Großbritannien

Residue

Residue ist eine britische Science Fiction-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 3 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Journalistin untersucht eigenmächtig ominöse Explosion

©️LWH Entertainment

Auf diese Serie bin ich durch Zufall beim Bummel gestoßen. Da ich Natalia Tena und Iwan Rheon sehr gerne sehe, beschloß ich ihr eine Chance zu geben.

Worum geht es in Residue?

In der Silvesternacht kommt es im Stadtzentrum zu einer gewaltigen Explosion. Die Ursache dafür ist unbekannt. Die Journalistin Jennifer Preston macht sich mit ihrer Kamera auf die Suche nach dem Grund und stößt dabei auf eine Antwort, die sie niemals für möglich gehalten hätte.

Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie präsentiert sich in dem nüchternen britischen Stil, den man von der Insel gewohnt ist. Die Schauplätze sind minimalistisch gehalten und bieten eher ein Kammerspiel.

Im Fokus der Serie ist die Fotojournalistin Jennifer. Man betrachtet die Geschehnisse aus ihrer Perspektive. Dabei bekommt man sowohl einen Einblick in ihre Beziehung zu ihrem Partner als auch in ihre unaufhörliche Suche nach der Wahrheit. Diese vereinnahmt sie immer stärker im Laufe der Geschichte.

Die Serie ist in sehr dunklen Tönen gehalten und weist durch den Blaustich eine stetige kühle Atmosphäre auf. Der Erzählstil gestaltet sich nüchtern und bestimmt. Die Dialoge bleiben auf einem niedrigen Niveau und geben vor allem den Handlungsabläufen Raum.

Durch den Stil der Serie wirken alle Charaktere unnahbar und wenig sympathisch. Es ist nicht so, dass man eine Antipathie aufbaut, sondern vielmehr das man keine rechte Bindung zu den wenigen Figuren entwickelt.

Das große Rätsel gestaltet sich spannend und ist nicht allzu vorhersehbar. Dennoch hat mich die Auflösung am Ende enttäuscht und ein wenig bitter zurückgelassen. Ich liebe britische Serien, aber in diesem Fall war ich wirklich ernüchtert.

Fazit

Insgesamt betrachtet, bietet die Serie eine kurzweilige Unterhaltung. Die Darsteller machen ihren Job sehr gut und wissen mit wenig viel zu erzählen. Trotz der stetigen Spannung der Serie gefiel mir das Ende nicht und ließ mich weniger begeistert zurück. Aus diesem Grund gebe ich 6/10 Punkte.

Residue eignet sich für Freunde kurzweiliger Unterhaltung wie auch bei Ascension und Glacé -Ein eiskalter Fund.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Natalia Tena (Origin, Wisdom of the Crowd) als Jennifer Preston, Iwan Rheon (Misfits, Game of Thrones) als Jonas, Jamie Draven (The Mill, Mobile) als Levi Mathis, Danny Webb (The City & the City, Liar) als Emeril Benedict

Drehbuch: John Harrison

Regie: Alex Garcia Lopez

Großbritannien

The Aliens

The Aliens ist eine britische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 6 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Grenzbeamter entdeckt, dass er zur Hälfte ein Alien ist

©️BBC

Ich bin auf diese Serie zufällig gestossen und entschied mich sie anzuschauen, weil Michael Socha die Hauptrolle hat. Er konnte mich schon in Being Human sehr erfolgreich zum lachen bringen. Aus diesem Grund erwartete ich hier einiges.

Worum geht es in The Aliens?

Vor 40 Jahren landeten Außerirdische auf der Erde. Die Integration der neuen Erdbewohner schlug fehl und drängte die Neuankömmlinge in eigene Ghettos. Um die Menschen zu schützen, werden die Grenzen stark vom Zoll gesichert. Der junge Grenzbeamte Lewis verachtet Aliens ebenso wie der Rest der Menschheit. Umso größer ist sein Schock als erfährt, dass er selber zur Hälfte einer ist. Im Ghetto begibt er sich auf die Suche nach Antworten.

Lohnt sich die Serie?

Bedingt. Die Geschichte ist wirklich ganz neu und enthält nette Ideen. Zudem ist sie gespickt mit dem typisch englischen Humor, der einen nur zum Lachen bringen kann.

Die Kulissen weisen, wie man es von den Briten gewohnt ist, viel Liebe zum Detail auf und zeigen die klassischen englischen Wohnverhältnisse. Wenn man schon mal vor Ort war, erkennt man vieles wieder und fühlt sich gleich wunderbar aufgehoben.

Der Hauptcharakter Lewis ist ein sympathischer Mann, der ein wenig verplant ist und trotzdem genau weiß was er will. Der Fakt, dass er zur Hälfte außerirdisch ist, bereit ihm unheimlich viele Sorgen und wirft ihn in ein komödiantisches Abenteuer.

Die Darstellung der Aliens schwankt zwischen normal bis unschön anzusehen. Das weibliche Gegenüber wirkt durch ihre äußerst sportliche Figur sehr androgyn und souverän. Ihr Zusammenspiel mit dem vergleichsweise naiven Lewis bietet viele schöne Momente. Die sich daraus ergebende Liebesgeschichte empfand ich als unmotiviert und wenig passend. Es hätte gereicht den Fokus auf die Spurensuche zu legen. Somit haben wir nur ein unnötiges Klischee bedient.

Am Ende bietet die Serie ein überraschend furioses Finale auf kampftechnischer Ebene mit der nüchternen Direktheit der Briten. Das macht Spaß und bietet einige schöne Sequenzen.

Was die Figuren angeht, bleiben sie insgesamt zu blass und lösen keine Empathie aus. Das fand ich enttäuschend, da eben dieser Faktor Serie von Film mich abhebt.

Fazit

Insgesamt bietet die Serie einen kurzweiligen Spaß für zwischendurch. Wenn man nicht Zuviel erwartet und die Serie nicht zu ernst nimmt, kann man durchaus seinen Spaß dabei haben. Jedoch erhebt die Serie keinen großen Anspruch. Deswegen gebe ich insgesamt 6/10 Punkte.

The Aliens eignet sich sehr gut für Freunde britischer Komödien wie auch Misfits oder Being Human.

Darsteller: Michael Socha (Being Human UK, Once Upon a Time) als Lewis Garvey, Jim Howick (Ghosts, Sex Education) als Dominic, Michaela Coel (Black Earth Rising, Chewing Gum) als Lilyhot, Trystan Gravelle (A Discovery of Witches, The Terror) als Fabien

Drehbuch: Fintan Ryan, Jon Brown

Regie: Lawrence Gough, Jonathan van Tulleken

Großbritannien

The Fall – Tod in Belfast

The Fall ist eine britische Thriller-Serie aus dem Jahr 2016 mit insgesamt 3 Staffeln mit 17 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Katz-und Mausspiel zwischen Ermittlerin und Serinemörder

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©️BBC Two

Auf die Serie bin ich aufmerksam geworden durch das tolle Cast und vor allem den Drehort Belfast. Ich bin ein sehr großer Irland-und Nordirland-Fan und höre den Akzent unheimlich gerne. Zudem klang die Geschichte sehr interessant und sehenswert. Mit großen Erwartungen machte ich mich ans Werk diesen Krimi zu Sichten.

Worum geht es in The Fall?

In Belfast geht ein Serienmörder herum, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Da die Ermittlungen stocken, schickt London die erfahrene Ermittlerin Stella Gibson um den Fall zu lösen. Voller Elan begibt sie sich auf die Mörderjagd und gerät dadurch selber ins Visier von Paul Spector.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Ich bin normalerweise kein Freund von Krimi-Serien, aber hier hatte ich jede Menge Spaß. Die Geschichte wird parallel erzählt. Man lernt die Perspektive des unschuldig erscheinenden Paul Spectors und seine Gedankengänge kennen. Gleichzeitig erlebt man die Polizistin Stella komplett in ihrem Element und erfährt viel über ihre rätselhafte Vergangenheit. Das Zusammenspiel beider macht unheimlich viel Laune und erzeugt eine immense Ladung Spannung.

Die Kulissen sind typisch Belfast und richten sich zum Großteil im Zentrum aus. Da ich bereits vor Ort war, kamen mir einige Drehorte durchaus bekannt vor. Der nordirische Dialekt ist wie Musik in meinen Ohren und für Ungeübte schwer verständlich, aber dennoch wunderbar im Klang. Die Serie lebt von einer ruhigen Stimmung, die gerne mal Gänsehaut verursacht.

1. Staffel

Stella reist nach Belfast an, um einen Mörder zu fassen, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Dabei eckt sie ordentlich mit ihren neuen Kollegen an und nutzt Profiling.

Paul Spector ist ein perfekter Ehemann, der im Alltag immer hilfsbereit ist. Er ist ein liebevoller Liebhaber und toller Vater. Doch sobald alle schlafen, verfällt er in dunkle Fantasien.

Beide Charaktere sind in der Staffel noch Lichtjahre voneinander entfernt und nutzen die Zeit um ihren Figuren Tiefe zu verleihen. Man sympathisiert mit beiden Seiten.

2. Staffel

Pauls Fassade beginnt allmählich zu bröckeln. Durch seinen Drang zu töten, beginnt er Fehler zu machen. Durch die Nachrichten ist er auf Stella aufmerksam geworden und ist von ihr fasziniert. Um sich abzusichern, beginnt er eine scheinbare Affäre mit seinem Babysitter, die komplett von ihm eingenommen ist.

Nach einigen Zwischenfällen scheinen Mörder und Ermittlerin eine unsichtbare Verbindung zueinander aufzubauen. Während Paul immer mutiger wird, verliert Stella durch ihre Versessenheit den Halt ihrer Kollegen. Diese emotionale Achterbahnfahrt der beiden Antagonisten allein ist schon sehenswert und bietet ein fulminantes Finale.

3. Staffel

Die dritte Staffel bietet viele derbe Momente, die einem unter die Haut gehen. Pauls wahres Gesicht wurde aufgedeckt und Stella setzt alles daran ihn zu verurteilen. Dennoch fühlt sie sich von ihm angezogen und muss mit ihren Gefühlen kämpfen. Allein das Abschlussverhör gehört zu den Höhepunkten dieser Serie und sollte man gesehen haben.

Fazit

Mit jeder neuen Staffel spitzt sich die Spannung zu. Die Interaktion der Charaktere bietet viele starke Szenen. Jamie Dornan scheint diese Rolle förmlich auf den Leib geschneidert zu sein, so überzeugend spielt er. Gillian Anderson steht dem in nichts nach und überzeugt als knallharte Karrierefrau. Tatsächlich hat sie mir hier noch besser gefallen als in Akte X. Das ganze Serienkonzept und ihre Umsetzung haben mich wahrlich begeistert. Würde es mehr solcher Serien geben, wären Krimis für mich nicht so unattraktiv. Klare 9/10 Punkte!

The Fall eignet sich wunderbar für Fans spannender Krimi-Unterhaltung wie bei The Following oder True Detective.

Interessierte können diese Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Jamie Dornan (Once Upon A Time, New Worlds) als Paul Spector, Gillian Anderson (Akte X, Sex Education) als Stella Gibson, John Lynch (Tin Star, The Terror) als Jim Burns, Aisling Franciosi (Legends, Genius) als Katie Benedetto

Drehbuch: Allan Cubitt

Regie: Allan Cubitt, Jakob Verbruggen

Großbritannien

Skins UK

Skins UK ist eine britische Dramaserie aus dem Jahr 2007 und umfasst mit sieben Staffeln insgesamt 61 Episoden. Dabei sind die ersten 6 Staffeln in drei Generationen gegliedert, die einen kompletten Cast-Wechsel zur Folge haben. Die letzte Staffel besteht aus drei filmlangen Bonusepisoden, die sich der Zukunft der beliebtesten Seriencharaktere widmen.

Thema: Der Alltag von jugendlichen Freunden in Bristol

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©️Channel 4

Skins UK ist eine Entdeckung gewesen, die ich in Belfast gemacht habe. Dank eines besonders guten Angebots wanderte gleich die Komplettbox in meine Tasche. Da ich ein leichtes Faible für Teen-Serien habe, war ich guter Dinge. Ich freute mich schon unheimlich auf das Sichten im Originalton, weil die deutsche Synchronisation eine absolute Schande ist. Diese macht aus einer ernsten Dramaserie einen trashigen Nachmittagsfüller. Liebe Zuschauer, falls ihr euch für diese Serie entscheidet, müsst ihr sie wirklich in englisch schauen!

Worum geht es in Skins UK?

Die Serie widmet sich komplett den Alltagssorgen von Teenagern. Dabei wirft die Serie einem ungeschönten Blick auf eine Vielzahl Probleme ohne auf die Bremse zu treten. Vor allem klassische Tabu-Themen werden angesprochen und ganz normal und mit nötigem ernst betrachtet. Beispiele dafür wären Essstörungen, Drogensucht, Suizidgedanken, der Umgang mit der eigenen Sexualität und häusliche Gewalt. Dabei wurden beim Casting keine klassischen Schauspieler genommen, sondern Kids von der Straße, um den Realismus zu sichern.

1. Generation

Die erste Generation dreht sich um den Freundeskreis des Aufreißers Tony, der von Nicholas Hoult verkörpert wird. Er ist ein selbstbewusster und verwöhnter Junge, der es gewohnt ist alles zu bekommen, was er will. Dabei nimmt er weder Rücksicht auf seine Freunde noch auf seine Freundin Michelle. Sein bester Freund ist der schüchterne Sid, der heimlich in Michelle verliebt ist.

Jede Episode ist aus der Perspektive eines anderen Charakters erzählt. Zum Freundeskreis gehören weiterhin die bulemische Cassie, der selbstbewußte Jal, der partysüchtige Chris, der muslimische Anwar und der schwule Maxxie.

2. Generation

Die zweite Generation dreht sich um den Jahrgang von Tonys kleiner Schwester Effy. Diese hat nach den Ereignissen der vergangenen Zeit eine entspanntere Einstelllung zum Leben entwickelt. An ihrem ersten Tag an der Schule lernt sie die drei Musketiere kennen und wird von nun an von Ihnen umgarnt. Cook ist ein draufgängerischer Weiberheld, Freddy ein kluger Charismat und JJ der schüchterne Kumpel.

In der Staffel begegnen wir weiterhin den konträren Zwillingen Katie und Emily sowie der toughen Naomi.

3. Generation

Mit der dritten Generation lernen wir komplett neue Charaktere kennen und brechen jegliche Verbindung zu den früheren Protagonisten ab. Dieses Mal steht die androgyne Franky im Vordergrund, die das Daten für sich entdeckt. Zu Ihrem Freundeskreis zählen die Metal-Fans Rich und Alo, die begabte Grace, die hübsche Mini, die maskuline Liv und der Sportler Nick.

Bonusepisoden

Die siebte Staffel funktioniert nach einem anderen Prinzip als die vorherigen. In den drei Filmen sehen wir wie es den Lieblingscharakteren aus dem vorherigen Staffeln gegangen ist. Insgesamt sind diese Folgen deutlich erwachsener und düsterer gehalten.

Im ersten Film feiern wir ein Wiedersehen mit Effy. Diese wohnt mittlerweile in London und arbeitet an der Börse. Sie wohnt in einer WG mit ihrer Schulfreundin Naomi.

Der zweite Film erzählt von Cassie, die von einem Stalker verfolgt wird und nebenbei die Probleme ihrer Familie bewältigen muss.

Der dritte Film zeigt Cook auf der Flucht, nachdem er eine kriminelle Laufbahn eingeschlagen hat.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Wenn man den Briten eines nachsagen kannst, dass sie fantastische Dramen zeigen. Sie begegnen den Problemen mit dem nötigen Ernst und schaffen es selbst ausweglose Situationen durch trockenen Humor wieder zu erhellen. Das Prinzip der Serie geht wunderbar auf. Normalerweise bin ich immer ein Freund von einem festen Cast und mag keine Veränderungen im Ensemble. Doch bei dieser Serie hatte ich damit kein Problem gehabt. Alle Figuren werden so liebevoll beleuchtet und vorgestellt, dass man danach wirklich das Gefühl hat sie zu kennen.

Alle Generationen machen Spaß und lohnen sich zu schauen. Die Erste wird allgemein als die Stärkste betrachtet. Das ist durchaus nachvollziehbar, weil die Handlungsbögen unheimlich vielfältig sind. Mir hat die Dynamik zwischen Cassie und Sid sehr gut gefallen und natürlich Chris. Diese Figur wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Tony wandelt sich im Laufe der Episoden wirklich von einem Widerling zu einem Herzensmenschen,

Die zweite Generation ist mein absoluter Liebling. Ich mochte Effy unheimlich gerne und ihre Konflikte mit den drei Musketieren waren sehr sehenswert. Das Liebesdreieck mit Cook und Freddy knisterte laut und viel.

In der dritten Generation fand ich Franky als Lead zu schwach. Ihre Probleme wurden schnell nervig und sie als Person bot auch wenig Grund sie zu mögen. Dennoch lohnt sich das Sichten, da wir hier das beste Pärchen der ganzen Serie mit Rich und Grace finden. Ihre Beziehung war ein Meilenstein der Serie und ließ mich unheimlich berührt zurück.

Bei den letzten drei Filmen lohnt sich nur der Krimi um Cook, da die anderen Geschichten so unheimlich negativ ausfallen. Das ist bedauerlich und lässt einen wünschen nie erwachsen werden zu müssen.

Fazit

Die Natürlichkeit der Darsteller leistet ihren Beitrag und macht ordentlich Spaß. Das Setting ist typisch britisch und die Musik ist der Hammer. Ich liebe diesen Soundtrack! Kaya Scodelario, Jack O’Connell und Luke Pasqualino haben ich allein durch diese Serie unheimlich ins Herz geschlossen, dass ich immer einen Blick auf ihre weiteren Projekte habe. Durch das Schwächeln des Leads in der dritten Generarion und die düsteren Filme zum Finale muss ich leider Punkte abziehen, da ich nicht einfach darüber hinweg gehen kann. Von mir gibt es insgesamt 8/10 Punkte.

Skins UK eignet sich wunderbar für Freunde ernster Jugenddramen wie Skam Norway oder wer es gediegener mag Everwood.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Kaya Scodelario (Spinning Out) als Effy Stonem, Hannah Murray (Game of Thrones) als Cassie Ainsworth, Nicholas Hoult als Tony Stonem, Joe Dempsie (Game of Thrones) als Chris Miles, Jack O’Connell (Godless) als James Cook, Luke Pasqualino (Snatch, Die Musketiere) als Freddy Mclair, Dev Patel (The Newsroom) als Anwar Kharral

Großbritannien

Teachers UK

Teachers ist eine britische Comedyserie aus dem Jahr 2001. Sie besteht aus insgesamt 4 Staffeln mit 40 Folgen a 50 Minuten.

Thema: Alltag eines Lehrerkollegiums

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©️Channel 4


Die Entdeckung dieser Serie war bei mir ein reines Zufallsprodukt. Ich schaute spontan nach aktuellen Angeboten auf EBay und fand dort diese Serie als Komplettbox für einen Euro. Da die Prämisse vielversprechend und unterhaltsam klang und Andrew Lincoln die Hauptrolle spielt, zögerte ich keine Sekunde und holte mir diese Serie. Ohne großartige Erwartungshaltung war ich sehr gespannt was auf mich zukommen würde.

Worum geht es in Teachers UK?

Am Anfang der Serie steht Simon, später Matt, im Mittelpunkt. Er ist ein chaotischer Englischlehrer, der entspannt durchs Leben trottet. An seiner Seite hat er dabei seine besten Freunde und Kollegen Kurt und Brian, sowie seine älteste Freundin Carol, die ihm immer den Rücken freihält. Gemeinsam überstehen sie den Schulalltag und stellen sich den kleinen und großen Problemen des Lebens.

Lohnt sich die Serie?

Meiner Erfahrung nach lohnen sich britische Comedy-Serien meistens. Das ist auch hier der Fall. Während des Sichtens war ich regelrecht begeistert, welchen Schatz ich doch durch Zufall entdeckt hatte. Der Humor ist definitiv genau meine Kragenweite. Die Charaktere sind bunt gemischt und sehr unterhaltsam in ihrer Art.

In den ersten beiden Staffeln steht Simon im Fokus der Handlung. Er ist ein beliebter Klassenclown, der selbst nicht so recht weiß, was er vom Leben will. Er ist nie zufrieden und immer auf der Suche nach etwas besserem. Gleichzeitig ist er zu faul für Veränderungen. Seine Sprüche sind in jedem Fall herrlich und egal wie verkorkst er sich ist, muss man ihn gerne haben.

In den letzten beiden Staffeln steht Matt im Fokus. Er ist der Ersatz im Kollegium für Simon und zum größten Teil genau das Gegenteil. Er wirkt kultiviert, freundlich und selbstbewusst. Zudem scheint er immer perfekt zu sein, was sich im Laufe der Handlung revidiert. Seine Geschichten sind unterhaltsam, aber nicht so stark wie die von Simon.

Die heimlichen Helden der Serie sind Kurt und Brian. Diese Bromance ist wahrlich Gold wert. Beide für sich genommen sind so verkorkst, aber zusammen sind sie einfach liebenswert und unterhaltsam. Kurt ist ein uncooler Informatiklehrer, der mehr träumt als in der Realität zu sein und Brian ist der wenig erfolgreiche Sport- und Geografielehrer, der trotz seines Aussehens wenig Erfolg bei den Frauen hat. Ihr Zusammenspiel ist einfach herrlich.

Die anderen Figuren im Team sind sympathisch und sehenswert, aber nicht so charakteristisch wie die bereits genannten. Aus diesem Grund beleuchte ich sie nicht genauer. Selber schauen, lohnt sich!

Die Handlung läuft im Prinzip immer gleich ab. Jede Folge beginnt mit einem neuen Schultag. Wir erleben den Alltag der Lehrer und wie sie sich zwischen den Stunden die Zeit vertreiben. Dabei kommt es vor allem in den Raucherpausen zu herrlichen Gesprächsrunden. Nach der Schule gehts immer in den Pub auf ein Bierchen mit den Kollegen und das gegenseitige Dissen beginnt. Einfach herrlich!

Fazit

Tatsächlich empfinde ich Teachers UK als ein Goldstück britischer Comedy. Die Witze sind immer auf den Punkt gebracht und kombiniert mit ehrlicher Alltagsdramatik zünden sie noch mehr. Die Figuren sind zumeist sehr liebenswert und haben spannende Geschichten. Außerdem fällt neben Andrew Lincoln ein ebenso junger James Corden mit seinem naiven Spiel sofort ins Auge. Obwohl die Serie ihren kurzweiligen Charakter nicht bis zum Ende aufrecht erhalten kann, gebe ich ganze 8/10 Punkte und kann diese Serie nur weiterempfehlen.

Teachers UK eignet sich wunderbar für Freunde britischer Comedy wie bei Spaced und This Life.

Darsteller: Andrew Lincoln (This Life, The Walking Dead) als Simon Casey, James Lance (Spaced, The Book Group) als Matt Harvey, Adrian Bower (The Last Kingdom, Mount Pleasant) als Brian Steadman, Navin Chowdhry (A Touch of Cloth, The End of the F***ing World) als Kurt McKenna

Großbritannien

Born to Kill

Born to Kill ist eine britische Dramaserie aus dem Jahr 2017 mit insgesamt 4 Episoden a 45 Minuten.

Thema: Jugendlicher Psychopath lebt seine Fantasien aus

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©️Channel 4

Auf die Serie bin ich durch Zufall gestoßen und fand sehr schnell Interesse daran. Britische Dramen sind in ihrer Inszenierung oft sehr direkt und ehrlich. Aus diesem Grund sehe ich sie auch so gerne. Gepaart mit dieser Thematik hatte ich hohe Erwartungen.

Worum geht es in Born to Kill?

Im Zentrum der Serie steht der 16jährige Sam Woodford. Er ist ein wohlerzogener, freundlicher und selbstständiger Junge, der überall angesehen und beliebt ist. Während seine alleinerziehende Mutter vermehrt ihrem Job als Krankenschwester nachgeht, hält Sam ihr den Rücken frei. Was im ersten Moment perfekt scheint, löst sich bald in Wohlgefallen auf. Denn Sam ist ein rücksichtsloser Psychopath, der gerne morden würde ohne Reue. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, geht er seiner Famtasie nach und findet Gefallen daran.

Lohnt sich die Serie?

Meiner Erfahrung nach lohnen sich britische Serien fast immer, da sie stets einen ungeschönten Blick auf ernste Sachverhalte werfen .So auch hier. In der Serie wird ein kompromissloser Blick auf einen verirrten Teenager geworfen, der von seinen Aktionen komplett unberührt bleibt. Es ist spannend die Handlung aus seiner Ich-Perspektive zu erleben und bietet starke Momente in der Inszenierung.

Seine Mutter ist ein sympathischer Charakter mit dem man sich schnell identifizieren kann. Ihr Arbeitsverhalten zeigt einen wunderbaren Abdruck der heutigen Zeit. Ihre Zerrissenheit und Verzweiflung werden ernst und nachvollziehbar in Szene gesetzt.

Die Beziehung von Sam und seinem Vater ist beklemmend und glaubhaft inszeniert. Der sonst so berechnende Sam mit seinem ganzen Intellekt wird wahrlich blind in der Hoffnung um Liebe. Das ist eine starke und emotionale Geschichte, die mir viele Gänsehautmomente verschafft hat.

Zum Abschluss gibt es noch die reifende Liebesbeziehung von Sam und Chrissie. Die erste Liebe mit morbidem Verlauf. Gerade hier wird die Kompromisslosigkeit in britischen Inszenierungen deutlich. Die beiden Charaktere haben eine sonderbare Dynamik, die sich zu betrachten lohnt.

Fazit

Insgesamt gesehen, lohnt sich die Serie sehr. Sie bietet eine düstere Inszenierung mit beklemmenden Charakterstudien. Die Schauspieler machen ihren Job sehr gut. Vor allem Sam und sein Vater haben Szenen, die man gesehen haben sollte. Das Ende ist typisch Krimi und damit weniger mein Fall. Doch der Rest der Serie konnte ordentlich Punkte verbuchen. Darum 8/10!

Born to Kill ist für Fans von Skins UK und Dexter wunderbar geeignet.

Darsteller: Jack Rowan (Peaky Blinders, Beowulf) als Sam Woodford, Richard Coyle (Chilling Adventures of Sabrina, The Fall) als Peter Woodford, Romola Garai (The Hour) als Jenny Woodford, Lara Peake als Chrissie Anderson

Großbritannien

The End of the F***ing World

The End of the F***ing World ist eine britische Dramaserie aus dem Jahr 2017 mit aktuell zehn Folgen a 25 Minuten. Anfang März 2019 gab Netflix bekannt, dass die Dreharbeiten zur zweiten Staffel begonnen haben.

Thema: Jugendlicher Roadtrip von einem Psychopathen und einer Ausreißerin

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©️Channel 4

Bei britischen Produktionen erwarte ich immer einen gewissen Anteil an schwarzem Humor. So war es auch bei dieser Produktion. Was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich bin ich sogar ziemlich begeistert. Der klassische englische Stil ist klar erkennbar mit seiner augenzwinkernden Nüchternheit und zieht einen sofort in seinen Bann.

Die Geschichte ist sehr schön inszeniert und mit viel Tiefe ausgestattet. Die beiden Hauptdarsteller überzeugen auf ganzer Linie. Alex Lawther spielt die Rolle des James so natürlich und verloren, dass ich ihn nur ins Herz schließen konnte. Jessica Barden als Alyssa steht dem in Nichts nach. Ihre Verzweiflung und aufgesetzte Härte wirken sehr stark auf die Dynamik ein. Der ruhige Stil fesselt einen ungemein und ich war unheimlich überrascht als die letzte Folge endete und ich das Zeitgefühl komplett verloren hatte. Starker Cliffhanger! Typisch britisch! Ich freue mich schon sehr auf die zweite Staffel und erwarte viel. Dank der immensen Suchtgefahr vergebe ich eindeutige 9/10 Punkte!

The End of the F***ing World ist eine genreübergreifende Serie, die man gesehen haben sollte. Sie eignet sich sehr gut für Fans von Skins, Misfits, Being Human UK, Born to kill und Breaking Bad.

Darsteller: Alex Lawther (Howards End), Jessica Barden (Penny Dreadful)