, die in dieser Serie wirklich nur nebensächlich ist.

Die Schauspieler wissen zu überzeugen. Insbesondere Hyun Bin als CEO polarisiert in seiner Rolle. Man weiß ihn nie komplett einzuordnen und fragt sich, ob noch weitere Motive im Hintergrund lauern. Dieses Problem findet sich bei allen Charakteren in der Chefetage. Doch es gibt auch einen Lichtblick. Ein kleines Highlight der Serie ist in jedem Fall die Bromance von Jin-Woo und seinem Assistenten. Diese entlockte mir die meisten Emotionen.

Ist das Ende wirklich so schlecht? [Spoiler]

Offen gesagt, verstehe ich warum eine gewisse Ernüchterung bei einigen Zuschauern am Ende einsetzt. Die Serie schließt nicht mit dem, von KDramas gewohnten, offensichtlichem Happy End. Dennoch habe ich es als positiven Ausgang empfunden.

Es ist nicht der Fall, dass mir das Ende nicht gefallen hat. Vielmehr ließ es mich mit unerwartet vielen Fragen und wenig passenden Antworten zurück. Ich zweifelte an mir, ob ich nicht richtig aufgepasst hätte und die gelieferten Prämissen einfach übersehen habe. Zudem meinte ich einen Logikfehler entdeckt zu haben. Noch lange nach dem Sichten beschäftigte mich das Ende und ließ mich durch die Foren streifen.

Am Ende hatte ich Glück und stieß auf eine wunderbare Erklärung von einem Fan, der die Serie extra vermehrt gesichtet hatte, um eben jene versteckten Antworten ans Licht zu bringen. Dies bewies, dass wirklich alle Fakten in der Show geliefert worden sind, jedoch in dem Moment des Sichtens nicht offensichtlich waren. Meine Fragen wurden beantwortet und ich empfinde das Ende dadurch noch als positiver. [Spoiler Ende]

Fazit

Insgesamt betrachtet, lohnt sich das Sichten der Serie. Sie betritt neue Pfade und überzeugt durch Drehbuch und Bilder. Die Interaktion der Figuren ist spannend und liefert einige unvergessliche Momente. Das Ende ist konsequent in der Mitte gelegen. Nicht zu positiv, aber auch nicht negativ. Wenn man ein einfaches gewohntes Happy End erwartet, ist man hier falsch. Ist man jedoch offen für alles, kann man durchaus Spaß mit der Sendung haben. Da mir der Handlungsstrang um Jin-Woos erste Frau und seinen Ziehvater garnicht gefallen hat, muss ich Punkte anziehen und gebe solide 7/10 Punkte.

Memories of the Alhambra eignet sich wunderbar für Freunde von neuartigen Serien im Stil von W: Two Worlds und Stranger.

Interessierten können die Serie auf Netflix Sichten.

Darsteller: Hyun Bin (Secret Garden) als CEO Yoo Jin-Woo, Park Shin Hye (Pinocchio, The Heirs) als Jung Hee-Joo, Park Hoon (Oh My Ghost, Descendants of the Sun) als Chy Hyung-Seok, Kim Eui-Sung (W) als Cha Byung-Jun

Drehbuch: Song Jae-Jung

Regie: Ahn Gil-Ho

USA

The Following

The Following ist eine US-amerikanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2013 mit 45 Folgen in 3 Staffeln a 45 Minuten.

Thema: Serienmörder erzeugt einen Kult um sich und erzeugt weitere Serienmörder

©️WB/Fox

Obwohl ich vor der Serie kein Fan von Kevin Bacon war, war ich dennoch vom Plot sofort angetan und freute mich auf die Veröffentlichung der Serie. Der Trailer klang ansprechend und außerdem sehr ich sehr gerne Thriller, in denen die Perspektive des Bösewichts näher beleuchtet wird. Aus diesem Grund schien die Serie genau das richtige für mich zu sein.

Worum geht es in The Following?

Der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy war immer ein Ass in seinem Job und erlangte gewisse Berühmtheit als er den Serienmörder Joe Carroll fassen konnte. Im Zuge dessen geriet er jedoch in einen Unfall, in dem sein Herz dauerhaften Schaden nahm. Durch seine verfrühte Pension verfiel er dem Alkohol und wurde zum Einzelgänger. Als Carroll jedoch aus dem Gefängnis flieht, scheint nur Hardy ihn fassen zu können. Auf der Suche entpuppt sich eine größere Gefahr als zuerst angenommen. Aus dem Gefängnis schuf Carroll einen Kult um seine Person und kreierte eine unübersehbare Zahl an Serienmördern, die bereit sind alles für ihn zu tun. Die Jagd beginnt.

Lohnt sich die Serie?

Wer ein rasantes Katz-und Maus-Spiel erwartet, wird nicht enttäuscht werden. Die ganze Atmosphäre der Serie ist düster gehalten und schafft eine bedrohliche Aura. Es ist spannend die beiden Hauptcharaktere zu betrachten. Auf der einen Seite haben wir den gescheiterten Ermittler, der dennoch einen siebten Sinn für Mordfälle besitzt. Und auf der anderen Seite findet sich ein eloquenter Serienmörder, der seine Morde Edgar Allan Poe widmet. Diese Disposition wird immer wieder spannend. Zudem finden sich in der Serie auch interessante Nebencharaktere, die die Spannung am Leben halten.

1. Staffel

Der Einstieg in die Serie bietet unglaublich viele Überraschungsmomente und Wendungen in der Handlung. Hardy und Carroll werden von allen Facetten betrachtet und vorgestellt. Die verübten Morde und ihre Hintergründe sind hochwertig in Szene gesetzt und regen zum mit raten an.

2. Staffel

Während in der ersten Staffel noch die beiden Antagonisten im Fokus standen, wird sich hier vordergründig auf die Anhänger des Kults und ihre Probleme konzentriert. Die Fassaden aller Beteiligten beginnen zu bröckeln und geben Raum für den scheinbaren Fall des Bösewichts.

3. Staffel

Nachdem die ersten beiden Staffeln voller Hin und Her verlaufen sind, wird hier das Tempo heruntergeschraubt. Die Handlungsebenen werden eindimensionaler und schwächer. Insbesondere Hardys Liebschaft kommt grenzwertig daher.

Fazit

Die Serie bietet perfekte Thriller-Momente. Es ist spannend einen Wechsel von Gedanken eines Ermittlers und eines Serienmörders zu erleben. Auf psychologischer Ebene weiß die Serie zu unterhalten und bietet viele ausdrucksstarke Situationen. Mir hat auch der Nebenplot um das Trio, zu Carroll’s Anhängern gehörig, ziemlich gut gefallen. Diesen Strang hätten sie ruhig weiter ausführen können. Dennoch schafft es das Drama die Spannung bis zum Ende zu halten. Kevin Bacon und James Purefoy liefern sich ein hochwertiges Duell und überzeugen auf ganzer Linie. Sowohl Effekte als auch Drehbuch bewegen sich auf einem unterhaltsamen Niveau. Trotz des Strauchelns in der letzten Staffel gebe ich überzeugte 9/10 Punkte.

The Following eignet sich gut für Freunde spannender Thriller-Unterhaltung wie auch bei Dexter und Love Me If You Dare.

Darsteller: Kevin Bacon (City on a Hill) als Ryan Hardy, James Purefoy (Hap and Leonard) als Joe Carroll, Shawn Ashmore (The Rookie, Conviction) als Mike Weston, Sam Underwood (Fear the Walking Dead) als Mark/Luke, Valorie Curry (The Tick) als Emma Hill

Großbritannien

The Fall – Tod in Belfast

The Fall ist eine britische Thriller-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 3 Staffeln mit 17 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Katz-und Mausspiel zwischen Ermittlerin und Serinemörder

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©️BBC Two

Auf die Serie bin ich aufmerksam geworden durch das tolle Cast und vor allem den Drehort Belfast. Ich bin ein sehr großer Irland-und Nordirland-Fan und höre den Akzent unheimlich gerne. Zudem klang die Geschichte sehr interessant und sehenswert. Mit großen Erwartungen machte ich mich ans Werk diesen Krimi zu Sichten.

Worum geht es in The Fall?

In Belfast geht ein Serienmörder herum, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Da die Ermittlungen stocken, schickt London die erfahrene Ermittlerin Stella Gibson um den Fall zu lösen. Voller Elan begibt sie sich auf die Mörderjagd und gerät dadurch selber ins Visier von Paul Spector.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Ich bin normalerweise kein Freund von Krimi-Serien, aber hier hatte ich jede Menge Spaß. Die Geschichte wird parallel erzählt. Man lernt die Perspektive des unschuldig erscheinenden Paul Spectors und seine Gedankengänge kennen. Gleichzeitig erlebt man die Polizistin Stella komplett in ihrem Element und erfährt viel über ihre rätselhafte Vergangenheit. Das Zusammenspiel beider macht unheimlich viel Laune und erzeugt eine immense Ladung Spannung.

Die Kulissen sind typisch Belfast und richten sich zum Großteil im Zentrum aus. Da ich bereits vor Ort war, kamen mir einige Drehorte durchaus bekannt vor. Der nordirische Dialekt ist wie Musik in meinen Ohren und für Ungeübte schwer verständlich, aber dennoch wunderbar im Klang. Die Serie lebt von einer ruhigen Stimmung, die gerne mal Gänsehaut verursacht.

1. Staffel

Stella reist nach Belfast an, um einen Mörder zu fassen, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Dabei eckt sie ordentlich mit ihren neuen Kollegen an und nutzt Profiling.

Paul Spector ist ein perfekter Ehemann, der im Alltag immer hilfsbereit ist. Er ist ein liebevoller Liebhaber und toller Vater. Doch sobald alle schlafen, verfällt er in dunkle Fantasien.

Beide Charaktere sind in der Staffel noch Lichtjahre voneinander entfernt und nutzen die Zeit um ihren Figuren Tiefe zu verleihen. Man sympathisiert mit beiden Seiten.

2. Staffel

Pauls Fassade beginnt allmählich zu bröckeln. Durch seinen Drang zu töten, beginnt er Fehler zu machen. Durch die Nachrichten ist er auf Stella aufmerksam geworden und ist von ihr fasziniert. Um sich abzusichern, beginnt er eine scheinbare Affäre mit seinem Babysitter, die komplett von ihm eingenommen ist.

Nach einigen Zwischenfällen scheinen Mörder und Ermittlerin eine unsichtbare Verbindung zueinander aufzubauen. Während Paul immer mutiger wird, verliert Stella durch ihre Versessenheit den Halt ihrer Kollegen. Diese emotionale Achterbahnfahrt der beiden Antagonisten allein ist schon sehenswert und bietet ein fulminantes Finale.

3. Staffel

Die dritte Staffel bietet viele derbe Momente, die einem unter die Haut gehen. Pauls wahres Gesicht wurde aufgedeckt und Stella setzt alles daran ihn zu verurteilen. Dennoch fühlt sie sich von ihm angezogen und muss mit ihren Gefühlen kämpfen. Allein das Abschlussverhör gehört zu den Höhepunkten dieser Serie und sollte man gesehen haben.

Fazit

Mit jeder neuen Staffel spitzt sich die Spannung zu. Die Interaktion der Charaktere bietet viele starke Szenen. Jamie Dornan scheint diese Rolle förmlich auf den Leib geschneidert zu sein, so überzeugend spielt er. Gillian Anderson steht dem in nichts nach und überzeugt als knallharte Karrierefrau. Tatsächlich hat sie mir hier noch besser gefallen als in Akte X. Das ganze Serienkonzept und ihre Umsetzung haben mich wahrlich begeistert. Würde es mehr solcher Serien geben, wären Krimis für mich nicht so unattraktiv. Klare 9/10 Punkte!

The Fall eignet sich wunderbar für Fans spannender Krimi-Unterhaltung wie bei The Following oder True Detective.

Interessierte können diese Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Jamie Dornan (Once Upon A Time, New Worlds) als Paul Spector, Gillian Anderson (Akte X, Sex Education) als Stella Gibson, John Lynch (Tin Star, The Terror) als Jim Burns, Aisling Franciosi (Legends, Genius) als Katie Benedetto

Drehbuch: Allan Cubitt

Regie: Allan Cubitt, Jakob Verbruggen

China

Love Me If You Dare 他来了,请闭眼

Love Me If You Dare ist eine chinesische Krimi-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 24 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Kühler Analytiker jagt mit seiner Assistentin einen bestialischen Serienmörder

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Via Dramalist


Ich kann garnicht mehr genau sagen wie ich auf Love Me If You Dare gestoßen bin. Sicher ist nur, dass ich die Serie schon länger auf meiner Watchlist hatte. Während die anfänglichen Rezensionen zu ihr deutlich positiv waren, veränderte sich das Bild über die Zeit. Tatsächlich bekommt man recht schnell den Eindruck, dass die Serie das Publikum in zwei Lager spaltet. Die Liebhaber und die Hasser.

Worum geht es in Love Me If You Dare?

Die junge Jian Yao ist frisch mit dem Studium fertig und bereit sich ins Berufsleben zu stürzen. In ihren letzten Ferien bewirbt sie sich als Übersetzerin beim exzentrischen Psychoanalytiker Bo Jinyan. Dieser ist zwar menschenscheu, aber sehr von ihrem Intellekt angetan. Als er als Berater für einen Entführungsfall von der Polizei hinzugezogen wird, befördert er sie zu seiner Assistentin. Als der Fall immer größere Züge annimmt, befinden sich die beiden auf einmal im Visier eines Serienkillers.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie arbeitet auf einem technisch hohen Niveau und lässt enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten vermuten. Tatsächlich ist die Sendung ähnlich konstruiert wie amerikanische Krimiserien im Stil von Criminal Minds oder entfernt CSI. Die Hauptprotagonisten müssen sich um Geld keine Sorgen machen und sind immer auf dem neuesten Stand der Technik. Dementsprechend sind auch die Kulissen detailgetreu und geräumig ausgestattet. Die Darsteller sind stets perfekt gestylt und edel gekleidet.

Die Serie arbeitet mit düsteren Farben. Mit dem Anstieg der Bedrohung über die Folgen wächst der Blaufilter der Kamera. Wo wir schon bei dem Thema sind, ist die Kameraarbeit sehr bewegt und vielfältig. Tatsächlich empfand ich diesen Aspekt an einigen Stellen verwirrend. Durch die jahrelange Prägung durch westliche Klischees erwartete ich auch hier, dass die Elemente gleich eingesetzt werden würden. Das war nicht der Fall. Mein Fehler. Ein Beispiel wäre das Herausfahren der Kamera in einer bewegten Umgebung. Während in westlichen Produktionen dadurch gerne signalisiert wird, dass das jeweilige Paar gerade heimlich beobachtet oder gefilmt wird, wurde das Element in der chinesischen Produktion einfach als modernes Stilmittel eingesetzt. Ich habe die halbe Serie gebraucht, um mich daran zu gewöhnen und war erstaunt wie stark meine Prägung doch ist.

Die Darsteller machen einen guten Job. Wallace Huo hat ein wunderbar ruhiges Spiel und kann sowohl in überlegenen als auch in extrovertierten Momenten sehr gut überzeugen. Seine Stimmenarbeit ist grandios und einprägsam. Zudem versprüht er eine natürliche Eleganz und Sympathie. Seine Assistentin wird verkörpert von Sichun Ma. Diese zeichnet sich durch ihre Schönheit und ihre sanfte Art aus. Lediglich ihre sensiblen Momenten waren mir teilweise zu stark ausgeprägt. Ich habe sie dennoch sehr gerne gesehen und fand ihr Zusammenspiel mit Huo sehr gelungen.

Der beste Freund wird von Zheng Yu verkörpert, der die Lockerheit durch sein lebensfrohes Wesen in die Serie bringt. Das ist sehr angenehm und teilweise auch von Nöten.

Die Geschichte um die Polizei, allen voran mit Kai Wang als Lead, war ermüdend und für mich recht schnell nicht mehr interessant. Ich war froh, dass sie am Ende ein wenig davon abgelassen haben. Die amerikanischen Darsteller sind sehr mäßig talentiert. Tatsächlich ist die Intonation von Marc Philip Goodman und Emilie Ohana Gold wert. Alle anderen Schauspieler sind teilweise wirklich so steif und schlecht, dass es fast peinlich ist die Serie zu schauen.

Passend dazu ist es auch unheimlich verwirrend, dass sie nicht in einer einheitlichen Sprache kommunizieren. Die Chinesen reden immer Chinesisch, die Amerikaner immer englisch. Das die Chinesen die Amis verstehen, glaube ich. Doch umgekehrt, wirkte es ziemlich unglaubhaft. Wenn man bedenkt, dass beinahe die ganze zweite Hälfte in New York spielt, war es krass zu sehen, dass jeder Streifenpolizist Chinesisch kann. Spätestens da war klar, dass man die Serie nicht zu ernst nehmen sollte.

Das Katz- und Mausspiel fand ich schön gemacht und hat bis zum Ende gut funktioniert. Zwar fand ich es vorhersehbar, aber das geht mir meist so. Das ist unter anderem auch ein Grund warum ich ungern Krimis schaue. Doch das laste ich der Serie nicht an.

Die ersten 14 Episoden der Serie haben mir recht gut gefallen. Vor allem das knisternde Zusammenspiel von Bo und Jian. Es war eine süße Liebesgeschichte, die aber nicht zu sehr im Fokus stand. Doch nachdem sie sich endlich gekriegt hatten, war bei den Schreibern auf einmal die Luft raus. Die zweite Staffelhälfte hatte viele Längen und unnötige Füllelemente. Langatmige Situationen haben sich aufgebaut und den Eindruck vermittelt, dass die klassischen 16 Folgen auch hier komplett ausgereicht hätten.

[Hinweis] Für Zuschauer, die im chinesischen Bereich nicht erfahren sind, möchte ich nochmal den Hinweis auf die Namen geben. In China ist es normal den Kindern auch englische Namen zu geben. Geschieht das nicht wählen die Chinesischen ihren englischen Namen im Alter selbst. Das wird hier wunderbar demonstriert. Während in Hong Kong noch Bo und Jian mit ihren Namen angesprochen werden, heißen sie in den USA Simon und Jenny. Das ist normal und wird nicht nochmal erklärt.

Fazit

Love Me If You Dare ist eine interessante Krimi-Serie. Die Hauptdarsteller machen ihren Job sehr gut, während die Nebenrollen des Öfteren versagen. Die Inszenierung ist gut und macht Spaß. Die Dialoge erklären in allen Einzelheiten den Stand des Falls und vermitteln manchmal den Eindruck, dass entweder Jian oder die Zuschauer für dumm gehalten werden. Die Sequenzen, in denen Bo sich in den Ablauf der Fälle einfühlt, sind sehr gut und spannend gemacht. Die Fälle sind allgemein sehr sehenswert und unterhaltsam.

Insgesamt betrachtet, startete das Drama sehr stark und konnte sein Niveau leider nicht halten. Die unnötigen Längen am Ende hätte man vermeiden müssen. Deswegen gebe ich gut gemeinte 6/10 Punkte und drücke dabei wirklich ein Auge zu.

Love Me If You Dare eignet sich gut für Freunde der vielseitigen Mörderjagd wie bei Criminal Minds oder Profiler.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Wallace Huo (The Imperial Doctress, Perfect Couple) als Bo Jinyan/Simon, Sichun Ma (Oh My General, Science and Sensibility) als Jian Yao/Jenny, Zheng Yin (Original Sin, Give Seven Days) als Fu Ziyu, Kai Wang (Stay With Me, When a Snail Falls in Love) als Li Xunran, Luyi Zhang (Die Mystischen Neun, Sparrow)als Xie Han

Drehbuch: Hai Yan, Ding Mo

Regie: Zhang Kai Zhou

Südkorea

Strong Woman Do Bong-Soon 힘쎈여자 도봉

Strong Woman Do Bong Soon ist eine südkoreanische Comedyserie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 16 Folgen a 60 Minuten. Zudem existiert eine Bonusepisode als Folge 0.

Thema: Frau mit Herkuleskräften wird Bodyguard für CEO

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Via Dramalist

Strong Woman Do Bong Soon ist ein Megahit gewesen mit dem keiner gerechnet hatte. In der Ranking-Liste von koreanischen Dramen allgemein belegt sie den zweiten Platz mit insgesamt 9,7/10 Punkten. Auf sämtlichen Streaming-Plattformen und Foren hält sich der Wert und zeigt den Stellenwert dieser Serie deutlich auf. Seit zwei Jahren wird diese Produktion als eine Art Meilenstein angesehen und hat sich eine riesige Fanbase schaffen können.

Worum geht es in Strong Woman Do Bong-Soon?

Bong-Soon ist eine 27-jährige Frau, die sich mit wenig Erfolg durch verschiedene Jobs hangelt und noch bei ihren Eltern wohnt. Während ihr Zwillingsbruder ein erfolgreicher Arzt ist, führt sie das Generationenerbe fort. Über den weiblichen Zweig werden über Jahrhunderte in der Familie Herkuleskräfte vererbt. Diese sollen zum guten Zweck eingesetzt werden. Sobald ein Unschuldiger verletzt wird, verschwindet die Gabe.

Durch einen Zufall wird Bong-Soon eines Tages der Bodyguard vom erfolgreichen und eingebildeten CEO Ahn Min-Hyuk. Dieser kommt recht schnell hinter ihr Geheimnis und ist von ihr fasziniert. Gemeinsam mit ihr möchte er seinen Erpresser ausfindig machen und in eine gemeinsame Zukunft starten.

Parallel dazu gerät Bong-Soon in das Visier eines Mörders und muss geschützt werden. Ihr Schwarm und Polizist In Guk-Doo versucht alles, ohne ihr Geheimnis zu kennen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und den Kriminellen zu schnappen. Doch Ahn kann ebenfalls nicht tatenlos zusehen und bietet seinen Unterschlupf als Hilfe an. In der Konstellation entwickelt sich sehr schnell ein Liebesdreieck. Für wen wird sich Bong-Soon entscheiden?

Lohnt sich die Serie?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Serie brilliert durch ihren lockeren Stil und nimmt sich selber überhaupt nicht ernst. Die Geschichte ist verquer und entspannt umgesetzt. Auf den Humor wird viel Wert gelegt. Dabei ist dieser und die einhergehenden Action-Szenen gerne übertrieben überzeichnet. An Realismus ist nicht zu denken und macht die Serie dadurch zu einem anspruchslosen Schauvergnügen.

Das Liebesdreieck wird sehr schnell deutlich und nimmt einen großen Raum der Serie ein. Dabei entwickelt sich das ganze nichts bedingt in die altbekannte, klischeebehaftete Richtung. Hier weiß die Serie zu überraschen und Spannung aufzubauen.

Der Krimi um den Mord und die Serienentführungen bringt auch düstere Elemente herein und überzeugt in seiner überraschend ernsten Darstellung. Der Antagonist hat sichtlich Spaß an seiner Rolle und geht überzeugend als Bösewicht auf. Das Drama darum ist sehr unterhaltsam und macht Spaß. Die Handlungen der Polizei im gleichen Atemzug sind meist irrational und unnötig lang gehalten. Dieser Aspekt hat mich wirklich gelangweilt und war mir zu uninteressant aufgebaut. Das gleiche gilt für den Konflikt mit der Gangster-Brut. Während ich am Anfang noch darüber lachen konnte, ging mir das alles spätestens ab der Hälfte ordentlich auf die Nerven. Gerade hier zeigte sich der primitive Humor, den ich generell nicht mag deutlich. Aus diesem Grund wurde ich auch nur bedingt warm mit der Serie.

Die Kulissen sind ansprechend. Die Garderobe ist toll und die Schauspieler machen ihren Job solide. Alles war soweit in Ordnung, aber nicht über die Maßen überzeugend. Auch wenn ich im Vorfeld so viele positive Stimmen gehört habe, erwartete ich nicht viel, da die Handlung offen gesprochen bescheuert klang. Dementsprechend war ich nicht voreingenommen, weil ich mir wenig darunter vorstellen konnte.

Fazit

Um ehrlich zu sein, verstehe ich den Hype überhaupt nicht. Tatsächlich ist es mir unbegreiflich. Vielleicht ist das wieder für Fans von Comic-Helden gedacht. Diesen Trend habe ich auch nicht mitgenommen, weil ich mich darin nicht wiederfinden konnte.

Die Story ist trotz ihres verqueren Charakters innerhalb der Handlung schlüssig präsentiert. Die Figuren sind durchaus sympathisch und harmonieren gut miteinander. Das Zusammenspiel von Bong-Soon und Min-Hyuk ist das Highlight der Serie und bietet eine ordentliche Portion Chemie und Knistern. Der Thriller verläuft glaubhaft und findet ein irrationales Ende. Die Familien haben mich teilweise genervt. Nicht alle Figuren waren so relevant, dass sie so detailliert betrachtet werden mussten. Teilweise hatte die Serie für mich solche gefühlten Längen, dass ich mit den Gedanken wirklich abgeschweift bin. Da mich die Serie insgesamt aber nicht fesseln konnte, vergebe ich gut gemeinte 5/10 Punkte dank der Harmonie des Hauptpaares. Mehr ist von meiner Seite nicht drin.

Strong Woman Do Bong-Soon ist gut geeignet für Leute, die einfach mal abschalten wollen und auch Freude an einfach gestrickten amerikanischen Sitcoms haben. Vielleicht gefällt es Zuschauern von Weightlifting Fairy Kim Bok-Joo und Mom.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Park Bo-Young (Oh My Ghost) als Do Bong-Soon, Park Hyung-Sik (Heirs, High Society, Hwarang) als Ahn Min-Hyuk, Ji Soo (Page Turner, Meine erste Liebe – Because It’s My First Love) als In Guk-Doo

Drehbuch: Baek Mi Kyung

Regie: Lee Hyung Min

Südkorea

While You Were Sleeping 당신이 잠든 사이에

While You Were Sleeping ist eine südkoreanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 16 Episoden a 60 Minuten. Manche Anbieter zeigen sie in 32 Folgen a 30 Minuten.

Thema: Was macht man, wenn man in seinen Träumen die Zukunft sieht?

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Via Dramalist


Sobald man anfängt sich mit koreanischen Dramen auseinander zusetzen, werden einem immer wieder Erfolge der letzten Jahre vorgeschlagen. Diese Empfehlungen wiederholen sich häufig und eine Serie, die immer in diesem Kontext genannt wird, ist While You Were Sleeping. Da ich so viele positive Meinungen vermittelt bekommen hatte, war ich nervös vor dem Sichten. Durch das ganze Lob erwartete ich beinahe eine Enttäuschung. Zudem klang für mich die Handlung weniger ansprechend. Um jedoch meine Lee Jong-Suk-Watchlist weiter abbauen zu können, stürzte ich mich ins Abenteuer und sichtete die Sendung.

Worum geht es in While You Were Sleeping?

Nam Hong-Joo ist eine begabte Journalistin, die die Fähigkeit hat die Zukunft in ihren Träumen zu sehen. Nachdem sie ihren eigenen Tod gesehen hat, zieht sie sich komplett zurück. Als eines Tages ein neuer Nachbar namens Jung Chae-Chan einzieht, träumt sie von einer gemeinsamen Zukunft. Um das zu verhindern, geht sie ihm komplett aus dem Weg und ist unfreundlich. Womit sie jedoch nicht rechnet ist, dass Jung ebenso einen tragischen Traum über sie hat. Als er das Schicksal verändert und sie rettet, beginnt für beide eine neue Ära.

Lohnt sich die Serie?

Allerdings. Ich habe die Serie von der ersten Minute an sehr gemocht und sie bis zum Ende durch gesuchtet. Auch hier findet man ein wunderbares Beispiel für den erfolgreichen koreanischen Genremix. Die Serie bietet Fantasy, Thriller, Krimi, Comedy und Romanze. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Lee Jong-Suk beweist auch hier wieder sein komödiantisches Talent. Seine Rolle ist komplett vielseitig angelegt und zeigt alle seine Facetten wunderbar. Bae Suzy ist eine positive Überraschung für mich gewesen. Ihr Name ist mir zwar durch die Klatschpresse bekannt gewesen, doch hatte ich bis dato noch nichts von ihr gesehen gehabt. Ihr Spiel macht von der ersten Sekunde an Spaß und gefällt. Sie hat eine unheimlich positive Ausstrahlung und ist eine Schauspielerin von der ich auf jeden Fall noch deutlich mehr sehen möchte.

Der Dritte im Bunde wird von Jung Hae-In als Han Woo-Tak verkörpert. Er ist ein lebenslustiger Polizist, der das Leben nicht zu ernst nimmt. Seine Rolle war so dermaßen sympathisch, dass ich mit dem gerne befreundet wäre. Ich fand es immer schade, wenn sein Wunsch nach duzen abgelehnt wurde. Zudem ist es entspannt wie locker er die Gabe annimmt und damit umgeht.

Der Bösewicht der Serie wird am Anfang klar benannt. Es ist der Rechtsanwalt Lee Yoo-Bum, der von Lee Sang-Yeob dargestellt wird. Er meistert seine Funktion als überheblicher Antagonist wunderbar und glaubhaft. Sein Auftreten ist selbstbewusst und taktierend. Es machte Spaß dem Teufel im Schafspelz zuzuschauen.

Die Handlung baut sich entspannt auf. Dabei variiert das Schema zwischen handlungsübergreifend und Fall der Woche. Letzteres wird möglich durch die aktuellen Träume oder die Fälle der Staatsanwaltschaft. Beide hängen vermehrt auch zusammen.

Die aktuelle Schauplätze sind übersichtlich. Nams Zuhause und Restaurant dienen häufig als Treffpunkt. Ihre Mama ist dabei sympathisch und beschützend. Zudem ist das Haus von Jang und seinem Bruder perfekt für die komödiantischen Szenen. Der interessanteste Ort ist jedoch das Gericht. Dort stehen alle Staatsanwälte im Fokus und die haben es in sich. Alle Kollegen sind interessant und machen Spaß auf unterschiedliche Arten. Von Drama über Humor bis hin zu Melodram findet sich in deren Geschichten. Abschließend spielt auch noch das Polizeirevier um Han Woo-Tak eine Rolle. Hier wird die Action abgedeckt.

Fazit

Die Serie hält was sie verspricht. Die Empfehlungen kann ich nur so unterschreiben. Die Serie macht Spaß und nimmt sich trotz des Dramas nicht zu ernst. Die Schauspieler meistern ihren Job und unterhalten. Die Geschichte ist sehr schön und ergibt Sinn. Die Dialoge sind wieder mal mit Liebe zum Detail geschrieben und passen gut in die Situation. Die Romanze entwickelt sich nach dem klassischen koreanischen Prinzip. Viel geistige Nähe, keine körperliche. Das macht die Beziehung noch schöner. Das Ende passt und wirkt nicht aufgesetzt. Diese Serie kann auch ich nur weiterempfehlen und vergebe stolze 9/10 Punkte.

While You Were Sleeping ist eine Serie für Fans von I Hear Your Voice und Sweet Dreams.

Interessierte können die Serie auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Lee Jong-Suk (Pinocchio, W, Romance is a Bonus Book) als Jung Chae-Chan, Nam Da-Reum (Just between Lovers) als junger Jung Chae-Chan, Bae Suzy (Dream High, Uncontrollably Fond) als Nam Hong-Joo, Lee Sang-Yeob (Gott der Nudeln, Penny Pinchers) als Lee Yoo-Bum, Jung Hae-In (Goblin, The Three Musketeers, Age of Blood – Blutige Zeiten) als Han Woo-Tak

Drehbuch: Park Hye Ryun

Regie: Oh Choong Hwan, Park Soo Jin