USA

American Horror Story #2: Asylum

American Horror Story: Asylum ist die zweite Staffel der US-amerikanischen Anthologie-Serie American Horror Story aus dem Jahr 2012. Sie umfasst insgesamt 13 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Alltag einer Nervenklinik in den 1960er Jahren

©️FX Horror

Während mich der Inhalt der ersten Staffel Murder House unheimlich angesprochen hat, hatte ich vor dem Sichten dieser Thematik ordentlich Respekt. Immerhin spielen auch einige bekannte Horrorfilme in Nervenklinken und das lehrte mir immer wieder das Fürchten.

Worum geht es in American Horror Story: Asylum?

In der Briarcliff-Nervenklinik an der Ostküste der Vereinigten Staaten spielen sich in 1960er Jahre grausige Dinge ab. Unter derLeitung der strengen Nonne Schwester Jude verrichten die Pfleger ihre tägliche Arbeit. Was jedoch niemand ahnt, ist das hinter verschlossenen Türen ein hartes Regime geführt wird in dem tägliche Züchtigungen auf der Tagesordnung stehen. Als auch noch der psychopathische Frauenmörder „Bloody Face“ in der Klinik einzieht, bricht das Chaos aus.

Official Trailer

Lohnt sich die Serie?

Als ich gehört habe, dass unter anderem auch Alien-Entführungen ihren Platz in dieser Staffel finden, war ich äußerst skeptisch. Für klassischen Horror wie bei Murder House bin ich immer empfänglich, doch sobald es in Richtung Science Fiction geht, freue ich mich in der Regel weniger. Das liegt nicht daran, weil ich das Genre nicht mag, sondern vielmehr daran, dass ich diese Experimente weniger mit em von mir so heiß geliebten klassischen Horror verbinde.

Dennoch geht das Konzept hier vollkommen auf. Wie man es von der Serie gewohnt ist, erzeugt sie ein düsteres und fast bedrohliches Bild. Die Stimmung ist schwer und unangenehm. Das liegt nicht nur an dem nüchternen Verhalten des Personals, sondern auch an den Horrorgestalten, die als Patienten herhalten dürfen.

Die Inszenierung bewegt sich auf einem hohen Niveau. Bis ins kleinste Detail wurde sich bemüht die 60er Jahre nachzustellen und überzeugend zu vermitteln. Die Musik und vor allem die Kleider unterstreichen das ganze Bild deutlich.

Jessica Lange gibt erneut eine überzeugende Darstellung der kaltblütigen Nonne ab. Dadurch trägt sie sehr zum Gruselfaktor der Serie bei. Mit dem Fortschreiten der Handlung entpuppt sich die Serie jedoch weniger als Horrorshow als vielmehr ein Drama.

Insbesondere der Handlungsstrang um den Serienmörder hat mir sehr gut gefallen und mich stets neugierig gehalten. Das gleiche gilt für die Geschichte der Journalistin. Weniger begeistern konnte ich mich für die Geschichte um die Entführung durch Außerirdische. Dennoch hatte auch dieser Plot interessante Punkte, insbesondere die Einordnung in die Mischehe in einer weniger offenen Zeit und Gesellschaft.

Im Vergleich zur ersten Staffel konnte mich die zweite weniger begeistern. Obwohl sich mit dem Setting viel Mühe gegeben wurde, traf das Thema nur bedingt meinen Geschmack. Zudem wies die Handlung einige unnötige Längen auf.

Fazit

Die Serie ist immer eine Sichtung wert. Durch das Anthologie-Prinzip kann man sich durch einige Ideenwelten bewegen und seinen eigenen Geschmack besser kennenlernen. Obwohl mir die Sichtung weniger gefallen hat als bei der ersten Staffel, hatte ich beim Sichten viel Freude und kann die Serie nur weiterempfehlen. Insgesamt gebe ich für American Horror Story: Asylum gerne 7/10 Punkte.

American Horror Story: Asylum eignet sich wunderbar für Freunde von modernem Horror wie auch bei The Walking Dead oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix oder Amazon streamen.

Darsteller: Zachery Quinto (Heroes, American Horror Story: Murder House) als Dr. Oliver Thredson, Joseph Fiennes (Sherwood, The Handmaid‘s Tale) als Monsignor Timothy Howard, Sarah Paulson (American Crime Story, Feud) als Lana Winters, Evan Peters (Pose, One Tree Hill) als Kit Walker, Lily Rabe (The Undoing, Tell Me Your Secrets) als Schwester Mary Eunice McKee, Lizzie Brocheré (The Strain, Versailles) als Grace Bertrand, Jessica Lange (Feud, American Horror Story: Murder House) als Schwester Jude Martin

USA

The 100

The 100 ist eine US-amerikanische SciFy-Serie aus dem Jahr 2014 mit aktuell 100 Folgen a 45 Minuten in 7 Staffeln,

Thema: 100 verurteilte Jugendliche besiedeln Erde nach Nuklearkrieg

©️The CW

Als The 100 herauskam, hatte ich nur wenig Interesse an der Serie. Da meine Mutter so begeistert war, drückte sie mir die Serie auf, um dann selber nach zwei Staffeln anzubrechen. Da ich sie nun zu Hause liegen hatte, beschloß ich ihr eine Chance zu geben.

Worum geht es in The 100?

97 Jahre nach einem Atomkrieg scheint die Erde unbewohnbar. Die letzten Überlebenden der Menschen haben sich auf eine Weltraumstation namens Arche geflüchtet. Durch den starken Zuwachs gehen dieser langsam die Ressourcen aus. Um Rettung zu finden, werden 100 jugendliche Gefangene zur Erde gesandt, um zu testen, ob die Erde wieder bewohnbar ist.

Vor Ort angekommen, müssen sich die Jugendlichen auf sich allein gestellt schnell ihrer Umwelt anpassen und stellen dabei fest, dass sie nicht allein dort sind.

Trailer

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich ist die Serie überraschend unterhaltsam. Das Gruppengefüge und die einzelnen Charaktere haben durchaus ihren Charme. Wer ein jugendliches Der Herr der Fliegen erwartet, wird schnell enttäuscht. Im Fokus der Serie steht schnell der nackte Überlebenskampf. Dieses wird gegen Hunger, sauren Regen und urbane Erdbewohner geführt.

Dabei ist die Serie sehr hochwertig inszeniert. Zwar sind die Weltraumeffekte nicht alle überzeugend, doch das mindert nicht die Qualität der Serie. Die Kulissen in den kanadischen Wäldern geben fantastische Schauplätze ab und die Ausstattung selbst lässt kaum zu wünschen übrig. Die Kostüme, insbesondere die der Stämme, sind kreativ und vielseitig umgesetzt.

Die Dramaturgie wird durch sehr schöne Musik untermalt und weiß seine Spannungsmomente zu schaffen. Die einzelnen Charaktere sind unterschiedlich angelegt und lassen im Laufe der Handlung eine gelungene Persönlichkeitsentwicklung erkennen. Allen voran Clarke, Bellamy und Octavia.

1. Staffel

Das Überleben in freier Natur und die Organisation einer rebellischen Gruppe stehen hier klar im Fokus. Während die Jugend auf der Erde sich in der Gegend zurecht finden muss, kämpfen die Älteren um die Erhaltung der Arche. Tatsächlich wirken letztere eher als Begleitfiguren. Der Fokus der Handlung liegt klar auf der Jugend. Das Konzept geht auf.

2. Staffel

Mit der zweiten Staffel rücken die so genannten Grounder deutlicher in den Fokus und untermauern Clarkes Stellung. Während im Camp nach besten Gewissen versucht wird sich vor allen Gefahren zu schützen, werden neue Bande zu den einstigen Feinden immer stärker geknüpft. Finns Schicksal stieß mir übel auf. Ansonsten fand ich die Staffel ebenso unterhaltsam wie die Erste.

3. Staffel

Die dritte Staffel weitete das Universum deutlich stärker aus und gefiel mir unheimlich gut. Neben dem Konflikt im Mount Weather gefiel mir auch Clarkes Entführung sehr gut. Die Serie wird immer besser. Lediglich Jaspers Rolle nervte mich manchmal.

4. Staffel

Die vierte Staffel nahm eine unvorhergesehene Wendung von der ich erst nicht wusste, ob sie mir gefällt. Die Szenen in der Welt der Grounder wahren durchaus äußerst unterhaltsam. Die Suche und Entdeckung von Jaha war mir teilweise zu langatmig inszeniert. Dafür fand ich das Finale bombastisch.

5. Staffel

[…Sichtung steht noch aus…]

Fazit

Die Serie gefällt mir mit jeder neuen Staffel besser. Es ist spannend zu betrachten welchen Sprung die Figuren seit der ersten Staffel gemacht haben. Zudem bewegen sich alle Staffeln auf einem gleichmäßig hohen Niveau. Die Inszenierung gefällt und die aufwendigen Kostüme überzeugen. Dennoch bieten sich im Laufe der Serie viel zu viele Wiederholungen, die die Sendung unnötig langatmig wirken lassen. Zudem sind manche Figurenentwicklung unpassend. Deswegen gebe ich insgesamt erstmal 7/10 Punkte.

The 100 eignet sich wunderbar für Freunde amerikanischer Fantasy-Serien wie auch The Vampire Diaries oder Shadowhunters.

Interessierte können die Serie auf Amazon streamen.

Darsteller: Eliza Taylor als Clarke Griffin/Josephine Lightbourne, Bob Morley als Bellamy Blake, Marie Avgeropoulos als Octavia Blake, Paige Turco (American Gothic) als Dr. Abigail Griffin/Dr. Simone Lightbourne VII, Lindsay Morgan als Raven Reyes, Richard Harmon als John Murphy

USA

Revenge

Revenge ist eine US-amerikanische Drama-Serie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 90 Folgen a 45 Minuten in 4 Staffeln.

Thema: Junge Frau schwört Rache an der High Society in den Hamptons

©️ABC

Als ich das erste Mal von der Serie hörte, war ich äußerst gespannt auf ihre Umsetzung. Das moderne Der Graf von Montecristo-Prinzip in die Hamptons zu verlagern, klang nach einem überraschend guten Serienkonzept.

Worum geht es in Revenge?

Amanda Clarke wurde als Kind Zeugin von der Verhaftung ihres Vaters. Dieser wurde als Verantwortlicher für den Tod Hunderter auf Grund eines Flugzeugabsturzes verurteilt.

Jahre später erhält sie eine Kiste mit den Aufzeichnungen ihres Vaters über die wahren Hintergründe und erkennt schnell, dass ihr Vater zum Sündenbock gemacht wurde. Um Rache dafür zu nehmen, zieht sie in die Hamptons unter dem Namen Emily Thorne und schaltet eine Person nach der anderen aus.

Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie ist aufwendig inszeniert und bietet viele schöne Kulissen. Die Ausstattung und die Musikbegleitung bewegen sich auf einem hohen Niveau. Beim Sichten fühlt man sich wirklich in die Hamptoner High Society versetzt.

Dabei bieten sich eine Vielzahl interessanter Charaktere und Verstrickungen, die die Handlung stetig am Laufen halten. Emilys Rachepläne sind immer wieder kreativ und unterhaltsam. Zudem bekommt sie Hilfe von dem Millionär Nolan Ross, der ihren Vater immer als Mentor wahrgenommen hat, der durch seine saloppe Art gerne für lustige Sprüche sorgt. Neben den Planungen bietet sich mit der Figur auch ein Rückblick auf die alte Amanda und ihre Jugendliebe. Das gibt ein gelungenes Konzept ab.

1. Staffel

Die erste Staffel funktioniert auf ganzer Linie und bietet viele interessante Verstrickungen. Die Methoden, mit denen Emily ihre Gegner ausschaltet, sind durchwegs kreativ und spannend. Zudem bekommt man einen wunderbaren Blick auf die Antagonisten, Familie Grayson.

2. Staffel

Die zweite Staffel weiß ebenso gut zu unterhalten wie ihr Vorgänger. Mit Aidan wird eine sehr interessante Figur ins Cast aufgenommen. Insbesondere die Rückblicke auf seine und Amandas Vergangenheit sind spannend und sehenswert.

3. Staffel

Mit der dritten Staffel hat die Serie viel von ihrem ursprünglichen Flair eingebüßt. Vieles wiederholt sich oder wird unnötig in die Länge gezogen. Die Charaktere drehen sich im Kreis und verlieren immer mehr an Sympathie. Zudem wirken einige Handlungsstränge an den Haaren herbei gezogen.

4. Staffel

Es ist wirklich gut, dass diese Staffel die letzte ist. Auf einmal werden unglaubhafte Handlungsstränge aufgemacht und Zuviel Tragik in die Geschichte hereingebracht. Die Figuren handeln nur noch unüberlegt und überhaupt nicht zu der ursprünglichen Charakterisierung passend. Das Ende ist okay. Der Weg dahin weniger.

Fazit

So erstklassig wie die Serie startet, so miserabel endet sie auch. Ihr Charme wäre in die Seriengeschichte eingegangen, wenn sie nach zwei Staffeln geendet hätte. Das Rachethema erschöpfte sich sehr schnell und ließ Raum für unnötige Beziehungsgeflechte. Deswegen gebe ich insgesamt 7/10 Punkte.

Revenge eignet sich wunderbar für Freunde von Rachegeschichten wie auch Kill It oder Game Maya.

Interessierte können die Serie auf Amazon oder iTunes sichten.

Darsteller: Madelaine Stowe (Raines, Soundtrack) als Victoria Grayson, Emily VanCamp (Everwood, Atlanta Medical) als Emily Thorne/Amanda Clarke, Gabriel Mann (What/If, Ray Donovan) als Nolan Ross, Nick Wechsler (Roswell, Shades of Blue) als Jack Porter, Josh Bowman (Eine Frau an der Front, Time After Time) als Daniel Grayson

USA

Ringer

Ringer ist eine US-amerikanische Dramaserie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 22 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Verzweifelter Rollentausch mit reicher Zwillingsschwester

@ The CW

Als ich das erste Mal von der Serie hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Sarah Michelle Gellar in einer neuen Dramaserie erleben zu können, ließ meine Vorfreude wachsen. Als es dann endlich soweit war, wurde ich nicht enttäuscht.

Worum geht es in Ringer?

Bridget Kelly und Siobhan Martin sind Zwillingsschwestern, die seit über sechs Jahren keinen Kontakt mehr miteinander hatten. Während Bridget ein unbefriedigendes Leben als Alkoholikerin geführt hat, heiratete Siobhan einen reichen Geschäftsmann und genoß ihr Leben in vollen Zügen.

Durch einen Zwischenfall wird Bridget Zeugin eines Verbrechens und wird nun von der Mafia gejagt. Als sich die beiden Schwestern wiedersehen, machen sie einen Bootsausflug. Als Siobhan über Bord geht, sieht Bridget ihre Chance deren Identität anzunehmen, um erfolgreich zu flüchten. Jedoch hat sie nicht damit gerechnet, dass auch Siobhan jemand nach dem Leben trachten möchte.

Offizieller Trailer

Lohnt sich die Serie?

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, dass die Serie ihre Quoten nicht erfüllen konnte. Der Plot ist sehr spannend gehalten und dennoch wie ein ruhiges Drama inszeniert.

Sarah Michelle Gellar spielt die Rolle der Schwestern überzeugend und vielseitig. Während Bridget unsicher und freundlich agiert, ist Siobhan ein fleischgewordener Albtraum, der seine Mitmenschen stetig zu manipulieren versucht.

Die Spannung beginnt bereits mit dem neuen Familienkonstrukt. Ohne Vorwissen von Siobhans Familie bemüht Bridget sich einzufügen ohne aufzufallen. Dabei fällt ihr oftmals ihre Humanität vor die Füße. Während ihr beschäftigter „Ehemann“ glaubt einen neuen Frühling zu erleben, wird ihre Stieftochter mehr als skeptisch und versucht der Sache auf den Grund zu gehen.

Zudem gestaltet sich auch das Verhältnis zu Familie Martins besten Freunden spannend. Während erst alles nach perfektem Leben erscheint, bröckelt die Fassade auffallend und stetig. Immer wieder tun sich Momente auf, in denen Bridget ehemalige Missetaten Siobhans bereinigen muss, um nicht aufzufallen. Das erinnert teilweise stetig an die Serie Revenge.

Als wäre das Leben nicht kompliziert genug, kommen Affären, Mafia-Bosse, Kopfgeldjäger und schlaue Bewährungshelfer ins Spiel. Das alles funktioniert im Drehbuch sehr gut und bietet immer wieder äußerst spannende Situationen. Zudem vollzieht sich im Laufe der Serie eine enorme Wandlung mit Bridget, die immer erstaunter über die Vergangenheit ihrer Schwester ist. Gerade die Interaktion mit den verschiedenen Charakteren, ohne zu wissen wer Freund oder Feind ist, machen den Charme der Serie aus.

Insbesondere Serien-Fans werden von dem Cast begeistert sein, immerhin bietet es eine Vielzahl bekannter Gesichter aus anderen Dramen oder Filmen. Die Chemie der Darsteller stimmt im ganzen und machen die Serie zu einem Schaugenuß.

Fazit

Die Serie schafft es die Balance zwischen ruhigem Drama und spannenden Thriller perfekt zu halten. Gellar gibt hier alles und überzeugt in ihrer Doppelrolle. Neben dem tollen Soundtrack schafft die Inszenierung einige sehenswerte Bilder. Mich konnte die Serie von Anfang bis Ende perfekt unterhalten. Aus diesem Grund gebe ich entspannte 8/10 Punkte.

Ringer eignet sich wunderbar für Freunde undurchsichtiger Dramen wie auch bei The Lying Game oder Revenge.

Interessierte müssen sich gedulden, da die Serie aktuell nicht zum Stream zur Verfügung steht.

Darsteller: Sarah Michelle Gellar (Buffy the Vampire Slayer, The Crazy Ones) als Bridget Kelly/Siobhan Martin, Kristoffer Polaha (Condor, Life Unexpected) als Henry Butler, Ioan Gruffudd (Liar, Harrow) als Andrew Martin, Nestor Carbonell (Lost, Bates Motel) als Agent Victor Machado, Zoey Deutch (The Politician, Zack & Cody an Bord) als Juliet Martin, Mike Colter (Seis Manos, Marvel‘s Jessica Jones) als Malcolm Ward

USA

The Pacific

The Pacific ist eine US-amerikanische Kriegsserie aus dem Jahr 2010 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten. Sie ist das Pendant zu Band of Brothers.

Thema: Die unabhängigen Erlebnisse dreier Marines im Pazifikkrieg

©️HBO

Nach der Sichtung von Band of Brothers war ich äußerst neugierig auf die Darstellung der Geschehnisse im Pazifikkrieg. Während erstgenannte einer chronologischen Reihenfolge folgt, konzentriert sich diese Produktion darauf sich auf drei Marines zu beschränken, die an unterschiedlichen Orten stationiert sind.

Worum geht es in The Pacific?

In der Serie geht es um die unterschiedlichen Erfahrungen dreier Soldaten, die in verschiedenen Regimenten der 1. US-Marineinfanteriedivision dienen. Eugene Sledge ist frisch von der Schule und noch komplett unerfahren im Leben. Robert Leckie ist ein ehemaliger Lokaljournalist, der nach Anerkennung sucht. John Basilone ist ein erfahrener Soldat und Kriegsheld. Alle drei gehen durch die ungeordneten Höllen des Krieges und gehen unterschiedlich damit um.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Durch die Zeit- und Ortsprünge wirkt die Serie am Anfang ein wenig komplizierter als Band of Brothers. Doch der Eindruck legt sich recht schnell wieder.

Die Inszenierung der Serie bewegt sich auf einem äußerst hohen Niveau. Die Ausstattung und die Kulissen sind Detail getreu nachgestellt und versetzen einen inmitten des Pazifikkrieges. Das ist beeindruckend und beängstigend zugleich, da sehr schnell klar wird, dass sich der Krieg im asiatischen Raum auf einem anderen Level befindet. Die Japaner kämpfen erbitterter als die Deutschen, da sie auch bereit sind ihr Leben zu opfern. „Wovor fürchtet sich ein Soldat, der Stolz ist für sein Vaterland zu sterben?“

Der Horror des Krieges wird sehr ausdrücklich dargestellt und nimmt keine Rücksicht auf die Zuschauer. Es ist äußerst spannend den Ereignissen der Soldaten zu folgen und vor allem ihre seelischen Verletzungen mitzuerleben.

Die Desillusionierung des Krieges, Angst, Scham, Trauer um gefallene Kameraden, der Kampf gegen ein fremdes Klima, Kampf auf unbekanntem Terrain, der Kontakt zu einer fremden Kultur, Sprachbarrieren, Hunger, Krankheiten, Fehlversorgung und Frauenbekanntschaften werden äußerst ausdrücklich dargestellt.

Insbesondere die Darstellung von einem meiner Lieblingschauspieler, James Badge Dale, hat mir sehr gut gefallen und mich mitleiden lassen.

Fazit

Während vielen in meinem Umfeld Band of Brothers deutlich besser gefällt, bevorzuge ich The Pacific. Obwohl sich beide Serien auf einem hohen Niveau bewegen, konnte mir diese Serie unheimlich viele eigene Wissenslücken aufzeigen, die ich nach dem Sichten schließen konnte. Da auch der Soundtrack alle Handlungen wieder wunderbar unterstützt, gebe ich trotz einiger Längen 9/10 Punkte.

The Pacific eignet sich wunderbar für Freunde von Anti-Kriegsserien wie auch Generation Kill oder Band of Brothers.

Darsteller: James Badge Dale (Rubicon, The Black Donnellys) als PFC Robert Leckie, Joseph Mazzello (Person of Interest, Koma) als PFC Eugene Sledge, Jon Seda (Chicago P.D., Chicago Fire) als Sgt. John Basilone, Ashton Holmes (Revenge, Nikita) als PFC Sidney Philips

USA

Band of Brothers – Wir waren Brüder

Band of Brothers ist eine US-amerikanische Kriegsserie aus dem Jahr 2001 mit insgesamt 10 Folgen a 60 Minuten. Ihr Sequel ist The Pacific, die sich mit den Geschehnissen des Pazifikkriegs beschäftigt.

Thema: Die Erlebnisse der Easy Company zum Ende des 2. Weltkrieges

©️HBO

Es gibt selten eine Serie die mir so häufig angepriesen worden ist wie diese. Lange habe ich es nicht geglaubt und es dann einfach einmal selber getestet. Tatsächlich habe ich durch diese Produktion ein Faible für Anti-Kriegs-Serien entwickelt.

Worum geht es in Band of Brothers?

Die Serie schildert die Ereignisse der Marines aus der Easy Company beginnend mit ihrer Grundausbildung in den USA. Mit ihrem Einstieg ins Kriegsgeschehen mit der Landung in der Normandie kämpfen sie sich durch das dicht besiedelte Kriegsgebiet nach Deutschland durch. Dabei sind sie beteiligt an der Schlacht an den Ardennen und der Entdeckung von Konzentrationslagern.

Lohnt sich die Serie?

Hell, yes! Diese Serie muss man wirklich gesehen haben. Trotz mancher kreativer Abweichungen bemüht sie sich sehr die tatsächlichen Ereignisse in einem historisch einwandfreien Kontext wider zugeben.

Wie der Titel es schon sagt, lebt die Serie vor allem von der Kameradschaft unter den Marines. Man sieht wie sie kämpfen, leiden, witzeln und im schlimmsten Fall plötzlich sterben. Da die Serie auf den Erzählungen der Beteiligten basiert, ist es nicht vorhersehbar wer lebt und wer stirbt. Das lässt einen von der ersten bis zur letzten Minute mitfiebern.

Das Cast ist der absolute Wahnsinn und perfekt gewählt. Man trifft beim Sichten auf eine Vielzahl bekannter Gesichter aus der amerikanischen Serienwelt und profitiert von ihrem Talent und der Inbrunst, die sie in die Verkörperung ihrer Rollen stecken.

Die Serie zeigt einen ungeschönten Blick auf die Ereignisse eines Weltkrieges. Dabei lässt sie an nichts fehlen und zeigt auch die brutalen Momente direkt. Damit meine ich nicht nur den Kampf, sondern auch den Verlust eines Kameraden, Schuldgefühle, Angst, Vergewaltigung und die Spaltung von Gesellschaften. „Am Ende will es keiner gewusst haben.“

Der Soundtrack ist in jedem Fall hervorzuheben und begleitet die Szenerie perfekt. Insgesamt ist es unvorstellbar bei dieser Serie keine Träne zu vergießen. Allein der Gedanke daran, dass es wirklich passiert ist – bei uns – ist unvorstellbar und wichtig nicht zu vergessen.

Fazit

Die Serie ist ein Meisterwerk an Fernsehunterhaltung und sollte man wenigstens einmal gesehen haben. Die detaillierte Set-Ausstattung, die Kulissen und die Kostüme versetzen einen ins Jahr 1944 zurück und lassen einen eine gewisse Vergangenheitsscham entwickeln. 9/10 Punkte!

Band of Brothers eignet sich perfekt für Freunde realer Kriegsserien wie The Pacific oder Generation Kill.

Darsteller: Scott Grimes (The Orville, Justified) als Donald G. Malarkey, Damian Lewis (Homeland, Billions) als Richard D. Winters, Ron Livingston (A Million Little Things, Loudermilk) als Lewis Nixon, Donnie Wahlberg (Blue Bloods-Crime Scene New York) als C. Carwood Lipton, Michael Cudlitz (The Walking Dead, The Kids Are Alright) als Denver Bull Randleman, Michael Fassbender (Der Preis des Verbrechens, Hex) als Burton P. Chistenson, David Schwimmer (Friends, Will & Grace) als Herbert M. Sobel

USA

Scream Queens

Scream Queens ist eine US-amerikanische Anthologie-Serie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 23 Folgen a 45 Minuten in 2 Staffeln.

Thema: Auf dem Campus geht ein Serienmörder auf Jagd nach Mitgliedern einer Studentenverbindung

©️FOX

Als ich zum ersten Mal von dem neuen Projekt Scream Queens hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Sämtliche Arbeiten von Ryan Murphy und Brad Falchuk konnten mich in der Vergangenheit ungemein begeistern und somit sah ich vielversprechend zu dieser Serie. Allein das geniale Cast machte schon Lust auf das Sichten allein.

Worum geht es in Scream Queens?

Chanel Oberlin ist die Königin der elitären Studentenverbindung Kappa Kappa Tau und führt ihre Rolle mit einer fiesen Strenge aus. Als die Uni-Dekanin beschlieft, dass in die Verbindung zukünftig jeder aufgenommen werden kann, beschließt sie sämtlichen Neuankömmlingen das Leben zur Hölle zu machen. Doch das gestaltet sich nicht so leicht wie erwartet, da ein Serienmörder sein Unwesen auf dem Campus treibt.

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Wie man es von den Ideengebern gewohnt ist, bewegt sich die Serie auf einem äußerst hohen Niveau. Dabei kommt derber schwarzer Humor nicht zu kurz und führt durch die ernsten Probleme dieser überzeichneten Welt.

Alles in dieser Sendung ist viel zu viel. Viel zu viel pink, viel zu viel Boshaftigkeit, viel zu viel Humor. Die ganze Verbindungswelt erscheint ungemein kitschig und derbe hieratisch. Das macht das besondere Flair dieser Serie aus!

Vor allem Emma Roberts darf sich in ihrer Rolle als fieses Biest ordentlich austoben und bietet viel Angriffsfläche für die Lachmuskeln. Nicht anders ergeht es einem mit einer grandiosen Lea Michele, die eine ähnliche Rolle in Glee porträtieren durfte.

Das absolute Highlight dieser Serie sind ihre unzähligen Pop-Kultur-Anspielungen, die unheimlich viel Spaß bringen.

1. Staffel

Die Königin und ihre Minions sind das absolute Highlight dieser Show und wissen zu unterhalten. Insbesondere Billie Lourd habe ich hier lieben gelernt. Was ich jedoch feststellen musste, nachdem ich die Serie im Fernsehen erblickt habe, ist: Die Sendung funktioniert nur im englischen Original. Ähnlich wie es der britischen Skins-Variante bereits passiert ist, ruiniert die deutsche Synchronisation die komplette Serie und lässt sie unnötig trashig wirken. Das verdient die Serie überhaupt nicht.

2. Staffel

Während die erste Staffel an der Universität spielt, verlagert sich die Handlung in der zweiten Staffeln in ein Krankenhaus. Da ich kein Amazon Prime habe, gab es für mich leider noch kein Herankommen an diese Staffel. Sobald sich das ändert, wird meine Betrachtung hier nachgeholt.

Fazit

Was ich bereits von der Serie gesehen habe, wusste mich komplett zu überzeugen und zu unterhalten. Der schwarze Humor dieser Serie ist genial und komplett nach meinem Geschmack. Das gewohnte Cast hat mich einfach nur umgehauen und ich kann es kaum erwarten eines Tages auch die zweite Staffel zu sichten. Bisher gebe ich eindeutige 9/10 Punkte.

Scream Queens eignet sich wunderbar für Fans von Direktheit wie auch bei Glee oder American Horror Story.

Interessierte können die Serie aktuell nur auf Amazon Prime sichten.

Darsteller: Emma Roberts (American Horror Story, Unfabulous) als Chanel Oberlin, Lea Michele (Glee, The Mayor) als Hester Ulrich/Chanel #6, Abigail Breslin (Grey‘s Anatomy, Ghost Whisperer) als Libby Putney/Chanel #5, Billie Lourd (American Horror Story) als Sadie Swenson/Chanel #3, Jamie Lee Curtis (New Girl, Navy CIS) als Dekanin Cathy Munsch

Kanada, USA

The Kennedys

The Kennedys ist eine US-amerikanische-kanadische Miniserie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 8 Folgen a 45 Minuten. 2017 erhielt die Serie ein Sequel namens The Kennedys: After Camelot, dass die Jahre von Jackie Kennedy nach der Ermordung ihres Ehemannes im Fokus hat.

Thema: Die Geschichte der Politikerfamilie Kennedy

©️History Channel

Als ich von der Serie zum ersten Mal erfahren habe, war ich gleich völlig begeistert und neugierig. Ich wollte sie unbedingt sehen, da der Kalte Krieg und seine Beteiligten zu der für mich interessantesten politischen Ära zählen. Ich hatte große Erwartungen bereits vor dem Sichten.

Worum geht es in The Kennedys?

Die Serie fokussiert sich vor allem auf das Leben von John F. Kennedy zu Beginn seiner Präsidentschaft. Dabei werden sowohl sein Familienleben beleuchtet als auch die größten Probleme seiner Amtszeit wie unter anderem die Schweinebuchtkrise oder seine angebliche Verbindung zur kriminellen Unterwelt.

Lohnt sich die Serie?

Wenn man ein wenig an politischen Serien interessiert ist, sollte man dieses Drama unbedingt sichten. Die Ausstattung ist der Realität bis ins kleinste Detail nachempfunden. Das Casting scheint perfekt sowohl in der Interaktion als auch in der überzeugenden Verkörperung der historischen Figuren.

Greg Kinnear scheint als die perfekte Besetzung für John F. Kennedy. Er füllt die Rolle perfekt aus und zeigt alle Facetten des Präsidenten und seines emotionalen Lebens überzeugend auf. Das gleiche gilt für Katie Holmes als Jackie Kennedy, die diese Figur natürlich verkörpert. Zudem ist auch Barry Pepper als Bobby Kennedy extrem passend für diese Rolle.

Das Zusammenspiel der Charaktere ist unheimlich überzeugend und versetzt einen in die 1960er Jahre zurück. Obwohl man weiß wie es ausgeht, weiß das Drama dennoch eine unheimliche Spannung zu vermitteln. Dabei ist auch die überzeugende Darstellung der politischen Probleme ausschlaggebend.

Fazit

Insgesamt betrachtet, hat mich die Serie von der ersten Minute an gefesselt und mich wunderbar unterhalten. Als Historikerin kann ich sagen, dass sie viel wert auf reelle Darstellungen gelegt haben und somit den klassischen Hollywoodkitsch außen vorgelassen haben. Aus diesem Grund vergebe ich 8/10 Punkte.

The Kennedys eignet sich wunderbar für Freunde historischer Serien wie auch Holocaust oder Band of Brothers.

Interessierte können die Serie auf DVD und BluRay erwerben.

Darsteller: Greg Kinnear (House of Cards, Rake) als John F. Kennedy, Barry Pepper (Madison) als Bobby Kennedy, Katie Holmes (Dawsons Creek, Ray Donovan) als Jackie Kennedy, Tom Wilkinson (Belgravia) als Joe Kennedy Senior

Drehbuch: Stephen Kronish, Joel Surnow

Regie: Jon Cassar

USA

The Following

The Following ist eine US-amerikanische Thriller-Serie aus dem Jahr 2013 mit 45 Folgen in 3 Staffeln a 45 Minuten.

Thema: Serienmörder erzeugt einen Kult um sich und erzeugt weitere Serienmörder

©️WB/Fox

Obwohl ich vor der Serie kein Fan von Kevin Bacon war, war ich dennoch vom Plot sofort angetan und freute mich auf die Veröffentlichung der Serie. Der Trailer klang ansprechend und außerdem sehr ich sehr gerne Thriller, in denen die Perspektive des Bösewichts näher beleuchtet wird. Aus diesem Grund schien die Serie genau das richtige für mich zu sein.

Worum geht es in The Following?

Der ehemalige FBI-Agent Ryan Hardy war immer ein Ass in seinem Job und erlangte gewisse Berühmtheit als er den Serienmörder Joe Carroll fassen konnte. Im Zuge dessen geriet er jedoch in einen Unfall, in dem sein Herz dauerhaften Schaden nahm. Durch seine verfrühte Pension verfiel er dem Alkohol und wurde zum Einzelgänger. Als Carroll jedoch aus dem Gefängnis flieht, scheint nur Hardy ihn fassen zu können. Auf der Suche entpuppt sich eine größere Gefahr als zuerst angenommen. Aus dem Gefängnis schuf Carroll einen Kult um seine Person und kreierte eine unübersehbare Zahl an Serienmördern, die bereit sind alles für ihn zu tun. Die Jagd beginnt.

Lohnt sich die Serie?

Wer ein rasantes Katz-und Maus-Spiel erwartet, wird nicht enttäuscht werden. Die ganze Atmosphäre der Serie ist düster gehalten und schafft eine bedrohliche Aura. Es ist spannend die beiden Hauptcharaktere zu betrachten. Auf der einen Seite haben wir den gescheiterten Ermittler, der dennoch einen siebten Sinn für Mordfälle besitzt. Und auf der anderen Seite findet sich ein eloquenter Serienmörder, der seine Morde Edgar Allan Poe widmet. Diese Disposition wird immer wieder spannend. Zudem finden sich in der Serie auch interessante Nebencharaktere, die die Spannung am Leben halten.

1. Staffel

Der Einstieg in die Serie bietet unglaublich viele Überraschungsmomente und Wendungen in der Handlung. Hardy und Carroll werden von allen Facetten betrachtet und vorgestellt. Die verübten Morde und ihre Hintergründe sind hochwertig in Szene gesetzt und regen zum mit raten an.

2. Staffel

Während in der ersten Staffel noch die beiden Antagonisten im Fokus standen, wird sich hier vordergründig auf die Anhänger des Kults und ihre Probleme konzentriert. Die Fassaden aller Beteiligten beginnen zu bröckeln und geben Raum für den scheinbaren Fall des Bösewichts.

3. Staffel

Nachdem die ersten beiden Staffeln voller Hin und Her verlaufen sind, wird hier das Tempo heruntergeschraubt. Die Handlungsebenen werden eindimensionaler und schwächer. Insbesondere Hardys Liebschaft kommt grenzwertig daher.

Fazit

Die Serie bietet perfekte Thriller-Momente. Es ist spannend einen Wechsel von Gedanken eines Ermittlers und eines Serienmörders zu erleben. Auf psychologischer Ebene weiß die Serie zu unterhalten und bietet viele ausdrucksstarke Situationen. Mir hat auch der Nebenplot um das Trio, zu Carroll’s Anhängern gehörig, ziemlich gut gefallen. Diesen Strang hätten sie ruhig weiter ausführen können. Dennoch schafft es das Drama die Spannung bis zum Ende zu halten. Kevin Bacon und James Purefoy liefern sich ein hochwertiges Duell und überzeugen auf ganzer Linie. Sowohl Effekte als auch Drehbuch bewegen sich auf einem unterhaltsamen Niveau. Trotz des Strauchelns in der letzten Staffel gebe ich überzeugte 9/10 Punkte.

The Following eignet sich gut für Freunde spannender Thriller-Unterhaltung wie auch bei Dexter und Love Me If You Dare.

Darsteller: Kevin Bacon (City on a Hill) als Ryan Hardy, James Purefoy (Hap and Leonard) als Joe Carroll, Shawn Ashmore (The Rookie, Conviction) als Mike Weston, Sam Underwood (Fear the Walking Dead) als Mark/Luke, Valorie Curry (The Tick) als Emma Hill

USA

American Horror Story #1: Murder House

American Horror Story ist eine Anthologie-Serie aus dem Jahr 2011. Die erste Staffel beinhaltet insgesamt 12 Folgen a 45 Minuten. Sie dreht sich um die Ereignisse im so genannten Murder House. Jede Staffel widmet sich einem anderen Aspekt aus dem Genre Horror.

Thema: Dysfunktionale Familie zieht unwissentlich in ein Spukhaus

©️Fox

Als die Serie erschien, wurde sie auf internationaler Ebene zwar ziemlich gehypt, doch in Deutschland nur am Rande wahrgenommen. Die Einschaltquoten blieben mäßig und der großartige Boom blieb aus. Dennoch rückte ihre Existenz in das Bewusstsein vieler und die Serie konnte sich einen festen Zuschauerkreis schaffen. Durch die durchwachsenen Kritiken blieb ich vorsichtig und sichtete das Drama relativ spät.

Worum geht es in American Horror Story: Murder House?

Nachdem Ben von seiner Frau beim Fremdgehen erwischt wurde, wagt er mit seiner Familie einen Neuanfang und zieht von Boston nach Los Angeles. Vor Ort ziehen sie in das günstige Herrenhaus. Während Ben vor Ort seine Psychotherapie-Praxis einrichtet, bemühen sich seine Frau und seine Tochter sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dabei treffen sie auf merkwürdige Charaktere aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Lohnt sich die Serie?

Ja! Überraschenderweise hat mir die Serie ab der ersten Minute sehr gut gefallen. Das Ensemble ist stimmig zusammengestellt worden und besitzt eine unheimliche Chemie. Die Kulisse des Gebäudes bietet viele gruselige Szenarien und interessante Ausstattung. Das wird unterstrichen durch die düstere Musik und die erschreckende Maske einiger Subjekte. Zudem spart die Sendung deutlich an Lichteffekten und betont dadurch die düstere Stimmung. Die Garderobe ist wie gewohnt auf einem hohen amerikanischen Niveau.

Murder House öffnet mehrere Handlungsstränge und Zeitebenen, um dem Zuschauer ein vielseitiges Bild zu vermitteln. Diese sind mehr oder weniger interessant. Mir haben am besten die Geschichte um das Studentenwohnheim und die Vergangenheit von Tate Langdon gefallen. Der letztere entpuppt sich im Laufe der Sendung tatsächlich als vielseitige Figur, die eine spannende Interaktion mit Violet hegt. Dieses Sichten hat mich wirklich am meisten begeistert, da es eine schöne Mischung aus Horror, Drama und Romanze bietet.

Weiterhin begeisterte mich die Storyline um Vivien und ihre unerwartete Schwangerschaft. Allein das Familiendrama aufgrund des Ehebruches wäre für sich schon sehenswert gewesen, jedoch kommt dieser unerwartet bizarre Moment dazu.

Nicht außer acht lassen, sollte man den Handlungsstrang um die Nachbarsfamilie Langdon insgesamt, da diese viele sehenswerte Szenen bietet. Jessica Lange weiß als Familienoberhaupt eindeutig zu überzeugen und zu fesseln.

Alle Geschichten für sich sind sehenswert. Jedoch erreichen sie noch das gewisse Etwas, wenn sie miteinander verflochten werden und so ein komplett neues Bild zum tragen bringen.

Fazit

Insgesamt betrachtet, funktioniert das Konzept der Serie wirklich gut. Diese Mischung von Dramaserie und Horror weiß zu überzeugen. Durch das begrenzte Einsetzen der Schreckeffekte wirken sie an den richtigen Stellen umso stärker. Die Spannungsmomente sind überzeugend und ließen mich die Staffel in einem Rutsch schauen und suchten. Darum gibt es 9/10 Punkte.

American Horror Story eignet sich wunderbar für Freunde weiterer Produktionen des Duos Ryan Murphy und Brad Falchuk wie Glee oder American Crime Story.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Connie Britton (Nashville, Dirty John) als Vivien Harmon, Dylan McDermott (Practice) als Dr. Ben Harmon, Evan Peters (Pose) als Tate Langdon, Taissa Farmiga als Violet Harmon, Jessica Lange (Feud) als Constance Langdon

USA

Shadowhunters: The Mortal Instruments

Shadowhunters ist eine US-amerikanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2016. Sie umfasst insgesamt 3 Staffeln mit 55 Folgen a 45 Minuten. Die ersten Staffeln wurden von Freeform produziert. Auf Grund schlechter Einschaltquoten wurde die Serie in der Mitte der dritten Staffel abgesetzt. Danach nahm sich Netflix der Serie an und produzierte einen Abschluss als Staffel 3b.

Die Serie basiert auf der gleichnamigen Buchreihe von Cassandra Clare.

Thema: Schattenjäger sorgen für das Gleichgewicht in der übernatürlichen Welt

©️Freeform/Netflix

Da ich ein Faible für Fantasy-Serien habe, war es tatsächlich nur eine Frage der Zeit wann ich Shadowhunters Sichten würde. Obwohl ich den grenzwertigen Kinofilm gesehen habe und aus dem nur mäßig schlau wurde, habe ich nie die Bücher gelesen. Deswegen hatte ich kaum Vorwissen als ich mit der Serie begann. Meine einzige Hoffnung bestand darin, dass alle offenen Fragen aus dem Film in der Serie geklärt werden würden. Zudem hielt ich meine Erwartungen niedrig, weil die allgemeine Meinung über die Show stets mittelmäßig ausfiel.

Worum geht es in Shadowhunters: The Mortal Instruments?

Im Mittelpunkt der Handlung steht Clary Fray. An ihrem 18. Geburtstag macht sie die Entdeckung, dass sie neben der realen Welt auch die Schattenwelt sehen kann. Nachdem auch noch ihre Mutter ohne jede Spur verschwindet, trifft sie auf eine Gruppe Schattenjäger, die ihr helfen können sie wieder zu finden. Dabei findet sie heraus, dass sie gemäß ihrer Abstimmung ebenfalls zu diesem Kreis zählt. Das Abenteuer beginnt.

Lohnt sich die Serie?

Jein. Das kommt tatsächlich auf die eigenen Vorlieben an. Fantasy-Fans werden zwar gut unterhalten, aber auch mit sämtlichen Klischees aus dem Genre bedient. Die Schauspieler, vor allem die Schattenjäger, wirken am Anfang ein wenig hölzern, was sich nach den ersten Episoden jedoch legt.

Die Effekte, Kulissen und die Garderobe sind hochwertig und geben einiges her. Wenn ich aber eine Schwäche dieser Serie benennen sollte, dann ist es definitiv das Drehbuch. Dieses bietet vermehrt Probleme. Die Dialoge wirken manchmal erzwungen und nicht stimmig. Zudem ist der Schnitt der Serie an einigen Stellen nicht nachvollziehbar und wirkt übereilt, was es oftmals unlogisch erscheinen lässt. Das ist schade und verschenkt Potential.

1. Staffel

Der Einstieg der Serie wirkt im ersten Moment vielversprechend. Doch dann zeigen sich schnell Schwächen beim Drehbuch. Clary wird in diese ihr Fremde Welt komplett ohne Vorwissen oder Ausbildung hereingeworfen, dennoch werden ihr von Beginn an alle Informationen gegeben. Zudem hat sie Mitspracherecht und gibt teilweise sogar den Ton an, selbst beim Einzug in den Kampf. Damit hatte ich tatsächlich anfänglich ernste Probleme, weil es so garnicht stimmig wirkt.

Das Problem legt sich nach den ersten vier Folgen allerdings und macht Raum für eine interessante Geschichte. Es kommen spannende Charaktere wie Magnus Bane in den Fokus und die Familiengeschichte von Clary wird erzählt. Das macht Spaß und unterhält auf jeden Fall. Zudem schafft die Serie damit ihre anfänglichen Probleme auszubügeln.

2. Staffel

Die zweite Staffel fand ich klasse. Die Schauspieler sind eingespielt und bekommen ordentlich Konfliktpotential. Die Beziehung von Clary, Jace und Simon ist unterhaltsam. Magnus und Alex sind witzig und süß zusammen. Außerdem ist die Geschichte um Clary’s Bruder Jonathan sehr vielversprechend. Die Staffel habe ich wirklich durch gesuchtet.

3. Staffel

Die dritte Staffel zeigt am Anfang Potential und zeigt mit dem Handlungsstrang um Jace viel Potential. Jedoch braucht sich das auch schnell wieder auf. Mit dem Einführen von Lilith als neuen Charakter war ich weniger zufrieden, da mir das zu langatmig war. Der neue Jonathan ist erstklassig und macht Spaß. Die Interaktionen der Charaktere sind bis zum Ende nachvollziehbar und wenig überraschend. Das Ende ist fulminant und passend zur Serie.

Fazit

Die Serie bietet klassische Fantasy-Unterhaltung für ein jüngeres Publikum. Dabei schöpft sie nicht ihr volles Potential aus. Die Klischees wie das typische homosexuelle Paar der übernatürlichen Welt werden komplett bedient. Obwohl mich die Serie zeitweise begeistert hat, fand ich sie zum Ende hin sehr zäh und immer schwächer werdend. Das Ende gefiel mir nicht, da es zu plump daher kam. Darum kann ich nur 5/10 Punkte geben.

Shadowhunters: The Mortal Instruments eignet sich gut für Freunde einfacher Jugend-Fantasy wie man sie auch bei Dark Angel oder The Shannara Chronicles findet.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Katherine McNamara (Arrow) als Clary Fray, Dominic Sherwood als Jace Wayland, Alberto Rosende als Simon Lewis, Matthew Daddario als Alec Lightwood, Emeraude Toubia als Isabelle Lightwood, Isaiah Mustafa als Luke Garroway, Harry Shum Jr. (Glee) als Magnus Bane

USA

American Crime Story #1: The People vs O. J. Simpson

American Crime Story: The People vs. O. J. Simpson ist eine US-amerikanische Krimi-Serie aus dem Jahr aus dem Jahr 2016 mit 10 Folgen a 45 Minuten.

Sie gehört zu dem Universum der Anthologie-Serie American Crime Story und gilt als erste Staffel. Diese Serie widmet sich in jeder Staffel einem populären Kriminalfall aus der Vergangenheit.

Thema: Der Mord an O. J. Simpsons Ex-Frau und die folgende Gerichtsverhandlung

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©️FX

Da ich ein großer Fan des Duos Ryan Murphy und Brad Falchuk bin, freute ich mich schon lange vor dem Erscheinen auf diese Serie. Die Prämisse sich in jeder Staffel einem realen, populären Kriminalfall zu widmen, fand ich gleich ansprechend.

Als die erste Staffel erschien, holte ich sie mir gleich als UK-Import und schaute begeistert den Schandtaten von O.J. Simpson zu. Tatsächlich kann ich mich noch wage an den Skandal von damals erinnern. Umso spannender war für mich das Sichten der Serie.

Worum geht es in American Crime Story: The People vs. O. J. Simpson?

Mitten in der Nacht werden O. J. Simpsons Ex-Frau und ihr jüngerer Freund auf bestialische Weise abgestochen. Da sie und der Mega-Star immer wieder Streit hatten, wird O. J. zum Hauptverdächtigen. Aus Panik versucht er vor der Justiz zu fliehen und leistet sich eine wilde Verfolgungsjagd. Nach seiner Verhaftung wird ihm der Prozess gemacht. Die Serie zeigt dabei alle abstrusen Momente der Verhandlung bis hin zu ihrem Urteil.

Lohnt sich die Serie?

Ehrlich gesagt, lohnen sich meiner Meinung nach immer Serien von Ryan Murphy. Nicht nur er wirkt bei der Serie mit, sondern ein wahres Star-Aufgebot ist Teil dieses Projektes. Schauspielerisch ist das Drama eine wahre Augenweide.

Cuba Gooding Jr. überzeugt komplett in der Darstellung von O.J. Er verleiht der Figur Tiefe und zeigt jegliche graue Facetten auf. Durch sein vielseitiges Spiel weckt er im Zuschauer eine starke Bandbreite von Emotionen.

John Travolta gefällt als schmieriger Anwalt. Er porträtiert das Sinnbild eines Unsympathen äußerst überzeugend. Dennoch ist der eigentlich Star der Serie keine Geringere als Sarah Paulson. Diese mimt die Staatsanwältin in diesem Fall und spielt sich die Seele aus dem Leib.

Insgesamt schafft die Serie einen wunderbaren Überblick über die Ereignisse vor und während des Prozesses. Dabei wirft sie auch einen ungeschönten Blick auf die gesellschaftliche Problematik und zeigt direkt wie der Prozess damals die Bürger gespalten hat. Weiße hielten ihn für schuldig und Schwarze für unschuldig. Durch die „Rassenunruhen“ erhielt die Verhandlung ein erhebliches Medieninteresse und lief Gefahr eine Farce zu werden. Der damit verbundene Druck auf der Staatsanwaltschaft wird deutlich gezeigt.

Fazit

Diese Serie ist mal wieder ein Geniestreich von Ryan Murphy und holt mich komplett ab. Die akkuraten Schilderungen der damaligen Ereignisse werden durch authentische Kostüme samt Frisuren und das Drehen an Originalschauplätzen unterlegt. Die Schauspieler liefern sich einen spannenden Schlagabtausch. Dank des durchdachten Drehbuches, kommt auch nie Langeweile auf. Insgesamt betrachtet weiß die Serie zu polarisieren. Von mir gibts klare 9/10 Punkte.

American Crime Story: The People vs. O. J. Simpson eignet sich wunderbar für Freunde von ernsten Dramen wie American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace und True Detective.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Cuba Gooding Jr. (American Horror Story: Hotel, Forever) als O. J. Simpson, Sarah Paulson (American Horror Story, Ratched) als Marcia Clark, David Schwimmer (Friends, The Pacific) als Robert Kardashian, John Travolta als Robert Shapiro

USA

Generation Kill

Generation Kill ist eine US-amerikanische Dramaserie aus dem Jahr 2008. Sie hat insgesamt 7 Folgen a 70 Minuten. Sie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Evan Wright.

Thema: Rolling Stone-Reporter begleitet Soldaten im Irak-Krieg

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©️HBO

Generation Kill gehört zu den absoluten Herzstücken meiner Seriensammlumg. Ich wollte diese Serie schon so lange sehen und kam nie daran. Mein Mann bemühte sich mehrere Male an die Sendung für mich zu kommen, doch es sollte nie sein. Eines Tages gingen wir in Kopenhagen shoppen und da lag sie im Schaufenster als Tagesangebot aus. Ich war so überglücklich und machte mich daheim gleich ans Schauen. Immerhin hatte ich über die Zeit eine recht hohe Erwartungshaltung aufgebaut.

Worum geht es in Generation Kill?

Generation Kill basiert auf einer wahrer Begebenheit und schildert die Erfahrungen eines Rolling Stones-Journalisten während der Invasion des Iraks im Zuge des dritten Golfkrieges. Er begleitete eine Einheit amerikanischer Marines in der Funktion als ziviler Berichterstatter. Die Serie erstreckt sich über eine Zeitspanne von insgesamt 45 Tagen. Sie beginnt als die Einheit von Kuwait in den Irak einmarschiert und endet mit deren Abreise in Bagdad.

Lohnt sich die Serie?

Absolut ja! In meinen Augen gehört dieses Drama zu den Kriegsserien, die man gesehen haben sollte. Dafür gibt es mehrere Gründe. Der unwichtigste ist auf jeden Fall der unglaublich vielseitige Cast, der das Herz eines Serienjunkies nur höher schlagen lassen kann. Etliche Schauspieler sind einem bereits aus anderen Formaten sehr gut bekannt. Alexander Skarsgård, Lee Tergesen, Jon Huertas und Wilson Bethel sind nur einige wenige Beispiele für die Vielseitigkeit der Darsteller.

Die Serie wirft einen ernsten und vor allem ungeschönten Blick auf die Ereignisse im Irak im Jahr 2003. Dabei schafft sie die Darstellung eines realistischen Bildes und verzichtet auf den bekannten pathetischen Blick, den man aus den meisten amerikanischen Kriegsfilmen kennt. Spannend allein ist schon die Disposition. Während der Invasion hatten die Marines theoretisch die Aufgabe, Stellungen der irakischen Streitkräfte auszumachen und deren Position weiterzugeben. In der Praxis sah die Situation jedoch häufig anders aus. Unaufhörlich wurde die Einheit unvorbereitet in Situationen geschickt für die sie weder ausgebildet noch ausgerüstet waren. Das hatte meist Frontalangriffe auf unbekannte Siedlungen und feindliche Stellungen mit ungepanzerten Geländefahrzeugen zur Folge. Das Trauerspiel dieser Situation macht die Serie wunderbar deutlich. Alles erscheint unorganisiert und unsicher. Auf die Leitung ist kein Verlass und jeder muss vor Ort stets den Rücken seines Nebenmannes freihalten. Die Darstellung der Kameraderie ist sehr gut und bringt auch wenige glückliche Momente zu Tage.

Am besten fand ich den Umgang mit den Emotionen der Soldaten. Sie leisten ihre tägliche Arbeit, wie es von Ihnen erwartet wird und sehen aus erster Reihe die Leiden des Krieges. Oftmals kommen sie zu Einsätzen anderer Einheiten dazu oder erreichen danach. Dabei zeigt sich mehr als einmal, dass die Opfer des Krieges weniger irakische Soldaten, sondern häufig unschuldige Frauen und Kinder, die einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Dieses ehrliche Bild zeigt auch die Sinnlosigkeit des Krieges auf und lässt einen bald an den Motiven der Regierung zweifeln.

Die Kulissen sind auf einem gewohnt hohem Niveau und sparen nicht am Budget. Alles ist realistisch aufgebaut von der Umgebung bis hin zur Ausrüstung. Die Schauspieler leisten tolle Arbeit und überzeugen mit der Darstellung ihres inneren Kampfes. Die Brutalität und Ungerechtigkeit des Kampfes wird für beide Parteien deutlich aufgezeigt und zeigt weitestgehend ein neutrales Bild. Insbesondere diese Objektivität hat mir sehr gut gefallen. Die Soldaten werden nicht auf ein Podest gehoben, sondern funktionieren einfach nur von Tag zu Tag. Dabei sind sie gezwungen Befehle auszuführen, die sie selber nicht unterstützen.

Fazit

Generation Kill ist wahrhaftig eine fantastische Dramaserie und bewegt sich auf einem hohen Niveau. Sie zeigt ungeschönt die Schattenseiten des Krieges auf und jagt einem oftmals eine Gänsehaut hervor. Es gab auch einige Momente, die mir die Tränen hervorgebracht haben, weil ich diese Ungerechtigkeit einfach nicht ertragen konnte. Die undankbare Rolle der Marines wird immer wieder deutlich und zeigt neben der Verurteilung des Krieges auch eine ganz eigene Abgestumpftheit auf. Obwohl ich in meinem Herzen ein Pazifist bin, sollte man diese Anti-Kriegsserie wirklich gesehen haben. Meine lange aufgebauten Erwartungen wurden erfüllt und ich habe sie seitdem auch mehr als einmal gesehen. Insgesamt gebe ich ehrliche 9/10 Punkte.

Generation Kill eignet sich gut für Zuschauer, die sich dem ernst des Krieges stellen wollen. Ähnliche Serien wären Band of Brothers und The Pacific, die jedoch wieder mehr mit dem amerikanischen Patriotismus glänzen.

Darsteller: Alexander Skarsgård (True Blood, Pretty Little Liars) als Sgt. Brad „Iceman“ Colbert, James Ransone (Treme, Mosaic) als Cpl. Josh Ray Person, Lee Tergesen (Oz, The Purge) als Evan „Scribe“ Wright, Jon Huertas (Castle) als Sgt. Antonio Espera, Stark Sands (Six Feet Under, Minority Report) als Lt. Nathaniel Fick, Billy Lush (The Chicago Code, Revolution) als Lance Cpl. Harold James Trombley, Wilson Bethel (Hart of Dixie) als Cpl. Evan „Q-Tip“ Stafford

USA

Pushing Daisies

Pushing Daisies ist eine US-amerikanische Serie aus dem Jahr 2007 mit insgesamt 2 Staffeln. Sie umfasst 22 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Kuchenbäcker kann Tote für kurze Zeit zum Leben erwecken

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©️ABC

Als die Serie herauskam, sah ich einige Episoden davon auf Pro Sieben. Ich mochte auf Anhieb diesen farbenfrohen Stil und die überdrehten Kulissen. Alles hat so eine positive, sonnige Atmosphäre und erweckt den Wunsch auch in so einer Zuckerwatte-Welt leben zu wollen.

Worum geht es in Pushing Daisies?

Der Kuchenbäcker Ned hat seit seiner Kindheit eine besondere Gabe. Er kann durch eine einfache Berührung etwas Totes erneut zum Leben erwecken und umgekehrt. Jedoch nur für die Zeitspanne von einer Minute. Wird diese Zeit überschritten, muss etwas gleichwertiges dafür sterben.

Neds Talent wird eines Tages vom Detektiv Emerson Cod entdeckt. Fortan lösen sie gemeinsam Mordfälle, in dem sie die Opfer nach ihrem Mörder fragen. Jedoch ändert sich alles als Ned seine große Liebe Chuck im Sarg liegen sieht. Als er beschließt sie am Leben zu lassen, stirbt jemand anderes. Von nun an leben die Liebenden gemeinsam unter einem Dach und dürfen sich auf keinen Fall berühren.

Lohnt sich die Serie?

Das kommt ganz darauf an was man erwartet. Grob gesagt ist Pushing Daisies eine bunt verpackte Krimiserie, die sich nicht zu ernst nimmt. Die Kulissen und die Garderobe spiegeln eine perfekte, reine Welt vor. Die Figuren mitsamt ihren Dialogen sind komplett überdreht und verquer. Selbst die Toten und ihre Geschichten sind eigenwillig und humoristisch. Zudem bekommt man bei jeder Folge Appetit auf leckeren Früchtekuchen, den es in der Form nicht bei uns im Handel gibt.

Ich liebe diese Serie und schaute beide Staffeln im Rekordtempo durch. Die Charaktere sind so speziell und liebenswürdig, dass es richtig Spaß macht Ihnen zu folgen. Ned als verliebter Saubermann mit seiner Gabe die Toten zum Leben zu erwecken, ist herrlich naiv und sympathisch. Emerson mit seiner coolen Fassade und weichem Herz bringt die besten Sprüche. Die quirlige Chuck hat zwar manchmal ihre nervigen Momente, aber dafür ist sie die perfekte Ergänzung für den Kuchenbäcker. Die unglücklich verliebte Olive ist mit ihrem Spleen ungeheuer sehenswert, ebenso wie Chucks tollkühne Tanten. Alle sollte man kennen.

Die Fälle und das Setting machen ungeheuer Spaß und brauchen sich nicht zu schnell auf. Der flotte Soundtrack unterstützt das und lässt einen wünschen wirklich in so einer kunterbunten Welt wohnhaft zu sein. Die Liebesgeschichte ist herrlich kitschig und niedlich.

Es ist schade, dass die Serie ihr Publikum nicht finden konnte. Die niedrigen Einschaltquoten waren das Aus der Serie. Ich bin davon überzeugt, dass die Show einfach zehn Jahre zu früh dran war. Heutzutage würde die Idee bestimmt wieder eher Anklang finden.

Fazit

Wer einfach mal etwas ganz anderes sehen möchte der sollte diese Serie schauen. Die Mischung von Krimi, Romanze und Comedy geht perfekt auf. Die Schauspieler machen ihren Job fantastisch und bringen den Humor ordentlich zur Geltung. Allein die Mimik von Ned und Emerson lohnt das Sichten. Ich kann diese bunte Welt nur mit 8/10 Punkten auszeichnen. Durch das überraschende Ende der Serie wird man mit einem fiesen Cliffhanger als Schluß zurückgelassen. Das ist schade.

Pushing Daisies eignet sich gut für Fans verdrehter Welten wie bei Dead Like Me oder Eureka.

Darsteller: Lee Pace (Halt and Catch Fire) als Ned, Anna Friel (American Odyssey, Marcella) als Charlotte „Chuck“ Charles, Chi McBride (Hawaii Five-0) als Emerson Cod

USA

Tote Mädchen lügen nicht/13 Reasons Why

13 Reasons Why ist eine US-amerikanische Serie aus dem Jahr 2017. Sie umfasst aktuell 26 Folgen in zwei Staffeln a 45 Minuten. Die dritte Staffel soll dieses Jahr noch erscheinen. Die Sendung basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage von Jay Asher.

Thema: Selbstmord einer Schülerin und ihre 13 Gründe für die Tat

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©️Netflix

Als ich zum ersten Mal von der Serie gehört habe, fand ich die Prämisse sofort spannend. Aus diesem Thema ergeben sich vielfältige Möglichkeiten des Umgangs und der Umsetzung. Da ich zum Zeitpunkt des Erscheinens noch kein Netflix hatte, begnügte ich mich erstmal die Buchvorlage zu lesen. Diese fand ich jedoch eher ernüchternd und deutlich oberflächlicher als erwartet. Trotz meiner Enttäuschung beschloß ich die Serie zu Sichten, nachdem ich die Möglichkeit bekommen hatte.

Worum geht es in 13 Reasons Why?

Der schüchterne Clay erhält eines Tages ein Paket mit 13 besprochenen Kassetten. Als er beginnt sie zu hören, muss er mit Schrecken feststellen, dass sie von seinem Schwarm Hannah sind. Diese hatte sich kurz davor das Leben genommen. Als letztes Zeugnis erläutert sie hier ihre vollständigen 13 Gründe für ihren Suizid und macht deutlich, dass jeder der die Aufnahme bekommt einer von ihnen ist.

Lohnt sich die Serie?

Die Serie schlägt eine ganze andere Gangart als das Buch ein. Sie ist deutlich ruhiger und detaillierter konstruiert. Die Schauspieler in den einzelnen Rollen haben mir sehr gut gefallen. Die Interaktion war fantastisch.

Natürlich ist die Ausgangslage der Geschichte eine wenig freundliche und erfreuliche. Neben den eigenen Alltagsproblemen müssen die Protagonisten auch mit der Schuld in Bezug auf Hannahs Schicksal leben oder sich gänzlich der Verdrängung hingeben. Jede Episode folgt dabei dem Schicksal eines Beschuldigten. Dabei weichen die Gründe von „kleinen Stichen“ zu grundlegenden Straftaten hin und her. Die Serie vermittelt dadurch Spannung und wirft ethische Fragen auf. Dabei ist es sehr gut, dass man das Geschehen aus der Perspektive von Clay sieht, da für ihn diese Zusammenhänge ebenfalls neu sind.

Die Produktion ist auf einem gewohnt amerikanisch hohen Niveau. Die Kulissen und die Ausstattung sind einwandfrei. Die Schauspieler sind sehr gut gecastet und überzeugen in ihren Rollen. Man wütet und leidet mit Ihnen mit. Der Soundtrack ist fantastisch. Die Stimmung ist schwankt zwischen freudig und melancholisch. Um das zu unterstreichen, wurde viel mit der Beleuchtung gearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen.

1. Staffel

In der ersten Staffel erfahren wir Hannahs Geschichte und welche Augenblicke zu ihrem Suizid geführt haben. Dabei lernen wir alle „Schuldigen“ kennen und sehen mehr oder weniger ihren Umgang mit der Situation. Dabei gibt das Gruppenverhalten eine wunderbare psychologische Studie ab. Ethische Fragen werden aufgeworfen und näher erläutert. Die Rolle von Hannah muss der Zuschauer für sich selber klären. Ich denke, dass genau das das gefährliche an dem Sichten ist. Erwachsene können die Elemente wunderbar separieren. Jugendliche könnten dabei allein Probleme haben. In der ersten Staffel haben mir am besten die Geschichten um Alex und Jessica gefallen.

2. Staffel

In der zweiten Staffel geht es um die Zeit nach ihrem Suizid und dem Bekanntwerden der Kassetten. Im Fokus steht ein Gerichtsprozeß, der nachweisen soll, dass Hannah von ihrer Umgebung zu ihrem Suizid getrieben wurde. Hauptschuld soll in diesem Fall die Schule tragen. Durch die Verhöre und den weiteren Verlauf des Geschehens lernen wir eine andere Seite von Hannah kennen und verstehen das Leben in Grauzonen. Spannend ist Charakterentwicklung der einzelnen Figuren. Meine Lieblinge in der zweiten Staffel waren auf jeden Fall Justin und Tyler. Beide für sich schon tragische Persönlichkeiten. Mir hat das Zusammenspiel von Clay und Justin unheimlich gut gefallen und fand das Finale sehr interessant, da es die Brücke zum nächsten Tabu-Thema schlägt.

Fazit

Insgesamt betrachtet, hat mir die Serie sehr gut gefallen. Vielleicht liegt es an meinem Alter, dass ich die angesprochenen Themen wichtig in der Verarbeitung finde. Das nach der Veröffentlichung der Serie eine Suizidwelle unter amerikanischen Jugendlichen begann, finde ich tragisch und nur bedingt nachvollziehbar. Jeder, der die Serie versteht, kommt zu dem Schluß, dass Selbstmord keine Lösung ist. Vielmehr wird deutlich, Hannah hätte auch weitere Handlungsoptionen gehabt. Doch die Uhr kann man nicht zurück drehen.

Ich freue mich sehr auf die dritte Staffel und hoffe auch in diesem Fall, dass die Serie ihr bisheriges Niveau halten kann. Gerade in Zukunft wird es schwerer werden einen roten Faden aufrecht zu erhalten. Ich gebe sehr gerne 8/10 Punkte.

13 Reasons Why ist eine kontroverse Serie, die auch gut geeignet ist für Freunde von You und Élite.

Interessierte können die Serie nur auf Netflix streamen.

Darsteller: Dylan Minnette (Saving Grace, Scandal) als Clay Jensen, Katherine Langford als Hannah Baker, Kate Walsh (Private Practice) als Olivia Baker

USA

You – Du wirst mich lieben

You ist eine US-amerikanische Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 20 Folgen a 45 Minuten in zwei Staffeln. 

Thema: Aus dem Alltag eines Stalkers

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©️Netflix

Worum geht es in You?

Die ganze Geschichte dreht sich um den Buchverkäufer Joe und ist ebenfalls aus seiner Perspektive erzählt. Die Handlung beginnt als die junge Studentin Beck ein Buch bei ihm kauft. Sie gefällt ihm sofort und deswegen beschließt er sie näher kennenzulernen zu wollen und beginnt sie zu stalken, um ihr Herz zu erobern.

Lohnt sich die Serie?

Mir hat die Serie sehr gut gefallen. Sie nimmt sich Zeit für die Charakterentwicklung der beiden Hauptfiguren und behält dabei trotzdem die Spannung aufrecht. Es ist ein komisches Gefühl eine derartig kranke Handlung wie Stalken aus der ausschließlichen Perspektive vom Täter zu sehen. Zwar erklärt sich an vielen Stellen warum er so handelt, dennoch ist es komisch mit dem Bösewicht zu sympathisieren und zu hoffen, dass er nicht geschnappt wird. Genau das macht die Serie mit einem und erklärt auch die Kontroverse.

Das Schöne an der Serie ist, dass wirklich kein Charakter eine weiße Weste hat. Alle Personen leben in einer Grauzone. Dabei wirken alle natürlich und nicht hoch stilisiert.

Official Trailer Season 1

1. Staffel

Joe ist ein kranker Stalker, der aus einem unglücklichen Elternhaus kommt und als Jugendlicher Rettung von einem Sadisten erfahren hat. Das hat ihn geprägt. Zudem ist er als Einzelgänger gut im kopieren von Verhaltensmustern um sich anzupassen, versteht sie aber selber nicht. Das ist spannend und gerade bei seinen Interpretationen und Selbstrechtfertigungen läuft es einem gerne kalt den Rücken runter.

Beck ist eine selbstbewußte Studentin, die mit ihren Reizen zu spielen weiß. Während sie Joe erst garnicht wahrnimmt, entwickelt sie kurzzeitig Gefühle für ihn bis sie es am Ende bereut. Tatsächlich haben mir ihre letzten Szenen in der Staffel im Buch deutlich besser gefallen als in der Serie. Ich hatte das Gefühl, dass es zum Ende doch sehr schnell ging und das fand ich schade.

Die Handlung und Darstellung um Peach hat mir sehr gut gefallen und hat Spaß gemacht zu schauen. Dieser bissige Konkurrenzkampf zwischen ihr und Joe bietet einige kecke Szenen. Shay Mitchell spielt herrlich mit ihrer Mimik in diesen Situationen.

Was für die Serie neu entwickelt wurde, ist die Geschichte um das Familiendrama von Joes Nachbarn. Tatsächlich wird schnell deutlich, dass das eingefügt wurde um ihm mehr Menschlichkeit zu verleihen. Mir hat der Handlungsstrang ganz gut gefallen bis dieser irrationale Moment mit Pacos Stiefvater kommt. Das fand ich unsinnig und nicht zur Figur von Joe passend. Das hätte man tatsächlich anders lösen sollen.

Official Teaser Season 2

2. Staffel

Nachdem Joe von seiner Ex Candace in New York aufgesucht wurde, flüchtet er nach Los Angeles und taucht unter. Kaum angekommen, findet er in der verletzlichen Love Quinn eine neue Liebe und die Probleme nehmen ihren Lauf.

Wie bereits die erste Staffel unterhält auch die Zweite sehr gut und bietet einige ungeahnte Wendungen. Dabei sind die neuen Charaktere deutlich interessant und wachsen einem schnell ans Herz.

Joes Metamorphose ist durchaus interessant und wird durch Rückblenden in seine Kindheit immer wieder erklärt. Diese sollen sein Verhalten nicht entschuldigen, aber immerhin verständlich machen.

Tatsächlich haben mir beide Staffeln gleich gut gefallen, da sie unterschiedliche zwischenmenschliche Dynamiken und Spannungsfelder aufweisen. Love ist unterhaltsamer als Beck und deswegen freue ich mich auch darauf sie in der geplanten nächsten Staffel wiederzusehen.

Fazit

Die Kulissen und die Bildkompositionen sind sehr schön. Die Arbeit mit dem Farbenspiel,wie kalter blauer Keller oder Wärme beige Wohnung, unterstreicht wunderbar die Szenerie und ist erstklassig in Szene gesetzt. Die Darsteller machen ihren Job sehr gut und überzeugen auf ganzer Linie. Insbesondere Penn Badgley hat mir in dieser Serie auffallend gut gefallen. Seine Intonation ist unheimlich sympathisch und stark.

Die Mode selbst und die allgemeine Personenausstattung ist wieder auf einem hohen Niveau wie man es von amerikanischen Produktionen gewöhnt ist. Die Spannung kommt und bleibt bis zu letzten Minute.

Alles in allem lohnt es sich auf jeden Fall You zu schauen und trotz oder gerade wegen der unbequemen Gänsehautmomente Spaß zu haben. Die Serie ist sehr kurzweilig und gibt eine wunderbare Warnung ab. Sie zeigt auf wie schnell man heimlich beobachtet werden kann, wenn man unachtsam ist wie beim Aufrechterhalten der Cloud oder wenn man jeden ins Fenster schauen lässt. Da mir die Serie sehr gut gefallen hat, hoffe ich sehr, dass sie ihr Niveau auch in der zweiten Staffel halten kann und gebe insgesamt 8/10 Punkte.

You eignet sich auffallend gut für Freunde von Dexter und The End of the F***ing World.

Interessierte können die Serie nur auf Netflix streamen.

Darsteller: Penn Badgley (Gossip Girl) als Joe Goldberg, Elizabeth Lail (Once upon a Time, Dead of Summer) als Guinevere Beck, Shay Mitchell (Pretty Little Liars, The Heiress) als Peach Salinger, John Stamos (Full House, Scream Queens) als Dr. Nicky

USA

Buffy – Im Bann der Dämonen/The Vampire Slayer

Buffy the Vampire Slayer ist eine US-amerikanische Dramaserie aus dem Jahr 1997. sie umfasst insgesamt 7 Staffeln mit 144 Folgen a 43 Minuten. Die Handlung baut direkt auf dem Spielfilm Buffy – Der Vampir-Killer von 1992 auf.

Thema: Die Auserwählte im Kampf gegen Dämonen und Alltagssorgen

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©️WB

Buffy the Vampire Slayer ist meine absolute Lieblingsserie. Seitdem die erste Folge in Deutschland ausgestrahlt wurde, halte ich dieser Serie die Treue. Über die Jahre habe ich schon einige Sichtungen hinter mich gebracht und die weiterführenden Comics gelesen. Joss Whedon hat mit dieser Serie wirklich eine tolle Tat vollbracht.

Worum geht es in Buffy the Vampire Slayer?

Buffy Summers ist die „eine Auserwählte aus jeder Generation um das Böse zu bekämpfen“. Hilfe bekommt sie von ihrem Wächter Giles und ihren Freunden, der so genannten Scooby-Gang. Neben dem Bemühungen um gute Noten kämpft sie regelmäßig gegen Dämonen, Vampire und dekadente Mitschüler.

Lohnt sich die Serie?

Definitiv ja! So schlecht der Titel auch klingen mag, verbirgt sich hinter dieser Serie ein perfekter Genremix. Hier findet sich alles was das Herz begehrt. Coming of Age. Familiendrama. Action. Fantasy. Horror. Romanze. Teen-Drama. Etc. zudem gibt es einige Episoden per se die Fernsehgeschichte geschrieben haben. Es gibt Folgen, wo gesungen wird. Es gibt Folgen, wo nur geschwiegen wird. Es gibt Humor und Tragödie und das gesunde Mittelmaß. Die Dialoge sind schlagfertig ausgearbeitet und die Maske der Zeit angepasst perfektioniert. Die Charaktere sind einmalig und in der Interaktion voller Chemie. Der Soundtrack und die Kampfszenen sind bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Buffy machte den Weg frei für die erste homosexuelle Beziehung in einer Fernsehserie. Es ist sicherlich unnötig zu erwähnen wie oft das Motiv seitdem aufgegriffen wurde.

1. Staffel

In der ersten Staffel werden die Charaktere eingeführt und sie bekommen allmählich eine Einheit. Der Nemesis der Staffel ist der Meister. Da es der Anfang war, zeigt sich viel unfertiges und dennoch liebe zum Detail. Viele Folgen sind nach dem Fall der Woche-Prinzip konstruiert. Das Zwischenspiel von Buffy und Angel ist spannend.

2. Staffel

Hier wird ordentlich Fahrt aufgenommen. Die Schauspieler sind eingespielt und es werden neue und deutlich spannendere Hauptgegner eingeführt. Spike, Drusilla und Angel waren ein spannendes Team mit ordentlich Humor. Viele Episoden aus der Staffel gehören zu meinen Lieblinge. Das war ein starkes Jahr.

3. Staffel

Hier werden deutlich düstere Töne angeschlagen. Sowohl in der Interaktion der Figuren als auch bei privaten Problemen. Mit dem Auftauchen von Faith und dem Bürgermeister als Gegner werden humoristische, aber auch dunkle Momente geschaffen. Obwohl der Konflikt von Buffy und Faith immer spannend und sehenswert war, empfand ich die dritte Staffel immer ein wenig schwächer.

4. Staffel

Das könnte sogar meine Lieblingsstaffel sein. Mit dem Sprung auf die Universität wird die Serie deutlich erwachsener und klarer. Die alten Jugendprobleme weichen den Sorgen eines Erwachsenen. Mit der Initiative als Gegner haben wir verquere und neue Bösewichte, die ordentlich Spaß machen. Die Rückkehr von Spike und das Einführen von Riley sorgen für ordentlich Reibefläche. Tolle Staffel!

5. Staffel

Diese Staffel war zu ihrer Einführung ein harter Knochen. Die Serie wurde zwar komplett revolutioniert mit dem Ändern des gewohnten und dem Einführen von Dawn, doch das muss man erst einmal akzeptieren. Obwohl ich anfänglich Probleme damit hatte, ließ das dann doch bald nach durch die tollen Szenen zwischen Spike und Dawn. Glory zählte für mich immer zu den schwächeren Bösewichten der Serie. Das Finale war dafür sehr stark inszeniert.

6. Staffel

Die sechste Staffel wird sehr häufig kritisiert, weil sich die Figuren hier sehr stark verändern und sich die Clique ein wenig auseinander lebt. Ich mochte die Staffel ebenso gerne wie die Zweite und die Vierte. Die Gegner, die drei Nerds, sind gänzlich unkonventionell und Spike darf ordentlich glänzen. Zudem zeigt die Serie wie hart der normale Alltag auch ohne übersinnliche Elemente sein kann.

7. Staffel

Willkommen, Nathan Fillion! Welch ein schönes Spiel und mit dem Urbösen ein wirklich toller Gegner. Durch die ganzen Mädels kann eine absolute Reizüberflutung einsetzen. Doch wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dass wieder alles größer und härter wird, dann macht die letzte Staffel ordentlich Spaß und drückt wunderbar aufs Tempo. Die Serie geht mit einem furiosen Knall zu Ende.

Mein Ranking: 2=4=6>7>1>5>3

Fazit

Insgesamt bietet Buffy the Vampire Slayer wirklich starke Fernsehunterhaltung. Sie zeigt ernste Themen auf und nimmt sich dabei nicht zu ernst. Es macht Spaß sie zu Sichten und immer wieder kleine Pop-Art-Anspielungen zu entdecken. Zudem ist die Serie wirklich zeitlos. Alles funktioniert und wirkt bei mir noch genauso wie früher. Es ist schon unglaublich, dass die Serie bereits 21 Jahre alt ist. Wo ist die Zeit geblieben? Selbstverständlich gibt es von mir für das Gesamtpaket ganze 10/10 Punkte!

Buffy the Vampire Slayer eignet sich wunderbar für Fans von Charmed und The Chilling Adventures of Sabrina.

Darsteller: Sarah Michelle Gellar (Ringer, The Crazy Ones) als Buffy Summers, Alyson Hannigan (How i Met Your Mother) als Willow Rosenberg, Nicholas Brendon (Criminal Minds) als Xander Harris, Anthony Stewart Head (Dominion) als Rupert Giles

USA

Preacher

Preacher ist eine US-amerikanische Fernsehserie aus dem Jahr 2016 mit aktuell 33 Folgen in 3 Staffeln in 55 Minuten. Die vierte Staffel wird im Frühjahr 2019 gedreht.
Thema: Ein Vampir, ein Priester und dessen Ex suchen nach Gott
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©️AMC

Diese Serie habe ich grundlegend unterschätzt. Vor einigen Jahren habe ich nach einer Sendung gesucht, die sich dem Thema Dämonen widmet. Beim shoppen stieß ich dann auf Preacher und Outcast. Beide wanderten auf der Stelle in meinen Einkaufskorb. Während ich Outcast sofort sichtete, schob ich Preacher auf, da ich an der Grundprämisse weniger Interesse hatte. Obwohl diese Serie als stärker in der allgemeinen Meinung erschien, vergaß ich ihre Existenz im Schrank. Das änderte sich dieses Jahr grundlegend und ich hatte ein Déja Vu als ich mir die Frage stellte: „Warum sind immer genau die Serien fantastisch, die ich ungewollt Ewigkeiten im Schrank verrotten lasse?“ Doch beginnen wir mit dem Anfang.

Worum geht es in Preacher?

Jesse Custer ist ein ehemaliger Kleinkrimineller, der als Priester die Arbeit seines verstorbenen Vaters eher halbherzig weiterführt. Eines Tages fährt eine unbestimmte Macht in ihn, die es ihm ermöglicht den Willen anderer zu steuern. Neben der neuen Fähigkeit und ihren Vorzügen freundet er sich mit einem hedonistischem Vampir an. Als auch noch seine Ex ins Spiel kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Gott muss her!

Lohnt sich Preacher?

Da ich kein übermäßiger Freund von Comic-Verfilmungen bin, war ich erst skeptisch. Doch das legte sich beim Sichten recht schnell. Zwar beginnt die Serie erst in einem ruhigen Stil mit ernstem Setting, doch das ist nur der Anfang. Immer wieder wird diese Stille von heftigen Stilbrüchen erschüttert. Aus dem nichts feuern surreale Ereignisse und urkomische Situationen drauf los. Immer wenn ich mich an den ruhigen Stil gewöhnt hatte, kam ein so grandioser Gag um die Ecke, dass ich lautstark loslachen musste. Der Humor ist in jedem Fall fantastisch.

Jesse Custer kommt am Anfang wie eine gescheiterte Existenz daher. Doch mit der neuen Fähigkeit wächst auch sein Ego. Er ist nicht vollends sympathisch durch seine Vergangenheit und seine zeitweiligen Aussetzer. Jedoch wird er mit dem Fortschreiten der Serie zum Anker und noch wichtiger zur „normalen“ Identifikationsfigur. Spätestens als Humperdoo auf der Bildfläche erschienen ist, liebte ich Custer und seine trockene Reaktion sehr.

Jeder, der Preacher schaut, liebt Cassidy. Da bin ich auch keine Ausnahme. Dieser schnoddrige irische Vampir ist mir bereits seit seiner ersten Szene ans Herz gewachsen und das blieb bis zum Schluss der Fall. Er hat den besten Akzent, die besten Witze und die bizarrste Geschichte. Selbst wenn mir das Thema der Serie nicht gefallen würde, könnte ich mir vorstellen die Sendung trotzdem wegen Cassidy zu schauen. Zudem mag ich den Schauspieler sehr gerne. Seine Performance als Woody in This is England ist unvergessen.

Tulip ist das eigentliche Badass der Serie und amüsiert mit ihrem Spiel. Für mich war es spannend die Schauspielerin in dieser Rolle zu erleben, da ich sie bis dato nur aus Love/Hate als schüchternen Loveinterest kannte. Doch ich wurde überzeugt und schloss ihren Charakter recht schnell ins Herz.

Herr Starr und Eugene sind liebevoll konstruierte Nebencharaktere, die man wirklich erwähnen muss. Das erstaunliche ist tatsächlich, dass ich alle Figuren toll fand. Keiner hat mich genervt oder nicht interessiert. Somit sehr gelungen.

Die Geschichten der einzelnen Staffeln sind erstklassig. Ich möchte garnicht Zuviel davon sagen, da es viel besser kommt, wenn die Wendungen einen kalt erwischen. Das Setting und die Kulissen sind klasse. Die Inszenierungen und die Musik sind perfekt abgestimmt. Die Serie vermag wirklich zu begeistern. Schaut sie euch an!

Fazit

Preacher ist eine fantastische Serie, die sich selbst nicht zu ernst nimmt. Sie überzeugt mit einer irrationalen Geschichte und noch skurrileren Charakteren. Die Action und der Humor sind ein großes Plus dieser Serie. Was mir jedoch nicht gefallen hat, war der Teufel in der Optik. Das ist jedoch der Comic-Vorlage geschuldet. Dennoch sollte man diese polarisierende Serie gesehen haben. Die macht ordentlich Spaß und kassiert deswegen ganze 9/10 Punkte. Ich freue mich schon auf die vierte Staffel und hoffe, dass die Show ihr Niveau halten kann.

Preacher eignet sich wunderbar für Menschen mit einem schwarzen Humor wie bei Misfits oder Lucifer.

Darsteller: Dominic Cooper (Down to Earth, Marvels Agent Carter) als Jesse Custer, Joseph Gilgun (This is England, Misfits) als Cassidy, Ruth Nega (Love/Hate, Marvels Agents of S.H.I.E.L.D.) als Tulip O’Hare, Ian Colletti als Eugene Root, Pip Torrens (Poldark, The Crown) als Herr Starr

Südkorea, USA

Dramaworld

Dramaworld ist eine US-amerikanische Dramaserie, die in Kooperation mit Südkorea und China entstand im Jahre 2016. Die erste Staffel umfasst 10 Episoden a 15 Minuten. Die Zweite befindet sich derzeit in der Produktion.

Thema: Reise in die Lieblingsfernsehserie

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Via Dramaworld ©️Viki

Auf diese Serie bin ich durch Zufall gestoßen als ich durch Viki geschaut habe. Der Plot klang sofort witzig und der Trailer tat sein Übriges. Da ich selber ein großes Herz für KDramas habe, konnte ich mich gleich mit der Idee identifizieren und war gespannt wie die Amis das umsetzen würden. Bei der kurzen Laufzeit war die erste Staffel auch schnell geschaut.

Worum geht es in Dramaworld?

Claire Duncan lebt in Los Angeles, studiert und verbringt ihre komplette Freizeit damit KDramas zu Sichten. Eines Tages wird sie durch einen Unfall in ihre Lieblingsserie gesaugt und muss nun versuchen das Pärchen vor Ort zusammen zu bringen. Doch gelingt es ihr unauffällig in dieser Drama-Welt die Strippen zu ziehen?

Lohnt sich die Serie?

Die Handlung ist eine fantastische Idee. Jeder Serienfan kann sich mit der Idee identifizieren einmal seinen Lieblingscharakter treffen zu wollen. Die Aufregung und Freude stehen der Hauptfigur ins Gesicht geschrieben. Endlich aus dem langweiligen Leben ausbrechen und ein eigenes Abenteuer erleben. Das ist witzig, charmant und spannend. Die ganze Serie wird aus der Sicht eines einfachen Normalos erzählt, damit die Zuschauer sich komplett damit gleichsetzen können. An mehreren Stellen machte sich bei mir eine Erinnerung an Pleasantville breit.

Der weibliche Hauptcharakter ist sympathisch und engagiert. Manchmal bietet sie ein wenig Zuviel des Guten, aber das stört nicht. Ihr Partner Seth ist die vielseitigste Figur der Serie und hat ein wunderschönes Lächeln, dass mir in seinen vorherigen Projekten noch nie aufgefallen ist. Der „männliche Hauptcharakter der Serie“ in der Serie darf ebenfalls eine ordentliche Metamorphose durchleben und meistert die Sache sehr gut dabei. Da seine Rolle immer menschlicher und sympathischer wurde, war es leicht für ihn zu sein trotz seines zu gelackten Aussehens.

Hommage für Fans von KDramas

Mein Highlight der Serie waren die sogenannten KDramaregeln, weil sie zum einen witzig und zum anderen auch irgendwie wahr sind:

  1. Ein Drama endet mit dem Wahre Liebe-Kuss. Der Wahre Liebe-Kuss ist der Kuss, den sich die beiden Hauptcharaktere, Mann und Frau, geben.
  2. Der Hauptdarsteller muss immer die Merkmale eines Hauptdarstellers verkörpern. Selbstbewusst, gutaussehend und etwas arrogant, aber ihm liegen die Interessen der Hauptdarstellerin am Herzen. Er tut alles für sie.
  3. Der Hauptdarsteller muss eine heiße, dampfende Dusche nehmen.
  4. Es kann ein holpriger Weg sein und Umwege geben, aber jede Abzweigung führt zur wahren Liebe.

Zudem gab es auch immer wieder kleine Wahrheiten eingestreut über die jeder Fan von KDramas wirklich herzlich Nicken kann. Ein Beispiel wäre, dass Männer immer Frauen auffangen müssen ohne Ausnahme. Herrlich! Damit nimmt die Serie sich wunderbar selbst aufs Korn und bietet gleichzeitig eine Hommage für die Fans.

Fazit

Die Serie bietet einige schöne Szenen und macht Spaß beim Betrachten. Die Darsteller sind lustig und überzeugend. Der Plot ist okay, obwohl meiner Ansicht nach noch mehr drin gewesen wäre. Ich freue mich auf die zweite Staffel, da der Cliffhanger schon sehr interessant klang. Ich gebe der Serie insgesamt 7/10 Punkte.

Dramaworld ist eine wunderbare Hommage und gleichzeitig eine schöne Komödie. Wer diese Serie mag, kann auch in die Welt von Flower Boy Next Door oder Santa Clarita Diet eintauchen.

Interessierte können die Serie auf Netflix und Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Liv Hewson (Santa Clarita Diet, Back in Very Small Business) als Claire Duncan, Sean Dulake (Feast of the Gods, Take Cars of US, Captain) als Joon Park, Noo-Ri Bae als Seo-yeon, Justin Chon (Deception, Dr.Ken) als Seth Ko

USA

Chosen US

Chosen ist eine US-amerikanische Action-Serie aus dem Jahr 2013. Sie hat insgesamt 18 Episoden a 25 Minuten in 3 Staffeln.

Thema: Steht die Box vor der Tür ist dein Leben vorbei.

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©️Crackle

Als ich das erste Mal den Trailer zu dieser Serie gesehen habe, war ich sofort begeistert. Ich konnte es kaum erwarten sie zu sehen und verfolgte regelmäßig alle neuen Teaser. Als die Sendung auf dem deutschen Markt erschien, wanderte sie gleich weiter in meine Seriensammlung und am ersten Abend in den DVD-Player.

Worum geht es in Chosen?

Die Handlung beginnt mit dem erfolgreichen Familienvater Ian Mitchell. Eines Tages steht vor seiner Tür eine Box. In ihr befindet sich eine Waffe, das Bild eines Fremden und eine Zeitangabe von drei Tagen. Entsetzt über die Lieferung versucht er alles um den Absender herauszufinden und den Mord nicht auszuführen. Jedoch muss er schnell lernen, dass er keine Wahl hat, da er ansonsten ebenfalls in der Box landet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

[Spoiler] Der Hauptcharakter wechselt mit jeder Staffel. Man könnte auch sagen, dass das Zepter immer weiter gereicht wird. So ergibt sich ein nicht enden wollender Kreislauf, der die Hilflosigkeit der ganzen Situation aufzeigt. Wer interessiert an den Ursachen ist, muss unbedingt Staffel 2 sichten. Die liefert Antworten und überzeugt mit einem energiegeladenen Chad Michael Murray. [Spoiler Ende]

Lohnt sich die Serie?

Chosen ist eine klassische Actionserie. Sie lebt von ihren Kampfsequenzen und erzeugt viel Spannung. Der Plot ist schnell erzählt und geht nicht wirklich in die Tiefe. Wer tiefsinnige Verschwörungstheorien und verzettelte Konflikte erwartet, ist bei dieser Serie nicht gut aufgehoben. Wie das Genre es bereits vorgibt, kann man Kameraeinstellungen und die Bewegungen der Darsteller entspannt genießen. Die Schauspieler machen ihren Job sehr gut und bringen interessante Perspektiven herein.

In den ersten beiden Staffeln steht Milo Ventimiglia im Fokus. Er spielt seine Rolle mit einer nicht zu übersehenden Eleganz und Stärke. Man fiebert regelrecht mit ihm mit und überlegt sich sämtliche Lösungswege. In Staffel 2 mimt Chad Michael Murray einen weniger ambitionierten Verlierer. Es wird schnell deutlich, dass er sich für die Rolle körperlich ordentlich vorbereitet hat. Seine Kampfszenen geben tolle Einstellungen ab. Das gleiche gilt für seine Ehefrau, die in der Serie den weiblichen Part übernimmt. Staffel 3 erzählt die Perspektive von Rose McGowan. Sie ist eine Mutter, die sich in allen Lebenslagen zu helfen weiß.

Fazit

Die Geschichte ist nicht neu. Das ändert aber an der vorhandenen Spannung nichts und unterhält auf ganzer Linie. Ich musste alle drei Staffeln gleich hintereinander schauen und hoffe inständig immer noch, dass irgendwann eine vierte Staffel herauskommen wird. Bis dahin habe ich mir erstmal das chinesische Remake auf meine Watchlist gesetzt. Insgesamt hat mir Chosen sehr gut gefallen, auch wenn die Hintergrundgeschichte noch ein wenig blass geblieben ist. Doch da ist die Frage: was möchte die Serie sein? Als Actionserie funktioniert sie wunderbar. Darum 8/10 Punkte!

Chosen ist gut geeignet für Fans von 666 Park Avenue und Wayward Pines.

Interessierte können auf dem deutschen Markt die DVDs von allen Staffeln erwerben.

Darsteller: Milo Ventimiglia (Gilmore Girls, Heroes, This is Us) als Ian Mitchell, Chad Michael Murray (One Tree Hill, Sun Records) als Jacob Orr, Sarah Roemer (The Event) als Avery, Rose McGowan (Charmed) als Paige Matthews